1. Wie sieht es eigentlich mit dem privaten und gewerblichen Verkauf bei eBay aus?

    78 mydealz 29. April, 2010

    Heute will ich mich mal den Rechten und Pflichten des privaten Händlers bei eBay widmen. Laut eigenen Angaben gibt es allein in Deutschland über 14 Millionen angemeldete Mitglieder. Der einfache Zugang, die große Bekanntheit und die viel versprechenden Angebote machen das Internetauktionshaus zu einer lukrativen Möglichkeit sowohl für Privatleute, als auch für Unternehmen. Die Probleme entstehen erst, wenn die bestellte Sache nicht den Vorstellungen des Käufers entspricht oder wenn der Käufer sich nicht an die getroffenen Vereinbarungen hält. Welche Rechte und Pflichten habe ich als Käufer und als Verkäufer bei Ebay?

    Der Vertrag

    3…2…1… meins? Häufig ist die Endphase der Versteigerung bei eBay so mitreißend, dass man schnell einen Preis zahlt, den man eigentlich gar nicht ausgeben wollte. Doch ist hier auch wirklich ein Vertrag zustande gekommen? Die Antwort ist ja. Ersteigert man bei eBay einen Artikel so ist die Ersteigerung zunächst einmal verbindlich. Auch der Verkäufer kann sich nicht einfach darauf berufen, dass er davon ausgegangen ist, die Sache nur zu einem bestimmten Preis zu verkaufen. Wenn er eine Auktion frühzeitig beendet, muss er den Artikel für das letzte Gebot hergeben.

    Hat man einen Artikel ersteigert muss man ihn natürlich grundsätzlich auch bezahlen. Allerdings gibt es für einen privaten Käufer, der etwas von einem Händler ersteigert hat, die Möglichkeit, den Vertrag innerhalb einer bestimmten Frist zu widerrufen.

    Übrigens ist auf die Versteigerung bei eBay Kaufrecht anwendbar, da es sich nicht um eine klassische „Versteigerung“ handelt.

    Widerrufs- und Rückgaberecht

    Zunächst muss man zwischen privaten und gewerblichen Verkäufern unterscheiden. Für den Handel mit gewerblichen Verkäufern gilt: Nach dem Fernabsatzgestz steht Euch ein Widerrufsrecht gegenüber dem gewerblichen Verkäufer zu.

    Bisher war es – wie wir ja auch schon berichtet haben – so, dass Eure Widerrufs- oder Rückgabeerklärungen spätestens 1 Monat nach Vertragsschluss, bzw. nach Eingang der Ware, beim Verkäufer zugegangen sein musste. Ob man den Vertrag durch eine bestimmte Erklärung widerrufen muss oder die Rücksendung der Ware ausreicht, um vom Vertrag zurück zu treten, hängt davon ab, ob der Verkäufer ein Widerrufsrecht oder ein Rückgaberecht mit Euch vereinbart hat. Ab dem 11.06.2010 wird es möglich sein mit einer entsprechenden Muster-Widerrufsbelehrung und dem unverzüglichen Zugang der Belehrung das Widerrufsrecht auf 14 Tage zu beschränken. Also überlegt Euch zeitnah, ob Ihr die Ware tatsächlich behalten wollt. Ob eine Widerrufsbelehrung ordnungsgemäß zugegangen ist und somit Wirkung entfaltet hängt aber von vielen kleinen Details in der Formulierung und Art des Versandes ab und sollte – wenn es doch mal Streit gibt – von einem Rechtsanwalt geprüft werden. Alternativ kann der Verkäufer auch ein Rückgaberecht vereinbaren, das allerdings ähnlich strengen Vorschriften unterliegt. Als privater Käufer hat man gute Möglichkeiten Ware, die man nicht ersteigern wollte, zurückzugeben, wenn der Verkäufer gewerblich tätig ist. Lasst euch nicht davon beeindrucken, dass der Verkäufer vielleicht behauptet nur privat tätig zu sein. Eine gewerbliche Tätigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab und liegt nicht im Ermessen des Verkäufers. So können schon wenige Artikel dazu führen, dass eine gewerbliche Tätigkeit angenommen wird, wenn diese Artikel besonders hochwertig und teuer sind. Schon zehn Artikel können ausreichen, um gewerbliches Handeln anzunehmen, wenn es sich um neue Markenartikel handelt.

    Wenn Ihr es mit einem gewerblichen Verkäufer zu tun haben, habt Ihr noch weit mehr Rechte, als das Widerrufsrecht.

    Gewährleistung

    Ein gewerblicher Verkäufer muss auf seine Ware bei Neuware eine Gewährleistung von 24 Monaten und bei gebrauchten Waren von 12 Monaten geben.

    Private Verkäufer können die Gewährleistung grundsätzlich ausschließen. Auf den genauen Zustand der Sache muss aber immer hingewiesen werden.

    Schäden beim Versand

    Auch für Schäden, die beim Versand der Ware eintreten muss der Verkäufer haften. Einen Ausschluss der Haftung für Versandschäden kann hingegen nur ein privater Verkäufer vereinbaren. Verträge mit gewerblichen Verkäufern haben also diverse Vorteile. Überlegt Euch also gut, ob Ihr nicht lieber etwas teuerer bei einem gewerblichen Händler kaufen wollt. Sonst spart Ihr vielleicht am falschen Ende.

    Der private Verkäufer

    Endlich kann man seinen Keller entrümpeln und bekommt auch noch Geld dafür. Die Trödelmarktzeiten sind vorbei.

    Der private Verkäufer muss beim Verkauf viel weniger beachten, als der Gewerbliche.

    • Er kann aus Wettbewerbsgründen nicht abgemahnt werden, da er nicht am gewerblichen Handel teilnimmt. (Copyright-Verletzungen sind natürlich ein anderes Thema)
    • Er muss kein Widerrufsrecht und kein Rückgaberecht gewähren.
    • Er kann Gewährleistung ausschließen, wenn er den Käufer nicht arglistig über einen Mangel täuscht oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat.
    • Für Schäden beim Versand haftet der private Verkäufer nicht, wenn er keine Garantie übernommen hat.

    Deshalb solltet Ihr aufpassen, dass Ihr nicht unbewusst zu einem gewerblichen Verkäufer werdet. Die Grenzen sind hier nicht klar definiert und auch in der Rechtsprechung umstritten.

    Als Abgrenzung kann man sich an folgenden Punkten orientieren, die zur Annahme gewerblichen Handelns führen können:

    • Es wird gleichartige Waren angeboten
    • Es wird Neuwaren angeboten
    • Es werden mehr als 40 Verkäufe innerhalb von wenigen Monaten getätigt
    • Powersellerstatus
    • eigene AGB

    Bewertungen

    Das Bewertungssystem von eBay soll die Möglichkeit bieten, den Vertragspartner besser einzuschätzen.  Es kommt jedoch vor, dass man ungerechtfertigter Weise eine schlechte Bewertung bekommt. Abgegebene Bewertungen bei eBay lassen sich nicht so einfach rückgängig machen. Es besteht zwar die Möglichkeit, den Fall in einem Ergänzungskommentar richtig zu stellen, die Bewertung bleibt aber zunächst mal stehen. Nur wenn sich Käufer und Verkäufer innerhalb von 30 Tage einigen, bietet eBay die Möglichkeit den Beitrag zu löschen. Verpflichtet sind sie dazu allerdings erst, wenn man vor Gericht ein Urteil erstritten hat. Ein solches zivilrechtliches Verfahren ist jedoch zeitaufwendig und birgt auch ein finanzielles Risiko. Ausnahme bildet hier nur eine Bewertung, die im strafrechtlichen Sinne beleidigende Bemerkungen enthält. Ein zur Anzeige gebrachtes Delikt wird von eBay normalerweise sofort gelöscht.

    Fazit: Als privates Mitglied bei eBay habt Ihr viele Rechte und könnt euch Waren häufig auch erst mal gründlich ansehen, bevor Ihr entscheidet, ob Ihr sie behalten wollt. Ihr solltet diese Rechte deshalb in die Kaufentscheidung mit einfließen lassen, denn gerade bei teuren und neuen Waren lohnt es sich oft bei gewerblichen Verkäufern zu kaufen.

  2. 76 Kommentare

  3. Danke!

    ps: Fabian geh mal schlafen ^^

  4. Deine Freundin hat das Bett aufgewärmt…husch husch ^^

  5. “Einen Ausschluss der Haftung für Versandschäden kann hingegen nur ein privater Verkäufer vereinbaren.”

    Schreibt man das einfach unter den Artikel so wie das mit der Gewährleistung?
    Und muss ich als Privatverkäufer überhaupt noch Gewährleistung ausschließen?

  6. Ich würd im Artikel noch erwähnen, wer das Versandrisiko trägt.
    Das unterscheidet sich ja auch.

  7. Schreib einfach sowas hin:

    Dies ist eine Privat Auktion, dies bedeutet, dass Garantie/Gewärleistung/Umtausch/Erstattung/Rückerstattung/Nachbesserung/Schadensersatz/Gefahr auf Leib und Eigentum/Verlust der Ware bei unversichertem Versand,
    ausgeschlossen ist.

    Marco: “Einen Ausschluss der Haftung für Versandschäden kann hingegen nur ein privater Verkäufer vereinbaren.”Schreibt man das einfach unter den Artikel so wie das mit der Gewährleistung?
    Und muss ich als Privatverkäufer überhaupt noch Gewährleistung ausschließen?

  8. Ich würd ergänzen, dass man als Powerseller Bewertungen, wenn auch nicht viele durch Ebay beanstanden kann!!!!!

  9. @ Fabian: Evtl. sollte noch erwähnt werden, dass die mehrfache Verwendung des Gewährleistungsauschlusses diese zu einer allgemeinen Geschäftsbedingung macht und man dann noch ein paar Kleinigkeiten bachten muss (http://pages.ebay.de/rechtsportal/private_vk_7.html).

    So muss soweit ich weiß ein Absatz über die Schadenersatzansprüche aus grob fahrlässiger bzw. vorsätzlicher Verletzung von Pflichten des Verkäufers und Schadensersatzansprüche des Käufers für Körper- und Gesundheitsschäden im Gewährleistungsauschlusses (bei mehrfacher Verwendung) enthalten sein, da der Ausschluss sonst nichtig ist.

    Bin nun allerdings kein Anwalt – gab mal n Bericht über genügend gewerbliche Händler, die sich mit Hilfe der fehlerhaften AGB und Co. private Konkurrenz aus dem Weg klagen.

    Grüße, Anverun

  10. Warum sollte ein privater Verkäufer denn die Haftung für Versandschäden ausschließen ?
    Ich dachte das Gesetz (in dem Falle § 447 Abs. 1 BGB) regelt dies abschließend.
    Dort steht doch, dass die Gefahr beim Versendungskauf auf den Käufer übergeht, sobald die Kaufsache dem Spediteur übergeben wurde.

  11. “Er kann aus Wettbewerbsgründen nicht abgemahnt werden, da er nicht am gewerblichen Handel teilnimmt.”

    Quatsch! Private Verkäufer werden ebenso abgemahnt, wenn diese das Wettbewerbsrecht der Gewerblichen Verkäufer einschränken. Das stimmt so nicht, was du geschrieben hast ;)

  12. zu den Paragraphen-Angaben, bzw Links zu Urteilen wäre ich als privater Verkäufer immer sehr vorsichtig, da
    1.einem Ruckzuck unterstellt wird, dass man davon ausging dass es zu einem Problem kommt um man dieses vorsorglich ausschließen wollte.
    2. man sich die Verlinkungen teilweise mal genauer durchlesesn sollte, da dieses meistens nicht treffend sind, oder in der Zwischenzeit durch andere Urteile revidiert wurden sein könnten.
    Zum Löschen von Bewertungen kann ich nur sagen, bei mir hat das einen ganzen Tag gedauert, nachdem ich dennen geschrieben habe es ginge um eine Drohbewertung (die Bewertung selbst war aber nicht beleidgend etc sondern nur negativ) und ich den Sachverhalt offen gelegt hatte.

  13. und wie oben schon teilweise erwähnt: Wenn einer sagt das er angeblich nur ürivat verkauft und 100 gleiche Sachen oder so verkauft. Und dann mal nicht was zurück nehmen oder so will. Erwähnt ganz einfach das ihr doch jetzt seine Bankdaten usw habt und das ihr die sonst mal zum FA oder Zoll schicken könntet…. das geht dann nämlich richtig übel aus für den das ist dann nicht mit 50 euro getan… und wenn ihr sich immer nicht rührt ein kurzes Fax oder so zum Zoll hats schon immer was gebracht :)

  14. Also ich kann dazu nur sagen, dass Ebay nur seine “Powerseller” schützt, von Käuferschutz kann nicht die Rede sein. Ich war viele Jahre Mitglied, habe viel ver- und gekauft bis die unangenehmen Fälle überhand nahmen. Man kauft was, bezahlt, erhält keine Ware, wendet sich dann an Ebay um nach Monaten dann zu erfahren, dass man sein Geld doch nicht zurückbekommt. In meinem Fall fehlte angeblich irgendeines der vielen Formulare und Anträge zum Käuferschutz das ich hätte ausfüllen müssen…ich bin der Meinung ich hätte alles getan. Mir ist soetwas öfters und immer häufiger passiert, von einigen Bietern die über Freunde künstlich die Preise in die Höhe getrieben haben oder mit sog. “Bietagenten” (Software) gearbeitet haben mal ganz abgesehen. Ebay hat mir dabei nie geholfen und ich hatte den Eindruck das wollte Ebay auch nicht, wie gesagt, die Powerseller sind diejenigen, an denen Ebay mehr verdient als an einem der vielleicht mal 80 oder 100 Transaktionen im Jahr hat wie ich es hatte…
    Meinen Account dort habe ich geschlossen und kaufe seitdem bei Amazon ein, die Preise sind gut, die Abwicklung völlig Problemlos und wenn es um Rückerstattung geht, absolut professionell und super Kundenfreundlich. Ich hatte gerade den Fall, da wollte mir gemand über Amazon ein als B-Ware gekennzeichnets Schrott-Telefon andrehen, innerhalb von 2 Tagen hatte ich mein Geld von Amazon zurück. Oder in Australien kaufte ich eine Cam bei amazon.com per Kreditkarte. Lieferung war von USA nach AU, Rechnung nach Deutschland. Cam war kaputt (Herstellerfehler), Geld wurde sofort, noch befor die kaputte Cam zurückgeschickt war zurückerstattet, inkl. Versandkosten nach und von Australien und ich bekam eine neue Cam…versuch das mal mit Ebay!

  15. So kenne ich das auch ausm BGB.

    dr.wiley: Warum sollte ein privater Verkäufer denn die Haftung für Versandschäden ausschließen ?
    Ich dachte das Gesetz (in dem Falle § 447 Abs. 1 BGB) regelt dies abschließend.
    Dort steht doch, dass die Gefahr beim Versendungskauf auf den Käufer übergeht, sobald die Kaufsache dem Spediteur übergeben wurde.

  16. hab letztens bei ebay Konzerttickets angeboten,
    aus zeitlichen gründen ZWEI MAL FETT ANGEGEBEN DAS DIE TICKETS NUR ABGEHOLT WERDEN KÖNNEN.

    was macht der idiot von käufer?
    holt nicht ab , besteht auf versand,
    meldet bei ebay einen nicht versendeten artikel ,
    eröffnet ein verfahren bei paypal , BEKOMMT RECHT
    und bewertet mich bei ebay auch noch schlecht !

    mehrer mails an paypal und ebay werden ignoriert,
    warum auch probleme lösen wenn man sie ignorieren kann?

    riesen schweinerei ey!

  17. Das ist so nicht korrekt.

    § 447 BGB gilt für einen Konsumentenkauf bei einem gewerblichen Verkäufer nicht:

    “§474 Begriff des Verbrauchsgüterkaufs

    (1) Kauft ein Verbraucher von einem Unternehmer eine bewegliche Sache (Verbrauchsgüterkauf), gelten ergänzend die folgenden Vorschriften. Dies gilt nicht für gebrauchte Sachen, die in einer öffentlichen Versteigerung verkauft werden, an der der Verbraucher persönlich teilnehmen kann.

    (2) Die §§ 445 und 447 finden auf die in diesem Untertitel geregelten Kaufverträge keine Anwendung.”

    Ein gewerblicher Verkäufer trägt das Versandrisiko, bis der Verbraucher die Ware tatsächlich erhalten hat. Dieses Risiko kann er nach § 475 BGB nicht an den Kunden weitergeben. Anderslautende Vereinbarungen in den AGB sind ungültig.

    speeman: So kenne ich das auch ausm BGB.

  18. Konsequenz daraus: Niemals versicherten Versand bei einem Online-Händler freiwillig bezahlen – das ist nur Abzocke ;)

  19. Kenne ich auch so. Deshalb biete ich Käufern bei Auktionen kleinerer Waren auch optional den versicherten Versand an. Die Entscheidung können sie selber treffen, müssen dies aber per ebay-Mitteilung mitteilen.

    Ansonsten lasse ich selbt konstruierte juristische Forumulierungen als Schlussformel mittlerweile gänzlich aus. Je “professionleller” ein Ausschluss durch einen Laien formuliert ist, um so eher ist er angreifbar.

    “Wie üblich keine Gewährleistung oder Rückgabe!” – mehr kommt bei mir nicht mehr hin. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, das diese plumpe Schlussformel im Fall der Fälle eher Bestand hält, als konstruierte “Absicherungen”.

  20. Ausschluss Nachbesserung/Schadensersatz/Gefahr auf Leib und Eigentum ist quatsch. Wenn du etws mit der Beschreibung zusicherst, musst du das auch “gewähren”, das hast du mit AGB/Vertrag mit Ebay eingewilligt, sonst kannst auch backsteine, als iphones verstiegern.

    Und um Sachmängelhaftung kannst dich auch nicht drücken, sei es Irrtum/Täuschung oder anderes von dem du weisst, aber dem Käufer nicht gesagt hast. Rein rechtlich, müsstest du dann immer darauf hinweisen, “Gekauft, wie gesehen, vor Ende der Auktion ist Ansicht ausdrücklich erwünscht.” oder kennst du die Funktion eines zB Versträkers oder Computers nicht, dann gehört “ungetestet”, “Funktion als unbekannt/defekt” dahin.

    Die frage ist dann halt ob dann noch soviele mitbieten würden, also machts meist keiner…

  21. Frank: Deine Freundin hat das Bett aufgewärmt…husch husch ^^

    na, dann solltest du aber reinhüpfen, würde ich sonst machen wenn ich könnte… :-)
    Verdammt, schade das es nicht mehr zeitlich hinhaut.

  22. Wie sieht das aus mit Importwahren? Darf ich selber importierte,originale, gebrauchte Wahren; aus den USA (z.B. Abercrombie usw.), die in Deutschland nicht vertrieben werden dürfen, verkaufen?
    Habe da schon gegensätzliches gehört.

  23. Ist aber nicht generell so zu beantworten. Für meinen Fall : ich bin Privatverkäufer und habe circa 900 Transaktionen. D.h. wenn ich was verkaufe verkaufe ich aus gründen des Aufwands nur 1 bis 2 mal im jahr, dann aber auhc gleich ordentlich. Das liegt daran, das ich CDs sammel und nicht mehr gehörte bzw CDs welche ich aus gekauften Sammlungen nicht benötige weiter veräußere. Ich hatte ebay daraufhin mal angemail wie mein Status bei diesem Vorgehen zu betrachten sei, da ich selbst bei der Menge keinen Gewinn realisiere und es mir nur darum geht das die ich meine Wohnung ja nicht zumüllen möchte. Und genau da liegt der Punkt: man kann schon viel und innerhalb kurzer Zeit verkaufen (z.B. Wohnungsauflösung, Hobbyaufgabe etc.) aber es darf nicht die Gewinnerzeilungsabsicht im Vordergrund stehen. Sprich: würde ich CD Sammlungen gezielt ankaufen und diese z.B. hinterher alle einzeln einstellen weil ich weiß die sind einzeln mehr wert, wäre dieses ein gewerbliches Verhalten, da ich die CDs ja nur zum Zwecke der Widerveräußerung erworben hätte.

    Fummy: und wie oben schon teilweise erwähnt: Wenn einer sagt das er angeblich nur ürivat verkauft und 100 gleiche Sachen oder so verkauft. Und dann mal nicht was zurück nehmen oder so will. Erwähnt ganz einfach das ihr doch jetzt seine Bankdaten usw habt und das ihr die sonst mal zum FA oder Zoll schicken könntet…. das geht dann nämlich richtig übel aus für den das ist dann nicht mit 50 euro getan… und wenn ihr sich immer nicht rührt ein kurzes Fax oder so zum Zoll hats schon immer was gebracht

  24. Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass wenn man etwas verkauft und Paypal akzeptiert (bzw. dies muss), dass man gut daran tut einen Versandbeleg zu haben, ansonsten behauptet der Käufer, dass das Päckchen nicht angekommen ist und Paypal bucht das Geld zurück.

  25. Nachdem ich nun fast 8 Jahre bei Ebay kaufe und verkaufe, lautet meine Ansicht über Ebay so: Es ist Ebay scheiß egal was da getrieben wird. Die haben nur Gewinn im Kopf und das zu fast jedem Preis. (horrende Gebühren, kein Support, PayPal Zwang, gefälschte Artikel) Leider ist Ebay fast nurnoch für Käufer, die wissen was sie wollen, interessant. Schade

  26. Ich sah neulich einen gewerblichen Verkäufer, der riesig in rot in seine Auktionen reinschrieb, dass er sofort klagt, wenn er eine schlechte Bewertung erhält. Ist sowas rechtens?

  27. nein ist es nicht. ich habs ausprobiert. natürlich begründet.

  28. Und bei versichertem Versand? Außerdem ist es viel zu lang, besser:
    “Unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung”.

    Freak: Schreib einfach sowas hin:Dies ist eine Privat Auktion, dies bedeutet, dass Garantie/Gewärleistung/Umtausch/Erstattung/Rückerstattung/Nachbesserung/Schadensersatz/Gefahr auf Leib und Eigentum/Verlust der Ware bei unversichertem Versand,
    ausgeschlossen ist.

  29. Wie sieht es eigentlich beim privaten Verkauf in Foren aus? Muss/sollte man dort als privater Verkäufer auch Gewährleistung etc. ausschließen oder gibt es sowas dort grundsätzlich nicht?

  30. Wie siehts hiermit aus:

    Privatverkäufer beendet vor Auktionschluss und ich war der letzte Bieter.
    Kann ich das anfechten, auf den Artikel bestehen ???

  31. Es ist auch schwachsinnig als DHL Päckchen zu verschicken (unversichert), wenn man für 10 Cent mehr es als Hermes Paket per Onlinepaketschein verschicken kann, das Hermes Paket ist mit 500€ versichert!

    Der Versandnachweis muß immer der Verkäufer bringen!

  32. Hi Peoplez :-P

    Also ich find solche Leut echt Shitty die andere beim Finanzamt o.ä. anscheißen nur weil die irgendwie agro sind …
    Voll die Idiots ey

    Ich mache auch viel mit ebay aber seitdem ich das hier mir durchgelesen habe bin ich auch vorsichtiger geworden….

    http://www.wortfilter.de/News/news3423.html

    Jeder will jeden bei ebay anscheißen -> Total blödsinn das alles.

    P.S. Also falls ich ein Angebot vorzeitig beende , kann ich mir doch bei ebay aussuchen ob ich das dem jetzigen Käufer für den aktuellen Preis verkaufe oder das Angebot entferne….oder nicht ?

    P.P.S: Genauso andersrum… der “Bieter” kann doch auch sein Gebot zurückziehen (solange es vor 24h vor Ablauf des Angebotes ist)

  33. nehmen wir mal an ich besitze gebrauchte markenkleidung (offizieller lagerverkauf – aber bei den heinis weiß man ja nie..) die nicht original, sondern imitate aus türkei / ägypten / whatever sind.. kann man dafür haftbar gemacht werden diese über ebay zu verkaufen?

  34. >Es ist auch schwachsinnig als DHL Päckchen zu verschicken (unversichert)
    Man kann Päckchen inzwischen auch versichert verschicken. Das hat sich aber selbst in den Postfilialen noch nicht rumgesprochen und man wird dort daher gerne mal komisch angeschaut deswegen. Nicht jeder hat bei sich einen Hermes-Shop.

    WARNUNG@all:
    Nehmt bitte um Gottes Willen keine Bilder aus anderen Auktionen. Es gibt dort inzwischen genügend Leute, die das Abmahnen von Bilderklauern zu ihrer einträglichen Geldquelle gemacht haben:
    Die stellen (unscheinbare private) Auktionen mit einfachen, klaren Fotos ohne Copyrightkennzeichen rein und spekulieren darauf, dass Leute aus Faulheit oder Unwissenheit eines ihrer Bilder für eigene Auktionen verwenden.
    Dann kriegt derjenige eine fette Abmahnung und/oder eine Lizenzrechnung. Kostet dann so um die 300 bis 500 Eur!!!
    Hatte das Problem selbst und mein Anwalt hat mir geraten, mit dem Urheber aussergerichtlich nochmal über die Höhe zu verhandeln, um so evtl. 100 Eur zu sparen und dann aber zu bezahlen. PS: Das Foto sah keineswegs professionell aus, sondern eher wie ein einfacher Schnappschuss des Produktes.

  35. Das der gewerbliche Verkäufer das Risiko trägt ist schon klar, nur geht es ja explizit darum ob ein privater Verkäufer das Versandrisiko zu tragen hat.
    Laut BGB ja wohl nicht, somit ist der vorherige Ausschluß der Haftung bei Versandschäden doch relativ sinnfrei.

    Basti: Das ist so nicht korrekt.
    § 447 BGB gilt für einen Konsumentenkauf bei einem gewerblichen Verkäufer nicht:“§474 Begriff des Verbrauchsgüterkaufs(1) Kauft ein Verbraucher von einem Unternehmer eine bewegliche Sache (Verbrauchsgüterkauf), gelten ergänzend die folgenden Vorschriften. Dies gilt nicht für gebrauchte Sachen, die in einer öffentlichen Versteigerung verkauft werden, an der der Verbraucher persönlich teilnehmen kann.(2) Die §§ 445 und 447 finden auf die in diesem Untertitel geregelten Kaufverträge keine Anwendung.”Ein gewerblicher Verkäufer trägt das Versandrisiko, bis der Verbraucher die Ware tatsächlich erhalten hat. Dieses Risiko kann er nach § 475 BGB nicht an den Kunden weitergeben. Anderslautende Vereinbarungen in den AGB sind ungültig.

  36. Nur noch mal so als Info :
    Auch Wenn ihr LEGAL gekaufte Ware (Neu oder Gebraucht) auf ebay verkauft , können euch die Hersteller der Produkte Abmahnen ( das kostet dan nso zwischen 100 bis 12000Euro )

    -> Lest euch einfach mal den Link durch den ich paar Beiträge weiter oben gepostet habe! Ihr werdet staunen ;-)

  37. Interessanter Artikel.

    Evtl. kommt ja noch mal ein kleines Update zum Ebay eigenen Bezahldienst “PayPal”. ;-)

  38. Achja und noch etwas wegen den ganzen Versandunternehmen…

    Also wenn ich jetzt ein Paket losschicke und das kommt kaputt bei dem Käufer an,
    dann sagt die Post oder Hermes usw. das Ich die Ware nicht ausreichend verpackt habe! (Es muss je nach Versandunternehmen gewährleistet sein , dass das Paket bis zu einer höhe von 1,20m runterfallen DARF ohne das etwas zubruch geht)

    BLOS auch wenn man das Paket so Extrem Sicher verpackt wie es geht und noch etliche Euros für Verpackungsmaterial ausgibt und dann trotzdem was kaputt geht , bekommt immer der Absender die Schuld !

    Also bringen irgendwie diese versicherten Pakete GARNICHTS !!!
    (Ausser das man weiß das das Paket angekommen ist)

  39. ich habe bei mir immer die klausel drunter: da Privatverkauf wie immer keine Garantie/Gewährleistung oder Rücknahme. Versandkosten xx€ versichert per DHL oder xx€ unversichert als Päckchen (Versandrisiko beim Käufer!)
    bisher gabs in über 10 Jahren nie groß Probleme, verkaufe aber auch nicht sooo viel…

    schlimm sind die vögel die erst nach über einer woche mal überweisen und dann auch noch stressen wann endlich die ware kommt.
    oder diejenigen die sofort anfragen wo die ware bleibt (nach 2 tagen!!), als ob ich wegen jeden 5€ die ich verkaufe sofort und unverzüglich zur post latsche…
    oder die neulinge: hatte mal einen der wollte trotz klarer vorkassevereinbahrung in der auktion, das ich erst den artikel versende, dann überweisst er?? (war ein notebook für ~250€)

    schon mist das man als verkäufer nicht mehr neutral oder negativ bewerten kann, ebay soll einfach einführen das die bewertungen veröffentlicht werden wenn beide bewertet haben oder spät. nach 30 tagen, dann gibts auch keine rachebewertungen….

  40. Hatte zum Glück in 8 Jahren kaum Ärger. Allerdings habe ich jetzt auch meine ersten negativen Erfahrungen.

    Habe für meinen Onkel eine Heizungstherme verkauft, die angeblich defekt sein soll. Erste Forderungen stellte der Käufer, da sein Teppich durch die defekte Therme durchnässt wurde(welcher Monteur stellt eine Therme im Wohnzimmer auf?) und der Monteur von mir bezahlt werden sollte. Nach einem Brief vom Anwalt meines Onkels möchte der Käufer jetzt Schadensersatz für seinen Zeitaufwand und die hohen Stromkosten die er durch die nicht funktionierende Therme hatte. Vom Teppich und dem Monteur ist keine Rede mehr.

    Abgesehen davon, daß das Gerät funktionsfähig war, wollte ich es zurücknehmen und ihm das Geld wiedergeben. Die Therme möchte der Typ aber jetzt behalten. Er droht mir, sollte ich ihm nicht die 500€ Schadensersatz zahlen, verpfeifft er mich ans Finanzamt, da ich 600 Bewertungspunkte habe (wie erwähnt, innerhalb von 8 Jahren und davon über die Hälfte als Käufer). Ich sei deshalb ja gewerblicher Verkäufer.

  41. Es gibt Vollpfosten bei ebay, die ein Notebook ungepolstert in einem großen Karton stecken und es so abschicken, habe das selber erlebt. Auch mit einer Kamera, die war zusammen mit anderen Teile lose in einem Karton. Dann gibt es Leute, die die Ware auf den Boden des Kartons legen und den Rest des Raumes mit Zeitungspapier ausfüllen, super! Auf die Idee zu kommen und die Ware in die Mitte des Raumes zu plazieren und rundherum Polstermaterial zu geben, kommt keiner. Gibt es nur noch Vollidioten hier im Land ? DSDS-Zombies ?

  42. >Vom Teppich und dem Monteur ist keine Rede mehr.
    Tja, da bist Du wohl an ein übles Schlitzohr geraten. So was ähnliches liest man öfters in Magazinen beim Verkauf von Unfallwagen an windige Händler: Da kommen dann plötzlich horrende Rückforderungen, weil das Ersatzrad defekt sei oder die Batterie korrodiert, weil der Keilriemen brüchig sei und ein Kratzer im Lack und Rost am Unterboden. (Stichwort: verdeckte Mängel) Oft sind die Forderungen für die Mängelbeseitigungskosten dann sogar höher als der Verkaufspreis.

    An so jemanden bist Du wohl geraten. Ich würde mir wohl einen Anwalt nehmen. Lieber schiebe ich dem die Scheine zu als dem Abzocker.

  43. Freak: Schreib einfach sowas hin:Dies ist eine Privat Auktion, dies bedeutet, dass Garantie/Gewärleistung/Umtausch/Erstattung/Rückerstattung/Nachbesserung/Schadensersatz/Gefahr auf Leib und Eigentum/Verlust der Ware bei unversichertem Versand,
    ausgeschlossen ist.

    Solch ein ‘Rundumschlag’ wird vor Gericht nicht gern gesehen!
    Damit hat man definitiv schlechte Karten.

    TinoK: Wie sieht das aus mit Importwahren? Darf ich selber importierte,originale,gebrauchte Wahren; aus den USA (z.B. Abercrombie usw.), die in Deutschland nicht vertrieben werden dürfen, verkaufen?

    ???
    Die Ware darf in Deutschland nicht vertrieben werden…wie war nochmal deine Frage?

    Just-Us: Ich sah neulich einen gewerblichen Verkäufer, der riesig in rot in seine Auktionen reinschrieb, dass er sofort klagt, wenn er eine schlechte Bewertung erhält. Ist sowas rechtens?

    Das könnte vielleicht schon Nötigung sein, soweit ich weiß gibt es aber noch keine Entscheidung diesbezüglich.
    Selbst wenn er klagt würde ich es zum Prozess kommen lassen, denn allein wegen diesem Satz dürften seine Aussichten mehr als schlecht sein.

    Jura: Wie sieht es eigentlich beim privaten Verkauf in Foren aus? Muss/sollte man dort als privater Verkäufer auch Gewährleistung etc. ausschließen oder gibt es sowas dort grundsätzlich nicht?

    Da dies ebenfalls ein privater Verkauf ist, muss hier leider ebenfalls die Gewährleistung ausgeschlossen werden.

    Justin: Wie siehts hiermit aus:Privatverkäufer beendet vor Auktionschluss und ich war der letzte Bieter.
    Kann ich das anfechten, auf den Artikel bestehen ???

    Viele gehen so vor, wenn Ihnen die Gebote nicht hoch genug sind.
    Trotzdem kann es ja durchaus sein, das mit der Sache wirklich etwas passiert ist.
    Für dich ist hier kein Schaden entstanden, insofern solltest du wirklich überlegen ob du jemanden ‘reinreiten’ willst. (der vielleicht nichtmal was dafür kann)
    Rechtlich hängt das von den Umständen ab, dazu benötigst du aber definitiv einen Anwalt der diese in Erfahrung bringen müsste.

    basti: nehmen wir mal an ich besitze gebrauchte markenkleidung (offizieller lagerverkauf – aber bei den heinis weiß man ja nie..) die nicht original, sondern imitate aus türkei / ägypten / whatever sind.. kann man dafür haftbar gemacht werden diese über ebay zu verkaufen?

    Nehmen wir mal an, du gefälschte Fahrkarten …
    Wenn du hier Imitate verkaufst musst du auch mit den Konsequenzen leben.

  44. Hab es bisher nur überflogen, wollte mich aber schonmal äußern,. Könntest du bitte noch auf die allg. übliche Formulierung “Da Privatverkauf keine Rücknahme, etc.” eingehen? Ich verzichte da nämlich gerne bei meinen Auktionen darauf, da ich das Quatsch finde. Noch schlimmer ist “Das Amtsgericht München hat in seinem Urteil vom…” und dann 6 Zeilen “Geschwafel”. Würde da gerne mal wissen, ob das tatsächlich notwendig ist oder doch (wie ich denke) überflüssig.
    Danke schonmal.

  45. @ Veannon:

    Einfach durchlesen und dann selber entscheiden, was gemacht werden soll:
    http://pages.ebay.de/rechtsportal/private_vk_7.html

    Hier die Übersicht zu dem Thema:
    http://pages.ebay.de/rechtsportal/private_verkaeufer.html

  46. Privatleute können auch abgemahnt werden sucht bei Google oder YouTube mal nach “Abmahnung eBay”

    den Teil würde ich im Artikel bearbeiten

  47. Das Abmahnrisiko

    Einige Gerichte sind der Meinung, dass bei mehr als 25 eBay-Angeboten in zwei Monaten oder bei mehr als 100 Bewertungspunkten bereits die Schwelle zum gewerblichen Handel überschritten ist. Dazu einige Beispiele:

    Das Amtsgericht Bad Kissingen urteilte am 04.04.2005: Unternehmer sei, wer 154 Bewertungen bei eBay erhalten hat und alles versteigert, was im Haushalt nicht mehr benötigt wird. (Aktenzeichen 21 C 185/04)

    68 Verkäufe innerhalb von acht Monaten bewegen sich in einem Grenzbereich, in dem sowohl ein privater, wie auch ein geschäftlicher Verkehr denkbar ist.
    OLG Frankfurt am 07.04.2005, Aktenzeichen 6 U 149/04

    39 Verkäufe in fünf Monaten bei eBay sind „Handeln im geschäftlichen Verkehr“.
    LG Berlin am 09.11.2001, Aktenzeichen 103 U 149/01

    Für gewerbliches Handeln auf der eBay-Plattform reiche es aus, dass der Verkäufer innerhalb von zwei Monaten 25 Bewertungen erhalten habe, so das Urteil des Landgericht Hanau vom 28.09.2006 (Az. 5 O 51/06).

  48. Wenn euch jemand bei EBAY abzocken will, dann gibt es tausendundeine Möglichkeiten dazu. Man muss halt einfach nur wissen, dass das so ist und dann versuchen, möglichst viele Risiken zu minimieren.

    – Ausführliche und wahrheitsgemäße Beschreibung des Artikels, jeden Kratzer (Mangel) erwähnen
    – “Privatverkauf – keine Gewährleistung – keine Garantie” sollte reichen
    – eigene, aussagekräftige Bilder (ich fotografiere sogar manchmal noch die Verpackung mit)
    – nur mit solchen Artikeln handeln, deren Verlust nicht euer finanzielles Ende bedeutet
    – Zeugen können im Zweifelsfall hilfreich für alles mögliche sein
    – atombombensichere Verpackung
    – nie, nie, nie, niemals unversichert versenden
    – wenn das Kind mal in den Brunnen fällt, freundlich bleiben und auch mal einen Artikel zurücknehmen und im Zweifel draufzahlen – eine ehrliche Entschuldigung und die Zusendung einer “Tafel Schokolade” kann Wunder wirken.
    – nie bei Leuten kaufen, die mir irgendetwas drohen

  49. Informier mich über weitere Kommentare per Email

  50. Honki-Dong: Das Abmahnrisiko

    Nun ja, jeder dieser Fälle liegt anders und die Reduktion auf die Anzahl der Verkäufe ist teilweise falsch. Vielleicht hilft es, sich folgendes zu vergegenwärtigen:

    “Eine gewerbliche Tätigkeit ist eine planvolle, auf gewisse Dauer angelegte, selbständige und wirtschaftliche Tätigkeit, die nach außen hervortritt.

    Allein aus der Anzahl der über ein Online-Auktionshaus abgeschlossenen Rechtsgeschäfte kann noch nicht auf eine nach außen gerichtete Geschäftstätigkeit geschlossen werden, mit der eigene Erwerbszwecke verfolgt werden.”

    Also: planvoll, auf gewisse Dauer angelegt, selbstständig und wirtschaftliche Tätigkeit, nach außen hervortritt

    Hier ist Gummi ohne Ende vorhanden, es gibt keine definierte Grenze, an die man sich heransaufen könnte – und wichtig: Eine Gewinnerzielungsabsicht ist NICHT notwendig. Eigentlich logisch: Auch ein Unternehmer, der Waren mit Verlust verkauft, wollte sicher Gewinn machen, bleibt aber ein Unternehmer.

    Und dann wäre da ja auch noch das Finanzamt …

  51. Meerbuscher: “Privatverkauf – keine Gewährleistung – keine Garantie”

    Eine Garantie ist eine freiwillige Leistung!
    Diese muss man nicht ausschließen sondern nur angeben, wenn man sie anbietet!

  52. Automatisches System April 29, 2010 um 2:38 pm

    Ok Andy, mach ich xD

  53. Bei schlechter Verpackung und daraus resultierendem Versandschaden haftet allerdings auch der private Verkäufer wenn deswegen die Versicherung des Transportunternehmens nicht bezahlt.

    Und Idioten die zu doof zum sicheren Verpacken sind gibt es bei eBay zur Genüge.

  54. Man kann bei ebay ja mehrere Konten haben und immer mal wieder unter einem verkaufen. Dann ist das Risiko gering das das jemand merkt und erlaubt ist es ja.

  55. Das “Fernabsatz gesetzt” (gemeint wohl: Fernabsatzgesetz) gibts übrigens seit nunmehr 8 Jahren nicht mehr.

  56. Knarz: Bei schlechter Verpackung und daraus resultierendem Versandschaden haftet allerdings auch der private Verkäufer wenn deswegen die Versicherung des Transportunternehmens nicht bezahlt.Und Idioten die zu doof zum sicheren Verpacken sind gibt es bei eBay zur Genüge.

    Das trifft übrigens nicht nur auf Privatanbieter zu:

    2 “neuwertige” LCD-TVs von einem bekannten eBay-Händler, beide an den Seiten überhaupt nicht gepolstert und geschützt.
    … und der Händler tut ganz unschuldig.

  57. mkay87: Man kann bei ebay ja mehrere Konten haben und immer mal wieder unter einem verkaufen. Dann ist das Risiko gering das das jemand merkt und erlaubt ist es ja.

    Wo kein Kläger, da kein Richter…

    Aber letzten Endes ist und bleibt es verboten.

  58. auf den punkt gebracht…leider!

    Paulis: Nachdem ich nun fast 8 Jahre bei Ebay kaufe und verkaufe, lautet meine Ansicht über Ebay so: Es ist Ebay scheiß egal was da getrieben wird. Die haben nur Gewinn im Kopf und das zu fast jedem Preis. (horrende Gebühren, kein Support, PayPal Zwang, gefälschte Artikel) Leider ist Ebay fast nurnoch für Käufer, die wissen was sie wollen, interessant. Schade

  59. Norbert:
    Wo kein Kläger, da kein Richter…Aber letzten Endes ist und bleibt es verboten.

    Siehe §2 Abs. 10:
    “Grundsätzlich steht es Mitgliedern frei, mehrere Mitgliedskonten bei eBay zu eröffnen. Der Missbrauch von Mitgliedskonten, insbesondere bei der Abgabe von Geboten im Rahmen einer Auktion und/oder bei der Abgabe von Bewertungen im Rahmen des Bewertungssystems, ist verboten (siehe auch §10 Abs. 6″

    Quelle: http://pages.ebay.de/help/policies/user-agreement.html

  60. Habe eine Aufladekarte verkauft bei Ebay. Habe fünf Tage auf Bezahlung gewartet und auch gefragt, ob der Code per Mail oder Brief kommen soll. Keine Antwort. Habe dann 8Stunden nach Gelderhalt per 0,55€ Brief verschickt am Samstag. Mittwoch abend schreibt der Käufer mir, er hätte noch nichts erhalten, er würde auch den Code per Email erhalten wollen. Habe den Eindruck der will mich betrügen. Habe mir jedoch zur Sicherheit die Seriennummer und das Verfallsdatum vorm Versenden notiert. Kann ich so eine Karte sperren lassen bei Vodafone bzw sehen, wer damit aufgeladen hat?
    Und was überhaupt tun mit jemanden der einen Brief angibt nicht erhalten zu haben. Habe extra in die Auktion geschrieben: Versand im Brief auf eigene Gefahr.

  61. Hiho,
    da ich des ihr gerade gesehen habe würde ich gerne eine Frage stellen.
    Vielleicht ist dies jemanden auch schon passiert.
    Hab letztens was über Ebay verkauft.
    Nach 3 Wochen und dauerndem hinterhertelefoniere hat der Käufer das Geld überwiesen. Darauf schickte ich den Artikel los. Jedoch kam er zurück mit dem Vermerk “Nicht zustellbar”. Habe Ebay angerufen und es stellte sich heraus, dass er die Adresse nicht aktualisiert hatte. Habe ihm geschrieben, dass er laut der Ebay Mitarbeiterin verpflichtet sei erneut die Versandkosten zu überweisen. Dem willigte er auch ein, jedoch hab ich jetzt seid fast 2 Monaten nichts bekommen. Auf 4 weitere Emails reagierte er nicht mehr….
    Kann ich den Artikel einfach neu verkaufen?
    Oder muss ich eine Frist einhalten, bis seine Ansprüche nicht mehr geltend gemacht werden können?
    Danke, auch wenn das eigentlich nicht ganz hierher gehört.

  62. Ich hätte da auch mal ein Problem ;-)
    Im Artikel ist die Rede von “Auch der Verkäufer kann sich nicht einfach darauf berufen, dass er davon ausgegangen ist, die Sache nur zu einem bestimmten Preis zu verkaufen”.

    Das ist bei mir aktuell der Fall. Ich habe ein Laptop recht günstig ersteigert, der Verkäufer reagiert allerdings nicht (auf Mails von anderen Accounts für andere Produkte aber schon. Er ist also da und liest die Mails). Kennt da jemand was genaueres, wo ich etwas über seine Verkaufverpflichtung nachlesen kann, um das Geschäft doch noch zum Abschluss zu bringen?

  63. Kannst ihn wieder verkaufen, man muss dem Käufer aber eine Frist einräumen.

  64. @Enuin: Der Käufer hat mit Dir einen Kaufvertrag geschlossen und seine fällige Leistung nicht vollständig erfüllt. Jetzt hast Du im Grunde zwei Möglichkeiten:

    1. Frist setzen per Einschreiben/Rückschein. Die Kosten hat er natürlich ebenfalls zu begleichen. Wenn er nicht reagiert, gerichtlichen Mahnbescheid beantragen, dessen Kosten er natürlich ebenfalls begleichen muss. Das ist natürlich mit einem gewissen Risiko verbunden und kann viel Zeit, Nerven sowie Geld kosten. Stell Dir vor, Du bekommst Recht und bei ihm ist nichts zu holen… Also meine erste Wahl wäre das sicher nicht.

    2. Du kannst natürlich auch vom Vertrag gemäß §323 BGB als Verkäufer vom Verkauf zurücktreten, wenn der Käufer in Zahlungsverzug gerät. Dazu musst Du i.d.R. aber ebenfalls eine Frist setzen. Die Kosten hierfür würde ich persönlich in diesem Falle einfach vom zu erstattenden Betrag an den Käufer abziehen. Ob das aber wiederum durch ihn anfechtbar ist oder nicht, vermag ich nicht zu behaupten. Allerdings wird er im Gegenzug kein Mahnverfahren deswegen einleiten…

    Weiterhin kannst Du nach Ablauf der Frist dem unterlegenden Bieter ein Angebot unterbreiten. eBay bietet diese Möglichkeit. Dinge wie Schadenersatz oder dergleichen führe ich jetzt mal nicht explizit an. Wir wollen es ja mal nicht übertreiben :-) Außerdem ist die Aussicht auf Erfolg ganz sicher mit noch mehr Aufwand und Hürden wie Punkt eins verbunden…

    @An alle hier: Ich weiß nicht, wie man immer so viel Stress mit Verkäufern und Käufern haben kann?! Den Verkäufer kann ich mir immerhin aussuchen. Da habe ich nach neun Jahren noch nie richtiges Pech gehabt.

    Als Verkäufer muss man halt ein paar Regeln beachten, wie sie hier alle schon genannt wurden, damit es nach der Auktion keinen Stress gibt. Hier hatte ich äußerst selten mal einen zahlungsunwilligen Käufer.

    Und zu guter Letzt noch zwei Faustregeln:

    a) Alles, was nicht garantiert nach Abzug aller Kosten/Aufwände rund 10-15 EUR bringen wird, ist ein Fall für die Mülltonne – aber nicht für eBay. Das ist nämlich genau der Grund, warum eBay keinen Bock auf Privatverkäufer mehr hat. Die Provisionen sind in dem Bereich viel zu gering, aber der potenzielle Ärger mit Verkäufern und Bietern ist der gleiche.

    CDs, DVDs, VHS, Bücher uvm. für einen EUR zu anzubieten, ist der größte Schwachsinn. Denn das lohnt nur bei unversichertem Versand im Brief etc. Und hier begibt man sich als Verkäufer schon wieder auf dünnes Eis.

    b) NIE NIE NIE NIEMALS Paypal anbieten! Und noch weniger, wenn man keinen schriftlichen Nachweis über den Versand vorlegen kann. Man ist dort gleichermaßen als Verkäufer wie auch Käufer der Depp. Streitfälle werden dort offenbar mit Würfeln gelöst.

    Ich hatte schon Fälle, bei denen ein englischer Mitarbeiter meine Korrespondenz einfach durch einen automatischen Übersetzer gejagt und 2/3 nicht verstanden hat. Die sinnlosen Antworten wurden offenbar wieder zurück übersetzt…

    Dann wurde ein Fall mal endgültig zu meinen Gunsten entschieden und geschlossen, aber dann doch wieder nachträglich eröffnet und verhandelt. Also blos die Finger weg von dem Verein.

  65. Nur muss man mit wenig Bewertungen Paypal anbieten.

  66. Hallo,
    kann mir bitte jmd erklären, was dieser Punkt heißen soll:
    “Als Abgrenzung kann man sich an folgenden Punkten orientieren, die zur Annahme gewerblichen Handelns führen können:

    * Es wird gleichartige Waren angeboten”

    Meinem Eindruck nach, dürfen also Waren, der gleichen Sorte nicht nochmals verkauft werden oder?

  67. Sorte schon, nur nicht mehrere identische Artikel (also ein und dieselbe DVD). Und immer mal statt ner DVD, ein Spiel, nen Buch, eine CD oder sonstwas mitverkaufen. (also nicht nur DVDs, als Beispiel) Und am Besten nicht immer dazuschreiben wenn es sich um Neuware handelt, wenn dann im Titel schreiben: wie neu.

  68. Honki-Dong: Honki

    Das ist teilweise Blödsinn. Ok, du sprichst in deinem Link vom Weiterverkauf von Plagiaten. Aber dass das nicht erlaubt ist, sollte ja eigentlich vertretbar sein, findest du nicht?
    Einem Verkauf deiner legal (in der EU) gekauften Sachen steht jedoch nichts im Wege, lies dazu §17 Abs. 2 UrhG in Verbindung mit §15 Abs. 1 UrhG.

  69. lobo:

    Einem Verkauf deiner legal (in der EU) gekauften Sachen steht jedoch nichts im Wege, lies dazu §17 Abs. 2 UrhG in Verbindung mit §15 Abs. 1 UrhG.

    Und wie sieht es nun mit außerhalb der EU gekauften Sachen aus (z.B. Abercrombie)?

  70. Genau das wollte ich auch gerade schreiben. Entgegen der bisher hier eingestellten “Ratgeber” ist dieser hier leider nicht besonders gut recherchiert und teilweise falsch – ich denk mal, es lag an Fabians Schlafmangel. Übrigens ist nicht eBay maßgeblich für die Bewertung von gewerblichem oder privatem Verkauf, sondern letzten Endes das Finanzamt. Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl, sondern auch Güte, Ertrag und Umstände etwaiger Verkäufe.

    MasterMax: Das “Fernabsatz gesetzt” (gemeint wohl: Fernabsatzgesetz) gibts übrigens seit nunmehr 8 Jahren nicht mehr.

  71. Außer dem “Fernabsatz gesetzt” noch was? :) Bitte mit Quellen für mich zum Nachlesen. Nur sagen “Das ist falsch.” Hilft mir leider nicht ;)
    Oft gibt es sicherlich utnerschiedlicche Meinungen, dann würde ich das aber natürlich gegebenenfalls auch so anpassen.

  72. “Er kann aus Wettbewerbsgründen nicht abgemahnt werden, da er nicht am gewerblichen Handel teilnimmt. (Copyright-Verletzungen sind natürlich ein anderes Thema)” Das muss man rausnehmen, in dem Satz stimmt nichts :) Woher hats du das eigentlich?

  73. Das Fernabsatzgesetz wurde im Rahmen der Schuldrechtsreform im Jahr 2002 in das BGB integriert.
    Die entsprechenden Regelungen finden sich in §§ 312b, 312c, 312d BGB sie sind lex specialis zu den regulären Widerrufs- und Rückgabebestimmung der §§ 355-357 und verweisen zum Teil auf diese.

    Das Widerrufs- und Rückggaberecht ist bei dem Vertragsschluss bei Ebay problematisch. Das Gesetz verlangt, dass die Belehrung über die Rückggabebedingungen BEI Vertragsschluss vorliegen. Der Vertrag kommt allerdings durch Beendigung der Auktion zustande (Antrag und Annahme). Eine Belehrung, die auf der Webseite beruht ist NICHT gültig, da diese in Textform, § 126b BGB vorliegen muss. Wird nach Vertragsschluss belehrt, was bei Ebay nicht anders möglich ist (der Verkäufer schickt dem Verkäufer mit der Ware eine Belehrung in Textform zu), beträgt die Frist 1 Monat, §§ 312d, 312b, 355 II S.2. D.h man hat bei Ebay grds. mindestens einen Monat Zeit für den Widerruf.
    Wenn der Verkäufer allerdings bei dem Versand der Ware eine Belehrung beilegt in der steht, dass man 2 Wochen Zeit hat (was nicht stimmt, weil nach Vertragsschluss belehrt) hat der Verkäufer nicht ordnungsgemäß belehrt, mit der Rechtsfolge, dass das Widerrufsrecht nicht erlischt, § 355 III S.2 BGB

  74. Danke für die Informationen!
    Ich hatte neulich einen Fall, dass ich bei einem privaten Händler einen Artikel für knapp 2 Euro ersteigert habe und dieser mir im Nachhinein eine Email schrieb, dass er den Artikel eigentlich für einen Startpreis von 10 Euro einstellen wollte, ihm aber ein Fehler unterlaufen sei. Und dann war er krank und hätte seinen Fehler erst im letzten Moment gesehen. Frech bot er mir an, ich könne den Artikel jetzt für 10 Euro kaufen…
    was soll man da machen?

  75. timmmmmmmmmmä Mai 1, 2010 um 10:43 am

    Drauf bestehen, und wenn er sich weigert Negativ und gut ist.

    Die paar Euro sind sicher nicht mehr Aufwand wert…

  76. halllo habe vor paar wochen etwas bei ebay verkauft bin privat verkäufer
    nach der bezahlung wollte der käufer die tasche doch nicht haben habe ich nicht akzeptiert habe das päckschen weg geschickt aber nicht versichert beleg und zeugen habe ich auch
    und dann behauptet der käufer das es nie angekommen ist will jetzt geld zurück behauptet das ich eine lügnerin bin und will zum anwalt
    was soll ich tun

  77. Sag was dazu

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