Amazon Italien und Spanien sind immer wieder eine Quelle für Schnäppchen im High-End Kopfhörer Bereich. Diesmal hat tovalo auf folgendes Angebot hingewiesen:
- Beyerdynamic T70P für 337,89€ inkl. VSK (deutscher Preis: 450€) – zahlbar nur per Kreditkarte
Das P steht dabei für portable und drückt aus, dass der Kopfhörer im Gegensatz zu anderen Kopfhörern dieser Klasse keinen extra Verstärker brauchen um z.B. an einem iPhone oder ähnlichen betrieben zu werden. Klingt komisch, liegt aber an den extrem hohen Impedanzen von den High-End Kopfhörern.
Bei einem Preis von 450€ spielt man dann bereits in einer Liga in der es kaum noch weiter nach oben geht. In den Testberichten gibt es im Schnitt eine 1,3 und bei den Amazon Kunden im Schnitt 4,5 Sterne. Im amerikanischen Head-Fi Forum findet sich auch noch ein ausführlicher Erfahrungsthread. Gelobt wird die hohe Lautstärke auch ohne Verstärker, der sehr bequeme Klang, sowie die sehr gute Lärmisolierung. Der Klang ist wie immer geschmackssache, so sind die Höhen und Mitten super, der Bass aber wohl sehr schwach. Größter Kritikpunkt ist bei allen Kunden der hohe Preis. Bei Amazon.es hat man natürlich kein einfaches Widerrufsrecht, bzw. muss den Rückversand selber tragen. Deswegen kann ich euch natürlich nur empfehlen zuzuschlagen, wenn ihr die Kopfhörer schon kennt, denn 340€ sind immer noch verdammt happig. Beyerdynamic gibt übrigens europaweit 2 Jahre Garantie.
Technische Daten:
Bauweise: geschlossen • Frequenzbereich: 5Hz-40kHz • Impedanz: 32Ohm • Empfindlichkeit: 104dB • Anschluss: 3.5mm • Gewicht: 330g • Besonderheiten: Ohrmuschel drehbar, einseitige Kabelführung, 6.35mm-Adapter



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Anonym GastZitieren
Programmiert doch mal was gegen die Vollspammer.
castagentZitieren
Um die Beschreibung etwas zu erweitern:
Der Kopfhörer spielt in der Oberklasse und ist insgesamt ein guter geschlossener Kopfhörer. Er besitzt allerdings den typischen geschlossenen Charakter. Mag nicht jeder.
Der Klang selbst ist gut. Sehr detailreich und recht linear. Das Bass ist dementsprechend unaufdringlich und unverfälscht. Die Höhen dürften aber der Knackpunkt für viele sein, denn die sind im 4kHz-Bereich (wenn ich das noch recht in Erinnerung habe) stark angehoben, wodurch die Zisch-Laute extrem verstärkt werden. Ich kam damit bei gut 50% aller meiner CDs nicht klar, weshalb er für mich auf der roten Liste steht.
Sascha82xZitieren
Versteh ich nicht – wieso hohe Impedanz = kein Verstärker nötig? Sollte es nicht gerade umgekehrt sein?
JorgoZitieren
Bei mir kommt ein Preis von 449 Euro. Scheint vorbei zu sein.
A8NSLIDELUXEZitieren
@Jorgo: Ja, ist oben etwas seltsam formuliert, hohe Impendanz = Verstärker nötig.
Hast es schon richtig beobachtet. Der Kopfhörer hier steht ja mit 32 Ohm drin – mein Beyerdynamic MMX300 (nen älteres Modell) hat auch 32 Ohm und ich kann daher bestätigen, dass man mit der Impendanz den Kopfhörer wirklich problemlos auch am Handy betreiben kann (was ich desöfteren gemacht habe).
An einer Soundkarte am PC bekommt man ihn zwar nochmal deutlich lauter, aber am Lautesten (wobei man vorsichtig sein muss) geht es nur mit nem extra Verstärker, z.B. aus nem AV-Receiver-Kopfhörerausgang.
Addy90Zitieren
uri sagt dass bei hohem Widerstand der Strom bei gleicher Spannung geringer ist. Die kleinen Verstärkerchen müssen also nicht so viel Strom liefern.
BobbertZitieren
Richtig, ergibt sich irgendwie logisch daraus, ist bei Lautsprechern im Übrigen genau das gleiche.
Es ist nun allerdings so, dass bei hohen Widerständen (Impendanz) der Klang besser ist.
Woran das liegt? Nicht am Widerstand, der ist nur die Folge einer anderen Ursache:
Einen niedrigen Widerstand (zB die hier genannten 32 Ohm bei diesem Kopfhörer) erreicht man durch dicke Drähte im Elektromagneten (Schwingspule) der Lautsprecher im Kopfhörer. Dicker Draht heisst, es passt viel Strom durch, heisst der Draht hat weniger Widerstand.
Ein dünner Draht hat folglich mehr Widerstand, weil weniger Strom “durchpasst”.
Nun ist der dicke Draht allerdings schwerer als der dünne Draht. Und daraus folgt, dass bei dünnerem Draht die Membran des Lautsprechers “leichter” auf Signalunterschiede reagiert (die Musik, die ja aus Signalen besteht). Heisst mit dem dünnen Draht klingt die Musik weicher, originaler, präziser.
Aber wie bereits erwähnt, braucht man dank des dünnen Drahts nun auch ordentlich Verstärkerleistung wegen des Widerstandes. Deshalb gibts für mobile Geräte eben Versionen mit dickem Draht und niedrigem Widerstand (der hier beschriebene Kopfhörer), der damit baubedingt aber eben härter klingt, weil der dicke Draht dem Signal nicht so schnell und leicht folgen kann wie der dünne.
Hoffe das klärt den Sinn von verschiedenen Impendanzen (Widerstand) bei Kopfhörern und warum man bei niedrigen Impendanzen weniger Leistung braucht als bei hohen.
Addy90Zitieren
Impedanz. :p
Aber danke für die Erklärung!
b1osZitieren
Wie komm ich auf Impendanz, klar Impedanz – muss wohl zu wenig Kaffee getrunken haben
Danke für die Korrektur…
Addy90Zitieren
449 – nicht mehr verfügbar?
tapperZitieren
Viel entscheidender ist der Wirkungsgrad, nicht der Widerstand. Dieser spielt nur ein kleine Rolle.
steveZitieren