1. Garantie und Gewährleistung – Wo ist der Unterschied?

    125 mydealz 13. August, 2009

    Ein Thema – viele Gerüchte – und leider ziemlich viele falsche Informationen, Besserwisser und Hobbyanwälte, die immer wieder für Verwirrung sorgen. Weil es immer wieder zu Fragen in den Kommentaren kommt, versuche ich mal etwas Klarheit in die Sache zu bringen: Wie läuft das mit Garantie und Gewährleistung? king_of_queens

    Ich hoffe ganz stark, dass ich nichts vergessen habe. Falls doch noch wem was zum Thema einfällt – bitte einfach in den Kommentaren posten; ich nehme es dann mit auf.

    Der Klassiker: Was ist der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung?

    Garantie:

    heißt, dass der Hersteller ziemlich überzeugt ist von seinem Produkt und verspricht, dass das Produkt mindestens X Jahre ohne Probleme funktioniert. Die Garantie gibt’s entweder auf das komplette Produkt oder manchmal auch nur auf einzelne Teile (z.B. bei einem Rasierapparat gibt’s Garantie auf den Motor aber nicht auf die Messer).

    Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Garantie nicht. Jeder Hersteller kann sich selbst überlegen, ob er Garantie gibt oder nicht. Das Gleiche gilt für die Dauer und den Umfang der Garantie.

    Manche Hersteller geben Garantie nur auf die Teile und Ihr zahlt die Arbeitszeit. Andere behalten die Ware für ein paar Wochen zur Reparatur und wieder andere schicken Euch sogar nen Techniker vorbei und reparieren direkt vor Ort oder geben Euch Ersatzgeräte, falls sie Euers mitnehmen müssen.

    Gesetzlich vorgeschrieben ist hier allerdings gar nichts – alles rein freiwillig vom Hersteller festgelegt.

    Aufpassen müsst Ihr, wenn manche Hersteller nur dann Garantie gewähren, wenn Ihr das Produkt vorher auf der Herstellerseite registriert habt. Das steht aber alles in den Garantiebedingungen (diese oft gelben oder orangenen Kärtchen, die man oft achtlos weg wirft).

    Was Ihr aber immer braucht, ist die Rechnung mit Kaufdatum und evtl. den Garantieschein. Ohne habt Ihr so gut wie keine Chance auf irgendeine Garantieleistung und seid voll auf die Kulanz des Herstellers angewiesen.

    Falls das Gerät innerhalb der Garantiezeit kaputt geht, müsst Ihr Euch mit der Reklamation direkt an den Hersteller wenden. Der Händler bei dem Ihr gekauft habt wird Euch zwar meistens auch weiterhelfen, ist aber nicht dazu verpflichtet. Falls er es trotzdem macht ist das lieb von ihm.

    Bei der Verbraucherzentrale Berlin gibt’s übrigens eine ganz brauchbare Übersicht zu allen möglichen Fragen rings um Garantie, Gewährleistung, Rückritt usw.

    Gewährleistung:

    In Deutschland gesetzlich vorgeschrieben: 24 Monate bei Neuware. Im Unterschied zur Garantie bringt Euch die gesetzliche Gewährleistung allerdings nur in den ersten 6 Monaten wirklich weiter. Im ersten halben Jahr könnt Ihr bei einem Defekt einfach zum Händler (nicht zum Hersteller, der gibt zwar evtl. Garantie – hat aber mit der Gewährleistung nichts zu tun) und der Händler muss Euch beweisen, dass der Defekt durch Euch verursacht wurde und nicht schon beim Verkauf des Produkts bestanden hat. Das ist aber eigentlich nur bei ganz offensichtlichen Sachen möglich (z.B. Kaffee im Laptop). Im Normalfall wird in den ersten 6 Monaten aber einfach durch ein funktionsfähiges Produkt ersetzt oder repariert.

    Nach den ersten 6 Monaten sieht’s dann leider ganz anders aus. Falls das Produkt dann kaputt geht, müsst IHR dem Händler beweisen, dass der Fehler schon beim Kauf bestanden hat. Das ist in der Praxis ohne irgendwelche teuren Gutachten aber so gut wie unmöglich. Im Klartext heißt das, dass Ihr in dem Fall einfach auf die Kulanz des Händler angewiesen seid. Er tauscht, wenn er Bock hat und wenn er keinen Bock hat, habt Ihr so gut wie keine Chance.

    Bei der Verbraucherzentrale findet Ihr neben einer allgemeinen Erklärung zur Gewährleistung auch noch zwei Musterbriefe: einen für „Ware hat Mängel“ und einen für den Fall, dass die Nacherfüllung, bzw. die Reparatur zum wiederholten Mal nicht funktioniert hat und Ihr entweder den Kaufpreis erstattet oder reduziert haben wollt.

    Die große Frage: Muss der Händler ein defektes Produkt tauschen oder reparieren?

    Das liegt im Ermessen des Händlers oder des Herstellers. Oft werden die Produkte (vor allem günstigere) einfach durch neue getauscht. Ein automatisches Recht auf ein neues Produkt habt Ihr aber nicht. Als Kunde darf man allerdings solange keine Unverhältnismässigkeit vorliegt (defekter Schaltknüppel im Auto) zwischen Austausch und Reperatur wählen.

    Manchmal recht nervig: Darf ich bei einem Defekten Produkt sofort mein Geld zurück fordern?

    Nicht sofort. Der Händler bzw. der Hersteller kann ohne Probleme 2x versuchen das Produkt zu reparieren oder zu tauschen. Falls es dann zum 3. Mal kaputt geht, könnt Ihr im Normalfall vom Kaufvertrag zurück treten und Euer Geld zurück fordern. Das ist zwar ziemlich nervig, wenn man alle paar Tage zur Post rennen darf aber außer auf die Kulanz des Herstellers zu hoffen, bleibt Euch bei einem echten Montagsgerät leider nichts anderes übrig.

    Die Kosten für Versand usw. trägt bei Rücksendungen für Gewährleistungsfälle übrigens immer der Hersteller oder Verkäufer.

    Zusammengefasst heißt das:

    Garantie muss niemand geben (Toshiba gibt z.B. keine) und Garantien sind nicht immer gleich und umfassen oft nicht das komplette Produkt. Garantie gibt der Hersteller und nicht der Händler. Um sicher zu sein, was und zu welchen Bedingungen die Garantie umfasst, bleibt Euch nichts anderes übrig als sich die Zeit zu nehmen und die einzelnen Garantiebestimmungen zu studieren.

    benderAnders bei der Gewährleistung: Die ist gesetzlich für 24 Monate vorgeschrieben und muss von den Händlern gegeben werden. Die Gewährleistung umfasst offiziell alle Mängel, die schon zum Kaufzeitpunkt bestanden haben – und genau hier liegt der Haken: in den ersten 6 Monaten muss Euch der Händler beweisen, dass Ihr das Produkt kaputt gemacht habt. Nach den ersten 6 Monaten müsst Ihr dem Händler beweisen, dass Ihr es nicht kaputt gemacht habt. Beides logischerweise ziemlich schwierig bis unmöglich.

    Kurz gesagt: 6 Monate seid Ihr auf der sicheren Seite. Danach auf die Kulanz des Händlers angewiesen oder schnell die mit der Arschkarte, die auf dem Schaden sitzen bleiben.

    Falls es wer besser weiß – einfach melden!

  2. 119 Kommentare

  3. Netter Artikel :)

  4. mein handy wird nun zum 3. mal nachgebessert (1x wegen kamera defekt 1x wegen tastenbruch und 1x wegen kartenleser kaputt).. der händler lässt mich aber nich zurücktreten vom vertrag! er meint es muss 3x das selbe nachgebessert werden umzurückzutreten.. ist das so tragbar? oder was soll ich jetzt machen?!

  5. lol, netter beitrag. sowas muss auch mal sein!!!

    kann ja nicht immer nur schnäppchen geben. ;-)

  6. Super zusammengefasst. Thumbs up.

    Da hier Toshiba als Negativ-Beispiel bzgl. Herstellergarantie genannt wurde, hätte ich dazu gerade mal ‘ne Frage:

    Und zwar hab ich mir vor ein paar Jahren einen Toshiba LCD gekauft. Jetzt hat der Händler auf der Rechnung vermerkt: “2 Jahre Herstellergarantie”.

    So, glücklicherweise läuft das Teil heute noch einwandfrei, sodass ich nie in die Verlegenheit gekommen bin. Aber hätte ich im Fall der Fälle den Händler darauf festnageln können? Oder kann der sich wieder rauswinden so von wegen Irrtum usw?

  7. Ja, ich hoffe, dass man damit eine der ständigen Mißverständnisse mal aus dem Weg räumen kann :)

  8. an wen wende ich mich denn am besten zuerst? händler oder hersteller,, wenn der hersteller eine 2 jahres garantie abgegeben hat?

    amazon z.b. verweist mich von anfang an an den hersteller. warum darf ich mich nicht an amazon selbst wenden?

  9. Danke für den Artikel, hast es richtig gut differenziert und erklärt!

  10. wenn übrigens eine Nacherfüllung verweigert wird, kann man sofort vom Kaufvertrag zurücktreten!

    Das mit Nacherfüllung funktioniert nur dann wenn keine Unverhältnismäßigkeit vorliegt. Beispiel: bei euerm Auto ist der Schaltknüppel kaputt. Ihr könnt nur deswegen kein neues Auto verlangen, weil das im Verhältnis zu dem Knüppel viel teurer ist. Daher darf nacherfüllt werden. Nach 2-3 mal Nacherfüllen und es funktioniert immer noch nicht, könnt ihr dann aber zurücktreten vom Kaufvertrag…

    BGB §433 f. steht alles drin ;-)

  11. Fragte mich immer was war der genaue unterschied und jetzt habe ich die Antwort .
    Fabian du bist der beste

  12. Eine kleine Ungereimtheit ist mir aufgefallen. Wir haben in unserem Kurs IT-Recht gelernt, dass der Händler sich im Falle von !privater! Gewährleistung nicht aussuchen darf ob nachgebessert oder ausgetauscht wird, sondern das nur für !gewerbliche Käufer! gilt. Im privaten darf das der Kunde entscheiden, ausser es ist für den Händler unzumutbar. Das ist aber laut unserem Dozenten nur in Ausnahmefällen der Fall (kaputter Aschenbecher im Flugzeug) der Fall, keinesfalls aber selbst bei einem so einfachen Mangel wie einer kaputten Tastatur eines Laptops. Selbst Mangelhafte Lackierung eines Autos ist Grund zum kompletten Tausch, selbst wenn nur ein Kotflügel betroffen ist.
    Wobei ich da mal hinzufügen würde, das man natürlich immer den gesunden Menschenverstand bemühen sollte, denn was nützt mir das prinzipielle Recht, wenn ich es erst einklagen muss.

  13. >Kurz gesagt: 6 Monaten seit Ihr auf der sicheren Seite.
    Ich bin mir sicher dass du dich da nur vertippt hast :)

    Aber toller Artikel, auch wenn ich es bereits kannte ist es nie verkehrt sich ein solch wichtiges Thema wieder in Erinnerung zu holen =)

  14. Ich finds immer geil wie viele Märkte mit dem Begriffen “garantie” und Gewährleistung spielen. In jeder Werbung bei MM oder Saturn wird immer von Garantie gesprochen, auch wenn oft nur eine Gewährleistung vorliegt. Danke für den Aufklärenden Beitrag – hatte ich auch mal in der Berufsschule ^^.

  15. @Basti:

    Würde mich auch interessieren

    @all

    Hab grade ein Problem mit meinem Notebook, dass war schon 2x in Reparatur und jetzt ist die Festplatte im Eimer. Das wäre die 3. Reparatur, kann ich daher vom Vertrag zurücktreten? Einmal blieb das Bild weg, beim zweiten Mal war der Soundausgang defekt.

  16. Zitat basti :

    mein handy wird nun zum 3. mal nachgebessert (1x wegen kamera defekt 1x wegen tastenbruch und 1x wegen kartenleser kaputt).. der händler lässt mich aber nich zurücktreten vom vertrag! er meint es muss 3x das selbe nachgebessert werden umzurückzutreten.. ist das so tragbar? oder was soll ich jetzt machen?!

    nur selber defekt zählt

  17. Ich habe bei North Face vor ca. 15Jahren ein Zelt gekauft. Damals wurde mi eine lebenslange Garantie versprochen.
    Inzwischen ist der Boden ziemlich undicht. Habe ich da irgend ne Chance?

  18. Super Artikel !!!

    PS: schoene Gruesse aus Hong Kong

  19. §439 BGB (1) sagt übrigens, das der Käufer die Wahl hat, ob er Nachbesserung oder Tausch haben möchte.

    Lediglich wenn dem Verkäufer durch die vom Kunden gewünschte Option unverhältnismäßig hohe Kosten entstehen, darf er die andere Option wahrnehmen §439 BGB (3).

    D.h. bei Massenware (Standard Monitor, Standard Laptop, DVD-Laufwerk, CPU, etc.) kann sich eigentlich kein Verkäufer weigern zu tauschen, weil er keine unverhältnismäßigen Kosten damit hat. Außer es ist wirklich nur ein Kabel defekt oder Ähnliches.

    Bei für den Kunden speziell gefertigten Produkten ist i.d.R. immer Nachbesserung angesagt, weil der Aufwand das Produkt für den Kunden nochmal herzustellen höher ist, als das Produkt zu reparieren.

  20. Zitat Hmmmmmmmmm :

    an wen wende ich mich denn am besten zuerst? händler oder hersteller,, wenn der hersteller eine 2 jahres garantie abgegeben hat?

    amazon z.b. verweist mich von anfang an an den hersteller. warum darf ich mich nicht an amazon selbst wenden?

    Als erstes solltest du dich an den Händler wenden. Ausnahmen sind aber z.B. Festplatten, die werden in der Regel direkt und ohne Umstände durch die Hersteller ausgetauscht.
    Zu Amazon.
    Es stimmt zwar das Amazon sagt wenn noch Herstellergarantie besteht soll man sich an den wenden, nötig ist das aber nicht. Man kann die Ware auch ohne Probleme an Amazon schicken.
    Wenn man vorher fragt sagen die zwar, dass es dann auch nur zwecks Reparatur an den Hersteller geschickt wird, meiner Erfahrung nach (defekter LG TFT vor 2 Monaten)mach Amazon sich die Mühe dann aber nicht sondern erstattet einfach den kompletten Kaufpreis. So hab ich für nen 1,5 Jahre alten 19″ TFT die kompletten 250€ erstattet bekommen.

  21. Na ja….. Nochmal von Anfang an und dogmatisch ganz sauber:

    Der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung ist, dass Im Falle der Gewährleistung der KÄUFER beweisen muss, dass das Gerät bereits von Anfang an Fehlerhaft ist. Bei einer Garantie hat der VERKÄUFER zu beweisen, dass der Fehler nachträglich entstanden ist etwas durch Beschädigung. Der faktische Unterschied betrifft also die Beweislast für das Vorliegen eines Fehlers zum Zeitpunkt des Kaufes.

    I.) GARANTIE
    Garantien gibt es 2! Eine gesetzliche Garantie und eine durch Vertrag.

    1.Eine gesetzliche Garantie ist beim Verbrauchsgüterkauf (rein faktisch) in den ersten 6 Monaten der Gewährleitung gegeben, diese wird allerdings nicht ausdrücklich als Garantie bezeichnet. Inhaltlich handelt es sich jedoch um eine Garantie. Innerhalb dieser Zeit wird nämlich per Gesetz VERMUTET, dass der Fehler bereits bei Übergabe des Produktes vorhanden war (§ 476 BGB) dem Verkäufer steht ,wie immer, der Gegenbeweis offen.

    2.Eine Vertagliche Garantie= Freiwillige Herstellergarantie ist schlicht ein Vertrag ztwischen dem hersteller und dem Käufer. iese ist, wie grundsätzlich jeder Vertrag freiwillig und die Bestimmungen (Benutzung von Originalteilen oder Originaltinte bei Druckern) kann der Hersteller daher frei wählen. Auch hier steht dem Hersteller der Gegenweis offen, dass der Fehler nachträglich zustande gekommen ist oder die Vertragsbedingungen nicht eingehalten sind. Einige Hersteller geben auch Garantien für Eigenverschulden (Man setzt sich auf die Brille und sie bricht) Eigentlich kein Garantiefall, es sei denn dies wird ausdrücklich von den Bedingungen umfast

    II.) GEWÄHRLEISTUNG
    Die Gewährleistung beträgt beim Verbrauchsgüterkauf insgesamt 24 Monate wobei die Garantiegleiche Umkehr der Beweislast nach den ersten 6 Monaten nicht mehr eingreift. Faktisch kann ein Vebraucher jedoch fast nicht beweisen, dass der Fehler bereits von Anfang an bestand (ausser duch teure Sachverständigengutachten, die auch mal anders ausfallen können als gewünscht.) Allerdings haben viele Verkäufer gelernt, dass es nicht gerade Kundenwirksam ist, sich auf diese juristische Spitzfindigkeiten zu berufen.

    Also die Sache ist Mangelhaft und nun? Das Gesetz gibt die Antwort:
    § 439 BGB
    I) Der Käufer kann als Nacherfüllung nach seiner Wahl die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache verlangen.
    II) Der Verkäufer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen.
    III) Der Verkäufer kann die vom Käufer gewählte Art der Nacherfüllung unbeschadet des § 275 Abs. 2 und 3 verweigern, wenn sie nur mit unverhältnismäßigen Kosten möglich ist. Dabei sind insbesondere der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand, die Bedeutung des Mangels und die Frage zu berücksichtigen, ob auf die andere Art der Nacherfüllung ohne erhebliche Nachteile für den Käufer zurückgegriffen werden könnte. Der Anspruch des Käufers beschränkt sich in diesem Fall auf die andere Art der Nacherfüllung; das Recht des Verkäufers, auch diese unter den Voraussetzungen des Satzes 1 zu verweigern, bleibt unberührt.

    Allerdings braucht man sich auch nicht mehr als 3 Nacherfülungsversuche einlassen, danach kann man darauf bestehen den Vertrag zu widerrufen und das Geschäft rück-abzuwickeln.
    Und um die Sache komplett zu machen:
    Beim Rückgewähr von Mangelhaften Gegenständen wurde vom deutschen gesetzgeber ursprünglich eingebaut, dass man für die Benutzzung des Gerätes die Nutzungen zahlen muss (§ 346 Abs. 2 Satz 2 BGB). Diese Regelung hat der europäische Gerichtshof als europarechtswidrig gekippt. Wer ein Gerät zurück gibt, muss den vollen Kaufpreis erhalten.

    HHH

  22. “Die Kosten für Versand usw. trägt bei Rücksendungen für Gewährleistungsfälle übrigens immer der Hersteller oder Verkäufer.”

    Sicher, dass das für beide Wege (Hin- und Rückversand) gilt? Worauf begründet sich dieses Recht?

  23. Zum Toshiba Beispiel:

    Toshiba gibt zumindes schon Garantie indem sie nach den 6 Monaten auf eine Beweisumkehr verzichten. Außerdem übernehmen sie die Gewähleistung im Falle von Insolvenz oder springen für einen unkooperativen Händler ein, das ist eine freiwillige Leistung und damit der Garantie gleichzusetzen.

    http://www.toshiba.de/consumer/index.php?option=com_content&view=article&id=1970&Itemid=241

    Ansonsten:
    Guter und sinnvoller Artikel, der einen permanenten gut sichtbaren Link verdient! Sonst kommen die entsprechenden Fragen und Falschaussagen immer wieder.

  24. Zum Toshiba Beispiel:

    Toshiba gibt zumindes schon Garantie indem sie nach den 6 Monaten auf eine Beweisumkehr verzichten. Außerdem übernehmen sie die Gewähleistung im Falle von Insolvenz oder springen für einen unkooperativen Händler ein, das ist eine freiwillige Leistung und damit der Garantie gleichzusetzen.

    Ansonsten:
    Guter und sinnvoller Artikel, der einen permanenten gut sichtbaren Link verdient! Sonst kommen die entsprechenden Fragen und Falschaussagen immer wieder.

  25. Zitat Marc :

    “Die Kosten für Versand usw. trägt bei Rücksendungen für Gewährleistungsfälle übrigens immer der Hersteller oder Verkäufer.”

    Sicher, dass das für beide Wege (Hin- und Rückversand) gilt? Worauf begründet sich dieses Recht?

    §439 BGB (2)

  26. @Marc: Guckst du einfach ein Posting über dir und liest es genau durch.

  27. Also so sehr ich diese Seite einerseits schätze und andererseits hasse, da ich merklich ärmer geworden bin, finde ich die Idee des Artikels sehr gut, die Umsetzung allerdings mäßig.

    “Die große Frage: Muss der Händler ein defektes Produkt tauschen oder reparieren?”
    Das obliegt gar nicht dem Händler, sondern dem Käufer. Der Käufer darf Nachbesserung oder Lieferung einer mangelfreien Sache verlangen (BGB § 439 Abs. 1). Da kann der Händler erstmal meinen, was er will. Erstmal ist das so. Jetzt lese ich hier aber schon richtig in den Kommentaren, dass sobald der Händler die Nacherfüllung verweigert, man vom Kaufvertrag zurücktreten darf. Hier muss man natürlich berücksichtigen, dass Nacherfüllung beide Methoden, Nachbesserung und Ersatzlieferung, ausschließt. Lehnt der Verkäufer in der Tat jede Art der Nacherfüllung ab, ist eine Frist entbehrlich und man darf vom Kaufvertrag zurücktreten.
    Eine Art der Nacherfüllung darf er allerdings ablehnen, wenn dadurch unverhältnismäßig hohe Kosten entstehen (beide darf er auch ablehnen, dann greift wieder etwas anderes): Reifen kaputt – neues Auto; das geht halt nicht. Da darf der Händler natürlich eingreifen und einen neuen Reifen liefern. Da muss kein neues Auto her, wie bereits schön beschreiben wurde. Das ganze ist im BGB § 439 Abs. 3 geregelt.

    “Mal entscheidet ein Gericht, dass 2x Nachbessern zumutbar ist. Mal reden sie von 3x. In manchen Fällen halten Gerichte schon das 2. Mal Nachbessern für unzumutbar.”
    Ebenso nicht vollkommen richtig. Es gibt für das Nachbessern eine klare Regelung: “Eine Nachbesserung gilt nach dem erfolglosen zweiten Versuch als fehlgeschlagen, wenn sich nicht insbesondere aus der Art der Sache oder des Mangels oder den sonstigen Umständen etwas anderes ergibt.” BGB § 440. Das war mal anders, vor der Schuldrechtsmodernisierung 2001. Aber mittlerweile ist das ganz klar 2x und nicht öfter, der Bedingungssatz dürfte i.d.R. nicht greifen, schon gar nicht bei “einfachen” Elektronikartikeln.

    Für das nächste Mal wünsche ich mir noch etwas zu Fristsetzungen bei Nacherfüllungen – da wird’s nämlich spannend und da trennt sich die Spreu vom Weizen. Wenn ich mir hier Äußerungen vom Reklamationschef von HoH durchlese, dann wird mir immer noch ganz anders. Gemäß dem Motto: Nein, Sie dürfen uns keine Frist setzen, die uns nicht gefällt und was heißt angekommen? Wir haben das Paket doch noch nicht geöffnet, also ich es noch gar nicht eingegangen. Wann DHL das hier abgegeben hat, zählt nicht. Sie bekommen eine Gutschrift – Rücktritt vom Kaufvertrag beim Verstreichen der Frist, wo kommen Sie denn her?
    Bei sowas werden die ahnungslosen Käufer ver….., daher gerne mehr zu grundlegenden Sachen beim Einkauf im Internet oder sonstwo. Gerne ab § 433 dem Kaufvertrag, dann hört das ewige Gemecker über “XYZ hat nicht geliefert, die sagen es wäre ein Preisfehler. Aber ich meine die müssen mir das jetzt zu dem Preis liefern” auf.

  28. 1.

    Der private Kunde hat die Wahl ob er die Nachbesserung als Reparatur oder Austausch gegen Neuware haben möchte. Sich die Wahl des Kunden verweigern kann der Händler nur wenn dies ihm unzumutbar ist, was jedoch nur in absoluten seltenen Fällen zutrifft. Zum Beispiel wird der Artikel nicht mehr hergestellt.

    Wenn eure PSP, Nintendo DS, PS3, Xbox, Fernsehr etc. kaputt ist und der Händler im Laden das Gerät neu und verpackt stehen hat MUSS er euch dieses geben wenn ihr dies wünscht und eine Reparatur ablehnt. Lasst euch nicht verarschen! Und erst recht nicht abwimmeln. Wenn es sein muss einfach dem Filialleiter §439 BGB unter die Nase halten:

    http://dejure.org/gesetze/BGB/439.html

    (1) Der Käufer kann als Nacherfüllung nach seiner Wahl die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache verlangen.

    (2) Der Verkäufer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen.

    2. @ fragger

    Das ist falsch! Das Gesetz trifft keinerlei Unterscheidung ob ein erneuter Mangel genau das selbe Bauteil betrifft wie der alte. Wenn der Laptop 3X kaputt ist, dann ist es egal ob es verschiedene Mängel waren, man kann vom Kauf zurücktreten.

    Übrigens müssen alle mit der Mängelbeseitigung entstehende Kosten vom Händler getragen werden, dass heißt auch alle Versandkosten!

  29. Danke ich habe den Punkt mit der Unverhältnismässigkeit dementsprechend korrigiert.

  30. ich hab die 4. nachbesserung jetzt angenommen.. erwarte nächste woche das handy zurück, kann ich jetzt nachdem das gerät wurde auch noch fordern vom kauf zurückzutreten bzw minderung des kaufpreises zu kriegen?

  31. Wenns ans Ende geht macht man einfach zu schnell Fehler:
    Das Geschäft wird natürlich nicht widerrufen sondern man erklärt den Rücktritt. Faktisch ist das jedoch das gleiche.

  32. Ein Hinweis noch zur zulässigen Zahl der Nacherfüllungsversuche: Das sind nicht schwammige 2-3 Male, das ist klipp und klar gesetzlich in §440 S. 2 festgelegt:

    “Eine Nachbesserung gilt nach dem erfolglosen zweiten Versuch als fehlgeschlagen, wenn sich nicht insbesondere aus der Art der Sache oder des Mangels oder den sonstigen Umständen etwas anderes ergibt.”

    Fertig. Der Händler darf also zweimal versuchen, nachzuerfüllen. Klappt der zweite Versuch nicht, ist Rücktritt und/oder Schadensersatz möglich im Regelfall.

  33. Leider sind im Hauptartikel und in den Kommentaren ein paar Fehler enthalten.

    Zunächst:
    Der Verkäufer kann sich nicht aussuchen, ob er nachbessert oder tauscht. Denn vorher hat der Käufer die Wahl (§ 437 BGB)zwischen
    1. Nacherfüllung,
    2. Rücktritt bzw. Minderung oder
    3. Schadenerstz bzw. Ersatz von vergeblichen Aufwendungen zu verlangen.

    ALLERDINGS: Der Verkäufer kann sich zunächst in seinen AGB das Recht auf Nachbesserung vorbehalten (das ist der übliche Fall). Hierbei steht ihm (dem Verkäufer)dann das Wahlrecht zwischen Reparatur und Neulieferung zu.

    Schlägt diese Nachbesserung fehl, dann hat der Käufer wieder die Rechte nach § 437 BGB (s.o.).

    Wann ist die Nachbesserung fehlgeschlagen?
    Hierzu gibt § 440 BGB die Antwort: normalerweise nach 2 Versuchen

    Es ist übrigens unerheblich ob die gleichen Dinge (das behauptet jemand oben, ist aber definitiv falsch!) oder verschiedene Dinge an einem Gegenstand nachgebessert werden, also kann z.B. bei einer Hifi-anlage zunächst das Radio nicht funktionieren und dann geht das Display kaputt. Sind diese beiden Dinge repariert und dann läuft auf einmal der CD-Player nicht mehr, dann muss man keinen weiteren Nachbesserungsversuch hinnehmen, da die Nachbesserung fehlgeschlagen ist. Der Kaufgegenstand als Ganzes wird betrachtet, ob dieser Mangelfrei ist, deshalb ist es unerheblich worin der jeweilige Mangel besteht. Bei drei defekten, egal welcher Art, war der Kaufgegenstand nicht mangelfrei.

  34. 3xiger Versuch:
    Nein sobald das Gerät 3 Mal defekt war (egal oder der selbe oder ein neuer Fehler) hat man ein Rücktrittsrecht
    (Palandt 67. Auflage § 440 Rn. 7)

    Sehen die Händler natürlich immer anders ;-) Ich habs da einfach, ich schick einfach nen Brief mit meinem Briefkopf, danach geht es in der Regel ;-)

  35. Bitte mal beim Betreten der Geschäfte und/oder an der Kasse auf die aushängenden AGBs achten. Dort kann sich der Verkäufer durchaus das Recht der zweimaligen Nachbesserung vorbehalten. Das steht in ca. 99,9999 % aller AGBs von Händlern drin und ist auch zulässig.
    Sollte man die Sachen online gekauft haben oder per Telefon, dann einfach vom Widerrufsrecht Gebrauch machen, ist in der Regel günstiger.
    Der Satz “Der Käufer kann als Nacherfüllung nach seiner Wahl die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache verlangen.” ist seit 2002 neu, bringt dem Käufer aber nur etwas, wenn man z.B. ein Restposten-Megaschnäppchen gemacht hat, dass sich als defekt erweist, und woanders nicht zu diesem Preis erhältlich ist. Da kann der Verkäufer nicht einfach sagen, dass man sein Geld zurück kriegt und gut.
    Das Gesetz ist darauf ausgelegt, dass der Käufer eine mangelfreie Ware erhält, nicht, dass er die Ware gegen Geld zurück gibt und woanders kauft.

  36. Hallo,

    interessant wäre auch mal ein Artikel zum Thema 14 Tage Rückgaberecht.
    Es hält sich bis heute bei vielen Kunden das Gerücht, dass man auch beim Kauf vor Ort ein 14 Tage Rückgaberecht hat.
    Ich kenne jemanden in einem Telefon-Shop und dort kommen die Kunden oft auch mit obskuren Rechten. Da hat sogar schon jemand per Anwalt (!) sein 14 Tage Rückgaberecht durchsetzen wollen (der Anwalt des Kunden hat das sogar mitgemacht und am Telefon auf Nachfrage felsenfest behauptet, dass es so ein Recht gibt).

    Auch oft gibt es Kunden die beschädigte oder verwässerte Handys als “Garantie” umgetauscht haben wollen….

    Vor einigen Tagen war ich im Saturn und da fragte jemand an der Kasse ob er denn auf den Kopfhörer den er jetzt gekauft hat, überhaupt Garantie oder so hat. Die Verkäuferin sagt ihm, dass es auf Zubehörartikel und “kleinere” Produkte generell keinerlei Garantie gibt. Ich habe dann den beiden erklärt, dass er 2 Jahre Gewährleistung (!) hat, egal ob der Artikel klein oder groß ist. Die Verkäuferin tatt das aber als Unsinn ab… na ja, mir egal…

    Aber zurück zum Anfang, das Fernabsatzgesetz wäre wirklich mal ein interessantes Thema, denn da gibt es auch einige Fallstricke (z.B. wenn der Artikel benutzt wurde und dadurch angeblich ein Wertverlust entstanden ist.). Toll ist es auch für Online-Käufer die ein vermeintlich neues Gerät gekauft haben, aber ein Gerät bekommen, welches schon benutzt wurde und im Rahmen des Fernabsatzgesetz zurück gesendet wurde.
    Es gibt auch Gerichtsurteile, die besagen, dass man z.B. ein Handy mit ein Telefon und einer SMS testen kann und dann wieder ohne Wertverlust zurücksenden kann…

    mfg
    Frank

  37. guter Artikel. kann man so Artikel in einer Kategorie “allgemeine Fragen”, FAQ oder änlichem sammeln, damit man das auch in einem halben Jahr noch auf die schnelle wiederfindet??

  38. das toshiba stimmt nicht. Ich habe meinen Toshiba extra online bei Toshiba registriert. Ausszug: 24 Monate Herstellergarantie davon 12 Monate mit Hold und bring Service. Bei toshiba hat man also doch Garantie!

  39. Zitat HH :

    @Marc: Guckst du einfach ein Posting über dir und liest es genau durch.

    Wie Du schon siehst, ist es inzwischen nicht mehr nur ein Posting über meinem; es dauert manchmal, bis Kommentare hier erscheinen und überschneiden sich deshalb. Aber vielen Dank für die Antwort(en)! § 439 BGB (2) ist in der Tat die Antwort.

  40. Zitat HH :

    @Marc: Guckst du einfach ein Posting über dir und liest es genau durch.

    Wie Du schon siehst, ist es inzwischen nicht mehr nur ein Posting über meinem; es dauert manchmal, bis Kommentare hier erscheinen und überschneiden sich deshalb. Aber vielen Dank für die Antwort(en)! § 439 BGB (2) ist in der Tat die Antwort.

  41. Ich fände es schön wenn noch in den Artikel käme, dass es eben nicht immer derselbe Defekt sein muss (wie bereits weiter oben erwähnt). Dreimal defekt und man hat das Recht auf Rücktritt oder Kaufpreisminderung.

    Der Beitrag sollte nicht zu sehr ins rechtliche abrutschen. So wie er im Moment ist kann ihn jeder normale Mensch verstehen, bringt man da noch die ganzen Feinheiten unter wird er wie jedes Gesetz …

  42. Übrigens gibt es meines Wissens nach Unterschiede bei der gesetzlichen Gewährleistung. Etwa bei Batterien oder elektronischen Geräten. Hatte das damals rausgesucht wegen eines defekten IPods.

    Bin mir da aber nicht mehr ganz sicher, und bin auch zu faul das nochmal genau nachzuschauen, vielleicht hat ja jemand das wissen parat.

  43. hi, ma schauen ob ich das richtig verstanden haben!

    beispiel ich kauf bei einen internet provider einen router für 50 euro und dieser funktioniert von beginn an nicht richtig, bemängel ich das in den ersten 6 monaten muss mir der provider das teil austauschen ohne mucken….. gewährleistung

    geht mir der router aber nach 3 monaten defekt, ging vorher ohne probleme, dann ist das garantie und ich muss mich an den hersteller wenden???

  44. Bitte, nicht das dabei noch Missverständnisse entstehen,
    die Gewährleistung kann natürlich bei einem Privat Kauf/Verkauf ausgeschlossen werden (§444 BGB).
    Nur Händler (Unternehmer isd. §14BGB) dürfen bei einem Verbrauchgüterkauf [§474 BGB] davon nicht abweichen (§475 BGB).

    Eigentlich meist nur wichtig bei Ebay, aber nicht das die Nutzer hier den Artikel falsch verstehen und demnächste auf dem Flohmarkt oder beim Ebayprivatkauf auf ihre Mängelgewährleistungsrechte bestehen :-)

  45. Hi,

    zu §439 (2) BGB, ich habe mal gelernt das erst bei Waren über 40 €, die Kosten erstattet werden.

  46. Also könnte ich meinen Laptop jetzt beim Händler reklamieren, Zitat HH :

    3xiger Versuch:
    Nein sobald das Gerät 3 Mal defekt war (egal oder der selbe oder ein neuer Fehler) hat man ein Rücktrittsrecht
    (Palandt 67. Auflage § 440 Rn. 7)

    Sehen die Händler natürlich immer anders ;-) Ich habs da einfach, ich schick einfach nen Brief mit meinem Briefkopf, danach geht es in der Regel ;-)

    Also kann ich meinen Laptop (1. Mal kein Bild mehr, 2. Mal Tonausgabe defekt, jetzt die Festplatte) bei meinem Händler reklamieren (ist 23 Monate alt, war davon 2 Monate weg in Reparatur). Inwieweit muss ich denn mit finanziellen Abschlägen wegen Benutzung des Gerätes rechnen? Hab damals 650€ bezahlt, aktueller Wert dürften 300€ sein, wenn ich ihn instandgesetzt wieder verkaufe.

  47. Du verwechselst das mit dem Widerrufsrecht §357(2).
    Dort gilt die Regelung, dass unter 40€ die Versandkosten dem Käufer auferlegt werden dürfen.

  48. Zitat SeeeD :

    >Kurz gesagt: 6 Monaten seit Ihr auf der sicheren Seite.
    Ich bin mir sicher dass du dich da nur vertippt hast :)
    =)

    Neiiin hat er nicht, das ist sicher böse Absicht :D
    “… und seit voll auf die Kulanz des Herstellers angewiesen.”

    Ansonsten schön, dass jetzt ein Paar mehr Leute einen Einblick in den Begriff Gewährleistung bekommen haben.

  49. Garantie:
    Es wird auch die Haftung für Fehler die nicht im Verantwortungsbereich des Händlers liegen übernommen

    Gewährleistung:
    Es wird nur die Haftung für Fehler aus dem eignen Verantwortungsbereich übernommen

    Gruß
    Peter

  50. Da hab ich auch schon viel gehört.

    Aber noch etwas muss ich dazu loswerden:

    Steckt nicht die Flinte ins Korn, wenn die ersten sechs Monate rum sind und es keine Garantie gibt. Denn viele Händler kennen den Unterschied selbst nicht! :) Habe auf diese Weise schon einiges erreicht. Das sind auch Hobbyanwälte.

    Manche meinen aber auch, keine Gewährleistung geben zu müssen und regeln alles über den Hersteller. Wenn der es nicht übernimmt, wollen sie euch abspeisen.

    Ganz wichtig:

    Ansprechpatner für die Gewährleistung: Der Händler bzw. Vertragspartner
    Ansprechpartner bei der Garantie: Kann Händler aber auch Hersteller sein. Das steht in den jeweiligen Garantiebedingungen.

  51. Entschuldigt bitte, aber mir wurde aus dem Artikel eines nicht ganz klar:
    Wenn ich innerhalb der Garantie ein Gerät umgetauscht bekomme (also ein komplett neues gerät erhalte), fängt dann die garantie von vorna an zu laufen, oder trägt das Neugerät das Schicksal des Altgeräts und hat im extremsten Fall nur noch wenige Tage Garantie?
    Fängt die Gewährleistung bei Komplettumtausch wieder neu an?

    Vielen Dank für die Antwort!

  52. Hallo,

    eines wird mir in dem Artikel nicht klar:

    Wie verhält sich die Garantie/Gewährleistung bei einem Gerät das KOMPLETT umgetauscht wird?
    Fängt alles von vorne an?
    Bsp.: Garantie 1 Jahr,
    nach 11,5 Monaten Kompletttausch
    1 Monat später neuer defekt.

    Rein theoretisch wäre Granatie und 6 Monatige (sichere) Gewährleistung abgelaufen.
    Gerät jedoch nur 1 Monat alt!

    Grüße

    und danke für jede Antwort

    Upper

  53. auch ich bin dir sehr dankbar für diesen beitrag. ich konnte diesen ganzen wirrwarr in den kommentare auch nicht mehr lesen. am besten verlinkst du das irgendwo auf der seite, damit jeder bescheid weis ^^

    liebe grüße

  54. Garantie/Gewährleistung fängt nach einem Umtausch nicht neu an. Es zählt der Zeitraum ab Kaufdatum

  55. Hallo,

    Danke erstmal für den Artikel. Aber @all: Das Ding heisst AGB, ohne ein s. AGB ist schon die Mehrzahl…

    Zu beachten ist auch der Fall, dass Händler die Weitergabe der Gewährleistung einschränken können. Das ist dann relevant, wenn Person A bei Händler X ein Handy kauft. A verkauft es an B direkt. Das Handy von B ist nun defekt und wendet sich an X zwecks Gewährleistung mit der Rechnung von A. Das kann der Händler, wenn es in den AGB (ohne s :)) ausgeschlossen hat.

  56. Gefahrenübergang wurde hier vergessen. Das Gesetz geht nämlich auch bei Gefahrenübergang davon aus das die Ware funktioniert hat.

    Im übrigen werden 99% alle Fälle als GARANTIEFALL abgewickelt! Warum? Weil zb ein Handy auf Garantie zu Hersteller XY eingesendet werden muss weil der Händler (Gewährleistungsansprechpartner) es schlicht selber nicht reparieren kann. Unverhältnissmäßigkeit ist auch realtiv schnell gegeben. Kunde kauft Handy, bringt es zurück, Händler hat keins zum tauschen. Muss also erstmal auf seine Kosten ein neues Bestellen dazu kommt noch das er auf dem “gebrauchten Defekten” sitzen bleibt weil ihm das nämlich kein Mensch gutschreibt.

    Es fehlt auch noch etwas entscheidenes im Text bei Garantie. Der Hersteller kann die Garantiebedinungen nach seinen belieben festlegen. Z.b gibt es bei vielen Notebook Herstellern die Klausel das bei einer unberechtigten Reklamation die Überprüfungskosten zu zahlen sind. Oder ein Druckerhersteller verlangt generell die Einsendung auf eigene Kosten.

    Das problem ist das bei 99% der Hobbyjuristen eine andere Meinung herrscht. In hab in meinen Jahren im Einzelhandel noch nie jemanden erlebt der Ernsthaft mit irgendwelchen forderungen bzgl. Gewährleistung durchkam. Da eben meistens auf Garantie (beim Hersteller) abgewickelt wird.

    Ich bitte aber auch darum einen Artikel zu schreiben das es kein 14 tägiges Rückgaberecht gibt. Ich hab min. 5 im Monat solche “Besserwisser” vor mir stehen. Danach kommt dann meistens “Kaputt” und ich sag dann “einschicken”. Dann gehts plötzlich doch wieder und sie nehmen es mit.

  57. @Peter: Dann erklär mir doch mal den verantwortungsbereich des Händlers? LOL`?

    Leute ihr kauft eine Notebook beim Händler. Es geht kaputt. Theoretisch Gewährleistung aber praktisch nicht durchführbar. WARUM? Weil der Händler garkeine Gewährleistung geben kann: Er kann es nicht selber reparieren. Der Händler kann es auf Garantie zum Hersteller senden. Der Händler gegenüber des Distributors und Herstellers nämlich selber auch keine Gewährleistungsansprüche.

  58. Schöner Artikel (mit den Verbesserungen)!

    Die Gefahr besteht eben, dass sich Laien das raussuchen, was ihnen am betsen in den Kram passt… da wird schonmal gerne ne ganze Menge durcheinandergebracht.

    Ansonsten muss ich mich leider über manche Kommentare hier wundern. Im juristischen Bereich sollten nur die Leute Kommentare abgeben, die Ahnung haben und über sicheres Wissen verfügen. Ein Laie kann nicht unterscheiden, ob der Kommentar korrekt ist. Daher haltet Euch doch ein kleines bisschen im Zaum ;)

    Beste Grüße
    die Ente

  59. Zitat stephan :

    Also könnte ich meinen Laptop jetzt beim Händler reklamieren, Also kann ich meinen Laptop (1. Mal kein Bild mehr, 2. Mal Tonausgabe defekt, jetzt die Festplatte) bei meinem Händler reklamieren (ist 23 Monate alt, war davon 2 Monate weg in Reparatur). Inwieweit muss ich denn mit finanziellen Abschlägen wegen Benutzung des Gerätes rechnen? Hab damals 650€ bezahlt, aktueller Wert dürften 300€ sein, wenn ich ihn instandgesetzt wieder verkaufe.

    Garnicht weil es vermutlich auf Garantie zum Hersteller eingeschickt wurde.

  60. Also der händler darf eine minderung des neupreises machen ( wie miet gebühr9 es ist im gesetz nicht genau festgelegt aber in der regel beträgt es 2-3% pro Monat wo dir der Händler abluxen kann.

  61. Weder Garantie noch Gewährleistung fangen nach einem Umtausch neu an.
    Jetzt gibt es natürlich den Fall, das ein Gerät ‘ewig’ repariert wird und trotzdem noch defekt ist. Hier muss ich passen und würde mich über Aufklärung freuen.

    Nach 23 Monaten kann man eigentlich nur noch auf den Hersteller oder Kulanz hoffen. Viele Rechte hat man dann nicht mehr.

  62. Falls ihr keinen Kassenzettel mehr zur Ware habt: es gibt noch die Möglichkeit der eidesstattlichen Erklärung! D.h. man geht mit der Freundin/Bruder/Mutter/Vater/Frau/Mann zB. zu Media Markt und sagt man hat das Gerät am XX.XX.2009 zusammen mit dieser Person gekauft (also dass die dabei war beim Kauf). Dann muss man nen Zettel ausfüllen und schon hat sich das Problem “fehlender Bon” erledigt! :mrgreen:
    (hab ich selbst getestet!)

  63. Super Artikel. Ich denke, ich kann jetzt Gewährleistung und Garantie unterscheiden. Nach einer so ausführlichen Erklärung muss ich es einfach wissen.
    Dankeschön, dass du dir die Mühe gemacht hast!

  64. Zitat spacebee :

    Weder Garantie noch Gewährleistung fangen nach einem Umtausch neu an.

    Wie war das gleich mit dem Zurückhalten :D

    § 212 I Ziff. 1 letzte Variante BGB sieht das etwas anders.

    Eine vollumfängliche und laientaugliche Darstellung sämtlicher relevanter Punkte des Kaufrechts würde selbst einen Juristen mehrere Tage beschäftigen.

    Man sollte den Artikel als allgemeinen und groben Überblick verstehen. Im konkreten Einzelfall kann dieser individuelle Rechtsberatung nicht ersetzen. Dafür gibt es einfach zuviele Besonderheiten.

    Was mir als Jurist z.B. noch fehlt: Es wird überhaupt nicht darauf eingegangen, dass ein Rücktritt vom Kaufvertrag überhaupt nur dann in Betracht kommt, wenn ein [b]erheblicher[/b] Mangel vorliegt.

    Von anderen Punkten, wie etwa Entbehrlichkeit der Fristsetzung zur Nacherfüllung beim Verbrauchsgüterkauf bei richtlinienkonformer Auslegung, oder davon, dass das Produkt nicht dreimal kaputtzugehen braucht (sondern bereits ein Fehler, der zweimal nicht erfolgreich behoben werden kann für § 440 S.2 BGB ausreichend ist) oder von der (in der Rechtsprechung) nicht vorhandenen “Wunderwirkung” der Vermutung des § 476 BGB mal ganz abgesehen…

  65. “Garantie:

    heißt, dass der Hersteller ziemlich überzeugt ist von seinem Produkt und verspricht, dass das Produkt mindestens X Jahre ohne Probleme funktioniert.”
    Das stimmt nicht für jede Garantie sondern nur für die Haltbarkeitsgarantie. (In § 443 BGB werden zwei unterschiedliche Arten der Garantie geregelt.)

    “Umfang der Garantie.”
    Das stimmt nicht ganz. Teilweise ergibt sich der Umfang aus dem Gesetz, vgl. § 443 BGB

    “Gesetzlich vorgeschrieben ist hier allerdings gar nichts – alles rein freiwillig vom Hersteller festgelegt.”
    Das stimmt nicht. § 443 BGB regelt mehr (als gar nichts).

    “Gewährleistung:

    In Deutschland gesetzlich vorgeschrieben: 24 Monate bei Neuware.”
    Das stimmt so pauschal nicht, vgl. § 438 BGB (beinhaltet unterschiedliche Fristen). Außerdem sind die 24 Monate nur beim Verbrauchsgüterkauf das Minimum, vgl. § 475 BGB.

    “Im Unterschied zur Garantie”
    Das widerspricht dem oben gesagten, dass der Hersteller die Dauer der Garantie selbst bestimmt. Garantie kann auch eine kürzer sein als die Verjährung der Gewährleistungsansprüche.

    “Das liegt im Ermessen des Händlers oder des Herstellers.”
    Das stimmt nicht. Ist aber bloß eine kleine Ungenauigkeit. Es liegt nicht im Ermessen des Händlers sonder hängt von der Unverhältnismäßigkeit ab, vgl. 439 Abs. 3.
    Zwei Sätze später: “Als Kunde darf man allerdings solange keine Unverhältnismässigkeit vorliegt (defekter Schaltknüppel im Auto) zwischen Austausch und Reperatur wählen.” steht es ja auch richtig.

    Die Sachen die ich korrigiert habe sind ja bloß Kleinigkeiten. Insgesamt ist der Artikel wirklich sehr gut und wird bestimmt vielen helfen…

  66. Vielleicht solltest du noch aufnehmen, dass es vom Verkäufer nicht rechtens ist, einen Wertersatz für die Nutzung der ursprünglichen Ware zu verlangen.
    Vgl.
    http://www.kostenlose-urteile.de/newsview7053.htm
    http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&pm_nummer=0217/08

  67. Die Frage ob die Gewährleistung wieder “neu beginnt” wird man ja oft gefragt. Entscheidend nach § 212 BGB ist ob der Verkäufer das Recht des Käufers anerkennt. In den seltensten Fällen wird der Verkäufer dem Käufer ausdrücklich erklären den Anspruch anzuerkennen. Ob eine Reparatur als Anerkennung zu sehen ist, ist durch Auslegung zu ermitteln. Vielfach wird eine Annahme als eine solche Anerkennung angesehen. Deswegen sind die Händler dazu übergegangen den Kunden unterschreiben zu lassen, dass die Reparatur nur aus Kulanz erfolgte…

  68. @Jassson:

    Deswegen letzte Variante, Anerkenntnis in “anderer Weise”.

    Anerkenntnis i.S.d. § 212 ist das rein tatsächliche Verhalten des Schu ggü. dem Gläub, einer rglichen WE bedarf es nicht. (Palandt/Heinrichs, § 212, Rn.2)

    Das Anerkenntnis kann auch in einem schlüssigen Verhalten liegen, ausnw sogar in einem bloßen Stillschw. (Palandt/Heinrichs, § 212, Rn.3)

    Als Einzelbeispiel aufgeführt: Ersatzlieferung (§ 439) für eine als mangelh beanstandete Sache. (Palandt/Heinrichs, § 212, Rn.4)

    @Marzel:

    Dies betrifft nur den Fall der Nachlieferung einer mangelfreien Sache. Nicht dass hinterher wieder Leute kommen, die nach erfolgtem Rücktritt keinen Wertersatz für gezogenen Nutzungen zahlen wollen…

  69. Zitat ToKo :

    Denn vorher hat der Käufer die Wahl (§ 437 BGB)zwischen
    1. Nacherfüllung,
    2. Rücktritt bzw. Minderung oder
    3. Schadenerstz bzw. Ersatz von vergeblichen Aufwendungen zu verlangen.

    ALLERDINGS: Der Verkäufer kann sich zunächst in seinen AGB das Recht auf Nachbesserung vorbehalten (das ist der übliche Fall).

    Naja ne. Die Darstellung so wie sie im Moment im Artikel ist, ist schon OK. Schon aus der Gesetzessystematik ergibt sich ja, dass man nicht einfach da hingehen kann und zurücktreten oder Schadensersatz verlangen kann. Denn Der Nacherfüllungsanspruch ist der einzige Anspruch den man geltend machen kann ohne vorher eine erfolglose Nachfrist zur Erfüllung gesetzt zu haben. Daher ist es in dem Artikel praktisch gesehen schon richtig dargestellt, dass man ZUERST Nacherfüllung verlangen kann. Und erst DANACH (wenn die Frist verstrichen ist!) die anderen Rechte geltend machen kann.

  70. Zitat stephan :

    @Basti:

    Würde mich auch interessieren

    @all

    Hab grade ein Problem mit meinem Notebook, dass war schon 2x in Reparatur und jetzt ist die Festplatte im Eimer. Das wäre die 3. Reparatur, kann ich daher vom Vertrag zurücktreten? Einmal blieb das Bild weg, beim zweiten Mal war der Soundausgang defekt.

    Nein in diesem Falle kannst du generell nicht zurücktreten, da es sich um verschiedene Defekte handelt. Diese Regelung gilt nur wenn es genau das gleiche Bauteil oder den identischen Defekt betrifft. Dies gilt immer zu beachten. Leider ist dies bei dir nicht der Fall. Es schadet allerdings nicht, wenn du trotzdem mal mit deinem Händler über ein Ersatzgerät sprichst, was natürlich voraussetzt das du das Gerät nicht gerade für 400 euro bei Zimmermann oder im Baumarkt gekauft hast.

  71. @ Horst

    Ich hatte dir ja nicht widersprochen, aber an eine Ersatzlieferung hatte ich jetzt gar nicht gedacht, sondern an den Fall einer Reparatur. Spacebee hatte ja was von Reparatur geschrieben. Es wird nicht jede Reparatur als Anerkenntnis im Sinne des § 212 zu sehen sein. Das wollte ich nur sagen. Da stimmst du mir doch zu oder nicht?

  72. @Jassson:

    Wenn der Käufer einen konkreten Mangel rügt, und den Verkäufer auffordert, diesen i.R.d. Nachbesserung zu beseitigen und der Verkäufer diesem Verlangen nachkommt, ohne zu erklären, dass er dies ohne Anerkennung einer Rechtspflicht tue, würde ich ein Anerkenntnis i.S.d. § 212 I BGB ohne Weiteres bejahen.

    Reine Überprüfungshandlungen (z.B: Zerlegen der Kaufsache zur Fehlersuche), Wartungsarbeiten oder eben Kulanzleistungen, sofern diese nicht nur zur Umgehung der RF des § 212 I BGB kulanzweise erfolgen, sollten dagegen kein Anerkenntnis darstellen.

    Bei Nachbesserung wird als Korrektiv aber ohnehin häufig vertreten, der Neubeginn der Verjährung für Mängelrechte erstrecke sich dann nur auf das reparierte Bauteil, nicht auf die gesamte Kaufsache.

  73. schnell und doof: DANKE.

    deckt sich voll mit meinem “bgb für wiwis”wissen. toll gemacht. nebenbei: süß wie sich die beispiele ähneln: bei uns wars der defekte tankdeckel am auto statt des aschenbechers :)

  74. In juristischen lehrbüchern gibts doch immer das gleiche:

    A schenkt B den Ring, den er bei Y mit 14 Jahren vor einer Woche für 400 € bei Juwelier Y gekauft hat.

    Konnte A den Ring wirksam an B verschenken und ist er Eigentümer des Ringes geworden. Ist B Eigentümer des Rings

    Für mich gabs irgendwann nur noch A,B,C OHGen etc.

  75. Eins noch zum Schluss: es ist bei einem Kaufvertrag zwischen Unternehmer und Verbraucher NICHT möglich das Wahlrecht des Käufers ob er Nachbesserung (= Repaeratur) oder Ersatzlieferung (=neue Sache) wählt, durch AGB oder anderweitg einzuschränken oder auszuschließen. Das wurde oben nämlich zu Unrecht behauptet, etwaige AGB wären aber wegen Verstoß gegen Paragraph 475 II unwirksam.

  76. Hallo
    ich hab da mal ne frage die ich mir hier nicht so eindeutig selber beantworten kann.

    Ich habe in einen kleinen laden einen Handyvertrag (2 Verträge) abgeschloßen wo ich dann ein N97 für 1€ mit dazu bekommen hab.
    Nun war es das erste mal in Reperatur, leider hat dies gar nix gebracht (immernoch akku probleme und die software ist ja leider sowieso fürn arsch…).

    Nun denk ich mal das ich verlangen kann das es umgetauscht wird oder? (es ist ja eine massenware), denn nochmal reparieren lassen und nichts ändert sich wäre ja auch sinnlos.
    Weil es soll ja einige Modelle geben die keine Probleme haben.

    falls der Händler da nicht mitmacht, kann ich dann nach der 2. Reperatur den Kaufvertrag zurück wickeln lassen? (Also zurücktretten?)

    Weil der Händler hat mir gesagt das es bei Handy Verträgen nicht geht wenn man die im Laden gemacht hat.

    (http://cgi.ebay.de/Handy-Nokia-N97-Fix-19-90-mtl-1440-Frei-Min-SMS_W0QQitemZ370241260613QQcmdZViewItemQQptZHandyvertr%C3%A4ge?hash=item5634194c45&_trksid=p4634.c0.m14.l1262)

    das ist das angebot aber wie gesagt direkt im laden gemacht!

    Denn immer wieder Reparieren find ich sinnlos!
    Und am liebsten würde ich den Vertrag halt loswerden weil das Handy echt so viele macken hat… (Leider :( )

  77. “Der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung ist, dass Im Falle der Gewährleistung der KÄUFER beweisen muss, dass das Gerät bereits von Anfang an Fehlerhaft ist. Bei einer Garantie hat der VERKÄUFER zu beweisen, dass der Fehler nachträglich entstanden ist etwas durch Beschädigung. Der faktische Unterschied betrifft also die Beweislast für das Vorliegen eines Fehlers zum Zeitpunkt des Kaufes.”

    Das ist so pauschal falsch.

    Richtig ist, wie es der Admin in seinem Artikel zu stehen hat.

  78. Wichtig ist in jedem Fall:
    Die Gewährleistung verfällt wenn man die Herstellergarantie benutzt und
    _nicht_ über den Händler eine Reparatur oder Austausch durchführt!!
    Um die Gewährleistung also zu wahren immer zum Händler – auch wenn man auf Garantiefall gehen will.
    Quasi alle Händler reichen die Herstellergarantie durch – Betonung auf quasi…

    BR

  79. Zitat Horst :

    würde ich ein Anerkenntnis i.S.d. § 212 I BGB ohne Weiteres bejahen.

    @ Horst

    Ich hatte ja schon gesagt, dass die Händler sich nun sehr oft unterzeichnen lassen, dass die Reparatur aus Kulanz erfolgt. Wenn der Kunde nun zB nach einem Jahr zum Händler geht und sein Gerät abgibt und der Händler sich unterzeichnen lässt, dass die Reparatur aus Kulanz erfolgt ist dies meiner Einschätzung nach kein Anerkenntnis im Sinne des § 212. Der Händler erklärt dem Kunden ja in diesem Fall ganz deutlich die Gewährleistungsrechte eben nicht anzuerkennen, sondern nur aus Kulanz tätig zu werden. Schließlich kann es ja auch sein, dass der Händler die Ware aus anderen Gründen repariert, zB weil er den Kunden nicht verlieren möchte.

  80. Zitat Hat0R :

    Falls ihr keinen Kassenzettel mehr zur Ware habt: es gibt noch die Möglichkeit der eidesstattlichen Erklärung! D.h. man geht mit der Freundin/Bruder/Mutter/Vater/Frau/Mann zB. zu Media Markt und sagt man hat das Gerät am XX.XX.2009 zusammen mit dieser Person gekauft (also dass die dabei war beim Kauf). Dann muss man nen Zettel ausfüllen und schon hat sich das Problem “fehlender Bon” erledigt! :mrgreen:
    (hab ich selbst getestet!)

    Der Händler behält immer eine Kopie des Kassenbeleges (in seiner Kasse oder bei DIN A4 meisst abgeheftet). Die muß er vorhalten. Es ist allerdings eine Menge Aufwand, den passenden Vorgang herauszusuchen. Man bekommt oft mit guten Zureden eine Kopie des Beleges / der Rechnung mit dem Vermerk Kopie.

  81. In Deutschland ist übrigens (abgeleitet aus § 202 Abs. 2 BGB) das gewähren einer “lebenslangen Garantie” nicht zulässig. Vor einiger Zeit sind in D einige Webshop-Betreiber deswegen abgemahnt worden.
    Aus eigener Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass Hersteller, die lebenslange Garantie in anderen Ländern gewähren bei Reparaturen sehr kulant sind. Hab ich selber bei Le Creuset und Zippo erlebt.

  82. Zitat Krueck83 :

    Ich finds immer geil wie viele Märkte mit dem Begriffen “garantie” und Gewährleistung spielen. In jeder Werbung bei MM oder Saturn wird immer von Garantie gesprochen, auch wenn oft nur eine Gewährleistung vorliegt. Danke für den Aufklärenden Beitrag – hatte ich auch mal in der Berufsschule ^^.

    Dazu muss man aber sagen, dass Saturn immer sehr kulant ist und jedem Käufer immer ohne Probleme ein 14-tägiges Rückgaberecht einräumt (wozu sie nicht verpflichtet sind).

    Ähnlich ging mir das neulich bei der Gewährleistung.
    Ich habe am 12.08.09 wegen einem defekten Toaster (Kaufdatum 13.08.07 ;-)) bei Saturn reklamiert und ich bekam problemlos den Kaufpreis erstattet und konnte einen neuen Mitnehmen.

    Dabei haben die nur nachgeschaut ob überhaupt ein Toaster drin ist, aber es nichtmal einer gefragt was überhaupt kaputt ist.

  83. “Das liegt im Ermessen des Händlers oder des Herstellers.”
    Das stimmt nicht. Ist aber bloß eine kleine Ungenauigkeit. Es liegt nicht im Ermessen des Händlers sonder hängt von der Unverhältnismäßigkeit ab, vgl. 439 Abs. 3.
    Zwei Sätze später: “Als Kunde darf man allerdings solange keine Unverhältnismässigkeit vorliegt (defekter Schaltknüppel im Auto) zwischen Austausch und Reperatur wählen.” steht es ja auch richtig.

    Der Wortlaut des Gesetzes ist sogar entgegengesetzt zur Überschrift. Der Regelfall ist: “Der Käufer kann als Nacherfüllung nach seiner Wahl die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache verlangen.” (439 I)

  84. @Jassson:

    Klar, wenn der Käufer so blöd ist und sich auf derartige Methoden einlässt, dann sieht es in Sachen Anerkenntnis schlecht aus.

    Sollte der Verkäufer aber systematisch derartig vorgehen, würde das bestimmt Mitbewerber oder Verbraucherverbände interessieren.

  85. BON für GARANTIE nicht zwingend nötig!!!

    sofern der Hersteller Garantie gewährt, kann man Leistungen auch ohne Kassenbeleg innerhalb des Garantiezeitraums in Anspruch nehmen. Über die Seriennummer am Gerät lässt sich heutzutage genau erfassen, wann das Gerät hergestellt, an den Handel ausgeliefert, and den Kunden verkauft wurde. Die komplette Liefer/Produktionskette!

    Sofern ein Gerät anhand dieser Daten also insgesamt nachweislich jünger ist als die vorgegeben Garantiespanne ist (kann man über den Kundenservice unter Angabe der Gerätenummer erfahren), greift die Garantie auch ohne Kaufbeleg. HP, Nintendo, Freecom. Bei denen habe ich das schon gemacht, da ich immer meine Bons verschlampe, es sollte bei anderen Herstellern auch gehen. Microsoft ist da eine Ausnahme, aber sonst sollte man es immer probieren, über die Hotline des Herstellers noch was zu regeln.

  86. Zitat Hmmmmmmmmm :

    an wen wende ich mich denn am besten zuerst? händler oder hersteller,, wenn der hersteller eine 2 jahres garantie abgegeben hat?

    amazon z.b. verweist mich von anfang an an den hersteller. warum darf ich mich nicht an amazon selbst wenden?

    Bei Mindfactory bekommt man, wenn man sich direkt an den Hersteller wendet, eine Gutschrift in Höhe von 10 Euro. Man kann sich aber auch an Mindfactory wenden, die dann die Angelegenheit an den Hersteller weiterleiten (dann natürlich ohne 10 Euro Gutschrift). Sowas könnte Amazon doch auch mal einführen.

  87. Naja, ganz ehrlich, ich hatte noch bei keinem einzigen Versandhändler Probleme mit dem Einsenden defekter Hardware.
    Egal ob ein Defekt nach 2 Tagen oder nach 1,5 Jahren auftrat. Viele legen sogar Retoure-Aufkleber bei (Mindfactory, K&M/Bestseller, Atelco/HW-Versand), andere geben welche auf Anfrage als PDF zum Drucken Raus (z.B. Redcoon, nicht nur bei defekt, sondern auch in den 14 Tagen Rückgaberecht), Amazon z.B. erstattet sie grundsätzlich auch, wenn man beim Online Formular das Richtige auswählt (z.B. nicht “gefällt mir nicht” sondern “Artikel ist für den gedachten Einsatz ungeeignet” oder so ähnlich)

    Ich finde den Service der Versandhändler zumindest im Allgemeinen einwandfrei, man muss nur überlegen was man schreibt und vor allem WIE man es schreibt, dann bleibt auch die Gegenseite freundlich und regelt es meistens zu eurem Vorteil.

  88. Zitat dischdl :

    Sowas könnte Amazon doch auch mal einführen.

    Amazon zwingt die Kunden nicht sich an den Hersteller zu wenden, sie raten es nur weil es schneller geht als wenn man den Artikel erst zu Amazon schickt und die den dann weiter schicken.
    Man kann die Sachen aber auch ohne Probleme an Amazon zurück schicken (hab es selbst vor knapp 2 Monaten gemacht). Das würde ich sogar bevorzugen da Amazon dann oft nicht reparieren lässt sondern einfach den Kaufpreis erstattet.

  89. Zitat mick :

    BON für GARANTIE nicht zwingend nötig!!!

    sofern der Hersteller Garantie gewährt, kann man Leistungen auch ohne Kassenbeleg innerhalb des Garantiezeitraums in Anspruch nehmen. Über die Seriennummer am Gerät lässt sich heutzutage genau erfassen, wann das Gerät hergestellt, an den Handel ausgeliefert, and den Kunden verkauft wurde. Die komplette Liefer/Produktionskette!

    Sofern ein Gerät anhand dieser Daten also insgesamt nachweislich jünger ist als die vorgegeben Garantiespanne ist (kann man über den Kundenservice unter Angabe der Gerätenummer erfahren), greift die Garantie auch ohne Kaufbeleg. HP, Nintendo, Freecom. Bei denen habe ich das schon gemacht, da ich immer meine Bons verschlampe, es sollte bei anderen Herstellern auch gehen. Microsoft ist da eine Ausnahme, aber sonst sollte man es immer probieren, über die Hotline des Herstellers noch was zu regeln.

    Machen die meisten Hersteller aber auch nicht mehr so ohne weiteres da damit viel unfug getrieben wurde. Das problem ist auch das ein Gerät ja schon länger Hergstellt sein kann und dann erst ein halbes Jahr später im Handel auftaucht. Meistens ziehen die Hersteller (ohne Bon)dann den Herstellungstag als “Verkaufstag”.

  90. @mick:

    Es ist eher umgekehrt:

    Häufig findet sich in den Garantiebedingung (welche im Wesentlichen nach Gusto des Versprechenden gestaltet werden können) das Erfordernis des Kaufnachweises in der Form einer Endkundenrechnung.

    Kann der Käufer diesen Nachweis mangels Rechnung nicht beibringen, hat er i.d.R. keinen Anspruch auf Garantieleistungen.

    Bei der gesetzlichen Mängelhaftung dagegen ist es ohne Belang, ob der Kassenzettel noch vorhanden ist oder nicht, solange der Kauf(zeitpunkt)anders nachgewiesen werden kann (etwa Zeugen oder Preisschild auf der Verpackung).

  91. Schöner Artikel! Leider nicht ganz vollständig und dadurch in einem Punkt folglich falsch. Eine Garantie wird nicht zwangsläufig nur durch den Hersteller eines Produktes vergeben. Es gibt auch Händler, die unabhängig von der Herstellergarantie dem Kunden eine eigene Garantie anbieten. Entweder ist dies einfach im Preis enthalten, oder man kann eine Garantieversicherung erwerben.

    Bei Atelco bekommt man beispielweise auf jeden Komplett-PC satte fünf Jahre Garantie. Blöd wäre nur, wenn der Händler dann Pleite ginge.

  92. Um das Niveau noch etwas zu heben, könntest du noch den Fachbegriff “Beweislastumkehr” (gemäß § 476 BGB) erwähnen, also Sachmangelvermutung bereits bei Gefahrübergang in den ersten sechs Monaten.

  93. Der Junge hats nur gut gemeint, hört mal auf so mit Fachchinesisch um euch zu ballern :D
    statt den jeweiligen Hinweisen, fände ich ne konstruktive Kritik mit direktem Änderungsvorschlag (wie von Wiki bekannt) mal praktisch.
    Denn mitunter find ichs als Leser schon was schwer, die einzelnen Anmerkungen den Passagen zuzuordnen, ich will nich wissen, was der Autor darüber denkt ;)

  94. @Nicao:

    Das ist eben das Problem mit der Juristerei: Soll es für Laien verständlich sein, ist es juristisch unvollständig, ist es juristisch vollständig, ist es für den Rechtslaien unverständlich :D

  95. Das beste hatte ich noch bei Norsk.it

    Hatte mir nen pc in einzelteilen bestellt und zusammengebaut. (alles korrekt gemacht)
    Dann hauts mir nach ca 30 min betrieb ohne ersichtlichen grund den arbeitsspeicher durch… (sogar schwarze goldkontakte).

    Hatte daraufhin den ram eingeschickt mit der bitte Geld zurück(war ca 5 Tage nach Kauf)
    mainboard ging noch, zumindest 2 der 4 ramslots, und ich wollte nicht alles zerlegen um das auch noch einzuschicken… sollte sich der händler ja eigentlich drüber freuen dass er nicht gleich beides bekommt).

    Hier hätte ich ja gedacht dass der Händler gezwungen wäre mir wegen 14 Tage rückgaberecht das Geld zu erstetten…
    Aber die haben sich geweigert! Haben mir 1 Euro als schadensersatz im kundenkonto gutgeschrieben(natürlich ohne nachricht an mich).
    Nach etwa 4 Monaten warten, 5 email-aufforderungen und 4 Telefonaten mit der Hotline deren mitarbeiter mir nur sagten ich hätte keinge garantie sondern nur gewärleistung und ich hätte den schaden verursacht, hab ich dann irgendwann das Geld bekommen.

    Kann den shop nur empfehlen…

  96. Hallo,
    weiß jemand wie es mit Gewährleistung bei “Verschleißartikel” aussieht? z.B Schuhe, Reifen, Glühbirnen etc. Solche Artikel halten normalerweise keine zwei Jahre. Trotzdem sollte sie nicht nach ein paar Wochen oder sogar Tagen kaputt gehen.
    Ich hatte so was bei Energiesparlampen. Es steht auf der Verpackung 20000 Stunden, und geht nach drei Wochen kaputt. Der Händler meint auf solche Artikel gibt es keine Gewährleistung.
    Hat er Recht?

  97. @Rafael:

    Hast du dir den Artikel eigentlich mal durchgelesen?
    Anscheinend nicht.

    Damit Ansprüche aus dem gesetzlichen Gewährleistungsrecht bestehen, muss die gekaufte Sache schon bei Übergabe mangelhaft gewesen sein. Geht sie nur einen Tag später kaputt, und war dieser Mangel bei Übergabe noch nicht vorhanden bzw. angelegt, bestehen keine Ansprüche.

    Die “zwei Jahre” sind lediglich die Verjährungsfrist für die Durchsetzung der Ansprüche infolge solcher anfänglicher Mängel. Das heißt noch lange nicht, dass die gekaufte Sache auch zwei Jahre halten muss.

    Was du umschreibst, ist nur von einer Haltbarkeitsgarantie umfasst, die manche Hersteller auf ihre Pordukte versprechen.

    Und: Natürlich fallen auch Verschleißartikel unter die gesetzliche Gewährleistung.

    Als Besonderheit ist aber zu beachten, dass man auch ohne gesonderte Vereinbarung beim Kauf gebrauchter Verschleißteile / von Sachen, die Verschleißteile beeinhalten von einem gewissen Verschleißgrad auszugehen hat.

    Bsp.: Kaufst du dir ein gebrauchtes Auto mit 60.000km, liegt nicht deswegen ein Mangel vor, weil Bremsbeläge, Bremsscheiben oder die Reifen nicht mehr die Stärke wie bei einem Neuteil haben, auch wenn dies nicht explizit vom Verkäufer erwähnt wird.

  98. “WO ist der Unterschied”?!
    Sagt man nicht “WAS ist der Unterschied”???

  99. @Horst:

    Danke für die Aufklärung. Natürlich habe ich den Artikel gelesen.

    Platzt mir aber der Reifen ein Tag nach dem Kauf kann ich davon ausgehen dass der Reifen beim Kauf bereits nicht in Ordnung war. Und wenn die nähte in meinem Schuh platzen sind sie beim Kaufen auch nicht richtig vernäht worden. Deswegen finde ich die Frage schon berechtigt weil eigentlich bereits beim Kauf ein Mangel bestand. Außerdem muss innerhalb der ersten 6 Monate doch der Verkäufer beweisen dass die Mängel nicht bereits beim Kauf da waren.

    Es kann doch nicht sein dass man Bremsen ohne Gewährleistung kauft. Die müssen doch auch funktionieren.

    Hat vielleicht noch jemand eine Idee wie es rechtlich in so einem Fall aussieht?

  100. Ok, nochmal:

    Auch für Verschleißteile haftet der Verkäufer im Rahmen der Gewährleistung (sofern bei Möglichkeit des Ausschlusses nicht wirksam ausgeschlossen).

    Am Beispiel Bremsbeläge: Sind diese aufgrund eine Herstellungsfehlers unzureichend mit der Trägerplatte verklebt, und lösen diese sich binnen 2 Jahren ab Übergabe von der Trägerplatte (so dass die Beläge und u.U. weitere Güter des Käufers beschädigt werden) ist der Verkäufer in der Haftung.

    Sind die Beläge bei Übergabe aber mangelfrei, und der Verkäufer will nach 2 Jahren neue Beläge, weil dies beisherigen total abgenutzt sind, ist das gerade kein Fall der Gewährleistung.

    Anders sähe es aus falls der Verkäufer eine HALTBARKEITSGarantie von 2 Jahren für die Beläge versprochen hat.

    Mit der “Beweislastumkehr” binnen der ersten sechs Monate ist das so eine Sache. Die ist – nach der Kastration durch die Rechtsprechung – für den Käufer höchstens noch ein Hilfsmittel, aber kein Allheilmittel.

    Bei Verschleißteilen wird diese Vermutungswirkung zusätzlich dadurch eingeschänkt, weil sie ggf. mit der “Art der Sache” nicht vereinbar ist.

  101. @Horst:

    das ist klar dass kein Mangel vorliegt wenn die Ware gemäß ihre Bestimmung verschleißt. Ich kann keine Schuhe abgeben weil die Solle zerkratzt ist oder wenn bei einem Reifen das Profil verschwindet. Aber andere Mängel die nicht mit dem Verschleiß zusammen hängen sind in der Gewährleistung abgedeckt.

    Insofern: d’accord

  102. Sag was dazu

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