Samstag, 30. Januar, 2010
Beeblerox hat heute sein Gerät bekommen. Die Tastatur und Maus sind also doch schnurlos, die Festplatte ist 250GB groß, ABER es ist kein Windows 7 dabei, sondern Linpus Linux. Ihr könnt natürlich problemlos von euerm Widerrufsrecht Gebrauch machen und die Kiste zurückgehen lassen. Die Vergleichpreise für den Revo 3610 haben übrigens ordentlich angezogen (297€ mit 160GB, aber dafür Win7).
Ursprünglicher Artikel vom 30.01.2010: Zusammen mit dem Western Digital WDTV Live ist der Acer Revo eigentlich mein absolutes Lieblingsgadget des Jahres 2009 gewesen und jetzt gibt es endlich mal wieder ein Schnäppchen für den Acer Revo.
Der R3610 hat im Gegensatz zu seinem Vorgänger R3600 einen Atom 330 (2×1,6GHz), Windows 7 Home Premium (64bit), einen optischen Ausgang und jetzt auch eine 250GB Festplatte verbaut (vielleicht ist das aber auch nur ein Fehler bei Amazon und es ist die 160GB Festplatte). Der winzige Mini-Nettop kommt außerdem noch mit 2GB RAM (gibt unterschiedliche Aussagen, ob es 2 x 1GB oder 1 x 2GB sind) und einer kleinen Maus und Tastatur (beide schnurlos – laut Kommentaren wohl kabelgebunden) daher.

Das Gehäuse ist mit einem Volumen von 1 Liter wirklich winzig und kann durch die VESA-Lochung auch direkt an jedem Monitor, der für eine VESA-Wandhalterung gedacht ist, angebracht werden. Meiner Meinung nach ist es der ideale Wohnzimmer- oder aber auch Eltern-PC.
Als Eltern-PC:
Ich nenn es einfach mal frech Eltern-PC, aber gemeint sind Anwendungen wie Internet-Surfen, Office und vielleicht mal das ein- oder andere ältere Spiel (bei Youtube gibt es zahlreiche Videos, falls ihr ein bestimmtes Spiel sucht Acer Revo + Spiel). Dieser PC sollte möglichst schick, klein und stromsparend sein. All dies kann und ist der Acer Revo 3610. Dank Flash 10.1 soll inzwischen sogar Youtube-HD flüssig laufen.
Als Wohnzimmer-PC:
Das deutlich spannendere Einsatzgebiet ist allerdings den Revo als Wohnzimmer-PC zu nutzen. Denn nicht nur im Office-Alltag macht er eine gute Figur. Dank der verbauten Geforce 9400 können auch 1080p .mkv Dateien flüssig abgespielt werden. Voraussetzung hierfür ist allerdings CUDA-Unterstützung, also nutzt man entweder Linux + XBMC (dann kann man auch direkt noch Profit aus der Windows 7 Lizenz schlagen), den Windows Media Player Classic Home Cinema Edition oder aber man investiert 7 Taler in den CoreAVC Codec (alternativ kann man es vorher auch mti den kostenlos ffdshow tryouts probieren) und kann es in jeder Anwendung genießen. Besonderes Schmankerl ist sicherlich auch, dass er neben dem optischen Ausgang halt HD-Audio über HDMI unterstützt.
Wer nicht weiß was XBMC ist darf sich mal folgendes Video zu Gemüte führen. Wenn man viel Zeit und Energie hat, kann es dann nämlich so aussehen:

Die Daten zieht man sich wohl bevorzugt aus dem Netzwerk.
Der ärgste Konkurrent ist sicherlich der ASRock ION 330, wobei sich die Geräte in einigen Punkten doch unterscheiden. Der ASRock ION ist deutlich größer (dafür passt halt auch ein optisches Laufwerk (z.B. Blu-Ray) rein), laut Erfahrungsberichten auch lauter und kommt ohne Windows, Maus und Tastatur.
Kann man auf die PC Funktionalität verzichten und möchte wirklich nur Videodateien (auch 1080p .mkvs) gucken und kommt auch mit einem etwas magereren Musikplayer klar, bleibt aber die WDTV Live die günstigere und nicht unbedingt schlechtere Alternative.
Einen recht ausführlichen Testbericht gibt es bei Paul J Roberts, wobei er leider eher auf Boxee, welches für den US Markt deutlich interessanter ist, anstelle von XBMC konzentriert. Sonst gibt es noch endlos Diskussionen im XBMC Forum. Bei Amazon bekommt die kleine Kiste im Schnitt 4,5 Sterne.

Technische Daten (Herstellerhomepage):
6x USB 2.0 / Multi-in-One Cardreader / 1x Mikrofon, 1x Kopfhörer / 1x 1000MBit Ethernet /1 x D-Sub VGA / 1x HDMI / 1x eSATA / 1x Optical S/PDIF / 1 x Mini PCI-E Slot / WLAN (kein Draft-N) / Intel Atom N330, 2GB RAM, Windows 7 Home Premium, Tastatur + Maus, kleine USB-Minilautsprecher (sind u.U. auch noch dabei)