Krueck hatte den Deal ja schon vor einer Weile gemeldet, aber “eigentlich” waren nur 8 Geräte da, aber da der Bestand schon ewig hält, kann die Anzeige bei Amazon nicht stimmen:
Danke Krueck83 und TimTom2000.
Das Nexus ist ja inzwischen in die Hände des admins von hotukdeals gewandert und er beschwert sich doch recht regelmässig über die Kamera. Ist die Kamera also sehr wichtig, wäre das S2 wahrscheinlich die bessere Wahl.
Ursprüngliches UPDATE vom 24.12.2011:
Und heute hat LordofSith darauf hingewiesen, dass Amazon gerade eine ganze Ladung als Warehousedeals im Angebot hat:
Bei Amazon habt ihr volles Widerrufsrecht und meistens ist die Ware absolut neuwertig (Amazon übertreibt bei den Beschreibungen). Falls es doch nicht euern Ansprüchen entspricht, lasst ihr es einfach wieder zurückgehen. Ich denke eine gute Möglichkeit für alle, die die Deals der letzten Tagen verpasst haben (Sparhandy (385€ mit Schubladenvertrag), ThePhoneHouse (450€ Neuware, aber praktisch nirgends erhältlich), Handyshop.de (379€ aber nach wenigen Minuten ausverkauft).
Ursprünglicher Artikel vom 23.12.2011:
Leider ist der Deal für effektive 385€ schon vergriffen, aber die Gelegenheit wird sich ja vielleicht bald mal wieder ergeben.

Samsung Galaxy Nexus – Das beste Android-Telefon?
Es wurde in den Kommentaren zu unserem letzten Editors’ Choice Beitrag zur besten Digicam unter 150€ bereits orakelt, dass man die obige Aussage „Das beste Android-Telefon“ konsequenterweise natürlich nur mit dem aktuellsten androiden Modell dem Samsung Galaxy Nexus beantworten kann. Doch ist der erste Vertreter der Android-Version 4.0 aka Ice Cream Sandwich das „Must Have“ des ausklingenden Jahres? Ist das Gerät die erste Wahl, wenn man sich entscheiden müsste? Top oder Flop? elroq wechselt praktisch im Monatsrythmus seine Handys und sollte somit einen sehr guten Einblick haben.
Die Vorgänger
Geht es um mobile Endgeräte aus dem Hause Google, bin ich vorbelastet. Angefangen mit dem ersten Androiden dem HTC G1 aka HTC Dream (September 2008), einem schwerfälligen Monster mit ausklappbarer Tastatur, über das weiße Touchscreen-Modell HTC Magic aka G2 (April 2009), bis hin zu den Modellen HTC Nexus One (Januar 2010), Samsung Nexus S (Dezember 2010) und dem vorliegenden Neuling aus dem Hause Samsung, dem Galaxy Nexus. Im Laufe der Jahre ist ein ganzer Fuhrpark der androiden Welt bei mir zusammengekommen. Soviel der Rückblenden, Zeit sich dem aktuellen Primus aus dem Hause Google zu widmen.
Erster Eindruck
Wie fühlt es sich an? Ich erinnere mich, wie ich das Nexus S das erste Mal in der Hand hielt.
Es wirkte auf mich, kein Wunder mein damals aktuelles Gerät war von HTC, extrem leicht.
Ein ungewohntes Gefühl zu einem Zeitpunkt als Apple, HTC und Co. noch mit Pfunden protzten, statt mit Samungscher Leichtigkeit. Mangelndes Gewicht hatte leider beim Nexus S den Effekt, dass es extrem billig rüber kam. Die Rückseite mit seinem schwarzen Plastiklack festigte bei mir diesen Eindruck. Fettflecken, Schlieren. PS3 Besitzer der ersten Generation kennen das Problem müssen dieses allerdings auch nicht mit sich rumtragen. Samsung hat zum Glück dazugelernt und hat das Galaxy Nexus im Stile des Galaxy S2 mit einer rauen Rückseite versehen (das G-Note kommt mit der selben Optik daher). Plastik dominiert zwar immer noch die Szenerie, aber die geriffelte, in Mattdunkelgrau gehaltene Rückseite ist entgegen seinem Vorgänger optisch nett anzuschauen und sichert einen soliden Halt. Unterstützt wird der positive äußere Eindruck durch ein Alugehäuse, mit dem Nexus zwar ein paar Gramm mehr auf die Waage bringt, welches es das Gerät aber auch hochwertiger und robuster erscheinen lässt. Mit 135g liegt es zudem immer noch sehr angenehm in der Hand. Was mich anfangs ein wenig irritiert hat, sind die Maße. Das Nexus wirkt sehr lang gezogen und schmal. Als Galaxy Note Nutzer bin ich derzeit aber auch einfach verwöhnt. Und wer aus den Tiefen eines iPhone oder vergleichbaren Gerätes mit „3, irgendwas“ Zoll kommt, wird mein Empfinden mit aller Wahrscheinlichkeit nicht teilen. Für all jene muss das Gerät geradezu monströs wirken. Keine Angst, man gewöhnt sich schnell an die neuen Ausmaße mit dem speziell der Surfgenuss ein Vergnügen ist. Das Super-Amoled Display des Nexus (Auflösung 1280 x 720 Pixel) ist das erste Smartphone mit einer nativen echten HD-Auflösung von 720p. Schärfe, Kontrast, Farbverhältnis. Top. Kann ich nicht meckern. Lediglich die automatische Helligkeitsfunktion war mir von Werkseite aus ein wenig zu dunkel. Energiesparen hin oder her, manuelles Eingreifen war hier erforderlich.

Die Bedienung
Mein erster Eindruck von Ice Cream Sandwich: Schick, Schick, Schick. Die gesamte Oberfläche wirkt feiner, ästhetischer. Die Bedienungstasten (Back/Home/Tasks) kommen softwarebasiert daher und nicht, wie von den Vorgängerversionen gewohnt, als eingelassene Tasten. Daran muss man sich zuerst einmal gewöhnen, denn nach einer Zeit der Inaktivität verschwinden die Richtungsangaben. Das schafft Verwirrung habe ich mir sagen lassen, mich störte es allerdings nicht. Zudem ist die Backtaste neuerdings links. Nicht unlogisch, aber es bedarf einer gewissen motorischen Umgewöhnungszeit. Als flexibler Mensch komme ich schnell damit klar. Wie gewohnt ist in der Mitte die Hometaste, rechts offenbart sich die neue Tasktaste.
Ein Druck und alle offenen oder zuletzt verwendeten Applikationen werden angezeigt. Ein weiterer Druck auf die jeweilige Anwendung ruft diese auf. Mit einem Wisch nach links oder rechts kann die jeweilige Applikation beendet werden. Spart Energie. Nicht dumm. Auch in puncto Multitasking ergibt die neue Taste Sinn. Der beschleunigte Zugriff auf aktuelle Anwendungen ist im alltäglichen Handling nur zu begrüßen. Apropos Geschwindigkeit. Das Nexus kommt insgesamt recht flott daher. Der 1,2 Ghz Dual-Core Prozessor und der 1 Gb große Arbeitsspeicher leisten gute Dienste. Das Scrollen durch die verschiedenen Startbildschirme und das Aufrufen der Anwendungen geht geschmeidig und ansatzlos von der Hand. Lediglich die Anpassung des Bildschirmes vom Hoch- zum Querformat funktioniert nur mit Verzögerung. Das hat das Nexus mit dem Note gemein, dass ebenfalls sehr träge seine Ausrichtung ändert. Davon einmal abgesehen beweist das Gerät seine Agilität am eindrucksvollsten mithilfe der Kamerafunktion. Auslöser gedrückt und praktisch ohne Verzögerung liegt der Schnappschuss in der Fotoablage. Dass sich das Ergebnis qualitativ leider nicht mit den Bildern eines S2 oder iPhone 4 messen kann, finde ich allerdings bedauerlich. Die verwendeten 5 Megapixel, statt der mittlerweile üblichen 8mp, sind hier einfach zu wenig. Da hätte Samsung mehr machen können, sogar müssen. Auf mich wirken die Bilder immer latent unscharf (siehe Fotovergleich – Galaxy Nexus, Galaxy S2, Galaxy Note, iPhone 4). Ist das der Preis für den Highspeed Auslöser? Mag sein. An meinen Augen oder einer zitternden Hand am Auslöser kann es nicht gelegen haben. Ich bin bekanntlich die Ruhe selbst und weit entfernt von der Kategorie Tattergreis. Ich finde die mangelhafte Optik der Bilder wirklich schade, denn als fleißiger Google+ Nutzer mit Sofortupload Funktion finde ich gute Bilder zumeist wichtiger, als beispielsweise eine 1080p Full-HD Videofunktion mit 30 Bildern in der Sekunde wie beim Nexus. Mit dem S2 und dem Note war man da deutlich besser positioniert. Warum Samsung hier versagt (zugegeben auch auf hohem Niveau) bleibt deren Geheimnis.
Alles aus einer Hand
Keineswegs gescheitert ist Google bei der Integration der hauseigenen Dienste. Das Google+ Widget (Foto) bietet unter 4.0, neben der bekannten Update-Leiste inklusive Fotofunktion, jetzt eine Anzeige der aktuellsten Streams. Zudem lassen sich alle Widgets individuell in ihrer Größe anpassen. Kurz gedrückt halten und anschließend in die gewünschten Maße ziehen. Finde ich sehr gut. Nicht so gut wiederum ist die Integration bzw. die Synchronisation der Facebook-Kontakte unter Ice Cream. Es ist nun nicht mehr möglich, diese mit den vorhandenen Telefonkontakten, zu synchronisieren. Weder über die App noch über die Kontensynchronisation innerhalb des Systems. Das soll es bereits seit Android 2.3.3 nicht mehr möglich sein, allerdings ist es mir bis dato nicht aufgefallen und auch innerhalb unserer Bürogemeinschaft gibt es dazu verschiedene Erfahrungsberichte. Bei dem einen klappt`s bei dem anderen nicht. Nachforschungen diesbezüglich habe ich mir fürs Erste verkniffen. Lassen wir uns also ein wenig spekulieren. Man könnte beispielsweise annehmen, dass es bei vorliegender Version nicht geht, weil es nicht in die Social-Network-Strategie des Suchmaschinen-Monopolisten passt. Google+ über alles. Andere Quellen besagen, dass Google eine neue API verwendet und der blaue Riese mit weltumspannender Sozialkompetenz sich weigert, diese ebenfalls für die Integration seiner Kontakte zu nutzen. Vorstellbar ist aber auch, dass Facebook keinen Bock hat werberelevante Informationen mit Google zu teilen was – Achtung Datenkrake – bei einer Integration scheinbar der Fall wäre. Wieso auch immer, ich finde den Zustand Sch****! Klar nutze ich Google+. Sieht schick aus und hat eine tolle, sehr stylishe Fotoansicht. Ich nutze aber eben auch das größte soziale Netzwerk der Welt. Das man mich aufgrund erwähnter Umstände, theoretisch nötigt (praktisch bin ich dazu viel zu faul) von jedem meiner Kontakte (mehr Facebook / weniger Google+) Fotos anzufordern, diese über meinen Gmail-Account in die Kontaktliste einzupflegen, um folglich meine Telefonansicht mit den dazugehörigen Gesichtern genießen zu können, finde ich mehr als ärgerlich. Kostenloser Service hin oder her. Da bin ich ein uneinsichtiger Kunde. Gerade weil die Kontaktoberfläche in Ice Cream wirklich sehr gut aussieht (hier hat sich Google vom Windows Mobile Kacheldesign inspirieren lassen). Bleibt zu hoffen, dass dies im Laufe kommender Firmware-Updates gefixt wird. Es wäre zu wünschen. Von beiden Seiten. Danke.
Zurück zu den wichtigen Dingen: Die Sprachqualität der geführten Telefonate ist absolut top. Es ist zwar in einigen Tests von scheppernden Geräuschen zu lesen, dass kann ich aber nicht bestätigen. Sowohl als Sender sowie als Empfänger hat man einen guten Klang. Keine Störgeräusche, kein Scheppern. Vielleicht sollte man das Gerät nicht in der Küche testen. Samsung liefert meiner Meinung nach hier gewohnt gute Arbeit ab. Löblich, immerhin ist das Telefonieren in grauer Vorzeit die wichtigste Funktion eines Handys gewesen. Über SMS, MMS und Email Empfang muss ich mich nicht länger auslassen. Läuft. Auch über Funktionen wie den Musikplayer will ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen. Dafür nutze ich das derzeit zu wenig.
Pro
• erstes Gerät mit Android 4.0 Betriebssystem aka Ice Cream Sandwich
• 4,65“ HD Super Amoled Bildschirm
• stimmige Integration der Google Dienste
• flotte Kamerafunktion mit echter Full-HD-Videofunktion
• insgesamt sehr schnelle Reaktion
Contra
• automatische Helligkeit zu dunkel
• lediglich 5MP Kamera mit leichtem Gelbstich
• kein zusätzlicher Speicherslot
• keine Facebook-Kontakte Synchronisation
Fazit – Das Beste was geht?
Ich bin unschlüssig. Mein „Haben wollen“ – Reflex arbeitet. Langsamer als sonst, aber stetig. Ice Cream Sandwich und die tolle Google+ Integration finde ich aktuell am reizvollsten, denn die Hardware, zudem der noch gar nicht erwähnte fehlende Speicherslot (man muss sich derzeit mit der den 16 Gb internen Speicher begnügen; 32Gb Modelle werden möglicherweise kommen), hauen mich jetzt nicht vom Hocker. Wie man munkelt wird auch mein Galaxy Note das Vergnügen eines 4.0 Updates haben. Stellt sich also nur die Frage, ob ich mich in Geduld üben möchte (Provider lassen sich viel, viel Zeit mit der Verteilung) oder nicht. Im Internet wurde im Verbindung mit dem Nexus von mehreren Seiten berichtet, dass es vermehrt zu Abstürzen kam. Ich persönlich kann nur von einem berichten. Darüber hinaus hatte ich keine Probleme und ich empfand das System in den letzten zwei Wochen auch nicht als übermässig buggy. Neues Betriebsystem = Probleme. Das sollte sich mit den ersten Updates erledigt haben. Besitzern eines Galaxy S2 würde ich den Wechsel nicht empfehlen. Dafür ist die Schnittmenge der beiden Mobiltelefone einfach zu identisch. Einen Zugewinn verspürt man nicht. Ich persönlich habe mich, nach wochenlanger, gespannter Erwartung auch wieder etwas runter gekocht. Ich muss gestehen, dass ich mich, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, mittlerweile so an den Komfort eines großen Note-Bildschirmes gewöhnt habe, dass ich es momentan nicht eintauschen würde. 4,65 Zoll. Lächerlich. Unter 5 mache ich es nicht mehr. Alternativ steht ja bereits im Frühjahr das S3 vor der Tür. Das könnte was werden. Meiner Frau, aktuelle Besitzerin eines Samsung Nexus S, gefällt das Galaxy Nexus übrigens sehr gut. Sie kann es sich es als Weihnachtsgeschenk vorstellen. Na dann fang ich besser mal an mein Sparschwein zu schlachten.
Reviews und weitere Fakten, die elroqs Erfahrungsbericht nicht abdeckt, findet ihr hier:
Für Freunde der kritischen Berichterstattung:
Area Mobile
Wer viel Zeit mitbringt, kann sich den Videotestbericht von Techfokus angucken:

Credits
Nochmal dank an getgoods für die Teststellung des Samsung Galaxy Nexus.
Technische Details:
• AKKU: 1750 mAh
• BETRIEBSSYSTEM: Ice Cream Sandwich (Android 4.0)
• CPU: 1,2-GHz Dual-Core-Prozessor
Display
• 4,65-Zoll HD-Display (1280 x 720) mit Super AMOLED
• Konkaves Display (gewölbtes Glas)
Größe
• 67,94 x 135,5 x 8,94 mm
Gewicht
• 135 g
Daten
• HSPA+/3G/EDGE/GPRS
• WLAN
• BLUETOOTH
Speicher
• Speicher: 16 GB
• Arbeitsspeicher: 1 GB RAM
Kamera
• 5 Megapixel, kontinuierlicher Autofokus
• Frontkamera: 1,3 Megapixel
• LED-Blitz
• Keine Auslöseverzögerung
• Videoaufzeichnung mit 1080p
USB
• Micro-USB
Funktionen
• BENACHRICHTIGUNG: LED mit 3 Farben
• MIKROFONE: 2 Mikrofone
• KEINE TASTEN
• NFC
• BESCHLEUNIGUNGSMESSER
• GYROSKOP
• KOMPASS
• NÄHERUNGS-/LICHTSENSOR
• BAROMETER