Dre und phaeton666 hatten auf HUKD darauf hingewiesen, dass es ab heute die Kalixa Karte sogar komplett kostenlos, gibt, wenn man mindestens 50€ auflädt (Aktion zwischen dem 1. – 14.2.).
Ursprüngliches UPDATE2 vom 02.01.2012:
Da gerade wieder mal eine Emailanfrage bezüglich Prepaid-Karten kam, hier nochmal der Hinweis auf diesen Artikel.
Ursprüngliches UPDATE vom 24.11.2011:
Wer sich immer noch nicht mit einer Kreditkarte von der comdirect/DKB oder der Gebührenfrei anfreunden konnte, sollte sich für die Weihnachtsschnäppchen aus England (wie aktuell das Xbox Angebot) mal überlegen, ob er sich vielleicht nicht wenigstens eine Prepaidkarte gönnt.
Ursprünglicher Artikel vom 09.11.2011:
Die Kreditkarte ist ja mehr oder minder das schweizer Taschenmesser der Schnäppchenjäger, denn kaum ein anderes Zahlungsmittel ist online so weit verbreitet wie die Kreditkarte und im Gegensatz zu der sonst so beliebten – merkwürdigerweise – Vorkasse, erfolgt die Zahlung direkt und somit steht einem schnellen Versand nichts im Wege. Wer sich trotzdem noch gegen eine “klassische” Kreditkarte sträubt, sollte sich mal die Prepaidkarten genauer angucken. Anbieter gibt es jede Menge, aber als Schnäppchenjäger kommen eigentlich nur 3 Karten ernsthaft in Frage, denn bei allen anderen fallen recht happige monatliche oder jährliche Gebühren an.
Einen klaren Gewinner gibt es eigentlich nicht, wobei die Kalixa Karte wahrscheinlich das aktuell attraktivste Produkte liefert.

Kalixa Card
Sowohl die Kalixa Card, als auch die Neteller Card werden von englischen Banken ausgegeben. In Deutschland wollen die Banken sich offensichtlich noch zu gut bezahlen lassen.
- einmalige Ausstellungsgebühr: 4,95€ (es gibt aber 8€ Cashback bei Bestellung über qipu, wenn min. 10€ eingezahlt werden) – aktuell 0€ bei Einzahlung von min. 50€
- Grundgebühr: 0€
- Einzahlung: kostenlos möglich, dann aber nicht augenblicklich
- Nutzung: kostenlos
- Fremdwährungseinsatz: 0%
- Abhebungen: 1,75€ – 2,25€ bei Abhebungen an Geldautomat (der normale Kreditkarteneinsatz ist natürlich absolut kostenlos)
- Preisliste
Im Gegensatz zu Neteller ist der Bestellprozess etwas bequemer. Es muss eine Perso und Telefonrechnung oder Kontoauszug eingescannt werden. Bei Kalixa auch ganz ohne Schufa-Check. Das Knallerfeature ist aber sicher der kostenlose Fremdwährungseinsatz.
Pro:
- keine Auslandseinsatzgebühren
- einfach zu beantragen
- sehr sicher
- keine Schufaprüfung
- MasterCard Prepaid (keine Ryanair Gebühren (noch))
Contra:
- Ausländische Bank
- keine Einlagensicherung
- ab 18 Jahren
- keine augenblicklichen, kostenlosen Einzahlungsmöglichkeiten
- Nichtnutzungsgebühr von monatlich 0,99€, wenn 6 Monate inaktiv
- Karte ist nur 2 Jahre gültig, sollte man die Karte 3 Monate vor Ablauf nicht mehr genutzt haben, werden nochmal 4,95€ Ausstellungsgebühr fällig
- wird die Karte 12 Monate nicht genutzt, wird euer Account geschlossen
Im Prinzip ist die Kalixa Karte genau das was man sich wünscht. Es gibt allerdings 2 recht große Nachteile. 1. Lohnt es sich die Karte eigentlich immer im Guthaben zu führen, denn möchte man Guthaben draufladen, kann man dies zwar kostenlos per Banküberweisung machen, aber dann muss man sich einige Tage gedulden. Bis dahin ist das Schnäppchen dann meistens schon Geschichte. Möchte man dagegen Sofortüberweisung.de nutzen, wird min. 1€, bzw. 1% vom aufgeladenen Umsatz fällig. Das zerstört für mich ein wenig den Sinn der Karte, allerdings nur ein wenig, denn 1% sind immer noch weniger als die 2,95% Auslandsgebühren von der Neteller Karte. Ist die Karte also nur für Auslandseinkäufe gedacht, fährt man mit der Kalixa Karte trotzdem besser. Für absolute Gelegenheitsnutzer aber nur bedingt interessant, da Kalixa bewußt versucht diese Kunden durch Inaktivitätsgebühren draußen zu halten (diese finden sich ärgerlicherweise nicht in der Preisliste, sondern nur in den AGBs).

Neteller
Ich persönlich nutze neben meiner DKB Kreditkarte noch die Neteller Karte. Ein absolut geniales Feature von Neteller ist, dass es neben der Plastikkarte auch noch eine “virtuelle Version” gibt (leider nicht mehr für Neukunden). Mit dieser virtuellen Karte kann man sich für jede Zahlung eine neue Kredikartennummer generieren. Das freut nicht nur Sicherheitsfanatiker, die nicht gerne ihre Kartennummer rausrücken wollen. Wenn nicht der super umständliche Beantragungsprozess wäre, könnte man die Karte wirklich absolut bedenkenlos empfehlen.
- Grundgebühr: 0€ – sowohl die Plastikkarte, als auch die “Onlinekarte” ist kostenlos
- Einzahlung: kostenlos (endlos Möglichkeiten – per Sofortüberweisung.de, EC-Karte, giropay, etc. – Mindestbetrag: ab 15€/22,50)
- Nutzung: kostenlos
- Fremdwährungseinsatz: 2,95% vom Umsatz
- Inaktivitätsgebühr: Wird die Karte 14 Monate nicht genutzt, werden bis zu 30 USD Jahresgebühr fällig (die Karte kann nicht ins Minus rutschen)
- Preisliste
Um die Inaktivitätsgebühr zu umgehen reicht es irgendwas mit der Karte zu machen – zahlen, Geld einzahlen/auszahlen oder den Restbetrag abheben. Wie gesagt kann die Karte nicht ins Minus rutschen, Neteller möchte nur keine inaktiven Accounts verwalten.
Kosten fallen bei folgenden Dingen an:
- Abhebungen: 4€ bei Abhebungen an Geldautomat (der normale Kreditkarteneinsatz ist natürlich absolut kostenlos)
- Einzahlung in Fremdwährung: Erstellt man das Konto z.B. um hautpsächlich in England einzukaufen, könnte es Sinn machen die Karte in Pfund zu erstellen. Die Gebühr pro Ladung beträgt dann 2,5% vom Umsatz. Ob die 0,45% Unterschied sich lohnen, muss jeder selber entscheiden.
- Verlust oder Einstellung: Verliert man die Kreditkarte und braucht eine neue oder möchte man das Konto schließen, zahlt man 15€ (hier möchte man wohl den Umweg bei Verlust über Schließung und Neueröffnung verhindern)
- Nachforschungsauftrag oder Unterlagenauskunft: Auch hierfür werden 15€ fällig
Pro:
- komplett kostenlos
- inkl. geprägter Plastikkarte (wird somit nicht als Prepaidkarte erkannt und wird auch bei SIXT und Co. akzeptiert)
- kann komplett online erstellt werden
- keine Schufaprüfung – die Schufa wird nur zur Verifikation von Name, Adresse und Geburtstag angefragt
- sehr sicher
- MasterCard Prepaid (keine Ryanair Gebühren – (noch))
Contra:
- Ausländische Bank
- keine Einlagensicherung
- komplizierter Anmeldevorgang und unübersichtliche Homepage
- ab 18 Jahren
- rechte hohe Auslandseinsatzgebühren
- Nichtnutzungsgebühr nach 14 Monaten Inaktivität (bis zu 30$ – Konto kann nichts ins Negative fallen)
- unübersichtliche Gebührenstruktur
Weitergehende Informationen
Wer sich registrieren will, braucht einen Scanner oder eine Digitalkamera, denn man muss seinen Personalausweis, einen Bankauszug (mit euer Adresse und Kontonummer) und eine Rechnung, welche beweist, dass ihr dort auch wirklich wohnt (Festnetz, Heizung, Wasser, Strom, etc., etc.), einreichen. Da wird auch keine Ausnahme gemacht und das kann je nach Wohnsituation (WG, Eltern, etc.) zu einer unüberwindbaren Hürde werden.
Über Neteller
Neteller ist ein Onlinebezahlsystem und gerade im Pokerbereich sehr bekannt (sozusagen das Paypal für Pokern). Das Unternehmen existiert seit 1999 und bietet seit 2003 eben auch Kreditkarten an. Inzwischen hat das Unternehmen über 400 Angestellte und einen Umsatz von etwa 140 Mio. USD. Wer etwas mehr über das Unternehmen hinter Neteller wissen will, kann sich ja mal die Firmenhomepage, den Wikipedia Eintrag oder ihren Börsenkurs angucken.

Wirecard
Eine komplett virtuelle Alternative und damit ein wenig außer Konkurrenz läuft die Wirecard. Diese ist bedingungslos kostenlos und es werden nur pro Aufladung 1€ Gebühren fällig.
- Grundgebühr: 0€
- Einzahlung: 1€ pro Aufladung
- Nutzung: kostenlos
- Fremdwährungseinsatz: 1,5% vom Umsatz
- keine sofortigen Auflademöglichkeiten
- macht nur Sinn als virtuelle Karte, da die Plastikkarte nicht gerade günstig ist
Die Wirecard ist für die absoluten Gelegenheitsnutzer interessant. Wirklich nervig ist die fehlende sofortige Aufladung, wodurch sie bei der “Schnäppchenjagd” natürlich nur bedingt Sinn macht.