[arte Mediathek] Message to Love- The Isle of Wight Festival 1970
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[arte Mediathek] Message to Love- The Isle of Wight Festival 1970

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eingestellt am 5. Aug 2017Bearbeitet von:"MDea"
Für die, die am WE Ablenkung vom Wacken brauchen.
Infos zum Festival bei Wikipedia in englisch.

Lineup (Auszug):
The Doors, The Who, Redbone, Kris Kristoffersen, Supertramp, Taste, Chicago, Procul Harum, John Sebstian, Joni Mitchell, Tiny Tim, Miles Davis, Ten Years After, Sly & The Family Stone, Melanie, Ralph McTell, Free, Donovan, Joan Baez, Leonard Cohen

Mit geschätzten 600.000 Besuchern angeblich das größte Festival. Da nehmen sich die 90.000 beim WOA eher dürftig aus. Wenn ich mich recht erinnere, war das größte Konzert ever von Jeam Michel Jarre in Paris mit 2,5 Mio, aber eben kein Festival.

Das schreibt arte:
Das Isle of Wight Festival, bereits 1968 ins Leben gerufen, gilt als das europäische Woodstock. Bekanntheit erreichte das Isle of Wight Festival 1970 dadurch, dass es gefilmt wurde. Der wohl bedeutendste Beitrag, der dort entstand, ist der zweistündige Dokumentarfilm "Message to Love: The Isle of Wight Festival", der 25 Jahre nach dem Ereignis zum ersten Mal aufgeführt wurde.

DasIsle of Wight Festival von 1970 war wohl die bekannteste Ausgabe der frühen Jahre dieses Treffens von Größen der Rockmusik, das erstmals 1968 stattgefunden hatte. Es gilt als das europäische Woodstock. Um ein Chaos zu verhindern, hatten die Woodstock-Organisatoren ihr Festival bereits kurz nach dem Start zum free festival erklärt. Auch auf der britischen Insel hatte man im August 1970 nicht mit einem solchen Besucheransturm gerechnet: Nach unbestätigten Angaben belief sich ihre Zahl auf 500.000 -700.000. War es in Woodstock friedlich geblieben, so kam es auf der Isle of Wight zu Auseinandersetzungen zwischen Publikum und Künstlern und zwischen Publikum und Organisatoren. Die insgesamt chaotische Situation war unter anderem der Tatsache geschuldet, dass ein Teil des Publikums verlangte, dass Festival ebenfalls zum "free festival" zu erklären. Das wollte der Veranstalter aber auf keinen Fall. Der Bühnenmoderator Rikki Farr ließ sich daraufhin zu den Worten hinreißen: "We put this festival on for you bastards, with a lot of love. We worked for one year for you pigs. Now you wanna break our walls and you wanna destroy it? Well you go to hell!".
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Dass die Isle of Wight vor der Küste Englands nur per Boot erreicht werden kann, ist Hunderttausenden jungen Menschen im Spätsommer 1970 kein Hindernis. Sie wollen ein zweites, noch größeres Woodstock, wollen Stars wie Jimi Hendrix, The Doors und The Who sehen. Sie wollen den Hippie-Geist leben und Gleichgesinnte treffen.

Die blutjungen Hippies vor der Kamera sprechen von einem alten System, das wegmuss, von neuen Werten, Gemeinschaft, von Poesie, Natur und Liebe. Hinter den Kulissen geht es weniger kuschelig zu: Da müssen eitle Künstler schon vor dem Auftritt in bar bezahlt werden, da wird gestritten, weil viel mehr Menschen kommen als erwartet– und nicht alle von ihnen bezahlen.

Die Stimmung kippt
Ähnlich wie der bereits legendäre Woodstock-Dokumentarfilm begleitet Murray Lerner in „Message to Love“ alle möglichen Menschen, die in das Isle of Wight Fesitval involviert sind – Organisatoren, Künstler, Besucher, Gegner. Ein älterer Herr mit Pfeife im Mund spricht von den Hippies als dem Bösen schlechthin, dem Kommunismus in Person. Auf der Wiese vor der Bühne gehen derweil die Joints rum. Die Aufnahmen sind heute Gold wert und für alle, die die damalige Zeit miterlebt haben, ein Garant für pure Nostalgie.

Doch der Film ist nicht nur eine Quelle für das Schwelgen in Erinnerungen. Er zeigt auch auf äußerst komische Art und Weise, wie das Event immer mehr aus dem Ruder läuft. Rikki Farr, der Hauptorganisator des Isle of Wight Festivals, ist am Anfang noch ganz entspannt. Doch seine Stimmung kippt im Laufe der Zeit. Immer mehr Menschen kommen ohne Ticket rein, reißen die Barrieren nieder. Die Besucher sorgen sich um die „Vibes“ des Festivals, weil viele Menschen draußen bleiben müssen. Die Menschen vor den Zäunen werden wütend, weil sie Teil des Riesenevents werden wollen. Ein Besucher tritt vor das Mikrofon auf der Bühne und sagt: „Was bedeuten denn Frieden und Liebe, wenn da draußen Polizeihunde sind!“

„Wir haben ein Jahr für euch Schweine gearbeitet!“ Farr wird immer wütender. Irgendwann bricht es aus ihm heraus. Wütend ruft er der Menge zu: „Wir haben dieses Festival auf die Beine gestellt, ihr Idioten, mit sehr viel Liebe! Wir haben ein Jahr für euch Schweine gearbeitet. Und ihr wollt unsere Zäune einreißen und es zerstören? Dann fahrt zur Hölle!“

Es gehört eben alles dazu: das Chaos, der Müll, die Massen von Hippies – aber eben auch und vor allem die großartigen Bands, die beim Isle of Wight Festival Musikgeschichte schreiben. Aus dem Material, das Lerner auf der Isle of Wight sammelte, sind mittlerweile zahlreiche Konzert-DVDs entstanden, etwa von Leonard Cohen, Miles Davis und Jethro Tull. Das Chaos des Festivals und der Stress der Organisatoren sind längst verflogen – die Musik ist geblieben.

Carla Baum

ARTE Highlight: Message to Love: The Isle of Wight Festival 1970
Obwohl bereits 1968 ins Leben gerufen, ist das Isle of Wight Festival 1970 wohl die bekannteste Ausgabe der frühen Jahre. Es gilt als das europäische Woodstock. Ähnlich wie bei Woodstock ist die Bekanntheit des Isle of Wight Festivals 1970 der Tatsache zu verdanken, dass es gefilmt wurde. Bis heute sind diverse Konzertfilme dazu erschienen. Der wohl bedeutendste Beitrag ist der zweistündige Dokumentarfilm von Murray Lerner: „Message to Love: The Isle of Wight Festival“, der erst 25 Jahre
nach dem Ereignis zum ersten Mal aufgeführt wurde.
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3 Kommentare
Wundervoll, danke .
Dank Dir für den Hinweis, hätte ich sonst verpasst
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