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Blitzangebote Dashcam
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Blitzangebote Dashcam

79,46€94,08€-16%Amazon Angebote
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Blitzangebote Dashcam
eingestellt am 14. Feb 2021

Dieser Deal ist leider abgelaufen. Hier sind ein paar andere Optionen für Dich:

  • 1080P Front & Rück Kameras
  • 170° front kamera & 152° wild kamera
  • 1.5" LCD Bildschirm
  • Notfallaufnahme
  • Loop-Aufnahme
  • Bewegungserkennung
  • Zeitraffer

PRO

+ Klein, kompakt und unauffällig; es hängt kein "Klotz" an der Frontscheibe.
+ Starke Befestigungen per Klebepad.
+ Insgesamt akzeptable Bildqualität.
+ Große Aufnahmewinkel.
+ Aufnahmesignalisierung außen durch grün blinkende LED’s (grundsätzlich datenschutzkonform).
+ Schnelle Betriebsbereitschaft.
+ Verständlicher Tonmitschnitt (kann hilfreich sein im Streitfall).
+ Stabiler und präziser GPS Empfang (nur mit Antenne).
+ Synchronisierung von Datum und Uhrzeit per GPS (nur mit Antenne).
+ Menüeinstellungen intuitiv und selbsterklärend.
+ Zwar kleines, aber scharfes Display (Zur Kamerakonfiguration und für das regelmäßige formatieren der Speicherkarte akzeptabel; mehr benötigt man nicht).
+ Keine m.E. überflüssigen u. verteuernden Features wie WiFi, Cloud, Radarwarner etc.
+ Elektrochemischer Pufferkondensator anstelle brandgefährlichem LiPo Akku.
+ Keine nennenswerte Erwärmung der Kamera im Betrieb.
+ Im Lieferumfang liegen ersatzweise 2 weitere Montageplatten und Befestigungsclips bei.
+ Visuelle und physische Einbettung der Geodaten und Geschwindigkeit in das Video (nur mit Antenne). Dadurch ist ein DashcamViewer am PC optimal nutzbar.

CONTRA

- Keine Softwareupdates.
- GPS-Antenne nicht im Set/Preis enthalten.
- Zusätzliches Kabel für ext. zu verlegende GPS-Antenne.
- Batterie für interne Uhr nicht wechselbar (relativiert sich ggf. mit GPS-Antenne).
- Spiegelungen in der unteren Frontscheibe.
- Sporadisch auftretende Störungen im CB-Funk (im Radio bisher nicht feststellbar).
- Keine Ein- und Ausschaltverzögerung konfigurierbar. (Ist zu sehen vor dem Hintergrund der kurzzeitigen Bordspannungsunterbrechung beim Motor-Zündungsvorgang. Kamera könnte sich „aufhängen“ falls Zigarettenanzünder als feste Spannungsquelle genutzt wird).

ANMERKUNGEN (Kurzleser scrollen bitte direkt zum Fazit)

Generell ist festzustellen, dass die Bildqualität – und das ist m.E. mit das wichtigste Kriterium einer Dashcam – für den eigentlichen Zweck ausreicht. Worauf es letztlich ankommt, ist die nachvollziehbare Dokumentation eines Unfallhergang. Und das können die Kameras leisten.

Die häufig beschworene Kennzeichenerkennung ist bei meinen Kameras bei Tag bis ca. 10 m möglich. Diese Entfernung ist allerdings stark abhängig von Fahrgeschwindigkeit, wetter- und tageszeitbedingten Lichtverhältnissen, Aufnahmewinkel, schnellen Licht- und Schattenwechseln und nicht zu vergessen, abhängig von Fertigungstoleranzen der Kameraoptiken. In der täglichen Praxis ist diese Entfernung daher häufig kleiner anzusetzen. Bei Nacht ist eine Kennzeichenerkennung i.d.R. nicht möglich, es sein denn man steht unmittelbar hinter dem Vordermann. Der an sich sinnvolle große Erfassungswinkel der Kameras ist in diesem Kontext leider als kontraproduktiv anzusehen. Real ist es aber so, dass die täglichen „Beinaheunfälle“ auf den Straßen rechtlich nicht verfolgt werden können, ob nun mit filmischer Kennzeichenerkennung oder ohne. Bestenfalls bei massiver und/oder längerer Nötigung oder Unfallflucht wäre eine verlässliche Kennzeichenerkennung hilfreich.

Insgesamt ist die Bildqualität der Frontkamera am Tag gut und bei Nacht, mit Straßen- und/oder Stadtbeleuchtung und/oder im Licht der eigenen Scheinwerfer, befriedigend. Die Heckkamera macht am Tag ebenfalls gute Bilder und bei Nacht mit Straßen- und/oder Stadtbeleuchtung ebenfalls befriedigend. Außerorts auf unbeleuchteten Straßen ist die Bildqualität der Heckkamera erwartungsgemäß schlecht (Blendung durch Hintermann, fehlende Ausleuchtung der eigenen Scheinwerfer). Letzteres ist auch logisch und ich würde es nicht der Kamera anlasten wollen, denn wo kein Licht, da kein Bild.

Die Parkraumüberwachung nutze ich nicht und ist daher hier nicht bewertet. Nebenbei gesagt ist diese aufgrund der eingeschränkten Kamerablickwinkel (nur vorn und hinten[?] und an den Seiten fehlend) in den meisten Fällen sowieso ineffektiv. Und insbesondere auch deshalb, da nur die Frontkamera optische Auslöserbewegungen detektiert. Darüber hinaus ist die filmische, stationäre Überwachung von öffentlichem Raum für Privatpersonen generell unzulässig und kann im Fall einer Anzeige teuer werden.

Ebenso nutze ich die optionale Funktion des Schocksensors (G-Sensor) nicht und bewerte sie hier auch nicht. M.E. ist diese Technik in Dashcams z.Zt. noch unzuverlässig und im Fall eines Unfalls ist die Aufzeichnung entweder unvollständig oder garnicht vorhanden. Oder im umgekehrten Fall zeichnet die Kamera bei jedem Schlagloch auf. Es gibt zu viele Faktoren, die bei einem Unfall allein für sich genommen oder im Zusammenspiel eine autarke und ausreichend lange Aufzeichnung - bestenfalls mit Vor- und Nachlauf - und deren sofortige Löschsperre garantieren müssen. Als einige Faktoren sind zu nennen: Kamerabefestigung und mechanische Dämpfung, Speicherkartenqualität, Sensor(en)qualität, Prozessor, Art und Schwere des Unfalls (Front-, Seiten-, Heckaufprall oder nur leichte Berührung). Es ist unschwer zu erkennen, dass pauschale Werbeversprechen zum Thema kritisch zu sehen sind und real testen läßt es sich nicht.

Aus rechtlichen Gründen ist anzuraten, eine möglichst kleine Speicherkarte zu verwenden, die dann per Looprecording umso schneller überschrieben wird (minimale Datenhaltung). Da es geeignete kleine Speicherkarten faktisch nicht mehr gibt und auch technische Gründe (Schnellere Abnutzung durch viele sektorbezogene Schreib- und Löschvorgänge und damit Fehlerhäufungen) dagegen sprechen, bleibt leider nur die Verwendung einer elektrisch schreib- und löschfesten großen Speicherkarte. In diesem datenschutzrechtlichen Zusammenhang ist zu empfehlen, im Fahrzeug mit einer zentralen Schalterlösung zu arbeiten, um dem evtl. Vorwurf einer anlasslosen Aufzeichnung begegnen zu können. (Einfach hier suchen nach „Zigarettenanzünder-Verteiler mit Schalter“). Nebenbei bemerkt verhindert eine Schalterlösung auch das evtl. Kameraproblem mit der Bordspannungsunterbrechung beim Starten des Motors. Die Verträglichkeit der Kamera mit einer eigenen kleinen Speicherpartitionierung (1 GB reicht für ca. 6 Min. Aufzeichnungsdauer) habe ich bisher nicht untersucht.

Positiv zu bewerten ist auch die Verwendung von elektrochemischen Kondensatoren zur Sicherstellung des geregelten Herunterfahrens der Kamera. Die verbaut zwar mittlerweile jeder Hersteller, aber trotzdem ist es erwähnenswert. Die vorherigen LiPo Akkus o.ä. waren für die permanente Verwendung in aufgeheizten Fahrzeuginnenräumen einfach zu gefährlich. Nebenbei bemerkt, diese Akkus und auch die landläufig genannten „Superkondensatoren“ waren/sind nie für den netzunabhängigen Betrieb gedacht, sondern stellen als kurzzeitige Puffer-Spannungsquelle lediglich die ordnungsgemäße Speicherung der letzten Filmsequenz bei Ausschalten der Kamera sicher. Allenfalls war bei den alten Akkus noch die netzunabhängige Konfiguration der Kamera möglich, was bei der neuen Technik wegen der geringen Ladekapazität nicht geht. Letzteres ist aber nun wirklich kein Manko.

Zum alleinigen Thema Datenschutz ist festzustellen, dass der Betrieb von Dashcams in DE zwar nicht verboten ist, sich aber (leider immer noch) in einer rechtlichen Grauzone befindet. Während seit 2018 Dashcamaufzeichnungen vor Gericht zu Beweiszwecken bei Unfällen regelmäßig zugelassen werden können, so sind permanente, anlasslose Aufzeichnungen des öffentlichen Verkehrs und Personen - nicht von Landschaften - nach wie vor unzulässig. Die Bewertung und evtl. Abhilfe für das eigene Vorgehen bleibt dem Leser überlassen.

FAZIT

Preis/Leistung des Kameraset von AUKEY mit hinzugekaufter GPS Antenne liegt im Mittelfeld (109,99€ + 16,99€). Es gilt, größere Lichtstärke und optische Auflösung und ggf. individuelle Kalibrierung entspricht gleich höherem Preis; ist aber auch dann nicht zwingend garantiert. Ebenso gilt, auch ein starkes Marketing kann physikalische Gesetzmäßigkeiten nicht aushebeln; also vor dem Kauf realistisch bleiben und keine „goldenen Wasserhähne“ erwarten für wenig Geld. Sicher, es gibt Dashcams für den 4-fachen Preis und diese bieten auch mehr. Aber dann würde ich von diesen Kameras absolute Zuverlässigkeit, keine Kompromisse beim Bildmaterial und keinerlei Fehlfunktionen im Alltag bei allen angepriesenen Merkmalen erwarten wollen; quasi das „Rundumsorglospaket“. Genau hier habe ich aber meine Zweifel, denn Geräte die alles können wollen, können häufig wenig bis nichts richtig gut. Das Aukey Kameraset ist ein guter Kompromiss zwischen ganz teuer und ganz billig und eignet sich hervorragend zur Beweissicherung bei Verkehrsunfällen; das Set erfüllt meine Erwartungen. Die Kabelverlegung im Fahrzeug erfolgte pragmatisch und sicher, siehe Fotos. Beide vor ca. 6 Monaten gekaufte Sets verhalten sich bisher störungsfrei und - was besonders wichtig ist - sind alltagstauglich.
Meine Contras führen in dieser Rezension nicht zur Abwertung, da ich diese als marginal betrachte bzw. für mich persönlich irrelevant sind. Lesern steht es frei, dieses für sich anders zu bewerten. Retrospektiv gesehen war der Kauf der AUKEY DR02 D eine gute Wahl, wenn auch mit Kompromissen
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