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Dokumentation: Meine Brüder und Schwestern in Nordkorea - Kostenlos im Stream und als Download
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aktualisiert 24. Jan (eingestellt 16. Jan)

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Die Doku ist nur noch bis heute Nacht kurz nach 1 Uhr verfügbar.
// David
Seit über drei Generationen schottet sich Nordkorea schon vom Rest der Welt ab. Die wahren Zustände in diesem Land sind für Außenstehende schwer ersichtlich, denn die Wahrnehmung Nordkoreas insbesondere in der westlichen Welt wird von Diktatoren, Militärparaden, Raketentests und Kriegsdrohungen geprägt.

Meine Brüder und Schwestern in Nordkorea ist ein Dokumentarfilm der deutsch-südkoreanischenRegisseurinSung-Hyung Cho. Die Uraufführung fand am 29. März 2016 als Eröffnungsfilm des Lichter Filmfestes statt. Der Film versucht anhand mehrerer Lebensbeschreibungen, den Alltag in Nordkorea zu zeigen. Die Regisseurin interviewte mehrere Personen, deren Alltag möglichst unterschiedlich ist.

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Derzeit gibt es den Dokumentarfilm kostenlos im Stream oder als Download. Der Vergleichspreis liegt bei 2,99€. Bei IMDb kommt der Film auf eine Bewertung von 7,3, was aber auch daran liegen könnte, das man die Aufmachung auch missverstehen kann. Speziell dem Herren von der Welt hat wohl wer in den Kaffee gepisst

Kritik:

Nach Ausstrahlung des Filmes in der ARD veröffentlichte der Publizist Henryk M. Broder in der Tageszeitung Die Welt am 29. Juli 2017 eine beißende Kritik des Filmes. Der Film sei Propaganda vom Feinsten. Er verweist dabei auf Falschdarstellungen im Film (so wurde General Kim Il-sung 1942 und nicht 1912 geboren), welche eben nicht durch die Sprecherin korrigiert werden. Insgesamt ginge es in dem Film von einem Potemkinschen Dorf zum anderen. Völlig unkritisch würden Schulzimmer gezeigt, die so aussähen, als seien sie erst vor einer Stunde bezogen worden. An anderer Stelle kommt die Protagonistin wie durch Zufall an einem Traktorfahrer vorbei, der gerade einen Reifen austauscht und dabei ein blütenweißes T-Shirt trägt. Die Arbeiterinnen einer Kleiderfabrik strömen in eleganten Kleidern und Kostümen zur Arbeit, was wiederum nicht kommentiert oder hinterfragt wird.

Broder sieht ein historisches Beispiel solcher Propagandafilme in dem NS-Film Der Führer schenkt den Juden eine Stadt über das KZ Theresienstadt. Während das Erste bei einer kürzlich ausgestrahlten Antisemitismusdokumentation diesen Film einem ausgiebigen Faktencheck unterzogen hat und dabei nicht nur Fakten, sondern auch Ansichten korrigierte, hielt man dies in Falle dieses Filmes zum Lobe des nordkoreanischen Kommunismus nicht für nötig.

Andere hingegen lobten die Machart des Filmes. So schrieb der Tagesspiegel, der Film „[unterlaufe] die Propaganda, (…) indem sie die arrangierten Begegnungen sorgsam ins Bild setzt, geduldig ihre Oberfläche betrachtet, bis diese ihre eigene Wahrheit preisgibt.“ Die Regisseurin selbst sagte in einem Interview mit Spiegel Online über die im Film unkommentiert gelassenen Propagandaäußerungen: „Denken Sie, dass die Zuschauer so blöd sind, das nicht mitzubekommen? Das ist so was von anmaßend und unterschätzt die Leute vor dem Fernseher. Die sind in der Lage, zwischen den Zeilen zu lesen. Man muss nicht alles diktiert bekommen, sondern kann auch mal selbst denken.“

Es ist grandios, wie es Sun Hyung Cho schafft dem deutschen Betrachter einen Film zu zeigen, der rein oberflächlich nur das vom nordkoreanischen Regime inszenierte Beste vom Besten des Landes zeigt, aber eben genau dadurch das wahre Elend im Land zum Vorschein bringt. In diesem Film muss man zwischen den Zeilen lesen, verschiedene Aussagen gegeneinanderstellen, auf Gesichtsausdrücke und Gesten und auf das Verhalten derer, die nicht im Fokus der Kamera stehen, achten, um zu verstehen, was die Filmemacherin uns eigentlich zeigen will. Brilliant. - Amazon Rezension

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Filmdaten:

Originaltitel Meine Brüder und Schwestern im Norden
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Koreanisch, Deutsch, mit deutschen Untertiteln
Erscheinungsjahr 2016
Länge: 90 Minuten
AltersfreigabeFSK 0
RegieSung-Hyung Cho
Drehbuch Sung-Hyung Cho
ProduktionAndreas BanzDirk Engelhardt
MusikPeyman Yazdanian
KameraThomas SchneiderJulia Daschner
SchnittFabian Oberhem

Trailer:

youtube.com/wat…VL0
Zusätzliche Info
Trailer:
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