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[download Operadepot.com] Ponchelli La Gioconda Patané DOB 1974
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Es gibt wieder einmal einen Gratisdownload einer Oper von operadepot.com.
Und dieses Mal ist es kein Wagner, sondern ganz was anderes:
Ponchellis einzig bekannte Oper La Gioconda. Die Oper selbst ist bis auf eine Arie des Enzo und den berühmten Tanz der Stunden (hier wohl etwas gekürzt) eher unbekannt und wird relativ selten aufgeführt.
Wir hören hier eine Aufführung der Deutschen Oper Berlin aus dem Jahr 1974 in sehr ordentlichem Klang, die in derselben Inszenierung auch heute noch dort läuft.
Dort schreibt man zum Inhalt folgendes:
"Die Oper spielt im Venedig des siebzehnten Jahrhunderts. La Gioconda, Sängerin bei einer Wandertruppe, liebt den jungen Adligen Enzo, der aber wiederum in Laura, die Frau des Inquisitors Alvise Badoero, verliebt ist. Noch komplizierter wird das Beziehungsgeflecht durch die Intrigen des Spions Barnabà, der Gioconda liebt und begehrt und mit allen Mitteln versucht, die Sängerin für sich zu gewinnen. Diese, hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu Enzo und der Fürsorge für ihre alte blinde Mutter, die stets mit ihr reist, verfängt sich in dem Netz aus Hass und Leidenschaft, das sich, ausgehend von Barnabà, immer dichter um sie legt und dem sie schließlich zum Opfer fällt. Nachdem ihr Enzo, dem es nach gefährlichen Verwicklungen gelungen ist, mit Laura zu fliehen, für immer entzogen ist, sieht Gioconda keinen Ausweg mehr. Barnabà, der sich bereits am Ziel glaubte, kann nicht mehr verhindern, dass sie ihrem Leben ein Ende setzt. " Also durchaus Dramatik...und wieder geht es um die Liebe.;)
Dirigent war damals der bekannte und leider recht früh gestorbene Dirigent Giuseppe Patanè. Er leitet die Aufführung meist präzise, unaufgeregt und gut.
Interessant wird die Aufnahme durch die Besetzung der Titelpartie mit Leonie Rysanek, einer der großen dramatischen Sopranistinnen der 50er bis 70er Jahre. Sie hatte sehr große Erfolge mit Rollen in Opern von Richard Wagner, Verdi und Puccini. Hier nun mit vollem Einsatz die Partie der La Gioconda. Sie weiß zu überzeugen.
An ihrer Seite bringt ganz viel Tenorschmelz Franco Tagliavini in die Aufführung in seiner Rolle als Enzo. Angenehm anzuhörende Stimme, sehr schön geschmeidig.
Der Rest der Besetzung entspricht dem Niveau der Deutschen Oper Berlin.
Der Klang ist sehr gut, ziemlich direkt. Leider stört das Klatschen des Publikums ein wenig.

Meine Hörtipps sind also:
die große Arie des Enzo "Ciele e mar!" CD 1 Track 14 und der hier als Ballabile gekennzeichnete berühmte Tanz der Stunden in einer Kurzfassung, CD 2 Track 7.

Viel Spaß beim Hören.

Der Downloadlink führt zu einer 271MB großen Datei.

6 Kommentare

Nischendeal. Hot!

Hot für die Mühe

Klingt sehr interessant, fast schon mysteriös mit der Ankündigung "einzig bekannte Oper". Vermutet man, dass es da noch mehr von dem Komponisten geben könnte?

Solche eher unbekannten und seltenen Werke finde ich extrem spannend. Das würde man sich als "Nicht-Experte" sonst nie kaufen und wird hierdurch an solche Werke herangeführt.

Inhaltlich klingt es nach ziemlich typisch italienischer Oper: Am Ende dauert es wohl ewig bis das Luder stirbt.

Hot geklickt ... und weg ... bis zur nächsten Bayreuther Aufzeichnung

danke! gioconda ist eine extrem schöne oper (anspieltipp vielleicht auch noch "suicido!", die arie der gioconda)

weiß jemand, ob franco tagliavini etwas mit ferruccio tagliavini zu tun hat?

von den daten her könnten es sogar vater und sohn o.ä. sein, aber mein "kleiner" kutsch/riemens schweigt sich leider darüber aus (kennt nur ferruccio), die wikipedia auch - selbst die italienische - und auf franco t.s homepage wird ferruccio nicht erwähnt sondern nur ein musikliebender vater. spricht also eher gegen eine unmittelbare verwandtschaft obwohl beide aus reggio emilia kommen

die stimmen sind allerdings sehr unterschiedlich, ferruccio typischer tenore di grazia, franco eher spinto (und mit bei weitem nicht so ausgeglichener stimme wie sein gleichnamiger vorgänger; aber schönes b bei cielo e mar)

DonRon

Klingt sehr interessant, fast schon mysteriös mit der Ankündigung "einzig bekannte Oper". Vermutet man, dass es da noch mehr von dem Komponisten geben könnte?Solche eher unbekannten und seltenen Werke finde ich extrem spannend. Das würde man sich als "Nicht-Experte" sonst nie kaufen und wird hierdurch an solche Werke herangeführt.Inhaltlich klingt es nach ziemlich typisch italienischer Oper: Am Ende dauert es wohl ewig bis das Luder stirbt.



na! xD

amilcare ponchielli hat m.w. noch einige wenige weitere opern geschrieben, die werden aber praktisch nicht aufgeführt bzw. besitzen kuriositätencharakter. gioconda ist kein "standardstück" deutscher theater wie verdi-, puccini- oder natürlich mozart- und wagner-opern, aber nicht ganz unbekannt. v.a. die große sopran- und tenorarie gehören schon fast zum standardrepertoire der jeweiligen stimmfächer.

es gibt diverse komponisten, die nur für eine oper bekannt sind, z.b. leoncavallo (pagliacci), mascagni (cavalleria rusticana) - beides übrigens auch extrem hörenswerte werke, v.a. mit guter besetzung! - obwohl sie noch andere geschrieben haben (leoncavallo z.b. eine bohème, die nicht mit der von puccini verwechselt werden sollte; rodolfo ist dort z.B. bariton, kein tenor und mascagni l'amico fritz). das hängt natürlich auch nicht zuletzt davon ab, was ein theater häufig auf den spielplan nimmt - und da die auch geld machen müssen, haben es populäre werke natürlich leichter. und da beißt sich die katze in den schwanz...
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