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[Download operadepot.com] Richard Strauss Frau ohne Schatten Kempe Bayerische Staatsoper 1954

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Diesmal ist es die schwierige Oper Die Frau ohne Schatten von Richard Strauss in einer Live-Aufnahme von 1954 aus der Bayerischen Staatsoper unter der musikalischen Leitung von Rudolf Kempe, der später sehr bekannt geworden ist für seine perfekten Strauss Interpretationen.

Eine kurze Inhaltsangabe, wie sie die Bayerische Staatsoper verfasst hat, zeigt, dass es eine ziemlich sperrige Oper ist:
"In einem Zwischenzustand schwebt die Tochter des Geisterkönigs, seitdem der Menschenkaiser sie erobert hat: Sie ist weder Geisterwesen noch Mensch. Eine Frau ohne Schatten – und das heißt unfruchtbar. Über Kaiserin und Kaiser hängt eine Drohung wie die Strafe für eine große Schuld: Wird sie nicht vollkommen Mensch, muss er versteinern. Ihre panische Suche nach einem Schatten an der Seite ihrer tricksenden Amme führt die Kaiserin zu einer Frau, die sich dem Gatten verweigert. Für das verführerische Angebot ewiger Jugend würde sie ihren Schatten verkaufen. Glücklich macht die Kaiserin die Aussicht auf diesen Handel jedoch nicht."

Von der Besetzung her ist das eine herausragende Aufnahme aus der Bayerischen Staatsoper. Es singen Solisten, die damals weltbekannt waren für ihre Strauss Interpretationen. Allen voran ist hier Leonie Rysanek zu nennen, die die Partie der Kaiserin bravourös mit ihren nur 27 Jahren gemeistert hat. Hier klingt eine wunderbar taufrische Stimme.
Den Kaiser mit der irrsinnig hochliegenden Partie stemmt hier sicher Hans Hopf, der zu der Zeit auf dem Zenit seiner Karriere war.
Als weitere zentrale Rolle sind Barak und die Amme zu nennen, besetzt mit Lilian Benningsen und Josef Metternich, letzterer durfte wenig später als einziger deutscher Sänger in der Zeit an der MET in New York sogar das italienische Repertoire singen. Er gehörte zu den großen Sängerschauspielern der Zeit mit einer immer verständlichen prägnanten Stimme.
Die Färberin ist in dieser Aufnahme Marianne Schech, die auch eine durchdringende dramatische Stimme besaß und hier gut besetzt ist.
Kurt Böhme als Geisterbote und ein hervorragendes Münchener Ensemble runden die großen Leistungen in der Aufführung ab.
Da die Oper so enorme Ansprüche an Orchester und Solisten stellt, wird sie meist nur von den großen Häusern herausgebracht.
Klanglich ist die Aufnahme ordentlich, wobei die Sänger deutlicher sind als das Orchester. Es gibt aber deutlich schlechtere Live-Aufnahmen aus der Zeit als diese hier.

Hörtipp ist das Finale des 3. Akts, CD 3 Track 13.
Generell müsste man aber die ganze Oper hören, weil sie so komplex ist, damit man sie komplett versteht.
Viel Spaß

1 Kommentar

Strauss ist ja generell nicht der zugänglichste Komponist (also Richard ). Aber wer Tristan oder Mahler etwas abgewinnen kann, wird sich hier sicher leichter hineinhören als Bach- oder Mozartliebhaber.
Danke für die Aufnahme und den Eintrag!

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