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Freihandelszone EU-USA
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Freihandelszone EU-USA

Für die Schnäppchenjäger, die gerne die günstigeren Preise in den USA nutzen: Durchschnittlich 4 Prozent Einfuhrzoll sparen. Außerdem sollen technische Standards angepasst werden. Besonders interessant für Autos, Consumer Electronics und Bekleidung. Man kann davon ausgehen, dass Anbieter in den USA in Zukunft auch europäische Kunden direkt ansprechen werden, z. B. durch angebotenen Versand nach Europa.

Beste Kommentare

Hmm, wo ist der Deal. Das ist nur eine Absichtserklärung, das bedeutet soviel wie ein feuchter Fur..
Abgesehen mal davon fortschrittliche amerikanische Autos brauchen wir unbedingt mehr von in Europa. Irgendwer muss ja den Müll den sie dort produzier abnehmen, die Amis selber tun es anscheinend nicht mehr.
Consumer Electronic, mir fällt jetzt kein amerikanischer Hersteller außer Apple ein und das Zeug kommt direkt aus China.
Was die rüber schicken könnten wären die Lebensmittel, wir haben eindeutig zuwenig Fette hier, mit Nutella alleine geht es nicht mehr.
Zu Bekleidung muss man noch weniger schreiben.

Hab schon mal 'nen Dreamliner bestellt. gibt's z.Zt. drüben sehr günstig

37 Kommentare

Hmm, wo ist der Deal. Das ist nur eine Absichtserklärung, das bedeutet soviel wie ein feuchter Fur..
Abgesehen mal davon fortschrittliche amerikanische Autos brauchen wir unbedingt mehr von in Europa. Irgendwer muss ja den Müll den sie dort produzier abnehmen, die Amis selber tun es anscheinend nicht mehr.
Consumer Electronic, mir fällt jetzt kein amerikanischer Hersteller außer Apple ein und das Zeug kommt direkt aus China.
Was die rüber schicken könnten wären die Lebensmittel, wir haben eindeutig zuwenig Fette hier, mit Nutella alleine geht es nicht mehr.
Zu Bekleidung muss man noch weniger schreiben.

So ein Unsinn. Wenn das kommt, ist das eine Katastrophe für die Mehrheit in ökologischer und sozialer Hinsicht. Wie man nur so kurzfristig und beschränkt denken?

Im Sommer sollen erste Gespräche aufgenommen werden..
Vor 2016 zudem extrem unwahrscheinlich aufgrund der Probleme mit den Agrarwirtschaftschaftlichen Hintergründen und den unterschiedlichen Normen

Hab schon mal 'nen Dreamliner bestellt. gibt's z.Zt. drüben sehr günstig

samba

So ein Unsinn. Wenn das kommt, ist das eine Katastrophe für die Mehrheit in ökologischer und sozialer Hinsicht. Wie man nur so kurzfristig und beschränkt denken?

was soll es in ökologischer und vor allem sozialer hinsicht denn für eine katastrophe geben? Wenn das abkommen tatsächlich ohne harte fallstricke für die eu kommt wird das für die europäische wirtschaft ein segen, wir exportieren eh schon viel dorthin, dann fallen zusätzlich noch die "schutzzölle" weg...am ende hat europa sehr viel von der geschichte.

wenn europäer so wie waldmann meint die ami schlitten kaufen sind sie selbst schuld, konsumgüter wie kleidung, elektronik u.ä. könnte sich amerikanischen verhältnissen anpassen...für den mydealzer nur von vorteil

waldmann

Hmm, wo ist der Deal. Das ist nur eine Absichtserklärung, das bedeutet soviel wie ein feuchter Fur..Abgesehen mal davon fortschrittliche amerikanische Autos brauchen wir unbedingt mehr von in Europa. Irgendwer muss ja den Müll den sie dort produzier abnehmen, die Amis selber tun es anscheinend nicht mehr.Consumer Electronic, mir fällt jetzt kein amerikanischer Hersteller außer Apple ein und das Zeug kommt direkt aus China.Was die rüber schicken könnten wären die Lebensmittel, wir haben eindeutig zuwenig Fette hier, mit Nutella alleine geht es nicht mehr.Zu Bekleidung muss man noch weniger schreiben.



Du glaubst doch nicht im ernst das Apple aus den USA kommt?
Das kommt wie alles andere auch aus Asien

samba

So ein Unsinn. Wenn das kommt, ist das eine Katastrophe für die Mehrheit in ökologischer und sozialer Hinsicht. Wie man nur so kurzfristig und beschränkt denken?


Nun die Katastrophe besteht darin, dass mit einem Freihandelsabkommen niedrige ökologische und soziale Standards mit exportiert werden. Ökologische und soziale Standards verursachen Kosten. In den USA sind diese niedrig bis nicht existent. Wenn es ein Freihandelsabkommen gibt, heißt das, dass diverse Unternehmen dementsprechend unter Druck geraten darauf zu verzichten oder ihr Unternehmen eben in die USA verlegen, weil sie dort "billiger"(auf Kosten von Umwelt und Gesellschaft) produzieren können. In der EU ist das ja auch schon ein Problem. So würde ein Freihandelsabkommen (wie es üblich ist) bedeuten, dass die EU nix mehr gegen den ganzen Gentechnikscheiß in Lebensmitteln machen kann. Auch die ganzen Medikamente, die in den USA in Fleischprodukten stecken, würden auch bei uns auf den Markt kommen. Schon jetzt ist der Druck der USA in solchen Bereichen groß. Ein Freihandelsabkommen würde sämtlich Diskussionen erledigen, die dürften das einfach.

Aufgrund des wechselnden Dollarkurse auf jeden Fall hot. Ich hoffe, dass dann mal endlich Klamotten günstiger werden. Kann eigentlich nicht sein, dass die Sachen von Lauren und Hilfiger günstiger sind, als in Deutschland bei C & A. Was aber wirklich dann wirklich interessant wird, sind Re-Importe deutscher Autos. Die sind besser ausgestattet und dann in der Regel noch wesentlich günstiger.

Freddi61

Hab schon mal 'nen Dreamliner bestellt. gibt's z.Zt. drüben sehr günstig



Kann man dann zollfrei gegen eine A380 tauschen... Der ist auch viel besser.
Musste neulich drei Stunden wegen defekter Bremsen warten.

Auf den Großteil der von mir importierten Sachen fällt gar kein Zoll an. Und wenn, sind es meist um die 5%. Da stören mich die 19% Einfuhrumsatzsteuer viel mehr.

Das Freihandelsabkommen wird aber wenn dann wohl eher für gewerbliche Zwecke gelten - ähnlich wie das Abkommen zwischen der EU und der Türkei. Privatleute die sich dort was bestellen dürfen trotzdem Zölle zahlen - das wird es dann wohl auch bei dem Freihandelsabkommen mit der USA geben.

Ausserdem gilt immer noch alles unter 150 € ist zollfrei und bis zu 700 bzw 745 € kann pauschaliert werden - falls von privat an privat. Pauschaliert wird dann zu einem Gesamtsatz von 17,5 %. Für den einen oder anderen rechnet sich das bei den nötigen Kontakten.

waldmann

Hmm, wo ist der Deal. Das ist nur eine Absichtserklärung, das bedeutet soviel wie ein feuchter Fur..Abgesehen mal davon fortschrittliche amerikanische Autos brauchen wir unbedingt mehr von in Europa. Irgendwer muss ja den Müll den sie dort produzier abnehmen, die Amis selber tun es anscheinend nicht mehr.Consumer Electronic, mir fällt jetzt kein amerikanischer Hersteller außer Apple ein und das Zeug kommt direkt aus China.Was die rüber schicken könnten wären die Lebensmittel, wir haben eindeutig zuwenig Fette hier, mit Nutella alleine geht es nicht mehr.Zu Bekleidung muss man noch weniger schreiben.



In den USA sind viele Produkte deutlich günstiger als hier in Deutschland. Dazu gehört unteranderem, aber nicht ausschließlich Fashion, Kosmetika und eben auch Autos.
Ob das gut oder schlecht für unsere Wirtschaft ist, sei mal dahin gestellt. VW verkauft in den USA z.b. den VW Passat CC für um die US $23.000 ... das ist meilenweit von den Preisen in Deutschland.

freewilly

Du glaubst doch nicht im ernst das Apple aus den USA kommt?Das kommt wie alles andere auch aus Asien



Es werden bereits einige Geräte von Apple wieder in den USA zusammengebaut, dieses Jahr soll min. eine Reihe kompletter Macs dort hergestellt werden.

immer wieder beängstigend wie arrogant Deutsche über US Produkte reden und schreiben.
Kleines Beispiel: Der größte Markt für Öko Produkte ist? Na? Genau! Die USA!
Noch eins! Die neue Corvette fährt real mit durchschnittlich 10-11 Liter Super und das mit 450PS. Da muss du bei Porsche aber echt zärtlich sein.
Und wer immer noch denkt seine deutschen Autos kommen aus Deutschland dem empfehle ich nur kurz den Artikel hier:
rundschau-online.de/hom…tml

TheBreeze

Die neue Corvette fährt real mit durchschnittlich 10-11 Liter Super und das mit 450PS. Da muss du bei Porsche aber echt zärtlich sein.


LOL!

samba

Nun die Katastrophe besteht darin, dass mit einem Freihandelsabkommen niedrige ökologische und soziale Standards mit exportiert werden. Ökologische und soziale Standards verursachen Kosten. In den USA sind diese niedrig bis nicht existent. Wenn es ein Freihandelsabkommen gibt, heißt das, dass diverse Unternehmen dementsprechend unter Druck geraten darauf zu verzichten oder ihr Unternehmen eben in die USA verlegen, weil sie dort "billiger"(auf Kosten von Umwelt und Gesellschaft) produzieren können. In der EU ist das ja auch schon ein Problem. So würde ein Freihandelsabkommen (wie es üblich ist) bedeuten, dass die EU nix mehr gegen den ganzen Gentechnikscheiß in Lebensmitteln machen kann. Auch die ganzen Medikamente, die in den USA in Fleischprodukten stecken, würden auch bei uns auf den Markt kommen. Schon jetzt ist der Druck der USA in solchen Bereichen groß. Ein Freihandelsabkommen würde sämtlich Diskussionen erledigen, die dürften das einfach.



Völliger Quatsch.
Ein Freihandelsabkommen bedeutet doch nicht, dass mit einem Mal das komplette EU-Recht umgangen werden kann. Und wieso soll das in der EU ein Problem sein? EU-Recht > nationale Gesetzgebung. Die angeblich sinkenden ökologischen und sozialen Standards halte ich auch für ein Märchen. Die EU ist die größte Wirtschaftsmacht weltweit, es steht also nicht zu befürchten, dass wir so einen Prozess nur als Juniorpartner durchlaufen und uns komplett anpassen werden. Zumindest in Europa sind Stakeholder Value und Corporate Social Responsibility feste Größen in der Unternehmensführung. Ich denke hier darf man eher positive Effekte auf Unternehmen aus den USA erwarten, als umgekehrt.

Die Befürchtung, dass plötzlich viele Unternehmen auswandern werden, ist m.M. nach völlig übertrieben. Dieses Schreckgespenst hat man in der Vergangenheit immer wieder hervorgeholt (China, Indien) um unbequeme Entscheidungen seitens Politik und Wirtschaft zu rechtfertigen. Fakt ist aber, dass Deutschland in den vergangenen Jahren immer Leistungsbilanzüberschüsse hatte. Bedeutet: Bei uns wird nach wie vor sehr viel selber produziert und nicht nur im Ausland produzieren lassen und dann in D zusammengebaut. Insbesondere Deutschland als Exportnation kann von so einem Abkommen profitieren.

Wie es letztendlich kommt, wissen wir leider alle nicht. Nur in Panik ausbrechen müssen wir denke ich nicht
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GelöschterUser713

Wir brauchen dringend mehr Medikamente in Fleischprodukten und mehr Gentechnik in unserer Nahrung.
Absolut Super diese Geschichte.....

TheBreeze

immer wieder beängstigend wie arrogant Deutsche über US Produkte reden und schreiben.Kleines Beispiel: Der größte Markt für Öko Produkte ist? Na? Genau! Die USA!


Nun, es geht nicht um die Ökoprodukte, sondern um die Grundstandards und Produktionsbedingungen. und die sind in der Regel in den USA niedriger. Siehe Gentechnik, Medikamente in Lebensmitteln, Klimaschutz.

sLeepY9887

Völliger Quatsch.Ein Freihandelsabkommen bedeutet doch nicht, dass mit einem Mal das komplette EU-Recht umgangen werden kann. Und wieso soll das in der EU ein Problem sein? EU-Recht > nationale Gesetzgebung. Die angeblich sinkenden ökologischen und sozialen Standards halte ich auch für ein Märchen. Die EU ist die größte Wirtschaftsmacht weltweit, es steht also nicht zu befürchten, dass wir so einen Prozess nur als Juniorpartner durchlaufen und uns komplett anpassen werden.


Selber Quatsch. Natürlich geht es den USA darum EU-Standards unterlaufen zu dürfen. Auch die EU wird Vorteile davon haben. Daher wird sie nicht darunter leiden. Genauer: Große Unternehmen, nicht aber die Menschen und die Umwelt. Die werden beiderseits des Atlantiks drunter leiden.

sLeepY9887

[...] Die angeblich sinkenden ökologischen und sozialen Standards halte ich auch für ein Märchen.


Genau die sind allerdings praktisch ohnehin das Ziel in der EU. Wir erleben doch gerade im Rahmen der stattfindenden Liberalisierung i. V. mit der Krise, wie genau diese Standards faktisch abgebaut werden, weil der Druck in den Krisenländern den Druck auch bei uns erhöht. Gerade im Zuge der Liberalisierung von Dienstleistungen (und auch das würde von einem Freihandelsabkommen betroffen sein) oder der kommunalen Daseinsvorsorge wird es dann eine von Marktradikalen natürlich befürwortete Anpassung nach unten geben.

sLeepY9887

[...]Die EU ist die größte Wirtschaftsmacht weltweit, es steht also nicht zu befürchten, dass wir so einen Prozess nur als Juniorpartner durchlaufen und uns komplett anpassen werden.


Die Gefahr bei einer Bindung an die USA ist, dass wir den Zug im asiatischen und mittelamerikanischen Raum verpassen. In diesen Schwellenländern geht in Zukunft die Post ab und nicht auf unseren übersättigten Märkten. Die USA sind insofern die falsche Adresse.


sLeepY9887

[...]Zumindest in Europa sind Stakeholder Value und Corporate Social Responsibility feste Größen in der Unternehmensführung.

Das ist naiv. Das steht auf dem Papier. Unternehmen nutzen die Möglichkeiten, die man ihnen gibt. Wie die Realität aussieht, konntest du z. B. gestern in einer Reportage über die Arbeit europäischer Wanderarbeiter bei Amazon in Deutschland bewundern, das war vergleichsweise schockierend. Das deutsche Prinzip des Niedriglohnsektors i. V. mit "Zwangs-" und Leiharbeit werden Merkel und Cameron in Europa durchdrücken, faktisch wird so ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung vergeleichsweise rechtlos gemacht. Gerade hier rollt derzeit eine Katastrophe auf uns zu und das offensichtlich gewollt, vor allem vom Großteil der deutschen Politik.

sLeepY9887

[...] Fakt ist aber, dass Deutschland in den vergangenen Jahren immer Leistungsbilanzüberschüsse hatte. Bedeutet: Bei uns wird nach wie vor sehr viel selber produziert und nicht nur im Ausland produzieren lassen und dann in D zusammengebaut. Insbesondere Deutschland als Exportnation kann von so einem Abkommen profitieren.


Das Prinzip, ein Wirtschaftsmodell dauerhaft auf den Export auszurichten, kann nicht funktionieren (für alle schon gar nicht), weil unsere Überschüsse immer die Schulden der anderen sind (und in einer Währungsunion geht das schon mal doppelt gar nicht). Letztlich exportieren wir Wohlstand, Wohlstand, auf den wir hier verzichten (seit weit über 10 Jahren lahmende Binnenkonjunktur, u. a. wg. Agendapolitik, Niedriglohnsektor, Steuererleichterungen). Und wie fantastisch das funktioniert mit der Schuldentilgung des Auslandes, das erleben wir gerade. Dauerhafte Exportmodelle sind Schmarotzermodelle und ander Nationen können sich das sicher auf Dauer nicht leisten und werden das auch nicht. Die Folgen sind ja genau das, was wir derzeit erleben.

sLeepY9887

[...]Wie es letztendlich kommt, wissen wir leider alle nicht. Nur in Panik ausbrechen müssen wir denke ich nicht


Erzähle das mal den Spaniern, Italienern, Griechen ...


samba

Selber Quatsch. Natürlich geht es den USA darum EU-Standards unterlaufen zu dürfen. Auch die EU wird Vorteile davon haben. Daher wird sie nicht darunter leiden. Genauer: Große Unternehmen, nicht aber die Menschen und die Umwelt. Die werden beiderseits des Atlantiks drunter leiden.



Kannst du überhaupt irgendeine deiner Behauptungen begründen oder belegen?

Diddus

[...]In den USA sind viele Produkte deutlich günstiger als hier in Deutschland. [...] VW verkauft in den USA z.b. den VW Passat CC für um die US $23.000 ... das ist meilenweit von den Preisen in Deutschland.[...]



Ach - du bezahlst also in den USA mit Euro? Ach nein? Ach, du musst die Euros in US$ wechseln? Ach so. Und was kostet so ein Dollar? Wie? Kostet? Ach so, da gibt es Wechselkurse ... ach nee?

Und das Auto kommt dann wie nach Deutschland? Mit dem Schiff? Das kostet nichts? Und das kann man dann hier einfach so zulassen? Ach, da muss man eventuell noch was umbauen, das Fahrzeug vorführen. Und das kostet auch alles nichts? Ach doch? Oh.

BlueSkyX

Auf den Großteil der von mir importierten Sachen fällt gar kein Zoll an. Und wenn, sind es meist um die 5%. Da stören mich die 19% Einfuhrumsatzsteuer viel mehr.


So isses! Die EUSt stört mich auch am meisten, aber die hat ja nichts mit dem Freihandel zu tun.

Meerbuscher

Das Prinzip, ein Wirtschaftsmodell dauerhaft auf den Export auszurichten, kann nicht funktionieren (für alle schon gar nicht), weil unsere Überschüsse immer die Schulden der anderen sind (und in einer Währungsunion geht das schon mal doppelt gar nicht).


So ein Blödsinn. Simples Beispiel: Wenn ein deutsches Maschinenbauunternehmen Technik zur Fördertechnik nach Dubai exportiert, dann bezahlt der Herr Scheich dass nicht mit Schulden, sondern mit seinen Petrodollars. Und wenn ein deutscher Hersteller Displays fürs IPhone liefert, dann bezahlt Apple dass auch nicht mit Schulden, dass Wort kennen die vermutlich gar nicht.
Und Export hat nix mit Schamorotzen zu tun. Unsere deutsche Wertschöpfungskompetenz liegt eben eher in Ingeniuerleistungen, Maschinenbau, Chemie etc. als z.B. in der Förderung nicht existenter Rohstoffe. Die Saudis dagegen werden halt schon durchs Bohren von Löchern im Boden stinkreich, da sind intellektuelle Leistungen dann halt nicht notwendig.


Meerbuscher

Ach - du bezahlst also in den USA mit Euro? Ach nein? Ach, du musst die Euros in US$ wechseln? Ach so. Und was kostet so ein Dollar? Wie? Kostet? Ach so, da gibt es Wechselkurse ... ach nee?



Gerade wegen den (für Konsumenten) günstigen Wechselpreisen lohnt es sich.
Verstehe hier nicht, was deine Aussage für ein Gegenargument sein soll ?
oO


Meerbuscher

Und das Auto kommt dann wie nach Deutschland? Mit dem Schiff? Das kostet nichts? Und das kann man dann hier einfach so zulassen? Ach, da muss man eventuell noch was umbauen, das Fahrzeug vorführen. Und das kostet auch alles nichts? Ach doch? Oh.



Habe ich gesagt, dass das umsonst ist?
Man kann dafür locker 3000 € veranschlagen (Aufwand nicht mit eingerechnet). Aber aufgrund der von dir erwähnten Wechselkurse bzw. dem Einkaufspreis in den USA kann sich das immer noch lohnen.... Nicht allzusehr bei Neuwagen, aber bei Musclecars z.b. kann sich das sehr lohnen (nagel mich nicht drauf fest, aber vor ein paar Jahren hat in DE ein Ford Mustang in DE um die 30.000€ gekostet, während man so einen in den USA für ca. US $18.000 erwerben konnte... klar, hatte auch was mit der damaligen Finanzkrise zutun. Bei einer Preisdifferenz die also über den ca. 3000€ an Kosten liegen (in diesem Fall ca. 14.000€), kann sich das sehr wohl lohnen.)

Wir sind hier auf einer Deals - Seite ... es geht also um ersparnisse und potentielle Ersparnisse... wir gehen hier lieber vom "best-" als vom "worst case" scenario aus.

Potentiell gibt es uns also die Möglichkeit noch günstiger an Dinge zu kommen als bisher.

Aber solche Rechnungen bzw. Überlegungen sind vielleicht etwas zu hoch für manche hier.


Meerbuscher

Genau die sind allerdings praktisch ohnehin das Ziel in der EU. Wir erleben doch gerade im Rahmen der stattfindenden Liberalisierung i. V. mit der Krise, wie genau diese Standards faktisch abgebaut werden, weil der Druck in den Krisenländern den Druck auch bei uns erhöht. Gerade im Zuge der Liberalisierung von Dienstleistungen (und auch das würde von einem Freihandelsabkommen betroffen sein) oder der kommunalen Daseinsvorsorge wird es dann eine von Marktradikalen natürlich befürwortete Anpassung nach unten geben.



Nehmen wir mal an du hättest recht. Was folgt daraus? Komplette abschottung, Autarkie? Dass das nicht funktioniert muss ich ja wohl kaum erklären..

Meerbuscher

Die Gefahr bei einer Bindung an die USA ist, dass wir den Zug im asiatischen und mittelamerikanischen Raum verpassen. In diesen Schwellenländern geht in Zukunft die Post ab und nicht auf unseren übersättigten Märkten. Die USA sind insofern die falsche Adresse.



Nur ein Beispiel: D unterhält mit Brasilien bereits eine strategische Partnerschaft. Auswärtiges Amt
Außerdem ist Brasilien Mitglied im Mercosur und darf daher kein Freihandelsabkommen mit Drittländern schließen.

Meerbuscher

Das Prinzip, ein Wirtschaftsmodell dauerhaft auf den Export auszurichten, kann nicht funktionieren (für alle schon gar nicht), weil unsere Überschüsse immer die Schulden der anderen sind (und in einer Währungsunion geht das schon mal doppelt gar nicht). Letztlich exportieren wir Wohlstand, Wohlstand, auf den wir hier verzichten (seit weit über 10 Jahren lahmende Binnenkonjunktur, u. a. wg. Agendapolitik, Niedriglohnsektor, Steuererleichterungen). Und wie fantastisch das funktioniert mit der Schuldentilgung des Auslandes, das erleben wir gerade. Dauerhafte Exportmodelle sind Schmarotzermodelle und ander Nationen können sich das sicher auf Dauer nicht leisten und werden das auch nicht. Die Folgen sind ja genau das, was wir derzeit erleben.



Auch hier die Frage: Was folgt daraus? Lass mich raten. Kapitalismus abschaffen und bedigungloses Grundeinkommen für jedermann? ...

Meerbuscher

Erzähle das mal den Spaniern, Italienern, Griechen ...



Gerne. Die Probleme der Krisenländer sind nämlich hausgemacht. Die Euro-Krise ist vor allem (Staats-)Schuldenkrise und kein Reslutat von Überforderung durch Wettbewerb. Klar "leidet" eine ohnehin schwache Wirtschaft durch einen starken Euro, aber nichtmal das wäre ein Problem gewesen, hätte man nicht dauerhaft gegen den Euro-Stabilitätspakt verstoßen.

Ich will nicht behaupten, dass deine Kritik unberechtigt ist, aber mir erscheint das alles wenig konstruktiv, weil du keine Alternativen nennst.

waldmann

... kein amerikanischer Hersteller außer Apple ein und das Zeug kommt direkt aus China.



Ich glaube du liest nicht bis zum Ende.;)

Meerbuscher

Das Prinzip, ein Wirtschaftsmodell dauerhaft auf den Export auszurichten, kann nicht funktionieren (für alle schon gar nicht), weil unsere Überschüsse immer die Schulden der anderen sind (und in einer Währungsunion geht das schon mal doppelt gar nicht).

sLeepY9887

[...]Ich will nicht behaupten, dass deine Kritik unberechtigt ist, aber mir erscheint das alles wenig konstruktiv, weil du keine Alternativen nennst.


Es geht um Leistungsbilanzsalden und ein Überschuss bedeutet immer zwingend eine Verschuldung des anderen Landes, dem ggü. Deutschland einen Überschuss erzielt hat - das ist Saldenmechanik, so funktioniert nun mal eine Bilanz. Das kann deshalb nicht dauerhaft funktionieren - weswegen es u. a. als Wirtschaftsmodell schwachsinnig ist - weil sich ein anderes Land nicht dauerhaft verschulden kann (weswegen es ja auch Auf- und Abwertung von Währungen untereinander gibt - natürlich nicht innerhalb des Euroraumes). Du wirst nachvollziehen können, das nicht jedes Land Ölquellen oder sonstige Rohstoffe hat.


Wir können hier ja keinen Ökonomenblog aufmachen. Ich verweise einfach mal wegen grundsätzlicher ökonomischer Ansichten und Alternativen - auch für die Sache mit der Leistungsbilanz - auf die Kurzzusammenfassung eines jährlich erscheinenden Memorandums der Arbeitsgruppe Alternative Wipo - keine Angst, das ist nichts Böses, oder auf Beiträge von Heiner Flassbeck, z. B. bei Youtube.

Was du da bezüglich Abschaffung des Kapitalismus und bedingunslosem Grundeinkommen polemisierst, da bist du bei mir an der falschen Adresse. Es geht lediglich um eine stärkere Begrenzung und Regulierung des Kapitalismus, den ich für ein an sich halbwegs brauchbares System halte.

Die Ursachen der Probleme der Krisenländer sind vielfältig und nicht ausschließlich hausgemacht. Deutsches Geld und das permanente Unterlaufen des in der Eurozone vereinbarten Inflationsziels spielte dabei eine große Rolle. Wir haben uns so durch einen Unterbietungswettbewerb in Bezug auf Löhne und Steuern zu den Billigheimern Europas gemacht (v. a. dank Rotgrün) und so erst diese Überschüsse ermöglicht, die - wiegesagt - auf der anderen Seite der Bilanz - zu Schulden wurden und das ohne Abwertungsmöglichkeit innerhalb des Euroraums. Für uns war der Euro viel zu billig und für viele andere viel zu teuer. Das Grundübel an sich, war die verfehlte europäische Einigung, bei der man Staaten unterschiedlicher Wettbewerbskraft quasi mit dem Knüppel in eine Währungsunion prügelte, in der naiven Hoffnung, dass sich diese Länder aneinander angleichen, was - wie man sieht - nicht funktionieren kann. Man wusste damals schon (was ja heute alles bekannt ist), dass z. B. mit den Zahlen in Griechenland etwas gründlich nicht stimmte. Die Warnungen waren damals schon z. T. öffentlich, wurden aber bewusst ignoriert. Dazu die Fehlkonstruktion der EZB, die am Ende keine echte Zentralbank ist.

Diddus

[...]In den USA sind viele Produkte deutlich günstiger als hier in Deutschland. [...] VW verkauft in den USA z.b. den VW Passat CC für um die US $23.000 ... das ist meilenweit von den Preisen in Deutschland.[...]




Das sind Armenmärchen, eine Kollegin hat sich einen 5'er BMW überführen lassen. Da mussten nur noch Nebelschlussleuchten installiert werden. Und weil BMW nun für die USA kein vollkommen anderes Auto baut, war die Sache beim Tüv recht schnell erledigt. Im Luxussegment lohnt BMW, Mercedes oder Landrover lohnt sich jetzt schon ein Import, wegen der vollkommen unverschämten Aufpreispolitik.

Ein Ami, den ich den USA kennengelernt habe und dessen Tochter in Berlin lebt fand es unglaublich, dass man bei uns einen Cupholder extra bezahlen muss.


Diddus

[...]Gerade wegen den (für Konsumenten) günstigen Wechselpreisen lohnt es sich. Verstehe hier nicht, was deine Aussage für ein Gegenargument sein soll?


Ob ein Produkt für uns billig oder teuer ist, hängt vom Preis eines Produktes in den USA und dem Wechselkurs ab. Und der, das Wort sagt es ja sogar irgendwie, wechselt. Ich wollte damit nur sagen, dass man nicht pauschal sagen kann, dass es in den USA für uns billiger ist. Beim derzeitigen Wechselkurs mag das für viele Produkte der Fall sein. Dass eine Freihandelszone zwingend zu sinkenden Preisen führen würde, ist ein anderes Thema.

Ich sehe schon die deutschen Straßen voll mit deinen Muscle Cars. Allerdings könnte dir da der neue Ölboom in den USA in Zukunft einen Strich durch die Rechnung machen. Momentan sieht man ja immer mehr erschreckend kleine Autos auf amerikanischen Straßen, aber das werden die sich noch gründlich überlegen und dann ihre Mustangs selber fahren wollen.

Ich persönlich bin ja eher der rustikale Typ. Ach, ich sehe mich schon mit einem Ford Super Duty F-450 King Ranch auf Düsseldorfer Nebenstraßen, wie ich anderen Autos die Seitenspiegel wegdonnere. Immer den Arm locker aus dem Fenster, Musik von Garth Brooks und fröhlich rufend: "Leute ... nur 66000 Dollar!" Mal sehen, was die Chefin dazu sagt.

Diddus

In den USA sind viele Produkte deutlich günstiger als hier in Deutschland. Dazu gehört unteranderem, aber nicht ausschließlich Fashion, Kosmetika und eben auch Autos.Ob das gut oder schlecht für unsere Wirtschaft ist, sei mal dahin gestellt. VW verkauft in den USA z.b. den VW Passat CC für um die US $23.000 ... das ist meilenweit von den Preisen in Deutschland.



Ich liebe diese Apfel-Birnen-Vergleiche. Zudem kostet der CC keine 23.000 US$, sondern fängt bei knapp 31.000 US$ an.

Außerdem sind die US-Preise IMMER netto. Somit musst Du vom dt. Preis schon mal 19% abziehen. Und schwupps kostet der dt. CC nur noch 26.000 €.

Wenn man dann noch das Gehaltsgefüge mit einbezieht, sieht die Welt noch ganz anders aus.

Meerbuscher

Es geht um Leistungsbilanzsalden und ein Überschuss bedeutet immer zwingend eine Verschuldung des anderen Landes, dem ggü. Deutschland einen Überschuss erzielt hat - das ist Saldenmechanik, so funktioniert nun mal eine Bilanz.


Diese Idee wird weder durch Wiederholung noch durch Verwendung von möglichst hochtrabender Fachtermini richtiger.
Ein Exportüberschuss bedeutet erstmal nur, dass wir uns insgesamt mehr Geld ins Land holen, als wir rausgeben. Wir verdienen somit in der Tat böse formuliert auf Kosten anderer.
Das hat aber per se erstmal nichts mit Schulden anderer zu tun. Wenn man akzeptiert, dass es überhaupt sowas wie eine wirtschaftliche (und damit auch monetäre!) Wertschöpfung gibt (was viele linke Wirtschaftstheoretiker nicht tun), dann bedeutet unser Exportüberschuss erstmal lediglich eine Umverteilung von Geld.
Um auf das Beispiel mit dem Saudi zurückzukommen: Der Scheich verdient durch Ausbeutung seiner Bodenschätze sehr viel Geld. Da wir aber z.B. mehr Geld damit einnehmen ihm Maschinen zu liefern, als er damit verdient uns Oel zu verkaufen, nehmen wir ihm effektiv ein Stück seiner Wertschöpfung weg. Schulden hat er aber dadurch noch lange nicht. Grade weil nidht jeder Oelquellen hat (wir z.B. nicht)mit denen er eine "reale", physisch greifbare Wertschöpfung erzeugen kann, ist unser Exportüberschuss aber hochgradig sinnvoll.
Und zu einem Schuldenproblem wird es erst, wenn jemand unsere Maschinen kauft ohne eigentlich das Geld dafür zu haben.

38102

[...]Das sind Armenmärchen, [...]



Da muss ich mich aber vehement gegen verwehren. Sind es nicht eher "Ammenmärchen"?

38102

[...]Ein Ami, den ich den USA kennengelernt habe und dessen Tochter in Berlin lebt fand es unglaublich, dass man bei uns einen Cupholder extra bezahlen muss.


Na ja, die finden es auch unglaublich, dass wir hier alle eine Krankenversicherung haben und Autobahnen, auf denen man auch mal 250 km/h fahren kann, wenn man denn möchte und entpsrechend ausgestattet ist. Und ich finde es unglaublich, dass es in den USA nicht mal ein ausreichende, verpflichtende Haftpflichtversicherung für Autofahrer gibt und dass der Grand Canyon so tief ist.

Wenn wir schon bei den Autos sind, da können wir doch auch zum tanken nach Venezuela fahren, da kostet der Sprit 0,02€ oder eine Tankfüllung umgerechnet 1€. Und bei der Atlantiküberquerung fangen wie schön Thunfische sogar kostenlos.X)

38102

[...]Das sind Armenmärchen, [...]

38102

[...]Ein Ami, den ich den USA kennengelernt habe und dessen Tochter in Berlin lebt fand es unglaublich, dass man bei uns einen Cupholder extra bezahlen muss.



Ich kann Deine Argumentation nicht ganz nachvollziehen. Ich denke nicht, dass die Einführung einer Freihandelszone zu einem erhöhten US Car Import führt, da die Autos für den US Markt für uns Europäer viel zu komfortabel hinsichtlich Lenkung und Fahrwerk abgestimmt sind. Zudem ist es in den meisten Fällen auch ohne technische Probleme möglich, über längere Zeiten hohe Geschwindigkeiten zu fahren. Meine Aussagen bezog sich auf den Reimport deutscher Fahrzeuge.

Im Übrigen zahlst Du in den Staaten beim Autohändler genauso wie bei uns nie den Bruttolistenpreis.

Deine Aussage mit der Krankenversicherung und der Haftpflichtversicherung stimme ich zu, aber ich kann weiß nun wirklich nicht was das mit Thema Freihandelszone zu tun hat.

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Cold

(gebt ihm doch nicht noch die 50 Kommentare dafür...)

Soll das n Deal sein?
Bei einem gesteigerten Mitteilungsbedürfnis solltest du das eher an deine Pinnwand posten!

Gestern habe ich hier eine Stunde vor der ARD TV- Sendung zur AMAZON- Leiharbeit, einen Film der bestimmt eine Menge MyDealzer interessiert, einen Hinweis als OFF- Topic eingestellt. Der wurde binnen 10 Minuten gelöscht.

So ein kalter Kaffee (Absichtserklärung vo Obama) bleibt als Deal stehen.
Da frag ich mich doch glatt, was das soll. X) X) X)

Zensur - Skandal - empfehle Anrufung des EuGH!

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