kostenloses eBook - Krimi - Vergangenheit tötet
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kostenloses eBook - Krimi - Vergangenheit tötet

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eingestellt am 10. Aug
Heute habe ich einen Krimi aus meiner alten Heimat gefunden.

Wie immer bei den eBook-Deals: Er kann jederzeit vorüber sein!


Dabei geht es um einen Mord, der in Weimar geschieht. Dabei ist der Tatverdächtige seit mehr als 200 Jahren tot!


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Vergangenheit tötet: Ein Thüringen - Weimar - Krimi (Ein Fall für Arnold Borge und Christian Griso 1)


  • Autorin: Sandra Rehschuh
  • Anzahl Seiten: 183
  • Bewertungen: noch keine


Kommissar Arnold Borge kann den Sommer nicht genießen. Während sich die Todestage seiner Frau und seiner Tochter nähern, nervt ihn sein Partner Christian Griso mit seinen Frauengeschichten.

Als in der sonst so beschaulichen Stadt Weimar ein Mord geschieht, müssen Borge und Griso einen klaren Kopf behalten.

Selbstmord oder Mord? Doch woher kommt dieser seltsame Brief, der bei der Leiche gefunden wird? Ein Brief, der von Johann Gottfried Herder stammen soll, einem Dichter, der vor über 200 Jahren starb?

Die Ermittlungen führen Arnold Borge und Christian Griso in die Bauhausuniversität.

Tatkräftige Unterstützung erfahren sie dabei durch die Gerichtsmedizinerin Alina Votice, die längst ein Auge auf Arnold geworfen hat.

Der Fall erweist sich als kompliziert, denn ein weiterer Mord geschieht. Jagen die Ermittler einem Geist hinterher oder steckt nur ein raffiniertes Versteckspiel hinter den Morden?

Weimar, mit seinen weltbekannten Sehenswürdigkeiten, bietet eine facettenreiche Kulisse für einen spannenden Mordfall.




Leseprobe

Tick – Tack – Tick – Tack.

Die Uhr auf dem Armaturenbrett zeigte Mitternacht. Es gab niemanden, der ihm auf seiner Fahrt entgegen kam; niemand, der ihn an seinem Vorhaben hindern konnte. Er bog von der Hauptstraße auf einen Feldweg ein, ohne den Blinker zu betätigen.

Ja, setzt das mit auf meine Rechnung, dachte er und umklammerte das Lenkrad so fest er es vermochte. Darauf kommt es nicht mehr an.

Er blickte starr auf den Weg, der gerade so breit war, dass er ihn mit dem Transporter befahren konnte. Was links und rechts von diesem lag, nahm er nicht länger wahr. Tunnelblick, glaubte er, nannten das die gewöhnlichen Menschen. Ein heißeres Lachen drang aus seiner Kehle. Gewöhnliche Menschen. Das waren sie alle und er verabscheute sie zu tiefst.

Er konzentrierte sich wieder auf die Fahrt und verstummte. Morgen würde niemand auch nur ahnen, dass ein Fahrzeug hier entlanggerollt war. Die Besucher des Belvedere würden die Spuren zertrampelt haben, noch bevor irgendwer ihre Bedeutung erkannte.

Ein Reifen erwischte einen Stein, brachte das Gefährt zum einen Moment aus der Spur und verschwand dann unbeachtet in der Dunkelheit. Irgendwo neben ihm existierte ein Abgrund, das wusste er. Er kannte diesen Park in und auswendig. Es war ein mit Sträuchern bepflanzter, steil abfallender Hügel. Eine Sekunde lang stockte ihm der Atem, bei dem Gedanken, die Kontrolle über den Transporter zu verlieren und da hinunterzustürzen. Doch dann hob er die Oberlippe ein Stück, gleichbedeutend mit einem Grinsen, und konzentrierte sich auf den Pfad. Ihm passierte nichts. Niemals. Er musste nur auf den Weg Acht geben, den normalerweise kein Fahrzeug befuhr. Höchstens der Gärtner mit seiner Schubkarre. Ob dieser am morgigen Tag seine Arbeit weiterhin liebte? Wahrscheinlich nicht. In der Regel fiel der erste Verdacht, spätestens seit Edgar Wallace, stets auf den Gärtner. Das Leben dieses armen Mannes war jetzt schon ruiniert. Dabei ging die Sonne noch nicht einmal auf. Aber was scherte ihn das? Ihn behandelte man auch nicht fair und nie beklagte er sich darüber. Wenn man etwas an der Realität ändern wollte, musste man es selbst in die Hand nehmen.

Wie um seine Gedanken zu bekräftigen, hörte er von der Ladefläche ein Poltern. Gefolgt von Stille. Nach einigen Sekunden wiederholte es sich – lauter.

Die Kleine wachte endlich auf. Lächelnd blickte er durch die Windschutzscheibe. Perfektes Timing! Langsam ging er vom Gas.

Den Brunnen am Ende des Weges konnte er trotz der Finsternis gut erkennen. Oft war er an diesem Ort gewesen und hatte das Wasser beobachtet, das aus einem Felsen herausströmte. Am Boden sammelte es sich in einem Becken, gerade so groß, dass er sich hätte hineinsetzen können.

Er schüttelte den Kopf und verschwendete nicht länger seine Gedanken daran. Er musste weiter, durfte keine Zeit verlieren.

Hinter dem Brunnen führte ein Weg entlang. An dessen Ende befand sich eine künstliche Ruine, die »Große Grotte« genannt. Schweiß trat ihm auf die Stirn. Er kam seinem Ziel näher.

Als er vor wenigen Wochen – Herrgott, waren es ernsthaft nur ein paar Wochen? – das erste Mal den Schlosspark von Belvedere in Weimar besuchte, war es dieser Anblick gewesen, der ihm den Atem raubte. Konnte ein eingestürztes Gebäude tatsächlich solch eine magische Anziehungskraft auf ihn ausüben?

Hastig nickte er.

Magie, ja, die herrschte an diesem Ort, an dem die Vergangenheit lebendig schien. Stunden, sogar Jahre schrumpften zu winzigen Augenblicken zusammen und er fühlte sich wieder jung; sah sich selbst als Kleinkind.

Er ließ den Wagen ausrollen und verharrte mit der Hand auf dem Zündschlüssel. Ein Zurück gab es seit Langem nicht mehr. Zu weit war er gegangen, zu viel hatte er riskiert, um an diesen Punkt zu gelangen. Seine Erlösung schien zum ersten Mal greifbar nahe.

Bald konnte er die Zeit zurückdrehen, alles ungeschehen machen und ein neues Leben beginnen.

Sein Herz hämmerte wie bei einem der wenigen Marathonläufe, an denen er teilgenommen hatte. Früher. Doch das lag hinter ihm, nur noch die staubige Erinnerung daran blieb. Er würde sie vergessen. Irgendwann.

Er stellte den Motor ab.

Das Mädchen musste zur Ruine hinauf laufen. Unmöglich konnte er den Weg dahin befahren. Es war ein heiliger Ort, an dem banale Dinge wie ein Auto keine Existenzberechtigung besaßen. Das Risiko, den Zauber dieses Platzes zu zerstören, erschien ihm zu groß.

Er stieg aus, drückte die Tür hinter sich ins Schloss und öffnete die Schiebetüre des Transporters auf der Beifahrerseite.

Schreckgeweitete Augen starrten aus der Dunkelheit zu ihm empor. Er konnte die Farbe nicht erkennen, aber letztendlich spielte sie auch keine Rolle. Ein nebensächliches Detail.

Dennoch wusste er, dass er diesen Anblick höchstwahrscheinlich seinen Lebtag nicht mehr vergaß.

Lächelnd trat er einen Schritt näher. Er verspürte weder Angst, noch Trauer oder gar Mitleid. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft hatte ihn mit eisernen Klauen an diesen Ort getrieben und schütze ihn vor diesen unbedeutenden Empfindungen.

Tief atmete er die kühle Nachtluft ein, die für die kommenden Stunden einen Regenschauer versprach.

Die Kleine kroch zurück, tollpatschig, mit ihren gefesselten Händen, und stoppte erst, als sie die Trennwand zwischen Ladefläche und Fahrerkabine erreichte.

Mit dem Zeigefinger winkte er sie heran.

Sie reagierte nicht.



Viel Spaß beim Lesen!
Zusätzliche Info
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16 Kommentare
HOT für Weimar
Cold für Spam
Mal mitgenommen für den neuen Tolino, danke
Deal Beschreibung etwas zu ernst (umfangreich) genommen ^^

und wow bei amazon gibt es gratis eBooks?
ist ja was ganz neues
"Dabei ist der Tatverdächtige seit mehr als 200 Jahren tot!"

Jack the Ripper ?

... Hoffe das nicht ein unbeabsichtigter Spoiler
Danke! Direkt mal mitgenommen.
immer wenn ich lese Seitenanzahl <200 Seiten denke ich WOW was nen Kracher muss das sein. Geht das nur mir so?
Für umme immer gut Danke.
Fire muss gefüttert werden
Danke fürs Mitteilen! Man sollte mehr lesen!!!
"Während sich die Todestage seiner Frau und seiner Tochter nähern"


Ist irgendwie ein Standard bei der leichten Krimikost.
Buch heute veröffentlicht. Dealerstellerin heute angemeldet. Eigenwerbung?
Bearbeitet von: "Ollimausi" 10. Aug
NicNac01vor 27 m

immer wenn ich lese Seitenanzahl <200 Seiten denke ich WOW was nen Kracher …immer wenn ich lese Seitenanzahl <200 Seiten denke ich WOW was nen Kracher muss das sein. Geht das nur mir so?


Ja, Seitenzahl <200 bedeutet schließlich weniger als 200 Seiten, da ist es schwer wirklich Tiefe zu entwickeln...
Selbst wenn es Eigenwerbung ist .. ich find's bei Romanen gar nicht so schlimm. Andere als dieser esoterische Lebenshilfe Schund, der scheinbar nur aus zusammengetragenen Wikipedia Artikeln zu bestehen scheint.
Hier hat sich jemand hingesetzt, hat selber was geschrieben und Plan scheinbar eine Reihe, in den Verlauf sich Charaktere entwickeln können, statt alles in ein Buch zu quetschen.

Als erst Autor muss man halt jede Möglichkeit nutzen, um seine Popularität auszuweiten. Ist das erste Buch gut und interessant, wird sich sicherlich der eine oder andere darüber freuen und darauf warten, dass die Geschichte weiter geht. Ist das Buch nicht gut, weiß man, dass man diesen Namen getrost in Zukunft ignorieren kann.

Und ich hab auch schon für genug schlechte Bücher Geld bezahlt.
thx
extra heute dafür angemeldet

entweder reiner Zufall oder eben Eigenwerbung und SPAAAAAAAAAAAAAAAAAM
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