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[kostenloses] Ernährungs-Lesebuch (368 Seiten) als PDF
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KOSTENLOS15€
15
eingestellt am 14. Apr
Bin bei meiner Ernärungs-Recherche drüber gestolpert ...
Die Informationen bekommt man auch auf der Internet Seite ( ernaehrung.de/ ), das PDF ist aber eine gute Zusammenfassung für unterwegs zum Beispiel.
Vergleichspreis - Bei Amazon für 15€ (Kindle): amazon.de/Ern…6X1

P.S.
Wer noch ein meiner Meinung nach gutes, aktuelles Buch zur Ernährung sucht (das leider was kostet, aber mir als schwer übergewichtigem Typen was gebracht hat), dem kann ich "Der Ernährungskompass: Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung" - amazon.de/Ern…h_0 empfehlen (gerne auch das Audible Hörbuch).
Mir hat die Verständlichkeit und die Schlussfolgerungen des Buches gefallen die einem das Thema Ernährung einfach näherbringt.
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Und unter vorschläge mcdonalds dealz zu finden, herrlich
"The perfect health diet" - englischer Titel, aber deutsches Buch. amazon.de/Per…773 Da ist in einer Ernährungsanleitung plus Hintergründen (wenn man es genau wissen will) genau erklärt, wie man sich nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ernähren sollte. Umwerfend detailliert, und nach all dem, was man in den letzten 10 Jahre dazu gelernt hat, wirklich das mit Abstand beste Werk zum Thema. Ist zwar ein "Wälzer" - aber wer sich eben nicht nur "einlesen" will, sondern tatsächlich tiefer einsteigen, für den ist das perfekt. Die Bücher von Gary Taubes wurden z. T. auch auf Deutsch übersetzt (amazon.de/War…8-1 und amazon.de/s%C…8-2). Wie gesagt, erfordert beim Lesen Geduld, weil es eben kein Heftchen ist, was mal eben wischiwaschi ein paar Studien (und das meistens inkorrekt) zusammenschmeißt, sondern weil es an der Historie und der Biochemie ansetzt. Dann kapiert man aber auch, warum man a) oder b) machen oder nicht machen sollte, und es werden nicht einfach Tatsachenbehauptungen aufgestellt. Dass "The big fat surprise" von Nina Teicholz noch nicht auf Deutsch übersetzt wurde, ist eigentlich unbegreiflich. Das ist einfach eines der wichtigsten Bücher zum Thema Ernährung in den letzten 10 Jahren. In diversen Internetartikeln wird beschrieben, was sie schreibt, aber wenn man ihrer unfassbar akribischen Recherche hinter Ernährungsirrtümern, historischen Irrtümern und gewollten Manipulationen folgt, wird die ganze Geschichte der heutigen, falsch angelegten "gesunden" Ernährung erst wirklich klar und nachvollziehbar.
Bearbeitet von: "SoSimple" 15. Apr
Prima, dass Du Dich mit Ernährung beschäftigst! Nur ein kleiner Hinweis - je nachdem, wie ernst Du es meinst mit "Recherche" - einige Infos in dem Buch sind okay, einige sind völlig veraltet - und verwunderlich ist, dass völlig unwissenschaftliche Quellen ("ernaehrung.de" - das ist der Herausgeber selbst) zitiert werden. Also ein wenig Vorsicht ist angebracht. Gilt auch für den Ernährungskompass. Die derzeit aktuellste Studienlage repräsentieren die Bücher von Nina Teicholz und Gary Taubes (teils auch als Hörbuch und auf Deutsch zu bekommen) - die ich sehr, sehr empfehlen kann, gerade, wenn man ein konkretes Problem mit Übergewicht hat. Anschaulich erklärt und augenöffnend...
entropy15.04.2019 06:59

Eure Meinung zu dem Bestseller "Fettlogik überwinden"?


Es gibt ein paar richtige Ansätze (wenn z. B. manche Ernährungsmythen betrachtet werden, wie, dass der Stoffwechsel beim weniger essen angeblich "runterfährt"/Hungerstoffwechsel, oder dass der BMI gar nicht für das Beurteilen des Gewichts tauglich sei), die werden korrigiert - aber diese Korrekturen sind selbst z. T. nicht (mehr) ganz up to date (es wurde festgestellt, der Stoffwechsel fährt etwas runter, aber nicht sehr und nicht lange, und vor allem, wenn man Kalorien um ein bestimmtes Maß reduziert - beim Fasten ist das "Runterfahr-Fenster" nur sehr kurz, dann wird wieder normal verbrannt. Komischerweise ist dieses Fenster länger, wenn man die Nahrungszufuhr nur ein bißchen verringert. Der BMI dagegen ist tatsächlich für 99,9% der Menschen als Maß geeignet - die, für die er es nicht ist, wie Profisportler, sehr Große oder sehr Kleine, wissen das eh).

Die Grundannahme hat etwas vorwiegend Richtiges: Dass die ausschlaggebende Schraube, an der man drehen muss, wenn man Gewicht verlieren will, die Energiezufuhr ist. Aber inzwischen weiß man, dass die Reduktion von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten jeweils unterschiedliche Effekte haben, weil sie verschieden verstoffwechselt werden - und das läßt die Autorin unbeachtet (vielleicht wußte sie es selbst damals, als das Buch rauskam nicht, oder es war noch nicht bekannt, seit etwa 10-15 Jahren weiß man da deutlich mehr). Der entscheidende Punkt ist, dass KH Insulin brauchen, damit die Energie daraus nutzbar gemacht werden kann. Also werden KH verzehrt, kommt Insulin ins Blut. Insulin hat aber noch eine Eigenschaft - es stoppt die Nutzung des eigenen Körperfetts, weil es sofort die Lipolyse (also das Lösen des Fetts aus den Körperzellen) stoppt. Dazu ist es einer der Hauptfaktoren, damit aus (überschüssigen) KH neues Körperfett erst aufgebaut werden kann (überschüssige KH werden erst als Glycogen gespeichert, dann, wenn die (kleinen!) Speicher voll sind, zu Fett umgewandelt).

Noch dazu: sobald der Körper Energie aus eigenen Reserven braucht, nimmt er erst Glucose/Glycogen (reicht etwa 24h), dann Protein (Muskel), dann erst Fett. Saublöd, ist aber leider so. Das mit dem Protein ist meist nicht wild (auch wenn manche Sportler da halb hysterisch tun), das Fenster ist nicht sehr groß (sonst wären wir alle nur Fettberge, wenn wir hungern und alle Muskeln wären weg - ist aber nicht so). Wenn ich aber es nie groß zur Fettverbrennung kommen lasse, wird dieser Anteil immer dabei sein. Ich arbeite also beim Abnehmen mit einem hohen KH-Anteil auf einen Körper mit mehr Fett- und weniger Muskelanteil hin.

Das heißt: Wenn man einfach nur FdH macht, nimmt man viel langsamer/mühevoller ab, wenn man weil jedesmal, wenn man KH zu sich nimmt, Insulin auf den Plan ruft und so die Fettverbrennung stoppt. Und man steuert seine Körperzusammensetzung in eine weniger funktionale/gesunde Richtung. Und dieser extrem zentrale Aspekt wird in dem Buch eben mißachtet, indem behauptet wird, man nimmt immer gleich ab, egal, was man ißt - 1200 kcal aus Duplo oder 1200 kcal aus Gemüse, Olivenöl und Fisch. Und dem ist nicht so - man nimmt deutlich langsamer ab und mehr von dem Gewebe, was man eigentlich behalten will.

Wie gesagt, kein Bashing, ich glaube, diese Mechanismen waren damals noch nicht so gut erforscht, wie sie es heute sind, da hat sich viel getan in den letzten Jahren (Menschen auf gleiche kcal-Reduktion mit anderer Nährstoffverteilung setzen und kucken, was passiert) - und die Ergebnisse deuten stark darauf hin, dass eben zur kcal-Reduktion eine zusätzliche KH-Reduktion innerhalb dieser 1200 kcal (oder wieviel auch immer) sehr, sehr sinnvoll ist. Dieses Prinzip berücksichtigt eben die "Perfect Health Diet" zusätzlich.

Sorry, langer Text ist aber auch ein komplexes Thema, und wir lernen so ziemlich jeden Tag neu dazu.
Bearbeitet von: "SoSimple" 15. Apr
15 Kommentare
Und unter vorschläge mcdonalds dealz zu finden, herrlich
Beattie9414.04.2019 23:20

Und unter vorschläge mcdonalds dealz zu finden, herrlich


Apfeltasche yummy
Schnollivor 1 h, 21 m

Apfeltasche yummy


Oder Himbeere ^^
Prima, dass Du Dich mit Ernährung beschäftigst! Nur ein kleiner Hinweis - je nachdem, wie ernst Du es meinst mit "Recherche" - einige Infos in dem Buch sind okay, einige sind völlig veraltet - und verwunderlich ist, dass völlig unwissenschaftliche Quellen ("ernaehrung.de" - das ist der Herausgeber selbst) zitiert werden. Also ein wenig Vorsicht ist angebracht. Gilt auch für den Ernährungskompass. Die derzeit aktuellste Studienlage repräsentieren die Bücher von Nina Teicholz und Gary Taubes (teils auch als Hörbuch und auf Deutsch zu bekommen) - die ich sehr, sehr empfehlen kann, gerade, wenn man ein konkretes Problem mit Übergewicht hat. Anschaulich erklärt und augenöffnend...
SoSimplevor 1 h, 1 m

Prima, dass Du Dich mit Ernährung beschäftigst! Nur ein kleiner Hinweis - j …Prima, dass Du Dich mit Ernährung beschäftigst! Nur ein kleiner Hinweis - je nachdem, wie ernst Du es meinst mit "Recherche" - einige Infos in dem Buch sind okay, einige sind völlig veraltet - und verwunderlich ist, dass völlig unwissenschaftliche Quellen ("ernaehrung.de" - das ist der Herausgeber selbst) zitiert werden. Also ein wenig Vorsicht ist angebracht. Gilt auch für den Ernährungskompass. Die derzeit aktuellste Studienlage repräsentieren die Bücher von Nina Teicholz und Gary Taubes (teils auch als Hörbuch und auf Deutsch zu bekommen) - die ich sehr, sehr empfehlen kann, gerade, wenn man ein konkretes Problem mit Übergewicht hat. Anschaulich erklärt und augenöffnend...


Wenn du da noch etwas auf deutsch hättest an Tips, wäre das nicht schlecht.
"The perfect health diet" - englischer Titel, aber deutsches Buch. amazon.de/Per…773 Da ist in einer Ernährungsanleitung plus Hintergründen (wenn man es genau wissen will) genau erklärt, wie man sich nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ernähren sollte. Umwerfend detailliert, und nach all dem, was man in den letzten 10 Jahre dazu gelernt hat, wirklich das mit Abstand beste Werk zum Thema. Ist zwar ein "Wälzer" - aber wer sich eben nicht nur "einlesen" will, sondern tatsächlich tiefer einsteigen, für den ist das perfekt. Die Bücher von Gary Taubes wurden z. T. auch auf Deutsch übersetzt (amazon.de/War…8-1 und amazon.de/s%C…8-2). Wie gesagt, erfordert beim Lesen Geduld, weil es eben kein Heftchen ist, was mal eben wischiwaschi ein paar Studien (und das meistens inkorrekt) zusammenschmeißt, sondern weil es an der Historie und der Biochemie ansetzt. Dann kapiert man aber auch, warum man a) oder b) machen oder nicht machen sollte, und es werden nicht einfach Tatsachenbehauptungen aufgestellt. Dass "The big fat surprise" von Nina Teicholz noch nicht auf Deutsch übersetzt wurde, ist eigentlich unbegreiflich. Das ist einfach eines der wichtigsten Bücher zum Thema Ernährung in den letzten 10 Jahren. In diversen Internetartikeln wird beschrieben, was sie schreibt, aber wenn man ihrer unfassbar akribischen Recherche hinter Ernährungsirrtümern, historischen Irrtümern und gewollten Manipulationen folgt, wird die ganze Geschichte der heutigen, falsch angelegten "gesunden" Ernährung erst wirklich klar und nachvollziehbar.
Bearbeitet von: "SoSimple" 15. Apr
Eure Meinung zu dem Bestseller "Fettlogik überwinden"?
entropy15.04.2019 06:59

Eure Meinung zu dem Bestseller "Fettlogik überwinden"?


Es gibt ein paar richtige Ansätze (wenn z. B. manche Ernährungsmythen betrachtet werden, wie, dass der Stoffwechsel beim weniger essen angeblich "runterfährt"/Hungerstoffwechsel, oder dass der BMI gar nicht für das Beurteilen des Gewichts tauglich sei), die werden korrigiert - aber diese Korrekturen sind selbst z. T. nicht (mehr) ganz up to date (es wurde festgestellt, der Stoffwechsel fährt etwas runter, aber nicht sehr und nicht lange, und vor allem, wenn man Kalorien um ein bestimmtes Maß reduziert - beim Fasten ist das "Runterfahr-Fenster" nur sehr kurz, dann wird wieder normal verbrannt. Komischerweise ist dieses Fenster länger, wenn man die Nahrungszufuhr nur ein bißchen verringert. Der BMI dagegen ist tatsächlich für 99,9% der Menschen als Maß geeignet - die, für die er es nicht ist, wie Profisportler, sehr Große oder sehr Kleine, wissen das eh).

Die Grundannahme hat etwas vorwiegend Richtiges: Dass die ausschlaggebende Schraube, an der man drehen muss, wenn man Gewicht verlieren will, die Energiezufuhr ist. Aber inzwischen weiß man, dass die Reduktion von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten jeweils unterschiedliche Effekte haben, weil sie verschieden verstoffwechselt werden - und das läßt die Autorin unbeachtet (vielleicht wußte sie es selbst damals, als das Buch rauskam nicht, oder es war noch nicht bekannt, seit etwa 10-15 Jahren weiß man da deutlich mehr). Der entscheidende Punkt ist, dass KH Insulin brauchen, damit die Energie daraus nutzbar gemacht werden kann. Also werden KH verzehrt, kommt Insulin ins Blut. Insulin hat aber noch eine Eigenschaft - es stoppt die Nutzung des eigenen Körperfetts, weil es sofort die Lipolyse (also das Lösen des Fetts aus den Körperzellen) stoppt. Dazu ist es einer der Hauptfaktoren, damit aus (überschüssigen) KH neues Körperfett erst aufgebaut werden kann (überschüssige KH werden erst als Glycogen gespeichert, dann, wenn die (kleinen!) Speicher voll sind, zu Fett umgewandelt).

Noch dazu: sobald der Körper Energie aus eigenen Reserven braucht, nimmt er erst Glucose/Glycogen (reicht etwa 24h), dann Protein (Muskel), dann erst Fett. Saublöd, ist aber leider so. Das mit dem Protein ist meist nicht wild (auch wenn manche Sportler da halb hysterisch tun), das Fenster ist nicht sehr groß (sonst wären wir alle nur Fettberge, wenn wir hungern und alle Muskeln wären weg - ist aber nicht so). Wenn ich aber es nie groß zur Fettverbrennung kommen lasse, wird dieser Anteil immer dabei sein. Ich arbeite also beim Abnehmen mit einem hohen KH-Anteil auf einen Körper mit mehr Fett- und weniger Muskelanteil hin.

Das heißt: Wenn man einfach nur FdH macht, nimmt man viel langsamer/mühevoller ab, wenn man weil jedesmal, wenn man KH zu sich nimmt, Insulin auf den Plan ruft und so die Fettverbrennung stoppt. Und man steuert seine Körperzusammensetzung in eine weniger funktionale/gesunde Richtung. Und dieser extrem zentrale Aspekt wird in dem Buch eben mißachtet, indem behauptet wird, man nimmt immer gleich ab, egal, was man ißt - 1200 kcal aus Duplo oder 1200 kcal aus Gemüse, Olivenöl und Fisch. Und dem ist nicht so - man nimmt deutlich langsamer ab und mehr von dem Gewebe, was man eigentlich behalten will.

Wie gesagt, kein Bashing, ich glaube, diese Mechanismen waren damals noch nicht so gut erforscht, wie sie es heute sind, da hat sich viel getan in den letzten Jahren (Menschen auf gleiche kcal-Reduktion mit anderer Nährstoffverteilung setzen und kucken, was passiert) - und die Ergebnisse deuten stark darauf hin, dass eben zur kcal-Reduktion eine zusätzliche KH-Reduktion innerhalb dieser 1200 kcal (oder wieviel auch immer) sehr, sehr sinnvoll ist. Dieses Prinzip berücksichtigt eben die "Perfect Health Diet" zusätzlich.

Sorry, langer Text ist aber auch ein komplexes Thema, und wir lernen so ziemlich jeden Tag neu dazu.
Bearbeitet von: "SoSimple" 15. Apr
SoSimple15.04.2019 05:36

"The perfect health diet" - englischer Titel, aber deutsches Buch. …"The perfect health diet" - englischer Titel, aber deutsches Buch. https://www.amazon.de/Perfect-Health-Diet-Paul-Jaminet/dp/3132401773 Da ist in einer Ernährungsanleitung plus Hintergründen (wenn man es genau wissen will) genau erklärt, wie man sich nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ernähren sollte. Umwerfend detailliert, und nach all dem, was man in den letzten 10 Jahre dazu gelernt hat, wirklich das mit Abstand beste Werk zum Thema. Ist zwar ein "Wälzer" - aber wer sich eben nicht nur "einlesen" will, sondern tatsächlich tiefer einsteigen, für den ist das perfekt. Die Bücher von Gary Taubes wurden z. T. auch auf Deutsch übersetzt (https://www.amazon.de/Warum-wir-dick-werden-dagegen-ebook/dp/B07CMZR72C/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=taubes&qid=1555299200&s=gateway&sr=8-1 und https://www.amazon.de/s%C3%BC%C3%9Fe-Tod-Diabetes-Adipositas-Epidemie-verursachte/dp/3742306456/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=taubes+gary&qid=1555299234&s=gateway&sr=8-2). Wie gesagt, erfordert beim Lesen Geduld, weil es eben kein Heftchen ist, was mal eben wischiwaschi ein paar Studien (und das meistens inkorrekt) zusammenschmeißt, sondern weil es an der Historie und der Biochemie ansetzt. Dann kapiert man aber auch, warum man a) oder b) machen oder nicht machen sollte, und es werden nicht einfach Tatsachenbehauptungen aufgestellt. Dass "The big fat surprise" von Nina Teicholz noch nicht auf Deutsch übersetzt wurde, ist eigentlich unbegreiflich. Das ist einfach eines der wichtigsten Bücher zum Thema Ernährung in den letzten 10 Jahren. In diversen Internetartikeln wird beschrieben, was sie schreibt, aber wenn man ihrer unfassbar akribischen Recherche hinter Ernährungsirrtümern, historischen Irrtümern und gewollten Manipulationen folgt, wird die ganze Geschichte der heutigen, falsch angelegten "gesunden" Ernährung erst wirklich klar und nachvollziehbar.


Danke Dir für die vielen und sehr ausführlichen Kommentare! Ist viel neues und hilfreiches für mich dabei! (Bin gerade erst am Anfang mich einzulesen...)
FunTomAs15.04.2019 13:29

Danke Dir für die vielen und sehr ausführlichen Kommentare! Ist viel neues …Danke Dir für die vielen und sehr ausführlichen Kommentare! Ist viel neues und hilfreiches für mich dabei! (Bin gerade erst am Anfang mich einzulesen...)


Sehr gerne! Meide vor allem die Seiten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung als Ratgeber - die offiziellen Ratschläge sind seit 15 Jahren überholt und wurden so gut wie nie angepasst, das ist echt ein Skandal, wenn man sich anschaut, wie viel wir gerade in den letzten 15 Jahren rausgefunden haben, was grundsätzlich fast alles ändert (dafür wird man als Wissenschaftler in dem Bereich ja auch leider gerne so gehasst ). Ich lese die DGE-Empfehlungen nur, wenn ich mal herzlich lachen möchte oder mein Blutdruck zu niedrig ist.
Bearbeitet von: "SoSimple" 15. Apr
SoSimplevor 14 h, 50 m

"The perfect health diet" - englischer Titel, aber deutsches Buch. …"The perfect health diet" - englischer Titel, aber deutsches Buch. https://www.amazon.de/Perfect-Health-Diet-Paul-Jaminet/dp/3132401773 Da ist in einer Ernährungsanleitung plus Hintergründen (wenn man es genau wissen will) genau erklärt, wie man sich nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ernähren sollte. Umwerfend detailliert, und nach all dem, was man in den letzten 10 Jahre dazu gelernt hat, wirklich das mit Abstand beste Werk zum Thema. Ist zwar ein "Wälzer" - aber wer sich eben nicht nur "einlesen" will, sondern tatsächlich tiefer einsteigen, für den ist das perfekt. Die Bücher von Gary Taubes wurden z. T. auch auf Deutsch übersetzt (https://www.amazon.de/Warum-wir-dick-werden-dagegen-ebook/dp/B07CMZR72C/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=taubes&qid=1555299200&s=gateway&sr=8-1 und https://www.amazon.de/s%C3%BC%C3%9Fe-Tod-Diabetes-Adipositas-Epidemie-verursachte/dp/3742306456/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=taubes+gary&qid=1555299234&s=gateway&sr=8-2). Wie gesagt, erfordert beim Lesen Geduld, weil es eben kein Heftchen ist, was mal eben wischiwaschi ein paar Studien (und das meistens inkorrekt) zusammenschmeißt, sondern weil es an der Historie und der Biochemie ansetzt. Dann kapiert man aber auch, warum man a) oder b) machen oder nicht machen sollte, und es werden nicht einfach Tatsachenbehauptungen aufgestellt. Dass "The big fat surprise" von Nina Teicholz noch nicht auf Deutsch übersetzt wurde, ist eigentlich unbegreiflich. Das ist einfach eines der wichtigsten Bücher zum Thema Ernährung in den letzten 10 Jahren. In diversen Internetartikeln wird beschrieben, was sie schreibt, aber wenn man ihrer unfassbar akribischen Recherche hinter Ernährungsirrtümern, historischen Irrtümern und gewollten Manipulationen folgt, wird die ganze Geschichte der heutigen, falsch angelegten "gesunden" Ernährung erst wirklich klar und nachvollziehbar.


Warum so einen Wälzer lesen. Zwei drei Dinge konsequent beherzigen und dein Leben ist geregelt schlank.
Aber natürlich darfst du das Modethema lesen.
SoSimple15.04.2019 14:48

Sehr gerne! Meide vor allem die Seiten der Deutschen Gesellschaft für …Sehr gerne! Meide vor allem die Seiten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung als Ratgeber - die offiziellen Ratschläge sind seit 15 Jahren überholt und wurden so gut wie nie angepasst, das ist echt ein Skandal, wenn man sich anschaut, wie viel wir gerade in den letzten 15 Jahren rausgefunden haben, was grundsätzlich fast alles ändert (dafür wird man als Wissenschaftler in dem Bereich ja auch leider gerne so gehasst ). Ich lese die DGE-Empfehlungen nur, wenn ich mal herzlich lachen möchte oder mein Blutdruck zu niedrig ist.


Höre ich hier einen Strunz Fan heraus? Der verteufelt zu recht, die DGfE.
Recht hast du allemal.
SoSimplevor 7 h, 49 m

Es gibt ein paar richtige Ansätze (wenn z. B. manche Ernährungsmythen b …Es gibt ein paar richtige Ansätze (wenn z. B. manche Ernährungsmythen betrachtet werden, wie, dass der Stoffwechsel beim weniger essen angeblich "runterfährt"/Hungerstoffwechsel, oder dass der BMI gar nicht für das Beurteilen des Gewichts tauglich sei), die werden korrigiert - aber diese Korrekturen sind selbst z. T. nicht (mehr) ganz up to date (es wurde festgestellt, der Stoffwechsel fährt etwas runter, aber nicht sehr und nicht lange, und vor allem, wenn man Kalorien um ein bestimmtes Maß reduziert - beim Fasten ist das "Runterfahr-Fenster" nur sehr kurz, dann wird wieder normal verbrannt. Komischerweise ist dieses Fenster länger, wenn man die Nahrungszufuhr nur ein bißchen verringert. Der BMI dagegen ist tatsächlich für 99,9% der Menschen als Maß geeignet - die, für die er es nicht ist, wie Profisportler, sehr Große oder sehr Kleine, wissen das eh).Die Grundannahme hat etwas vorwiegend Richtiges: Dass die ausschlaggebende Schraube, an der man drehen muss, wenn man Gewicht verlieren will, die Energiezufuhr ist. Aber inzwischen weiß man, dass die Reduktion von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten jeweils unterschiedliche Effekte haben, weil sie verschieden verstoffwechselt werden - und das läßt die Autorin unbeachtet (vielleicht wußte sie es selbst damals, als das Buch rauskam nicht, oder es war noch nicht bekannt, seit etwa 10-15 Jahren weiß man da deutlich mehr). Der entscheidende Punkt ist, dass KH Insulin brauchen, damit die Energie daraus nutzbar gemacht werden kann. Also werden KH verzehrt, kommt Insulin ins Blut. Insulin hat aber noch eine Eigenschaft - es stoppt die Nutzung des eigenen Körperfetts, weil es sofort die Lipolyse (also das Lösen des Fetts aus den Körperzellen) stoppt. Dazu ist es einer der Hauptfaktoren, damit aus (überschüssigen) KH neues Körperfett erst aufgebaut werden kann (überschüssige KH werden erst als Glycogen gespeichert, dann, wenn die (kleinen!) Speicher voll sind, zu Fett umgewandelt).Noch dazu: sobald der Körper Energie aus eigenen Reserven braucht, nimmt er erst Glucose/Glycogen (reicht etwa 24h), dann Protein (Muskel), dann erst Fett. Saublöd, ist aber leider so. Das mit dem Protein ist meist nicht wild (auch wenn manche Sportler da halb hysterisch tun), das Fenster ist nicht sehr groß (sonst wären wir alle nur Fettberge, wenn wir hungern und alle Muskeln wären weg - ist aber nicht so). Wenn ich aber es nie groß zur Fettverbrennung kommen lasse, wird dieser Anteil immer dabei sein. Ich arbeite also beim Abnehmen mit einem hohen KH-Anteil auf einen Körper mit mehr Fett- und weniger Muskelanteil hin.Das heißt: Wenn man einfach nur FdH macht, nimmt man viel langsamer/mühevoller ab, wenn man weil jedesmal, wenn man KH zu sich nimmt, Insulin auf den Plan ruft und so die Fettverbrennung stoppt. Und man steuert seine Körperzusammensetzung in eine weniger funktionale/gesunde Richtung. Und dieser extrem zentrale Aspekt wird in dem Buch eben mißachtet, indem behauptet wird, man nimmt immer gleich ab, egal, was man ißt - 1200 kcal aus Duplo oder 1200 kcal aus Gemüse, Olivenöl und Fisch. Und dem ist nicht so - man nimmt deutlich langsamer ab und mehr von dem Gewebe, was man eigentlich behalten will. Wie gesagt, kein Bashing, ich glaube, diese Mechanismen waren damals noch nicht so gut erforscht, wie sie es heute sind, da hat sich viel getan in den letzten Jahren (Menschen auf gleiche kcal-Reduktion mit anderer Nährstoffverteilung setzen und kucken, was passiert) - und die Ergebnisse deuten stark darauf hin, dass eben zur kcal-Reduktion eine zusätzliche KH-Reduktion innerhalb dieser 1200 kcal (oder wieviel auch immer) sehr, sehr sinnvoll ist. Dieses Prinzip berücksichtigt eben die "Perfect Health Diet" zusätzlich.Sorry, langer Text ist aber auch ein komplexes Thema, und wir lernen so ziemlich jeden Tag neu dazu.




Höre ich hier einen Strunz Fan heraus? Der verteufelt zu recht, die DGfE.
Recht hast du allemal.

Zusammengefasst: Zucker (KH) stoppt Fettverbrennung.
gutermannvor 14 m

Höre ich hier einen Strunz Fan heraus? Der verteufelt zu recht, die …Höre ich hier einen Strunz Fan heraus? Der verteufelt zu recht, die DGfE.Recht hast du allemal.


Ja, es geht vor allem darum, ein paar Dinge nicht zu beherzigen, die die DGE unbeirrt seit 50 Jahren empfiehlt. Und manche wissen vor lauter Ratschlägen gar nicht mehr, was gesund ist - weil viele lang wiederholte Ratschläge auch falsch waren und jetzt peu à peu widerrufen werden müssen. Deshalb habe ich es nur angeboten, falls jemand tiefer einsteigen möchte (wie im Ausgangspost angedeutet), denn das geht nur mit viel lesen, nicht ein bißchen einlesen - gerade dabei stolpert man über einen Käse nach dem anderen und alles scheint widersprüchlich zu sein. Wenn man die Bildung in dem Thema konsequent aufbaut, dann blickt man durch - und dann ist es eigentlich wieder ganz einfach Und nein, ich bin kein Strunz-Fan (wer Zuckerbomben-Gummibärchen rausbringt und was über gesunde Ernährung schwafelt, der hat bei mir seine Glaubwürdigkeit verspielt). Für mich selbst ist das kein Modethema, sondern berührt Teile meines Jobs, deswegen beobachte ich recht aufmerksam, was kommuniziert wird. Aber ja, Essen ist eine ewige Mode, wie Wetter oder der liebe Gott, darüber werden die Menschen immer reden, so ist es... Es wäre nur schön, wenn wir "glauben" immer mehr durch wissen ersetzen könnten - und Biochemie (Stoffwechsel) von Philosophie (vegan, paleo etc.) unterscheiden würden.
Bearbeitet von: "SoSimple" 15. Apr
Ernährungsratschlag: bist du zu fett Friss weniger.
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