Kostenloses Infomaterial für TTIP
463°Abgelaufen

Kostenloses Infomaterial für TTIP

80
eingestellt am 5. Mai 2014
Ich denke Jeder kennt TTIP hier gibt es kostenloses Infomaterial dafür, auch bzw gerade zum Verteilen an Nachbarn bekannte. Bitte nur Bestellen wenn man Interesse am Verteilen hat. Es kommt ein Spenden aufruf bei der Bestellung kann man aber getrost Ignorieren.

umweltinstitut.org/inf…b=2 Gute Sache bitte wenn möglich mit machen.


campact.de/tti…en/

Auch hier noch ein Zweiter Link, vielleicht wird die Aktion auch wieder verfügbar.

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Was ist TTIP?

Das Transatlantic-Trade-and-Investment-Partnership-Abkommen, TTIP, ist kein klassisches Freihandelsabkommen. Es geht nicht um die Abschaffung von Zöllen und Handelsschranken, weil es die zwischen Europa und den USA kaum noch gibt. Ziel ist vielmehr der Abbau von so genannten „nicht-tarifären Handelshemmnissen“. Als Handelshemmnis können die Vertragspartner alles definieren: Verbraucherschutz, Kennzeichnungspflicht, Datenschutz, Arbeitnehmerrechte.

Sofern das Recht dem Handel hinderlich ist (oder auch nur dem Interesse wichtiger Großkonzerne einer Seite widerspricht) soll es „harmonisiert“ werden. Das heißt praktisch meist, dass Standards gesenkt werden. Und zwar durch einen Vertrag zwischen Staaten oder Staatenbünden wie der EU. Die Vertragsverhandlungen finden ohne Transparenz, ohne Debatte und Beteiligung der demokratisch gewählten Parlamente statt. Die Parlamente können am Schluss nur noch Ja oder Nein zu dem ganzen Vertrag sagen.

Was bedeutet der Vertrag für uns?

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU birgt viele Gefahren:

US-Produkte müssten nicht mehr europäische Verbraucherschutz- und Tierschutzstandards einhalten, um in der EU verkauft zu werden. Damit EU-Unternehmen dann nicht benachteiligt sind, müssten die Standards hierzulande gesenkt werden.
Der durch das Abkommen ausgelöste Preiskampf bei Lebensmitteln würde auf beiden Seiten des Atlantiks naturschonend wirtschaftende Bauernhöfe massenweise zur Aufgabe zwingen.
Die durch die EU-Chemikalienverordnung REACH vorgeschriebene Gefahrenprüfung vor der Markteinführung von Substanzen wird umgehbar: Ein Konzern müsste nur ein Produkt in den USA anbieten – und schon könnte er es auch in Europa verkaufen.
TTIP wird die Einfuhr gentechnisch veränderter Lebensmittel, von Hormonfleisch und Chlorhühnern erleichtern – und die Kennzeichnungspflicht aufweichen.
Wenn öffentliche Dienstleistungen als Märkte interpretiert werden, wie es die Pläne bisher vorsehen, wird eine Welle an Privatisierungen folgen.
Im Bereich des so genannten „geistigen Eigentums“ drohen Verschärfungen: weniger Rechte für Internetnutzer und ein lascher Datenschutz.
Investoren sollen die Möglichkeit bekommen, Staaten vor Schiedsgerichten zu verklagen, wenn sie ihre Gewinnaussichten durch demokratische Beschlüsse verletzt sehen. Auf eine solche Investitionsschutzklausel in einem anderen Abkommen beruft sich heute schon Vattenfall – und verklagt derzeit Deutschland auf 3,7 Milliarden Euro Schadensersatz für den Atomausstieg.
Wer verhandelt?

Die Verhandlungen finden statt zwischen der EU-Kommission, vertreten durch den Handelskommissar, und dem US-Handelsministerium. In der EU haben weder die Mitgliedsstaaten noch die anderen EU-Kommissare, noch gar die Abgeordneten von Europaparlament und nationalen Parlamenten Einblick in die Verhandlungsdokumente.

Auf der anderen Seite haben einige hundert Industrielobbyisten exklusiven Zugang und die Möglichkeit, ihre Interessen direkt in den Vertrag zu diktieren. Ziel der Verhandlungs-Elite ist es, die Verhandlungen geheim abzuschließen und den demokratisch gewählten Vertretungen der Bürger/innen dann nur noch die Wahl zwischen Zustimmung und Ablehnung zu lassen.

Warum wissen wir so wenig über die Inhalte?

Die EU-Kommission hält die Verhandlungsdokumente geheim. Sie war noch nicht einmal bereit, das Verhandlungsmandat – also das, worüber sie verhandelt – offen zu legen. Dieses Mandat ist jedoch von der US-Regierung veröffentlicht und auf diesem Weg bekannt geworden.

Wie viele Arbeitsplätze und wie viel Wachstum bringt der Vertrag?

Die Europäische Kommission rechnet, gestützt auf eine Studie des Centre for Economic Policy Research (CEPR 2013), für das Jahr 2027 mit einem Wachstum des realen Einkommens der EU von bis zu 0,48 Prozent. Die Kommission schließt Anpassungseffekte zwar nicht aus, gesamtwirtschaftlich sollen jedoch Beschäftigungsgewinne und Lohnzuwächse überwiegen. Schon diese positiv gefärbte Schätzung geht also von einem äußerst geringen wirtschaftlichen Nutzen in sehr ferner Zukunft aus.

Nicht berücksichtigt sind dabei mögliche negative Effekte. Neben Arbeitsplatzverlusten in ländlichen Gebieten droht eine Ausweitung niedrig entlohnter Beschäftigung, zunehmende Einkommensungleichheit, verschärfte Sparpolitik der öffentlichen Haushalte und eine geringere Tarifbindung. Privatisierungen, Ausgliederungen und Deregulierung vor allem im Dienstleistungsbereich können einfach genutzt werden, um Niedriglohn-Jobs zu schaffen. Weil sie anständig bezahlte Jobs mehr und mehr verdrängen, wirkt sich das auf das allgemeine Lohnniveau und damit auf die „Normalarbeitsverhältnisse“ aus.

Hat die EU-Kommission nicht transparente Verhandlungen unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft versprochen?

Dieses Versprechen ist leider eine leere Hülse. Die EU-Kommission veranstaltet einige so genannte Stakeholder Briefings, bei denen sie Vertreter/innen der Zivilgesellschaft mit Allgemeinplätzen, ausweichenden Antworten und bewusstem Verschweigen hinhält. Dem gegenüber stehen hunderte Gespräche mit Industrielobbyisten, bei denen diese unmittelbar Einfluss auf die Verhandlungstexte nehmen können.

Die EU-Kommission will ein Komitee einrichten (siehe hier. S. 3), das die Verhandlungen begleiten soll. In ihm sollen neben sieben Industrievertretern zwei handverlesene Vertreter von Umweltschutzverbänden, zwei von Gewerkschaften, einer von Transparenz-Organisationen sitzen. Aber auch diesem Komitee werden voraussichtlich keine Vertragstexte zugänglich gemacht. Genauso wenig wie dem Europaparlament. Wenn Abgeordnete oder die wenigen ausgewählten Vertreter der Zivilgesellschaft Verhandlungsunterlagen sehen dürfen, dann nur in speziellen Leseräumen. Sie sind zu Stillschweigen verpflichtet, dürfen also ihr Wissen nicht mit Experten und vor allem nicht mit uns Bürger/innen teilen.

Wie ist der Zeitplan?

Die Verhandlungen wurden im Juni offiziell aufgenommen. Ziel der Verhandlungspartner ist ein schneller Abschluss, bis 2015. Der genaue Zeitplan hängt vom Fortschritt der Verhandlungen ab. Klar ist bisher nur, dass die nächste Verhandlungsrunde im März 2014 in Brüssel stattfindet.

In den USA gibt es zunehmend Widerstand gegen den geplanten „Fast Track“ Prozess, der der Obama-Administration eine Verhandlung ohne Beteiligung des Kongresses erlauben würde. Der Ausgang des Konflikts ist derzeit offen.

Was passiert nach den Verhandlungen?

Das Europaparlament und die Europäischen Regierungen müssen dem Vertrag auf jeden Fall zustimmen. Strittig ist, ob der Vertrag außerdem in jedem einzelnen Mitgliedsstaat „ratifiziert“ werden muss. Die EU-Kommission möchte dieses Abkommen allein auf europäischer Ebene durchsetzen und die nationalen Parlamente außen vor lassen! Dagegen regt sich Widerstand aus den Mitgliedsstaaten - sehr zu recht. Wenn die EU-Kommission nicht einlenkt, ist eine Klage vor dem EuGH in dieser Sache wahrscheinlich.

Würde der Vertrag auch von den Mitgliedsstaaten ratifiziert, bedeutet das in der Regel, dass die Parlamente abstimmen. Möglich sind aber auch Volksentscheide in einzelnen Mitgliedsländern. Wird der Vertrag von nur einem EU-Staat nicht ratifiziert, ist er gescheitert.

In Deutschland hängt es vom Inhalt des endgültigen Vertrages ab, ob nur der Bundestag entscheidet oder auch der Bundesrat zustimmen muss.

Wie funktionieren die Konzernklagen?

In vielen Handelsverträgen gibt es mittlerweile so genannte Investitionsschutzklauseln. Sie erlauben ausländischen Konzernen, vor einem „Schiedsgericht“ zu klagen, wenn es seine Gewinnerwartung durch politische Entscheidungen eines Staates verletzt sieht. Das „Schiedsgericht“ ist kein Gericht im herkömmlichen Sinne. Es besteht ausschließlich aus Anwälten, die in einem Prozess die Rolle des Kläger-Anwalts, im nächsten Verfahren die Rolle des Anwalts der Beklagten, und ein anderes Mal die Rolle des Richters übernehmen. Eine exklusive Minderheit von hoch spezialisierten Rechtsexperten entscheidet also über Entschädigungen in Milliardenhöhe – die Steuerzahler/innen dann bezahlen müssen. Die Verhandlungen sind nicht öffentlich, eine Revision gibt es nicht. Die Anwälte und Richter kassieren Honorare in Millionenhöhe.

Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Klagen vor solchen Schiedsgerichten ständig an, die Summen der zugebilligten Entschädigungen wachsen ständig. Am klagefreudigsten sind US-Investoren mit bisher 123 Klagen. Danach folgen die Niederlande mit 50, Großbritannien mit 30 und Deutschland mit 27 Klagen.

Eine neue Studie der London School of Economics hat jetzt (wie auch schon eine ältere Studie der Heinrich-Böll Stiftung) nachgewiesen, dass Investorenklagen nicht sinnvoll sind. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die von der Kommission genannten Fälle kein Indiz dafür sind, dass man ISDS im TTIP braucht. In den von der Kommission angebrachten Fällen, bei den InvestorInnen Schwierigkeiten in den USA hatten, hätte ein Investor-Staat-Klagemechanismus auch nicht geholfen.

Quelle: campact.de/tti…fo/

Bestellen und verteilen unter allen Wahlberechtigten in Nachbarschaft und Kollegium usw.!!


@Eisthomas
Informier dich erstmal und tritt dafür ein, dass wir hier nicht vollends der Macht des Geldes und der Konzerne erliegen und man uns für noch dümmer verkaufen kann, als es eh schon der Fall ist! Zeig mal etwas Rückgrat! Mit Meinungsmache hat das nicht zu tun - lediglich mit aufgeklärten Bürgern und Wahrnehmen demokratischer Rechte, ich möchte sagen Pflichten!!

Mein Tipp an alle TTIP-Gegner hier:

Postet den Deal-Link oder Youtube-Videos zur Aufklärung oder Links zu Anti-TTIP-Petitionen auf den Social Media Plattformen; z.B. auf Spiegel Online Facebook - dort, wo es viele Leute lesen.
Und tut das immer wieder!

Es darf KEIN Freihandelsabkommen geben, zum Teufel!

Ich denke Jeder kennt TTIP


Grad mal hier ne Umfrage gemacht und kennt keiner.
80 Kommentare

Was ist TTIP?

Das Transatlantic-Trade-and-Investment-Partnership-Abkommen, TTIP, ist kein klassisches Freihandelsabkommen. Es geht nicht um die Abschaffung von Zöllen und Handelsschranken, weil es die zwischen Europa und den USA kaum noch gibt. Ziel ist vielmehr der Abbau von so genannten „nicht-tarifären Handelshemmnissen“. Als Handelshemmnis können die Vertragspartner alles definieren: Verbraucherschutz, Kennzeichnungspflicht, Datenschutz, Arbeitnehmerrechte.

Sofern das Recht dem Handel hinderlich ist (oder auch nur dem Interesse wichtiger Großkonzerne einer Seite widerspricht) soll es „harmonisiert“ werden. Das heißt praktisch meist, dass Standards gesenkt werden. Und zwar durch einen Vertrag zwischen Staaten oder Staatenbünden wie der EU. Die Vertragsverhandlungen finden ohne Transparenz, ohne Debatte und Beteiligung der demokratisch gewählten Parlamente statt. Die Parlamente können am Schluss nur noch Ja oder Nein zu dem ganzen Vertrag sagen.

Was bedeutet der Vertrag für uns?

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU birgt viele Gefahren:

US-Produkte müssten nicht mehr europäische Verbraucherschutz- und Tierschutzstandards einhalten, um in der EU verkauft zu werden. Damit EU-Unternehmen dann nicht benachteiligt sind, müssten die Standards hierzulande gesenkt werden.
Der durch das Abkommen ausgelöste Preiskampf bei Lebensmitteln würde auf beiden Seiten des Atlantiks naturschonend wirtschaftende Bauernhöfe massenweise zur Aufgabe zwingen.
Die durch die EU-Chemikalienverordnung REACH vorgeschriebene Gefahrenprüfung vor der Markteinführung von Substanzen wird umgehbar: Ein Konzern müsste nur ein Produkt in den USA anbieten – und schon könnte er es auch in Europa verkaufen.
TTIP wird die Einfuhr gentechnisch veränderter Lebensmittel, von Hormonfleisch und Chlorhühnern erleichtern – und die Kennzeichnungspflicht aufweichen.
Wenn öffentliche Dienstleistungen als Märkte interpretiert werden, wie es die Pläne bisher vorsehen, wird eine Welle an Privatisierungen folgen.
Im Bereich des so genannten „geistigen Eigentums“ drohen Verschärfungen: weniger Rechte für Internetnutzer und ein lascher Datenschutz.
Investoren sollen die Möglichkeit bekommen, Staaten vor Schiedsgerichten zu verklagen, wenn sie ihre Gewinnaussichten durch demokratische Beschlüsse verletzt sehen. Auf eine solche Investitionsschutzklausel in einem anderen Abkommen beruft sich heute schon Vattenfall – und verklagt derzeit Deutschland auf 3,7 Milliarden Euro Schadensersatz für den Atomausstieg.
Wer verhandelt?

Die Verhandlungen finden statt zwischen der EU-Kommission, vertreten durch den Handelskommissar, und dem US-Handelsministerium. In der EU haben weder die Mitgliedsstaaten noch die anderen EU-Kommissare, noch gar die Abgeordneten von Europaparlament und nationalen Parlamenten Einblick in die Verhandlungsdokumente.

Auf der anderen Seite haben einige hundert Industrielobbyisten exklusiven Zugang und die Möglichkeit, ihre Interessen direkt in den Vertrag zu diktieren. Ziel der Verhandlungs-Elite ist es, die Verhandlungen geheim abzuschließen und den demokratisch gewählten Vertretungen der Bürger/innen dann nur noch die Wahl zwischen Zustimmung und Ablehnung zu lassen.

Warum wissen wir so wenig über die Inhalte?

Die EU-Kommission hält die Verhandlungsdokumente geheim. Sie war noch nicht einmal bereit, das Verhandlungsmandat – also das, worüber sie verhandelt – offen zu legen. Dieses Mandat ist jedoch von der US-Regierung veröffentlicht und auf diesem Weg bekannt geworden.

Wie viele Arbeitsplätze und wie viel Wachstum bringt der Vertrag?

Die Europäische Kommission rechnet, gestützt auf eine Studie des Centre for Economic Policy Research (CEPR 2013), für das Jahr 2027 mit einem Wachstum des realen Einkommens der EU von bis zu 0,48 Prozent. Die Kommission schließt Anpassungseffekte zwar nicht aus, gesamtwirtschaftlich sollen jedoch Beschäftigungsgewinne und Lohnzuwächse überwiegen. Schon diese positiv gefärbte Schätzung geht also von einem äußerst geringen wirtschaftlichen Nutzen in sehr ferner Zukunft aus.

Nicht berücksichtigt sind dabei mögliche negative Effekte. Neben Arbeitsplatzverlusten in ländlichen Gebieten droht eine Ausweitung niedrig entlohnter Beschäftigung, zunehmende Einkommensungleichheit, verschärfte Sparpolitik der öffentlichen Haushalte und eine geringere Tarifbindung. Privatisierungen, Ausgliederungen und Deregulierung vor allem im Dienstleistungsbereich können einfach genutzt werden, um Niedriglohn-Jobs zu schaffen. Weil sie anständig bezahlte Jobs mehr und mehr verdrängen, wirkt sich das auf das allgemeine Lohnniveau und damit auf die „Normalarbeitsverhältnisse“ aus.

Hat die EU-Kommission nicht transparente Verhandlungen unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft versprochen?

Dieses Versprechen ist leider eine leere Hülse. Die EU-Kommission veranstaltet einige so genannte Stakeholder Briefings, bei denen sie Vertreter/innen der Zivilgesellschaft mit Allgemeinplätzen, ausweichenden Antworten und bewusstem Verschweigen hinhält. Dem gegenüber stehen hunderte Gespräche mit Industrielobbyisten, bei denen diese unmittelbar Einfluss auf die Verhandlungstexte nehmen können.

Die EU-Kommission will ein Komitee einrichten (siehe hier. S. 3), das die Verhandlungen begleiten soll. In ihm sollen neben sieben Industrievertretern zwei handverlesene Vertreter von Umweltschutzverbänden, zwei von Gewerkschaften, einer von Transparenz-Organisationen sitzen. Aber auch diesem Komitee werden voraussichtlich keine Vertragstexte zugänglich gemacht. Genauso wenig wie dem Europaparlament. Wenn Abgeordnete oder die wenigen ausgewählten Vertreter der Zivilgesellschaft Verhandlungsunterlagen sehen dürfen, dann nur in speziellen Leseräumen. Sie sind zu Stillschweigen verpflichtet, dürfen also ihr Wissen nicht mit Experten und vor allem nicht mit uns Bürger/innen teilen.

Wie ist der Zeitplan?

Die Verhandlungen wurden im Juni offiziell aufgenommen. Ziel der Verhandlungspartner ist ein schneller Abschluss, bis 2015. Der genaue Zeitplan hängt vom Fortschritt der Verhandlungen ab. Klar ist bisher nur, dass die nächste Verhandlungsrunde im März 2014 in Brüssel stattfindet.

In den USA gibt es zunehmend Widerstand gegen den geplanten „Fast Track“ Prozess, der der Obama-Administration eine Verhandlung ohne Beteiligung des Kongresses erlauben würde. Der Ausgang des Konflikts ist derzeit offen.

Was passiert nach den Verhandlungen?

Das Europaparlament und die Europäischen Regierungen müssen dem Vertrag auf jeden Fall zustimmen. Strittig ist, ob der Vertrag außerdem in jedem einzelnen Mitgliedsstaat „ratifiziert“ werden muss. Die EU-Kommission möchte dieses Abkommen allein auf europäischer Ebene durchsetzen und die nationalen Parlamente außen vor lassen! Dagegen regt sich Widerstand aus den Mitgliedsstaaten - sehr zu recht. Wenn die EU-Kommission nicht einlenkt, ist eine Klage vor dem EuGH in dieser Sache wahrscheinlich.

Würde der Vertrag auch von den Mitgliedsstaaten ratifiziert, bedeutet das in der Regel, dass die Parlamente abstimmen. Möglich sind aber auch Volksentscheide in einzelnen Mitgliedsländern. Wird der Vertrag von nur einem EU-Staat nicht ratifiziert, ist er gescheitert.

In Deutschland hängt es vom Inhalt des endgültigen Vertrages ab, ob nur der Bundestag entscheidet oder auch der Bundesrat zustimmen muss.

Wie funktionieren die Konzernklagen?

In vielen Handelsverträgen gibt es mittlerweile so genannte Investitionsschutzklauseln. Sie erlauben ausländischen Konzernen, vor einem „Schiedsgericht“ zu klagen, wenn es seine Gewinnerwartung durch politische Entscheidungen eines Staates verletzt sieht. Das „Schiedsgericht“ ist kein Gericht im herkömmlichen Sinne. Es besteht ausschließlich aus Anwälten, die in einem Prozess die Rolle des Kläger-Anwalts, im nächsten Verfahren die Rolle des Anwalts der Beklagten, und ein anderes Mal die Rolle des Richters übernehmen. Eine exklusive Minderheit von hoch spezialisierten Rechtsexperten entscheidet also über Entschädigungen in Milliardenhöhe – die Steuerzahler/innen dann bezahlen müssen. Die Verhandlungen sind nicht öffentlich, eine Revision gibt es nicht. Die Anwälte und Richter kassieren Honorare in Millionenhöhe.

Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Klagen vor solchen Schiedsgerichten ständig an, die Summen der zugebilligten Entschädigungen wachsen ständig. Am klagefreudigsten sind US-Investoren mit bisher 123 Klagen. Danach folgen die Niederlande mit 50, Großbritannien mit 30 und Deutschland mit 27 Klagen.

Eine neue Studie der London School of Economics hat jetzt (wie auch schon eine ältere Studie der Heinrich-Böll Stiftung) nachgewiesen, dass Investorenklagen nicht sinnvoll sind. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die von der Kommission genannten Fälle kein Indiz dafür sind, dass man ISDS im TTIP braucht. In den von der Kommission angebrachten Fällen, bei den InvestorInnen Schwierigkeiten in den USA hatten, hätte ein Investor-Staat-Klagemechanismus auch nicht geholfen.

Quelle: campact.de/tti…fo/

Sokke

Was ist TTIP?

Freihandelsabkommen

also das andere material (die türanhänger) sind nach wie vor nicht angekommen...

Komisch, dass die ganzen linken intellektuellen Überflieger, die bei dem Doku-Tipp "Die Arier" so auf den Putz gehauen haben, sich bei dem letzten TTIP-Deal sich äußerst bedeckt gehalten haben. Deal ist hot.

TTIP = der Teufel....

Ich denke Jeder kennt TTIP


Grad mal hier ne Umfrage gemacht und kennt keiner.

777

Grad mal hier ne Umfrage gemacht und kennt keiner.



Wer hat an der Umfrage teilgenommen? Du und Dein Alter Ego? ;-) SCNR..

777

Grad mal hier ne Umfrage gemacht und kennt keiner.


Ich und meine Katze. Aber die kommt eh nicht oft raus. Wobei wir da schon zwei sind...

KEIN Freihandelsabkommen, Ihr Narren!!
youtube.com/wat…PyM

keine Zölle zwischen EU und USA?? das wäre mir neu!

hory+sheet+_60033a97516a17ae2416f50522e6
3684864+_477215e73721b064e2c7c3c5af9122a
3684864+_330f81943bc95c4f584c5fc4aaada94

cold spam

Meinungsmache hat hier nichts zu suchen

Bestellen und verteilen unter allen Wahlberechtigten in Nachbarschaft und Kollegium usw.!!


@Eisthomas
Informier dich erstmal und tritt dafür ein, dass wir hier nicht vollends der Macht des Geldes und der Konzerne erliegen und man uns für noch dümmer verkaufen kann, als es eh schon der Fall ist! Zeig mal etwas Rückgrat! Mit Meinungsmache hat das nicht zu tun - lediglich mit aufgeklärten Bürgern und Wahrnehmen demokratischer Rechte, ich möchte sagen Pflichten!!

itshim

@Eisthomas


Gehört trotzdem unter Diverses und nicht in Freebies. Und darum ist es hier Spam.

1. handelt es sich doch um Freebies, es passt also!
2. geht es hier um umgeheuer wichtige Dinge, die in dieser Kategorie mehr Besucher zur Kenntnis nehmen.

Mein Tipp an alle TTIP-Gegner hier:

Postet den Deal-Link oder Youtube-Videos zur Aufklärung oder Links zu Anti-TTIP-Petitionen auf den Social Media Plattformen; z.B. auf Spiegel Online Facebook - dort, wo es viele Leute lesen.
Und tut das immer wieder!

Es darf KEIN Freihandelsabkommen geben, zum Teufel!

man man man man man. zum glück wird unsere generation vor dem zukünftigen chaos nix mehr mitbekommen.

itshim

@EisthomasInformier dich erstmal und tritt dafür ein, dass wir hier nicht vollends der Macht des Geldes und der Konzerne erliegen und man uns für noch dümmer verkaufen kann, als es eh schon der Fall ist! Zeig mal etwas Rückgrat! Mit Meinungsmache hat das nicht zu tun - lediglich mit aufgeklärten Bürgern und Wahrnehmen demokratischer Rechte, ich möchte sagen Pflichten!!


Das schreibst du auf einer Seite die massiv von Amazon und Onlineshopping bei großen Konzernen sowie der Globalisierung lebt?

Hahaha.

Bleibt SPAM.

malte89

Komisch, dass die ganzen linken intellektuellen Überflieger, die bei dem Doku-Tipp "Die Arier" so auf den Putz gehauen haben, sich bei dem letzten TTIP-Deal sich äußerst bedeckt gehalten haben. Deal ist hot.



Du kennst die linken ja richtig gut!

Wenn eine Meinung schon vorgegeben ist wie im Dealbild "Stop TTIP" dann ist es kein Info- sondern Propagandamaterial. Das soll jetzt gar nicht negativ besetzt sein, aber man sollte eben keine neutralen Informationen erwarten. Am besten gleich einen Flyer der amerikanischen Handelskammer mit dazu bestellen.

@SgtDrebin
Nun, neutral ist der Flyer nicht und insgesamt auch alles andere als perfekt. Auch fehlen mir hier einige konkrete Vorschläge, zu handeln usw. ABER: Besser als nichts! Es ist eben eine Möglichkeit, etwas gegen diese Ungeheuerlichkeit zu unternehmen!

malte89

Komisch, dass die ganzen linken intellektuellen Überflieger, die bei dem Doku-Tipp "Die Arier" so auf den Putz gehauen haben,...


Sind mir immer noch lieber als rechte geistige Tiefflieger...

itshim

2. geht es hier um umgeheuer wichtige Dinge, die in dieser Kategorie mehr Besucher zur Kenntnis nehmen.


Inhaltlich bin ich, was die EU angeht, auf einer Linie mit Victoria Nuland. Das hat aber NIX damit zu tun, dass dieser Hinweis hier schlicht nicht hingehört. Genausowenig wie die anderen "ungeheuer wichtigen Dinge", die hier mehr und mehr in Freebies reingespammt werden, weil sie hier ja "von mehr Leuten gesehen" werden. Packt es in Diverses und alles ist tutti.

HIER BITTE TEILNEHEMEN
campact.de/tti…en/
Schon fast 500.000
thx
walterwhite-yellow-suit.jpg

Auch wenn einige Kritikpunkte teilweise berechtigt sind und man an der Transparenz noch arbeiten muss, bietet das Freihandelsabkommen auch viele Vorteile. Die Verhandlungen sind ja gerade dazu da, diese Kritikpunkte auszuräumen.

-Es entstehen hunderttausende neue Arbeitsplätze auf beiden Seiten
-Das Warenangebot und die Vielfalt der verfügbaren Produkte werden dramatisch erhöht, bei vielen Lebensmitteln und veganen oder Bioprodukten ist die EU beispielsweise noch Entwicklungsland
-Viele amerikanische Lebensmittel und Gewürze können endlich zollfrei und ohne riesige Aufschläge auch in Europa gekauft werden
-Die Preise sinken aufgrund des höheren Wettbewerbs, es wird viel einfacher direkt in $ günstig zu shoppen
-Die Qualität steigt aufgrund des höheren Wettbewerbs
-Die Standards werden angeglichen und in vielen Fällen sind die amerikanischen Standards bereits heute besser und strenger
-Die heute extrem hohen Versandkosten werden dramatisch sinken oder entfallen und man kann zollfrei in den USA einkaufen
-Auch kleine Firmen und Privatpersonen können viel einfacher in den USA verkaufen
-Gemeinsame technische Standards machen die Kompatibilität bei Elektrogeräten besser und die Bedienung unkomplizierter
-Alle Schranken entfallen, alle Angebote, auch im Internet sind für jeden auf beiden Seiten nutzbar

Ich finde das Freihandelsabkommen deshalb eine großartige Idee!

Die Verhandlungen sind ja gerade dazu da, diese Kritikpunkte auszuräumen.

Ich finde das Freihandelsabkommen deshalb eine großartige Idee!

bester satz:

Die Standards werden angeglichen und in vielen Fällen sind die amerikanischen Standards bereits heute besser und strenger

X)
war paar mal in den usa. du ahst recht! die standards werden angeglichen; NACH UNTEN HIN


-Es entstehen hunderttausende neue Arbeitsplätze auf beiden Seiten >(billig Job für Hungerlohn)
-Das Warenangebot und die Vielfalt der verfügbaren Produkte werden dramatisch erhöht, bei vielen Lebensmitteln und veganen oder Bioprodukten ist die EU beispielsweise noch Entwicklungsland
>(GEN Technik wird noch mehr verwenden -nichts mehr mit bio und vegan
-Viele amerikanische Lebensmittel und Gewürze können endlich zollfrei und ohne riesige Aufschläge auch in Europa gekauft werden
>schön dann kann das GEN Food noch schneller zu uns
-Die Preise sinken aufgrund des höheren Wettbewerbs, es wird viel einfacher direkt in $ günstig zu shoppen
> toll dann gehen die kleinen Läden Pleite und die großen bauen ihre quasi Monopole weiter aus (preisabsprachen)
-Die Qualität steigt aufgrund des höheren Wettbewerbs
> nö welcher wettbewerb?
-Die Standards werden angeglichen und in vielen Fällen sind die amerikanischen Standards bereits heute besser und strenger
>ja Lobby Systeme vom feinsten und die Regierung wird machtlos und die Menschen haben quasi keine Rechte mehr
-Die heute extrem hohen Versandkosten werden dramatisch sinken oder entfallen und man kann zollfrei in den USA einkaufen
>was bringt den das? dann kan man gleich nach Amerika ziehen -_-
-Auch kleine Firmen und Privatpersonen können viel einfacher in den USA verkaufen
>ist mir jetzt zu blöd
-Gemeinsame technische Standards machen die Kompatibilität bei Elektrogeräten besser und die Bedienung unkomplizierter
>okö E-Call Auto totale überwachung
-Alle Schranken entfallen, alle Angebote, auch im Internet sind für jeden auf beiden Seiten nutzbar
>INTERNET keine Freiheit und Netzneutralität GEIL...

@Nichtraucher: Bist du dir da ganz sicher? Ich würde das nicht ganz so optimistisch wie du sehen. Wahrscheinlich wird es wie mit dem Euro enden: klingt im Vorfeld nach einer guten Idee, kurzfristig profitieren viele davon, aber letzen Endes werden die Starken noch stärker und drängen die Schwächeren aus dem Markt. Und bei diesem Freihandeslabkommen kann es sehr gut sein, dass dieses Mal Deutschland unter die Räder kommen könnte.

@Nichtraucher
Guck dir doch mal den Link von hallawalla an, das ist ne super Zusammenfassung aus mehreren seriösen Quellen.

hallawalla

KEIN Freihandelsabkommen, Ihr Narren!!https://www.youtube.com/watch?v=Sf_KCqqLPyM




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GelöschterUser99219

Ich sehe es zum Teil ähnlich wie "Nichtraucher" - wenn auch tendenziell neutraler. Das TTIP hat durchaus Nachteile welche weitgehend ausgemerzt werden müssen - sofern machbar. Daher würde ich eine langsame gut durchdachte hinarbeit begrüßen. Eine Differenzierung der Bereiche Nahrung/Bildung/Umwelt wäre für mich letztenendes dann doch notwendig, sollte es nicht mit unseren Normen vereinbar sein - die USA sind da bestimmt kein leitender Maßstab.

Der springende Punkt ist nur leider: Zu welchem Vorteil arbeiten Politiker das System aus? Das sinkende Vertrauen in die Politik macht das Misstrauen irgendwie verständlich.

Den einheitlichen Deurolar würde ich jedenfalls nicht mitmachen

Solange mein Steak billiger wird ist mir ehrlich gesagt ALLES EGAL!

Dieser Thread muss auf die Hauptseite und brennen!

HouseMD

Solange mein Steak billiger wird ist mir ehrlich gesagt ALLES EGAL!


Triple-facepalm.jpg

HouseMD

Solange mein Steak billiger wird ist mir ehrlich gesagt ALLES EGAL!



Und? Von Moral werde ich nicht satt. Ist doch einfach so.

Erst ACTA, jetzt TTIP .. alle paar Jahre ein neuer "Modetrend".

Leandros

Erst ACTA, jetzt TTIP .. alle paar Jahre ein neuer "Modetrend".



Was ist eigentlich aus der Mittelmeerunion geworden? Im arabischen Frühling untergegangen?

Leandros

Erst ACTA, jetzt TTIP .. alle paar Jahre ein neuer "Modetrend".


Es gibt was neues auf dem Abkürzungsmarkt: TISA "rockt".. Geheimverhandlungen über Privatisierung von Wasser, Bildung und Gesundheit oO

Gute TTIP-Quelle ist zeit.de/suc…tip

TTIP Lotto Gesellschaft

mit Chlor desinfizierte Hühnchen, Klon- oder Hormonfleisch, Milch von genmanipulierten Turbokühen oder gentechnisch veränderte Tiere und Pflanzen



mmh, lecker und die deutsche Regierung unter Merkel, die für Sicherheit ähnlich wie Amerika wohl sogar die Menschenrechte verkaufen würde, schaut dabei zu oder? Ganz ehrlich, nur weil ein paar Spacken sich im Geheimen zusammensetzen bekommen wir nicht alle Hühnchen mit Chlor auf den Teller. Die werden doch zuerst gewaschen. oO

Leute, echt jetzt! Tut was für eure Kinder und stoppt diesen Wahnsinn!

Das TTIP ist schon beschlossene Sache, es wird nur über die Feinheiten verhandelt (mit oder ohne Vaseline).

So was kommt davon, wenn man nicht seinen Kopf sondern den Wahlomat vor dem Wählen benutzt.

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