292°
ABGELAUFEN
[LOKAL - Wuppertal] Don Quichotte für nur 9,-€ p.P.

[LOKAL - Wuppertal] Don Quichotte für nur 9,-€ p.P.

EntertainmentWuppertal Angebote

[LOKAL - Wuppertal] Don Quichotte für nur 9,-€ p.P.

Preis:Preis:Preis:9€
Zum DealZum DealZum Deal
Edit: Folgende Gebühren kommen leider noch dazu: 2,-€ für's Ausdrucken Zuhause, 4,-€ für den Versand. Heisst also bei 2 Personen dann 9,-€ je Ticket.

Für alle die gerne mal wieder etwas Kultur erleben möchten, kann ich euch den folgenden Deal ans Herz legen:

30.06.2013 18:00Uhr //// Opernhaus
Don Quichotte
Heroische Komödie in fünf Akten
Jules Massenet
Dichtung von Henri Cain nach dem Schauspiel Le chevalier de la longue figure von Jacques Le Lorrain nach Miguel de Cervantes Saavedra in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Hier mal ein Zitat der Website dazu:

Fröhlich huldigen die Menschenmenge und die vier Kavaliere Pedro, Garcias, Rodriguez und Juan der schönen Dulcinée, die auf ihrem Balkon erscheint und ein Chanson für die Menge singt. Während der verliebte Juan die Erwiderung seiner Liebe zu Dulcinée ersehnt, versucht Rodriguez, ihn mit Hinweis auf die denkwürdige Erscheinung Don Quichottes abzulenken. Schon naht der Ritter von der Langen Gestalt, zusammen mit seinem treuen Diener Sancho Pansa. Begeistert vom jubelnden Empfang, lässt Don Quichotte in der Menge Geld verteilen. Während Sancho im Gasthof dem kulinarischen Genuss frönt, bringt Don Quichotte Dulcinée ein Ständchen, was den eifersüchtigen Juan auf den Plan ruft. Dulcinée trennt die beiden Kampfhähne und fordert von Don Quichotte, als Liebesbeweis ihr von Räubern gestohlenes Collier zurück zu bringen. Mit einem Liebesgedicht für Dulcinée auf den Lippen reitet Don Quichotte durch die Mancha, begleitet vom missmutigen Sancho, der eine solch tiefe Liebe nicht verstehen kann. Als sich der Morgennebel lichtet, weckt ein vermeintlicher Riese in Gestalt einer Windmühle den Kampfgeist des Ritters. Mit der Lanze will er das Ungetüm bekämpfen, doch ein Windmühlenarm erfasst ihn und zieht ihn in die Höhe. Endlich stöbert er die Banditen auf – und wird gefangen genommen. Als er zu beten beginnt, geschieht das Wunder: die Räuber sind so gerührt, dass sie ihn freilassen, ihm das geraubte Schmuckstück aushändigen und sogar seinen Segen erbitten. Überglücklich kehrt Don Quichotte zu Dulcinée zurück und platzt in ein großes Fest. Mit dem Collier hält Don Quichotte um Dulcinées Hand an, doch sie weist ihn ab, obwohl sie eine eigenartige Verbindung zu ihm spürt. Mit gebrochenem Herzen und verhöhnt von der Gesellschaft flüchtet Don Quichotte mit Sancho in den Wald. Todkrank hört er ein letztes Mal Dulcinées Stimme und stirbt mit dem Namen der Geliebten auf den Lippen.

1910 feierte Massenet den triumphalen Erfolg der Uraufführung seiner letzten Oper, die besonders die tragische Note von Cervantes Roman betont. Zwischen überschäumender Lebenslust und tiefer Furcht vor Vergänglichkeit zeichnet der Komponist feinfühlig-psychologisch seine Protagonisten und führt in überwältigender Klangpracht und feinster Instrumentationskunst Grand Opéra und Opéra comique zusammen.

Pressestimmen


„ (...) Jakob Peters-Messer lässt in seiner Inszenierung die ganze Geschichte nur in Don Quichottes Fantasie stattfinden. Bevor die Musik einsetzt, sieht man Don Quichotte mit einem Buch in einer Badewanne liegen, während Thomas Braus über Lautsprecher den Prolog aus Cervantes' Ritterroman vorträgt. Dabei suggeriert Braus' Flüsterton eine leicht unheimliche Atmosphäre, die sich einstellt, wenn man ein spannendes Buch im Bett unter der Bettdecke liest. In dieser Badewanne befindet sich Don Quichotte auch wieder am Ende des Stückes, so dass sich die Ereignisse der fünf Akte als Traumsequenz der Titelfigur deuten lassen und eigentlich nur Sancho Pansa real ist, der am Krankenbett seines Herrn wacht. Markus Meyer hat einen hohen weißen Bühnenraum entworfen, der zahlreiche surrealistische Elemente enthält. So sieht man auf der rechten Seite einen Balkon, von dem eine Treppe hinabführt, die aber nicht bis zum Bühnenboden reicht, sondern in der Mitte abbricht. Auf diesem Balkon tritt Dulcinée häufig auf, ist für die Menschen unten allerdings unerreichbar, da sie nicht die Treppe hinabsteigen und die anderen nicht hinaufsteigen können. Eine unvollständige Uhr an der Rückwand erinnert an die schmelzenden Uhren von Salvador Dalí. (…) Mit John In Eichen und Martin Js. Ohu verfügen die Wuppertaler Bühnen über zwei großartige Bässe, die Don Quichotte und seinen Diener Sancho Pansa mit markanter Tiefe und genügend Kraft in der Höhe verkörpern. In Eichen gibt auch optisch in seiner Aufmachung einen glaubwürdigen Ritter, dem man seinen Idealismus in jedem Moment abnimmt. Ohu begeistert mit seinem komödiantischen Spiel und gewinnt darstellerische Tiefe, wenn er seinen Herrn gegen die boshafte Gesellschaft verteidigt. Joslyn Rechter glänzt als Dulcinée mit wohl-timbriertem Mezzo und grandiosem Spiel, das die Vielschichtigkeit der Person beeindruckend auslotet. So empfindet man bei aller Grausamkeit, mit der sie Don Quichotte behandelt, dennoch Mitleid mit ihr, da sie aus gesellschaftlichen Zwängen ihre Rolle nicht verlassen kann, und man kann gut nachvollziehen, wieso sie Don Quichotte in seiner Todesstunde als eine Art Stern am Firmament erscheint. Auch die kleineren Partien und der von Jens Bingert einstudierte Chor überzeugen, so dass es am Ende lang anhaltenden und begeisterten Applaus für alle Beteiligten gibt. (…) Diese selten gespielte Perle des Musiktheaters sollte man sich in Wuppertal nicht entgehen lassen (...).“ OnlineMusikMagazin, Thomas Molke, 14.04.13


„ (...) In der Inszenierung von Jakob Peters-Messer steht nicht die Realität der Ereignisse im Vordergrund, sondern die innere Welt des Protagonisten – eine Welt, in der Träume real werden können, in der der Wille zur Tat zählt und Glaube retten kann. Dass der durch das viele Lesen verrückt gewordene Phantast selber zum kreativ-schaffenden Künstler wird, geht nicht ohne eine verschobene Selbstsicht, die sich im Bühnenraum äußert. Die Ausstattung Markus Meyers geht Hand in Hand mit der Regie-Idee. Anstatt auf gewaltige Bühnenmaschinerie zurückzugreifen, in der sich Windmühlen drehen und Pferde und Esel auf die Bühne gebracht werden müssen, entsteht ein dem Surrealismus verpflichtetes Bühnenbild. (…) Elemente, die man teilweise aus surrealistischen Gemälden und Installationen kennt, zeigen dem Zuschauer, dass er sich nicht in der Realität befindet. Die Kostüme bewegen sich zwischen Stereotypen und Traum – sie passen einerseits mit den Torerokostümen und der majestätischen Robe Dulcinées zu den spanischen Klischees der Musik, haben aber durch die meist einheitliche Farbgebung einen Bezug zum Bühnenbild. (…) Don Quichotte ist am Ende ein gebrochener, alter Mann. Jung dagegen John In Eichen in der Titelpartie, doch er schafft es durch großartiges Schauspiel, der Rolle mehr als gerecht zu werden und kann so das Mitgefühl nicht nur von Dulcinée als Bühnenpartnerin gewinnen. Sein dabei immer kontrollierter Bass überzeugt dabei besonders in den emotionalen Szenen. Mezzosopranistin Joslyn Rechter zeigt Bühnenpräsenz als Diva und Kurtisane Dulcinée. Sie geht die Koloraturen ihrer Partie gekonnt an und gewinnt vor allem im vierten Akt eine emotionale Tiefe, die so manchen im Publikum die Augen wischen lässt. Martin Js. Ohu muss seinen sonst schlanken Körper in einen Fatsuit zwängen und wird durch sein komödiantisches Talent und seinen volltönenden Bass der Buffo-Rolle des Dieners gerecht. Mehr noch brilliert er aber nach der Pause, vor allem als er sich für seinen gedemütigten Herrn einsetzt. (…) Der Szenenapplaus gerät vielleicht auch deshalb etwas dürftig, weil die Oper leider zu den seltener gespielten Opern Massenets gehört und Unsicherheit spontane Sympathiebekundungen schwierig macht. Doch nachdem der „chevalier de la longue figure“ seinen letzten Atemzug getan hat, bricht das sonst oft launische Wuppertaler Publikum in Bravo-Rufe für In Eichen, Ohu und das gesamte Ensemble aus, gegen Ende des Applauses stehen sogar knapp die Hälfte der Zuschauer. Ein musikalisch wie szenisch gelungener, kurzweiliger und berührender Opernabend geht zu Ende, das Ensemble lässt sich auf der Premierenfeier noch ein bisschen bejubeln – verdient (...).“ Opernetz, Miriam Rosenbohm, April 2013

„ (...) Fantasie oder Wirklichkeit? Jakob Peters-Messer lässt die Grenzen in seiner Interpretation von Massenets Oper „Don Quichotte“ verschwimmen. Er setzt im Wuppertaler Opernhaus noch ein Gitarrenstück vor den eigentlichen Beginn der Oper, um dazu aus der Vorlage von Cervantes zu zitieren, wie Don Quichotte vor lauter Lesen den Verstand verliert. Weiß sind die Gesichter aller Figuren angemalt, als handele es sich um Geister, und papierenes Weiß ist auch die vorherrschende Farbe im Bühnenbild. (…) Sehr fein gestaltet Dirigent Tobias Deutschmann die vielseitige Musik von Jules Massenet. Das Wuppertaler Sinfonieorchester präsentiert sich bestens vorbereitet. Sowohl die Bläser als auch Solo-Streicher überzeugen an schwierigen Stellen durch Tonschönheit und stimmige Harmonien. Mit viel Körperwitz und gut geführtem Bass gibt Martin Js. Ohu den Sancho Pansa: Dick ausgepolstert stolpert er hinter seinem Herrn her, fordert mit kläglicher Miene das nächste Picknick ein oder versteckt sich ängstlich vor den Räubern. (…) Mit begeisterten Bravo-Rufen und zehnminütigem Applaus feiert das Publikum die rundum gelungene Aufführung dieses selten gespielten Werkes (...).“ Westdeutsche Zeitung, Tanja Heil, 15.04.13

„ (...) Die Inszenierung übernahm Jakob Peters-Messer, der in Wuppertal schon einige Werke erarbeitet hat. Seine sensible Personenführung schafft für die Sänger viele Freiräume, aber unterstützt auch die Formung des Charakters der jeweiligen Rolle. Mit kleinen Gesten schuf er poetische Stimmungen und fand ohne Effekthascherei zu spielerischer Leichtigkeit und zu einer klar verständlichen Aussage. (…) Am Pult stand Tobias Deutschmann, der den Spannungsgehalt der klangvollen Musik Massenets vorzüglich zur Geltung brachte. Dabei wurde er bestens unterstützt vom Sinfonieorchester Wuppertal, das glänzend disponiert war und dessen seidige Streicher wieder einmal hervorragend zur Geltung kamen. Sehr gut klingend präsentierte sich der Chor der Wuppertaler Bühnen, den Jens Bingert einstudiert hatte. Vokal ausgezeichnet und in der Gestaltung sehr spielintensiv überzeugten die Solisten. (…) Das Publikum feierte alle Mitwirkenden mit lang anhaltendem, frenetischem Beifall. Diese Produktion sollte man unbedingt gesehen haben (...). “ IOCO, 15.04.13




ACHTUNG: Stück ist in französischer Sprache und deutsch übertitelt. Zudem gilt der Preis nur für den 30.06.2013 um 18.00!

4 Kommentare

moderner MIST




Ist das Kunst oder kann das weg?

MrCarlo

moderner MIST



Warum? Weil du nicht lesen kannst?

vergeblicher Kampf gegen Windmühlen ...

Dein Kommentar
Avatar
@
    Text