285°
ABGELAUFEN
Mozart: Le Nozze Di Figaro mit Karl Böhm
Beliebteste Kommentare

Schön, dass du für mich schon mal das Erstellen des Freebies übernommen hast. Ich hätte es heute Abend aber auch noch gemacht und dann direkt mein Fachwissen eingebracht.
Dann also hier als Kommentar:):

Es handelt sich hier um eine sehr schöne Aufführung an der Bayerischen Staatsoper aus dem Juli 1976. Es dirigiert einer der profiliertesten und angesehensten Mozartdirigenten der 40 bis 80er Jahre, Karl Böhm war bei Mozart eine Autorität. Interessant wird die Aufführung durch die Beteiligung von Hermann Prey und Dietrich Fischer Dieskau, die auch die jeweils andere Rolle hätten singen können und eigentlich Konkurrenten um dieselben Rollen waren. Hier als Figaro(Prey) und Graf Almaviva(FiDi) zu hören. Sie sind natürlich hervorragend besetzt worden, obwohl Fischer Dieskau als Graf teilweise sehr herrisch klingt...vielleicht auch forcieren, weil er meines Wissens in den Jahren einige Stimmprobleme hatte...aber klingt soweit sehr gut.
Toll besetzt sind auch die Damen. Hier singen Gundula Janowitz die Gräfin Almaviva und Reri Grist die lebendige Kammerzofe Susanna. Perfekt besetzt wegen ihres herben fast männlichen Timbres ist Brigitte Faßbender als Cherubino, eine Rolle, in der Frauen einen jungen Mann spielen und singen.
Der Rest der Besetzung dieser Ensembleoper ist mit hauseigenen Kräften bestmöglich umgesetzt. Interessant, dass ein alter Wagnersänger Lorenz Fehenberger als Don Curzio eingesetzt ist.
Fehenberger besaß aber immer eine lyrische, gut zu Mozart passende Stimme.
Das Dirigat von Karl Böhm ist schön lebendig und frisch und wenig verstaubt. Wahrscheinlich war auch die Inszenierung eher kurzweilig.
Akustisch ist die Aufnahme allerdings ein kleines Problem, weil sie über weite Teile etwas übersteuert ist. Es wirkt alles etwas zu grell, teilweise klirrt es dann im Ton. Nicht unbedingt für Kopfhörer geeignet. Aber natürlich kann man immer noch die hervorragenden Leistungen auf der Bühne vernehmen und die Oper durchaus gut durchhören. Es ist ein ganz geringes Grundrauschen und entferntes Husten aus dem Zuschauerraum vernehmbar.
Ich empfehle einfach mal den ersten Akt komplett zu hören. Dieser Akt ist vollgestopft mit vielen schönen Melodien und begeisternden Arien. Allein die Overtüre gehört zu den bekanntesten Opernovertüren überhaupt.
Aktueller Preis in dem Onlineshop: 4.83€ als Download, hier jetzt als Gratisdownload verfügbar.
Also herunterladen und Mozarts Oper hören:)

Der Link führt zu einer zip-Datei mit 309 MB.

1 Kommentar

Schön, dass du für mich schon mal das Erstellen des Freebies übernommen hast. Ich hätte es heute Abend aber auch noch gemacht und dann direkt mein Fachwissen eingebracht.
Dann also hier als Kommentar:):

Es handelt sich hier um eine sehr schöne Aufführung an der Bayerischen Staatsoper aus dem Juli 1976. Es dirigiert einer der profiliertesten und angesehensten Mozartdirigenten der 40 bis 80er Jahre, Karl Böhm war bei Mozart eine Autorität. Interessant wird die Aufführung durch die Beteiligung von Hermann Prey und Dietrich Fischer Dieskau, die auch die jeweils andere Rolle hätten singen können und eigentlich Konkurrenten um dieselben Rollen waren. Hier als Figaro(Prey) und Graf Almaviva(FiDi) zu hören. Sie sind natürlich hervorragend besetzt worden, obwohl Fischer Dieskau als Graf teilweise sehr herrisch klingt...vielleicht auch forcieren, weil er meines Wissens in den Jahren einige Stimmprobleme hatte...aber klingt soweit sehr gut.
Toll besetzt sind auch die Damen. Hier singen Gundula Janowitz die Gräfin Almaviva und Reri Grist die lebendige Kammerzofe Susanna. Perfekt besetzt wegen ihres herben fast männlichen Timbres ist Brigitte Faßbender als Cherubino, eine Rolle, in der Frauen einen jungen Mann spielen und singen.
Der Rest der Besetzung dieser Ensembleoper ist mit hauseigenen Kräften bestmöglich umgesetzt. Interessant, dass ein alter Wagnersänger Lorenz Fehenberger als Don Curzio eingesetzt ist.
Fehenberger besaß aber immer eine lyrische, gut zu Mozart passende Stimme.
Das Dirigat von Karl Böhm ist schön lebendig und frisch und wenig verstaubt. Wahrscheinlich war auch die Inszenierung eher kurzweilig.
Akustisch ist die Aufnahme allerdings ein kleines Problem, weil sie über weite Teile etwas übersteuert ist. Es wirkt alles etwas zu grell, teilweise klirrt es dann im Ton. Nicht unbedingt für Kopfhörer geeignet. Aber natürlich kann man immer noch die hervorragenden Leistungen auf der Bühne vernehmen und die Oper durchaus gut durchhören. Es ist ein ganz geringes Grundrauschen und entferntes Husten aus dem Zuschauerraum vernehmbar.
Ich empfehle einfach mal den ersten Akt komplett zu hören. Dieser Akt ist vollgestopft mit vielen schönen Melodien und begeisternden Arien. Allein die Overtüre gehört zu den bekanntesten Opernovertüren überhaupt.
Aktueller Preis in dem Onlineshop: 4.83€ als Download, hier jetzt als Gratisdownload verfügbar.
Also herunterladen und Mozarts Oper hören:)

Der Link führt zu einer zip-Datei mit 309 MB.

Dein Kommentar
Avatar
@
    Text