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Mindstar RGB MSI MPG Sekira 100P Echtglas Midi Tower ohne Netzteil schwarz Gehäuse PC
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Mindstar RGB MSI MPG Sekira 100P Echtglas Midi Tower ohne Netzteil schwarz Gehäuse PC
eingestellt am 11. Jun 2021

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TECHNISCHE DATENAllgemein:Modellname:MPG Sekira 100P mit SichtfensterTyp:Midi TowerNetzteil:ohne
NetzteilFarbe:schwarz
Einschübe:2x 2.5 Zoll (intern), 2x 3.5/2.5 Zoll (intern)Installierte Lüfter:4x 120mmErweiterbare Lüfter:4x 140mmFormfaktor:ATXErweiterungsslots:7xFrontanschlüsse:1x Kopfhoerer, 1x MIC, 2x USB 3.0, 1x USB 3.1 Typ C Fenster: Ja
Dämmung :Nein
Besonderheiten:Kabelmanagement
RGB LED Beleuchtung, Staubfilter

Review MSI MPG SEKIRA 100P

Im Folgenden möchte ich meine Gedanken über das MSI MPG Sekira 100P mit euch teilen, nachdem ich es nun gut eine Woche intensiv aus mehreren Standpunkten untersucht habe. Um jeder/m es zu Ermöglichen entweder ein Gesamtbild zu bekommen oder einzelne Aspekte genauer zu erfahren gliedere ich meine Review wie folgt:
0. Mein Setup
1. Marketing Versprechen
2. Analyse der Konstruktion
3. Kühlpotential
4. Preis-Leistung
5. Fazit
Mein Setup dient rein zur Transparenz und schließt sowohl meine PC-Komponenten wie auch mein sonstiges Test Equipment ein. Bei den Marketing Versprechen gucke ich kurz: Was sagt MSI was das Gehäuse können soll und was wir erwarten können? Damit soll verhindert werden, dass vermeintlich Schwachstellen, eventuell gezielte Entscheidungen wahren z.B. das Fehlen von RGB in einem schlicht gemeinten Design. Die Analyse der Konstruktion geht unterteilt in weitere Bereiche das Gehäuse sehr genau durch und erklärt/hinterfragt jegliche Designentscheidung. Beim Kühlpotential teste ich wie gut Airflow in realisierbar ist und wie laut der PC dabei werden kann. Vor dem Fazit gucke ich mir dann noch die Preis-Leistung an und setze die zuvor etablierten Features und Fehler in den Kontext des deutschen Gehäuse Marktes. Dies dient vor allem dazu der/dem potenziellen Kunden/-in ein Gefühl zugeben, ob das Gehäuse es wert ist. Im Fazit fasse ich alles Obere zusammen und erläutere wem ich es empfehle und wem nicht.
0 Mein Setup
Auch wenn es für diesen Test nur von relativer Bedeutung ist möchte ich es aus Transparenz-gründen Teilen. Die Basis meines PCs bietet Gigabytes B550 Vision D, ausgerüstet mit einem AMD Ryzen 5 5600x und 2x8Gb Crucial Ballistix DDR4-3200 CL16. Für meine GPUs nutze ich zwei Gigabyte R9 270x, welche ähnlich wie die neuen RTX 3000 GPUs eine sogenanntes "blow-through-design" haben, das heißt sie leiten warme Luft weiter richtig Prozessor. Als Speicher nutze ich eine Corsair MP600 M.2 NVMe SSD, zwei 2,5 Zoll SSDs und eine Seagate Baracuda. Den Strom für mein System liefert ein Corsair HX1000i, wobei ich auch ein be quiet! System power 450W und ein Corsair RM750 Netzteil getestet habe... wieso seht ihr später.
Um erweiterte Kühlungstests zu machen nutze ich zwei Temperatursensoren. Diese dienen dazu zu testen ob z.B. die M.2 SSD, die Spannungswandler und sonstige heiße Stellen genug Luft abbekommen, um kalt gehalten zu bleiben.

1 Marketing
MSIs wirbt direkt zu Anfang mit "Spiele mit Stil", einem Motto, dass sich durch die gesamte Präsentation zieht. Versprochen werden dafür hochwertige Materialien (z.B. eine Aluminium Front) und großartige Features (z.B. USB 3.2 Typ C, 4 vorinstallierte Lüfter und vorinstallierte Luftfilterung. Vor allem wird auch auf den Support von bis zu EATX Mainboards und vielseitigen Radiator Konfiguration eingegangen.
Dadurch erwarte ich von dem Gehäuse, dass es ein sehr hochwertiges schönes Gehäuse ist, welches trotzdem einen angemessenen Airflow hat und kaum Kompromisse in Flexibilität macht. Was ich nicht erwarte ist ein perfektes Airflow Case mit vielen auffälligen Spielereien. Da die Präsentation nichts über Kabelmanagment oder Speichermedien sagt bin ich mal gespannt was mich da erwartet.
2 Analyse Konstruktion
Meine Analyse der Konstruktion behandelt das gegliederte Abgehen von Features und interessanten Bereichen des Gehäuses. Dazu ist es wie folgt gegliedert:
*PC Gliederung*
2.1 Konstruktion
Die Konstruktion -also die innere Metallstruktur- des Gehäuses ist durchgehend auf höchstem Niveau gehalten und man hat nie das Gefühl, dass zum Geld sparen merkbare Kompromisse eingegangen wurden. Alle kannten sind angenehm gebogen oder geschliffen. Wenn man das Gehäuse in der Hand hält fühlt es sich sehr hochwertig und schwer an, ohne jedoch ein absoluter Brocken zu sein.

2.2 Wände, Abdeckungen und Front I/O
Das Gehäuse hat auf der von vorne gesehen linken Seite eine großer durchgängige tempered-Glass Scheibe. Die Scheibe selber ist ziemlich dick und leicht verdunkelt und wirkt dadurch besonders hochwertig, vor allem wenn man sie aus dem Gehäuse in die Hand nimmt und anschaut. Am Gehäuse selber sieht sie aber natürlich auch Klasse aus und wirkt durch die schwarze Bemalung, welche die Halterung versteck, sehr clean und strahlt Klasse aus.
Das Glass-panel und die metallische Abdeckung auf der Rückseite lassen sich leicht abnehmen. Dazu muss man die zwei Rändelschrauben (thumb screws) auf der Rückseite der Oberen Abdeckung abnehmen und diese einfach Richtung Gehäuseende schieben. Dann lassen sich beide Seiten-Abdeckungen einfach einige Zentimeter anheben und anschließen rausnehmen.
Das Frontpanel ist aus Aluminium und strahlt vor allem durch das schöne Glaspanel echte Klasse aus. Wenn man das Gehäuse anschaut sieht es echt gut aus, da der größte Bereich in einfach (aber nicht langweiliges) dunkelgrau behandelt wurde und dann das reine Aluminium in Spalten durchschaut.
Oberhalb des Frontpanels befindet sich die I/O mit 2x USB A, 1x USB (3.1) C, Power, Reset, AUX out (Kopfhörer), AUX in (Mikrofon) und einer LED. Diese Features wurden allesamt schön ausgearbeitet und passen in den generellen Stiel. Mit den drei USB-Anschlüssen sollten für die meisten alle Ansprüche erfüllt sein und sollte man doch mehr brauchen bietet vor allem der USB C Anschluss genug Bandbreite für einen großen USB hub.
Insgesamt muss man sagen, dass die Abdeckungen allesamt dem versprochenen Stiel gerecht werden. Alles fühlt sich sehr hochwertig und gut verarbeitet an und die große abgedunkelte scheibe und das Aluminium Front-panel lassen das Gehäuse weniger wie ein RGB-Spielzeug als eine ernstzunehmende Maschine wirken.

2.3 Filter und Lüfter
Alle typischen Luft Einlässe (Netzteil, Front und Top) wurden mit magnetisch befestigten Filtern ausgestattet. Diese wirken sehr gut verarbeitet. In meinen Tests habe ich das Gehäuse sowohl mit als auch ohne die Filter laufen lassen, um zu gucken, wie sich die Lautstärke entwickelt. Dabei habe ich kaum einen Unterschied feststellen können und ich rate jeder/m die Filter zu nutzen. Natürlich sollte man jedoch die Filter an den Stellen entfernen, wo man Luft aus dem Gehäuse pusten will.
Die Lüfter sind MSI gebrandet, 12V, 120mm, 8 blättrig und nach meinem Test völlig in Ordnung für Airflow. Wenn man noch einen Radiator installieren will sollte man jedoch über bessere Lüfter nachdenken... zumindest, wenn man es leise mag.

2.5 Kabel-Management
In Sachen Kabelmanagement stand MSI beim Designen durch den kleinen Formfaktor mit relativ großem "Hauptraum" vor einer großen Challenge und MSI hat bestmöglich gelöst... was immer noch kein Traum ist.
Das Gehäuse bietet zwei Reihen an durch Gummi abgedeckte Kabel-Einlässe, mit denen sich alle Kabel Problemlos in die hintere Kammer des Gehäuses führen lassen. Dort wird es nun aber eng und die Kabellegung muss gut durchdacht sein. Anders als es die vorinstallierten Kabelbinder suggerieren ist es nämlich nicht möglich alle Kabel in einem Strang zu bündeln und wie in einer einzelne "Wirbelsäule" durch das Gehäuse zu führen. Dennoch ist es gut machbar und nicht die schlechteste Lösung in der Midi-Tower Klasse.
Für die I/O Anschlüsse hat MSI sich für einen mit Gummi abgedeckten Ausschnitt aus der Netzteilabdeckung entschieden, eine sehr gute und elegante Lösung, die perfekt wäre wenn man nicht einige Cent hätte sparen wollen einige Front I/O Kabel teilweise in bunten "Senf" Kabeln kommen zu lassen.

2.6 Netzteilabdeckung
Die Netzteilabdeckung ist an sich sehr Standard, verglichen mit anderen und hat somit auch die üblichen stärken und Schwächen. Ein Vorteil ist, dass sie beim Kabel-Management etwas Platz für eine gewisse Unordnung bzw. Organisation bieten. Ein Nachteil ist meist (auch hier), dass Radiatoren in der Front nur eine Maximale dicke haben dürfen und Custom Wasserkühlung nur selten in der unteren Ecke Platz für Komponenten wie Ausgleichsbehälter finden.
Nun gibts zwei große Nachteile die vor allem (aber nicht nur) bei diesem Gehäuse auffallen, dem einen widme ich den ganzen nächsten Punkt: 2.7 Speichermedien. Auf den ersten gehe ich hier ein: Die Abdeckung hat ein Loch, durch das man das Netzteil sehen kann. Die meisten die dieses Gehäuse kaufen tun es nicht, weil es funktioniert, sondern weil es Klasse zeigt, weil es Stielvoll ist; beeindruckend nicht wegen der vielen LEDs, sondern der Schlichtheit, die doch viel Spielraum bietet, den PC und seine Komponenten zu zeigen und in schau zu setzen. Nun habe ich zum Beispiel ein schwarz/weiß build -eine Kombination, die immer beliebter wird- und alles ist, drauf abgestimmt... alles außer das Netzteil. Ausgerechnet Netzteile gibt es kaum in diesem Stiel die das Gehäuse hat und wenn man wie ich in ein gutes Netzteil investiert hat kann man nicht jeden neuen PC ein neues Netzteil kaufen. Es ergibt sinn wieso MSI sich dazu entschieden hat, denn es gibt inzwischen viele RGB Netzteile und co. die im Schwester-Model 100R sicherlich nicht versteckt bleiben sollten. Da jegliches Metallstück mehrere Werkzeuge braucht, die einen 5-stelligen Betrag kosten ergibt es nur Sinn, dass man, wenn man zwei Gehäuse mit genau den gleichen Abmessungen hat dort das gleiche Teil verwendet, leider macht es das schwer den Stil, den MSI auf ganzer Linie verfolgt aufrecht zu erhalten.

2.7 Speichermedien
Das zweite Problem ist, dass unter der relativ kleinen Abdeckung zwei Sachen Platz finden müssen: Das Netzteil und die Speichermedien... und glaubt mir, dass wird eng! Mein non-modulares altes be quiet! System power 7 450W passt gerade noch so in das Gehäuse, wenn man die Festplatten-Halter nicht rausnimmt. Mein Corsair RM750 (semi-modular) und mein Corsair HX1000i (voll-modular) passen nicht zusammen mit den Festplatten unter die Abdeckung. Das heißt, dass man ein wirklich kleines Netzteil braucht, wenn man noch irgendein 3,5" HDD Datengrab hat und auch benutzt. Das alleine bringt mich persönlich zum Zweifeln, ob ich dieses Gehäuse langfristig nutzen möchte. Allen HDD Speicher in SSDs "umzuwandeln" ist für mich nicht lohnenswert und kostet mich mindestens 200-300€. Zudem gibts auch für SSDs kaum richtigen Platz, aber dazu jetzt mehr.
Es gibt neben den 2 Festplatten Plätzen beim Netzteil noch 2 weitere Punkte eure 2,5" SSDs zu installieren: Auf der Rückseite der Motherboard Befestigung und oben auf der Netzteilabdeckung. Will man also mehr als 2 SSDs korrekt installieren muss man zwangsweise die Festplattenhalterung beim Netzteil nutzen, etwas was für die meisten nicht möglich sein wird.
Insgesamt sind die Kompromisse bei Speichermedien für mich der mit Abstand härteste Kritikpunkt ein potentieller Deal-breaker. Will man eine 3,5" HDD nutzen muss man ein kleines Netzteil haben, hat man das nicht kann man keine HDD nutzen. Während man SSDs noch ohne Befestigung problemlos und ohne Langzeitschäden einfach hinter der Abdeckung lose hängen lassen kann, geht das mit HDDs einfach nicht. Wer keine HDDs mehr hat oder einen Separaten NAS und maximal 2 SSDs hat muss sich hierdrüber keine Gedanken machen, alle anderen sollten sich das nochmal überlegen.
3 Kühlpotential
Um das Kühlpotential zu testen habe ich mein PC verschiedenen Situationen ausgesetzt und geguckt, ob die Kompromisse, die für Größe und Design in Sachen Airflow eingegangen wurden, etwas, was sonst möglich ist nicht zu tun oder die Hardware in gefährliche Temperaturbereiche bringt.
Dazu erkläre ich erst kurz die Methodik und schlüssele danach auf verschiedene Testbereiche auf, um darin zu zeigen welcher Test bestanden wurde und anschließend meine Erfahrungen kurz zu erläutern.

3.0 Methodik
Zum Testen Nutze ich sowohl mein MSI MPG Sekira 100P als auch mein vorheriges Gehäuse, das Corsair Air 540 Carbide. Dabei muss eins klar sein: das Corsair ist ein Cube, allein dafür gebaut guten Airflow zu haben. Hierbei geht es nicht darum welches Gehäuse bessert kühlt, sondern ob die "Vorteile" in Sachen Größe und Aussehen des MSIs einen dermaßen großen thermalen Nachteil bringen, dass es die Nutzung des PCs einschränkt. Um zu gucken, ob es tatsächlich am Gehäuse oder einfach der Hardware selbst liegt teste ich dieselben Limits in dem Corsair, dass quasi als "ideal" für geschlossene Gehäuse verstanden wird.
Auch wenn ich versuche die Umstände stets möglich gleich zu halten ist das für mich leider nie wirklich möglich. Auch kann ich nie genau sagen welcher thermale Vorteil vom Gehäuse und welcher von anderen Faktoren (zum Beispiel Luft, Kühlerleistung, Lüfter, die ich neben den MSI Lüftern nutze, Übertaktungsversuche etc.) herbeigerufen wird.
Stattfinden tun alle Tests bei derselben Einstellung der Zentralheizung (21 Grad), mit geschlossenem Fenster. Dabei laufen CPU und GPU Stress-test (Prime 95 und Furmark) oder Anwendungsszenarien (Blender Render, Cinebench und Assasins Creed Odyssey). Zudem teste ich RAM Übertaktung, um zu sehen, wie gut der Airflow über den RAM ist. Ich habe meinen Radiator (be quiet! Pure Loop 280mm) in der Oberseite installiert und alle MSI Lüfter wie vorinstalliert gelassen.
Jeder Testbereich hat eine von mir angegebene maximal Temperatur, wird diese nach einer Stunde Test nicht länger als eine Minute überschritten oder die Leistung gedrosselt gilt der Test als "Bestanden".

3.1 Prime95 (kein PBO)
Maximale CPU-Temperatur: 92 Grad
Corsair (default): Bestanden
MSI MPG Sekira 100P: Bestanden
Dank der 280mm Lüftung und der relativ kleinen TDP des Ryzen 5 5600x konnte auch innerhalb einer Stunde die Temperatur in Maßen gehalten werden. Die CPU hat dabei nie den Takt gedrosselt.
3.2 Prime 95 (PBO)
Maximale CPU-Temperatur: 92 Grad
Corsair (default): Bestanden
MSI MPG Sekira 100P: Bestanden
AMDs eigenes Übertakt-tool Precision Boost Overdrive (PBO) nutzt Kühl und Leistungspotential um die CPU höher und mehr zu boosten. Also selbst wenn die CPU im ersten Test am Limit war (war sie nicht) würde PBO die Leistung nicht verändern, wenn jedoch Luft nach oben war konnte der Takt angehoben werden. Dabei konnte der Default durchschnittlich höher takten, aber auch das MSI muss sich mit den ergebnissen nicht verstecken.
3.3 Furmark
Maximale GPU-Temperatur: 80 Grad
Corsair (default): nicht bestanden
MSI MPG Sekira 100P: nicht bestanden
Durch die sehr ähnliche 360mm Belüftung der Grafikkarten war die Leistung in beiden Fällen sehr ähnlich. Durch den absolut harten und für Grafikkarten ungesunden Stress von Furmark wurden beide ordentlich heiß und während die unter nur etwas drosseln musste war die obere messbar am Drosseln. Da der Default den Test aber auch nicht bestanden hat, muss man davon ausgehen, dass es in einem geschlossenen System für meinen PC vielleicht einfach unmöglich ist.
3.4 Blender Render
Maximale CPU- Temperatur: 92 Grad
Maximale GPU-Temperatur: 80 Grad
Corsair (default): Bestanden
MSI MPG Sekira 100P: Bestanden
Wenig überraschend schafft das Gehäuse 1 Stunde bei Blender Rendern ohne zu Drosseln. Wichtig dabei ist auch, dass das MSI Gehäuse beim Arbeiten also keinen merkbaren Leistungsverlust gegenüber dem Default hat.
3.5 Cinebench R20
Maximale CPU- Temperatur: 92 Grad
Corsair (default): Bestanden
MSI MPG Sekira 100P: Bestanden
Erneut schafft es das Gehäuse ohne Drosseln und ohne Merkbaren Nachteil zum Default.
3.6 Assasins Creed Odyssey
Maximale CPU- Temperatur: 92 Grad
Maximale GPU-Temperatur: 80 Grad
Corsair (default): Bestanden
MSI MPG Sekira 100P: Bestanden
Leider kann ich mit meiner aktuellen Hardware keine noch aktuelleren Titel angenehm testen. Jedoch habe ich meine Hardware einfach so hoch es ging mit diesem Spiel ausgelastet und mit beiden Gehäusen keinen Unterschied gemerkt.
3.7 RAM Temperaturen
Der RAM lief in allen Tests angemessen warm und hat 70 Grad nie überschritten. Auch ein Übertakten zu 3800MHz war Temperaturtechnisch möglich, wobei ich für höhere Takte wahrscheinlich an das Limit meiner RAM DIMMs gestoßen bin.
3.8 Chipsatz Temperaturen
Der Chipsatz wurde von mir in allen nicht CPU Tests geprüft. Dabei habe ich nie eine auffällig hohe Temperatur gemessen. Auch größere Datentransfers (die ich eh machen musste) die über den Chipsatz gingen haben ihm nichts Merkbares angetan.
3.9 Spannungswandler Temperaturen
Auch wenn die Spannungswandler in den CPU-Übertakt Szenarien merkbar heißer wurden habe ich in beiden Gehäusen ähnliche Werte gemessen. Auch wenn ich möglichst nah an den Wandlern gemessen habe kann ich leider nicht verlässlich sagen welcher Spannungswandler Temperaturen vorliegen, wenn ich z.B. 50 Grad messe. Daher kann ich nicht sagen unter welcher Temperatur die Wandler gehalten wurden, dafür aber, dass die Ergebnisse in beiden Gehäusen ähnlich waren.
3.10 Vertikale GPU
Leider habe ich keinen vertikalen GPU Mount, jedoch kann ich aus Erfahrung sagen, dass alle Karten die in den Vertikalen Halter (2 Slots breit) passen auch genug Luft bekommen sollten.
3.11 Radiator Support
Das Gehäuse erlaubt in der Front 120mm/140/240mm/280mm/360mm Radiatoren, wobei bei der Breite von custom Radiatoren darauf geachtet werden sollte, dass es eine Netzteilabdeckung gibt. Zudem wichtig zu beachten ist, dass ein 360mm Radiator nur dann installiert werden kann, wenn die 3,5" Festplattenhalterung herausgenommen wird. In dem oberen Panel kann man offiziell einen 120/240 Radiator installieren, auch wenn ich meinen 280mm auch installieren konnte. Hinten einen 120mm. Zudem sollte es in Custom Loops möglich sein die Front und Top Radiatoren zu verbinden.

4 Preis-Leistung
Bei der Preis-Leistung geht es vor allem um eins: Welche Features hat das Gehäuse und welche hat die Konkurrenz. Kurz gesagt: Was muss man sonst zahlen, um ein ähnliches Gehäuse zu bekommen?

Die Ausstattung des MSI MPG Sekira 100P mit 4 Lüftern ist zwar nicht bahnbrechend, aber in dem Preispunkt eher die Ausnahme. Selbst Airflow-Gehäuse wie das be quiet! Pure Base 500DX haben meist nur 2 Lüfter (1x 120mm und 1x 140mm).
In Sachen Airflow bietet MSI das in meinen Augen meisten, bevor man in den Bereich eines offenen oder meshed Front geht, etwas was dem cleanen, eleganten Stil des 100P einfach nicht gerecht wird. Dadurch sind Gehäuse wie das eben erwähnte Pure Base 500DX für die meisten interessierten wohl einfach keine Alternative, obwohl sie vermutlich doch mehr Airflow bieten.
Dem Design ähnlich kommen auch nicht viele. Es gibt zu dem Preis zwar auch schlichte Gehäuse wie das NZXT H510i in schwarz, jedoch ist es ein großer Unterschied, ob ein Gehäuse einfach schlicht ist oder hochwertig und stilvoll.

Das einzige Gehäuse, was ähnlich stilvoll, mit ähnlichem Kühlpotential und der gleichen Größen-Klasse ist, was ich finden konnte ist das Fractal Design Define 7 Compact Black. Während dieses Gehäuse wohl in Sachen Kabel-Management leicht vor dem 100P liegt kommt es mit 180€ und 2 Lüftern weniger in einer völlig anderen Preisliga.

Für mich das Preis-Leistung nächste Gehäuse kommt aus dem eigenen Reihen: das MSI MPG Sekira 100R. An sich das gleiche Gehäuse, aber die 4 Lüfter sind 4 RGB Lüfter, es gibt eine RGB Lüfter Steuerung dazu und die halbe Front ist ebenfalls Glass und das alles für nur 5€ mehr. Geht man also alleine nach dem was man zahlt und was man bekommt schlägt das 100R das 100P ohne Frage. Trotzdem rate ich euch, wenn ihr kein RGB wollt und die metallische Front wie sie ist mögt das 100P zu nehmen, was soll man mit RGB Funktion, wenn man es nicht braucht und wieso das Glas vorne, wenn nichts durchleuchtet?

5 Fazit und Empfehlung

MSI Verspricht mit dem MSI MPG Sekira 100P ein Gehäuse, wie es es nur selten gibt: Ein Elegantes Gehäuse, dass ohne viele Spielereien ein extrem hochwertiges Gefühl und Aussehen hat, das einem erlaubt beeindruckende PCs zu bauen und einen dabei nicht zwingt diesen in einer 90 Grad/0 Airflow Sauna zu backen.
Das MSI MPG Sekira 100P ist wahrhaftig kompromisslos hochwertig, dass dezent gefärbte Glass-Panel, die Aluminium-Front, die magnetischen Lüfter Filter und jegliche Metall Panels. Die Kabel können alle elegant und unauffällig hinter dem Mainboard geführt werden, zumindest wenn man sich etwas Mühe gibt. Mit der Netzteilabdeckung ergibt das so einen sehr cleanen Look, auch wenn man aufpassen muss, dass man das Netzteil sieht.
In Sachen Temperaturen muss sich das Sekira 100P auch nicht vor Airflow-Gehäusen verstecken, da durch die guten mitgelieferten Lüfter und die ausreichend großen Öffnungen in der Front stets genug frische Luft dort ist wo sie gebraucht wird.
Jedoch ist auch dieses Gehäuse nicht perfekt. Ich hätte mir gewünscht, dass die "Haupt-Kammer" wo alle PC-Komponenten einen Zentimeter schmaler währe und dieser Zentimeter mehr der "Kabel-Kammer" hinter dem Mainboard zugutekommen würde. So wie es jetzt ist muss man leider sehr genau und ausgeklügelt die Kabel legen. Ein jedoch viel größeres Problem ist, dass man keinerlei 3,5" HDDs nutzen kann, wenn man kein kompaktes Netzteil oder einen 360mm Radiator hathat. In dem Fall hat man auch nur offiziellen Support für 2 2,5" SSDs, das ist zu wenig in meinen Augen.

MSI hat alle ihre Versprechen gehalten, das Gehäuse ist tatsächlich sehr Airflow stark, liefert viel Radiator-support und ist einfach sehr hochwertig konstruiert. Den HDD/SSD Support haben sie aus gutem Grund bei der eigenen Präsentation nur für die Spezifikationen Liste aufbewahrt.

Insgesamt empfehle ich das System jeder/jedem die/den die Ästhetik anspricht, denn diese macht das Gehäuse echt perfekt. Ähnliche Gehäuse findet man nur schlechter ausgestattet und dann ab 180€. Dieses Gehäuse bietet wirklich genug Airflow für jeglichen nutzen, ob gaming oder beruflich. Die einzigen Kompromisse, die man eingehen muss, sind das etwas schwierigere Kabel-Management und den potentiellen Verzicht auf HDDs, durch ein nicht kompaktes Netzteil und/oder ein 360mm Radiator.
Zusätzliche Info
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