Leider ist dieser Deal mittlerweile abgelaufen
Seagate IRONWOLF 8TB NAS HD [Cyberport - nur Abholung]
272° Abgelaufen

Seagate IRONWOLF 8TB NAS HD [Cyberport - nur Abholung]

207€232€-11%Cyberport Angebote
14
eingestellt am 8. AugBearbeitet von:"Independent"

Dieser Deal ist leider abgelaufen. Hier sind ein paar andere Optionen für Dich:

Mit Gutscheincode FBSTORE25 gibts auch die Seagate IRONWOLF 8TB zu einem günstigen Kurs ....


  • 8 TB (256 MB Cache, 7.200 U/min)
  • 3,5 Zoll, SATA III (600 Mbyte/s)
  • 3 Jahre Herstellergarantie
  • NAS: Leise, stromsparend, geeignet für 24/7 Dauerbetrieb

Abholung nur im Markt möglich ....
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Um abschätzen zu können, ob eine Platte bereits ab Werk/durch den Transport beschädigt oder gar defekt ist, befolge ich immer folgendes Protokoll:

1.Vorbereitung
Platte entweder direkt per SATA oder USB in ein Linux System einbinden. Unter Windows/OS X können die nachfolgenden Schritte entsprechend adaptiert werden.

Falls die Platte über USB angeschlossen wird, wird uas beispielsweise bei Ubuntu Versionen >=14.04 und allgemein bei fast allen Distros mit nem Linux Kernel >=3.15 das arbeiten mit smartctl erschweren. Windows/Mac OS X haben diese Probleme soweit ich weiß nicht, bei Linux muss allerdings, zumindest temporär, über modprobe, uas und usb-storage uas für das betreffende Laufwerk deaktiviert werden. Falls hier jemand Probleme bzw. Interesse hat, kann ich diesen Schritt auch noch gerne näher erläutern.Falls noch nicht vorhanden, nun die smartmontools per apt oder sonstiger verwendeter Paketverwaltung installieren.

SMART Tests werden von der Platte nach Anstoßen der Funktion selbstständig ausgeführt, solange selbige nicht anderweitig benutzt wird. Diese Tests kann und sollte man regelmäßig laufen lassen, um möglichst frühzeitig über Probleme mit der Platte Bescheid zu wissen.

Teil des Burn-ins ist jedoch, jeden Block mit allen möglichen Bitkombinationen zu überschreiben und selbige auch zu lesen, um sämtliche Fehlerquellen aufdecken zu können. Dies ist nötig, da SMART nur passiv arbeitet; es wird ein Fehler also erst protokolliert, sobald selbiger bereits aufgetreten ist.

Diese mehrfache Überschreibung von Daten zerstört alle vorhandenen Daten! Es gibt zwar eine nicht-zerstörerische Option, allerdings ist diese um einiges langsamer und nicht 100%ig zuverlässig.

Ergo: Keine Daten auf die Platte schreiben, bevor sie nicht getestet wurde.


2.Der Eigentliche Burn-in
Erst einen kurzen Selbsttest über die Platte laufen lassen per smartctl -t short /dev/sXX, wobei sXX hier und nachfolgend für den respektiven Laufwerkspunkt steht. Falls die Platte per USB angeschlossen ist und uas deaktiviert wurde, muss hier und bei allen nachfolgenden smartctl Befehlen noch unter Umständen eine vom Festplattengehäuse abhängige Flag -d angefügt werden.
Dann noch einen Conceyance Test hinterher mit smartctl -t conveyance /dev/sXX und zu guter Letzt ein ausführlicher Test mittels smartctl -t long /dev/sXX.
Diese Tests laufen im Hintergrund und der Fortschritt kann jederzeit über den Befehl smartctl -a /dev/sXX eingesehen werden.

Nun kommt der wahrlich zeitaufwendige Teil: Das wiederholte Beschreiben/Lesen jedes einzelnen Blocks.
Dazu führen wir den Befehl badblocks -b 4096 -ws /dev/sXX aus, wobei die Flag w für den zerstörerischen & effizienten Test steht und die Flag s für einen kontinuierlichen Output in die Konsole sorgt.
Theoretisch können wir hier statt der Flag w auch die Flag n setzen um vorhandene Daten zu erhalten, aber wie gesagt: Darauf verlassen würde ich mich nicht.
Es gibt verschiedene Wege, um die immense Laufzeit von badblocks zu beschleunigen. Allerdings sollte man sich dafür entsprechend in der Materie auskennen und dazu braucht man dann auch meine kleine Zusammenfassung hier nicht.
Mit dem oben genannten Befehl ist man bei modernen Platten auf der sicheren Seite.

Nun laufen insgesamt 4 Durchläufe mit verschiedenen Bitmustern (0xaa, 0x55, 0xff und 0x00) durch. Jeder einzelne Durchlauf beschreibt jeden Block mit dem angegebenen Muster und verifiziert diesen anschließend. Und das dauert sehr, sehr lange.

Als Erfahrungswert brauchen 6TB Platten etwa 2-3 Tage.

3. Verifizieren

Sobald badblocks fertig ist, führen wir noch einen ausführlichen Smart Test aus, um eventuelle Fehler aufzudecken. Also nochmal smartctl -t long /dev/sXX.


Zu guter Letzt prüfen wir nun das Resultat des SMART Tests per smartctl -a /dev/sXX.
Hier interessiert uns nun vor allem der Inhalt der Tabelle, insbesondere die Werte Reallocated_Sector_Ct, Current_Pending_Sector, und Offline_Uncorrectable. Wenn auch nur ein RAW_VALUE dieser Felder >= 0 ist, würde ich persönlich die Platte sofort zurückschicken. Ansonsten landet sie in meiner bestehenden Infrastruktur!

4. Festplatte möglichst lange am Leben halten

Hier gibt es verschiedene Philosophien. Ich verfolge folgende, welche sich über die letzten Jahre bewährt hat:

Festplatten werden bei Spin-ups/-downs am höchsten physisch belastet.
Statistiken zeigen, dass die meisten physikalischen HDD Ausfälle in diesen Phasen auftreten. Entsprechend sollte die Standby Zeit, also das Intervall, nach dem eine Festplatte ohne Read/Write Zugriffe herunterfährt, weise und vom Festplattentyp und dem Anwendungsfall abhängig gemacht werden.
Server-grade Festplatten wie z.B. WD Reds sind dafür ausgelegt und optimiert, 24/7 zu laufen. Das frisst natürlich etwas Strom, hält die Platten aber ein einem konstanten Zustand, welcher die Platte physisch schont. Die meisten Consumer-grade Platten dürften zwar theoretisch ebenfalls wenige Probleme mit einem 24/7 Betrieb haben, für die typischen Heimanwender macht dies allerdings in den meisten Fällen wenig Sinn. Es gilt also, einen gesunden Ausgleich zwischen möglichst wenigen Spin-ups/-downs und insgesamter Laufzeit der Platten zu finden. Ich persönlich greife z.B. auf die meisten meiner Netzwerkplatten nur wenige Male am Tag zu, meine HDD Standby-Zeiten habe ich bei 1-2 Stunden gesetzt.

Festplatten vertragen keine starken Temperaturschwankungen.
Wenn Festplatten zu schnell heruntergekühlt bzw. erwärmt werden, steigt die physikalische Belastung erheblich und dementsprechend kürzer fällt die zu erwartende Lebenszeit aus. Neben einer wohltemperierten Umgebung und im besten Fall auch eine aktiven Belüftung sollte also darauf geachtet werden, die Temperatur möglichst statisch zu halten. So ist es z.B. in vielen Fällen fatal, einen Server in der nichtbeheizten Garage aufzustellen. Solange die Platten laufen, halten sie sich selber warm. Sobald aber der Server z.B. im Winter hochgefahren wird, werden sie in sehr kurzer Zeit von teilweise Minusgraden auf 30-50 Grad erwärmt. Metall dehnt sich bei Erwärmung aus, das geht auf Dauer nicht gut.
Ebenso sollte z.B. kein Lüfter einfach auf eine Seite des Gehäuses/der Festplatte geklatscht werden. Dadurch entsteht ein Temperaturgradient zwischen den beiden Seiten, welcher einen ähnlichen zerstörerischen Effekt wie ein Betrieb in der nichtbeheizten Garage.

Selbstverständlich ist auch durch einen Burn-in und regelmäßige SMART-Tests das Risiko vorhanden, dass die Platte ohne Vorwarnung abschmiert. Entsprechend sollte man immer Backups anlegen bzw. parity protection z.B. durch ein entsprechendes RAID-Konstrukt.
Ich hoffe, ich kann hiermit einigen Leuten bei dieser und weiteren Festplattenbestellungen helfen. Bei Fragen führe ich das entsprechende Gebiet gerne weiter aus
14 Kommentare
Gutschein funktioniert NUR bei Abholung, bitte vermerken!

Gutscheinbedingungen + Deal
Bearbeitet von: "R3DD9R" 8. Aug
R3DD9R08.08.2019 12:42

Gutschein funktioniert NUR bei Abholung, bitte …Gutschein funktioniert NUR bei Abholung, bitte vermerken!Gutscheinbedingungen + Deal



Das ist falsch .....

22539361-x31qo.jpg

EDIT: geht leider doch nicht, wenn man auf "WETER" klickt kommt:

22539361-IKnTT.jpg
Bearbeitet von: "Independent" 8. Aug
Geh bis zum Punkt Versand und Versuch deine Adresse als Versand auszuwählen.
R3DD9R08.08.2019 12:50

Geh bis zum Punkt Versand und Versuch deine Adresse als Versand …Geh bis zum Punkt Versand und Versuch deine Adresse als Versand auszuwählen.



ja, hast Recht ....
hab den Deal geändert ... nur Abholung ...


Danke für den Hinweis ...
Bearbeitet von: "Independent" 8. Aug
Um abschätzen zu können, ob eine Platte bereits ab Werk/durch den Transport beschädigt oder gar defekt ist, befolge ich immer folgendes Protokoll:

1.Vorbereitung
Platte entweder direkt per SATA oder USB in ein Linux System einbinden. Unter Windows/OS X können die nachfolgenden Schritte entsprechend adaptiert werden.

Falls die Platte über USB angeschlossen wird, wird uas beispielsweise bei Ubuntu Versionen >=14.04 und allgemein bei fast allen Distros mit nem Linux Kernel >=3.15 das arbeiten mit smartctl erschweren. Windows/Mac OS X haben diese Probleme soweit ich weiß nicht, bei Linux muss allerdings, zumindest temporär, über modprobe, uas und usb-storage uas für das betreffende Laufwerk deaktiviert werden. Falls hier jemand Probleme bzw. Interesse hat, kann ich diesen Schritt auch noch gerne näher erläutern.Falls noch nicht vorhanden, nun die smartmontools per apt oder sonstiger verwendeter Paketverwaltung installieren.

SMART Tests werden von der Platte nach Anstoßen der Funktion selbstständig ausgeführt, solange selbige nicht anderweitig benutzt wird. Diese Tests kann und sollte man regelmäßig laufen lassen, um möglichst frühzeitig über Probleme mit der Platte Bescheid zu wissen.

Teil des Burn-ins ist jedoch, jeden Block mit allen möglichen Bitkombinationen zu überschreiben und selbige auch zu lesen, um sämtliche Fehlerquellen aufdecken zu können. Dies ist nötig, da SMART nur passiv arbeitet; es wird ein Fehler also erst protokolliert, sobald selbiger bereits aufgetreten ist.

Diese mehrfache Überschreibung von Daten zerstört alle vorhandenen Daten! Es gibt zwar eine nicht-zerstörerische Option, allerdings ist diese um einiges langsamer und nicht 100%ig zuverlässig.

Ergo: Keine Daten auf die Platte schreiben, bevor sie nicht getestet wurde.


2.Der Eigentliche Burn-in
Erst einen kurzen Selbsttest über die Platte laufen lassen per smartctl -t short /dev/sXX, wobei sXX hier und nachfolgend für den respektiven Laufwerkspunkt steht. Falls die Platte per USB angeschlossen ist und uas deaktiviert wurde, muss hier und bei allen nachfolgenden smartctl Befehlen noch unter Umständen eine vom Festplattengehäuse abhängige Flag -d angefügt werden.
Dann noch einen Conceyance Test hinterher mit smartctl -t conveyance /dev/sXX und zu guter Letzt ein ausführlicher Test mittels smartctl -t long /dev/sXX.
Diese Tests laufen im Hintergrund und der Fortschritt kann jederzeit über den Befehl smartctl -a /dev/sXX eingesehen werden.

Nun kommt der wahrlich zeitaufwendige Teil: Das wiederholte Beschreiben/Lesen jedes einzelnen Blocks.
Dazu führen wir den Befehl badblocks -b 4096 -ws /dev/sXX aus, wobei die Flag w für den zerstörerischen & effizienten Test steht und die Flag s für einen kontinuierlichen Output in die Konsole sorgt.
Theoretisch können wir hier statt der Flag w auch die Flag n setzen um vorhandene Daten zu erhalten, aber wie gesagt: Darauf verlassen würde ich mich nicht.
Es gibt verschiedene Wege, um die immense Laufzeit von badblocks zu beschleunigen. Allerdings sollte man sich dafür entsprechend in der Materie auskennen und dazu braucht man dann auch meine kleine Zusammenfassung hier nicht.
Mit dem oben genannten Befehl ist man bei modernen Platten auf der sicheren Seite.

Nun laufen insgesamt 4 Durchläufe mit verschiedenen Bitmustern (0xaa, 0x55, 0xff und 0x00) durch. Jeder einzelne Durchlauf beschreibt jeden Block mit dem angegebenen Muster und verifiziert diesen anschließend. Und das dauert sehr, sehr lange.

Als Erfahrungswert brauchen 6TB Platten etwa 2-3 Tage.

3. Verifizieren

Sobald badblocks fertig ist, führen wir noch einen ausführlichen Smart Test aus, um eventuelle Fehler aufzudecken. Also nochmal smartctl -t long /dev/sXX.


Zu guter Letzt prüfen wir nun das Resultat des SMART Tests per smartctl -a /dev/sXX.
Hier interessiert uns nun vor allem der Inhalt der Tabelle, insbesondere die Werte Reallocated_Sector_Ct, Current_Pending_Sector, und Offline_Uncorrectable. Wenn auch nur ein RAW_VALUE dieser Felder >= 0 ist, würde ich persönlich die Platte sofort zurückschicken. Ansonsten landet sie in meiner bestehenden Infrastruktur!

4. Festplatte möglichst lange am Leben halten

Hier gibt es verschiedene Philosophien. Ich verfolge folgende, welche sich über die letzten Jahre bewährt hat:

Festplatten werden bei Spin-ups/-downs am höchsten physisch belastet.
Statistiken zeigen, dass die meisten physikalischen HDD Ausfälle in diesen Phasen auftreten. Entsprechend sollte die Standby Zeit, also das Intervall, nach dem eine Festplatte ohne Read/Write Zugriffe herunterfährt, weise und vom Festplattentyp und dem Anwendungsfall abhängig gemacht werden.
Server-grade Festplatten wie z.B. WD Reds sind dafür ausgelegt und optimiert, 24/7 zu laufen. Das frisst natürlich etwas Strom, hält die Platten aber ein einem konstanten Zustand, welcher die Platte physisch schont. Die meisten Consumer-grade Platten dürften zwar theoretisch ebenfalls wenige Probleme mit einem 24/7 Betrieb haben, für die typischen Heimanwender macht dies allerdings in den meisten Fällen wenig Sinn. Es gilt also, einen gesunden Ausgleich zwischen möglichst wenigen Spin-ups/-downs und insgesamter Laufzeit der Platten zu finden. Ich persönlich greife z.B. auf die meisten meiner Netzwerkplatten nur wenige Male am Tag zu, meine HDD Standby-Zeiten habe ich bei 1-2 Stunden gesetzt.

Festplatten vertragen keine starken Temperaturschwankungen.
Wenn Festplatten zu schnell heruntergekühlt bzw. erwärmt werden, steigt die physikalische Belastung erheblich und dementsprechend kürzer fällt die zu erwartende Lebenszeit aus. Neben einer wohltemperierten Umgebung und im besten Fall auch eine aktiven Belüftung sollte also darauf geachtet werden, die Temperatur möglichst statisch zu halten. So ist es z.B. in vielen Fällen fatal, einen Server in der nichtbeheizten Garage aufzustellen. Solange die Platten laufen, halten sie sich selber warm. Sobald aber der Server z.B. im Winter hochgefahren wird, werden sie in sehr kurzer Zeit von teilweise Minusgraden auf 30-50 Grad erwärmt. Metall dehnt sich bei Erwärmung aus, das geht auf Dauer nicht gut.
Ebenso sollte z.B. kein Lüfter einfach auf eine Seite des Gehäuses/der Festplatte geklatscht werden. Dadurch entsteht ein Temperaturgradient zwischen den beiden Seiten, welcher einen ähnlichen zerstörerischen Effekt wie ein Betrieb in der nichtbeheizten Garage.

Selbstverständlich ist auch durch einen Burn-in und regelmäßige SMART-Tests das Risiko vorhanden, dass die Platte ohne Vorwarnung abschmiert. Entsprechend sollte man immer Backups anlegen bzw. parity protection z.B. durch ein entsprechendes RAID-Konstrukt.
Ich hoffe, ich kann hiermit einigen Leuten bei dieser und weiteren Festplattenbestellungen helfen. Bei Fragen führe ich das entsprechende Gebiet gerne weiter aus
Jesus! Danke für diesen sehr aufschlussreichen Kommentar. *top*
TabulaRazor08.08.2019 14:08

Um abschätzen zu können, ob eine Platte bereits ab Werk/durch den T …Um abschätzen zu können, ob eine Platte bereits ab Werk/durch den Transport beschädigt oder gar defekt ist, befolge ich immer folgendes Protokoll:1. VorbereitungPlatte entweder direkt per SATA oder USB in ein Linux System einbinden. Unter Windows/OS X können die nachfolgenden Schritte entsprechend adaptiert werden.Falls die Platte über USB angeschlossen wird, wird uas beispielsweise bei Ubuntu Versionen >=14.04 und allgemein bei fast allen Distros mit nem Linux Kernel >=3.15 das arbeiten mit smartctl erschweren. Windows/Mac OS X haben diese Probleme soweit ich weiß nicht, bei Linux muss allerdings, zumindest temporär, über modprobe, uas und usb-storage uas für das betreffende Laufwerk deaktiviert werden. Falls hier jemand Probleme bzw. Interesse hat, kann ich diesen Schritt auch noch gerne näher erläutern.Falls noch nicht vorhanden, nun die smartmontools per apt oder sonstiger verwendeter Paketverwaltung installieren.SMART Tests werden von der Platte nach Anstoßen der Funktion selbstständig ausgeführt, solange selbige nicht anderweitig benutzt wird. Diese Tests kann und sollte man regelmäßig laufen lassen, um möglichst frühzeitig über Probleme mit der Platte Bescheid zu wissen. Teil des Burn-ins ist jedoch, jeden Block mit allen möglichen Bitkombinationen zu überschreiben und selbige auch zu lesen, um sämtliche Fehlerquellen aufdecken zu können. Dies ist nötig, da SMART nur passiv arbeitet; es wird ein Fehler also erst protokolliert, sobald selbiger bereits aufgetreten ist. Diese mehrfache Überschreibung von Daten zerstört alle vorhandenen Daten! Es gibt zwar eine nicht-zerstörerische Option, allerdings ist diese um einiges langsamer und nicht 100%ig zuverlässig. Ergo: Keine Daten auf die Platte schreiben, bevor sie nicht getestet wurde.2. Der Eigentliche Burn-inErst einen kurzen Selbsttest über die Platte laufen lassen per smartctl -t short /dev/sXX, wobei sXX hier und nachfolgend für den respektiven Laufwerkspunkt steht. Falls die Platte per USB angeschlossen ist und uas deaktiviert wurde, muss hier und bei allen nachfolgenden smartctl Befehlen noch unter Umständen eine vom Festplattengehäuse abhängige Flag -d angefügt werden. Dann noch einen Conceyance Test hinterher mit smartctl -t conveyance /dev/sXX und zu guter Letzt ein ausführlicher Test mittels smartctl -t long /dev/sXX.Diese Tests laufen im Hintergrund und der Fortschritt kann jederzeit über den Befehl smartctl -a /dev/sXX eingesehen werden.Nun kommt der wahrlich zeitaufwendige Teil: Das wiederholte Beschreiben/Lesen jedes einzelnen Blocks.Dazu führen wir den Befehl badblocks -b 4096 -ws /dev/sXX aus, wobei die Flag w für den zerstörerischen & effizienten Test steht und die Flag s für einen kontinuierlichen Output in die Konsole sorgt.Theoretisch können wir hier statt der Flag w auch die Flag n setzen um vorhandene Daten zu erhalten, aber wie gesagt: Darauf verlassen würde ich mich nicht.Es gibt verschiedene Wege, um die immense Laufzeit von badblocks zu beschleunigen. Allerdings sollte man sich dafür entsprechend in der Materie auskennen und dazu braucht man dann auch meine kleine Zusammenfassung hier nicht.Mit dem oben genannten Befehl ist man bei modernen Platten auf der sicheren Seite.Nun laufen insgesamt 4 Durchläufe mit verschiedenen Bitmustern (0xaa, 0x55, 0xff und 0x00) durch. Jeder einzelne Durchlauf beschreibt jeden Block mit dem angegebenen Muster und verifiziert diesen anschließend. Und das dauert sehr, sehr lange. Als Erfahrungswert brauchen 6TB Platten etwa 2-3 Tage.3. VerifizierenSobald badblocks fertig ist, führen wir noch einen ausführlichen Smart Test aus, um eventuelle Fehler aufzudecken. Also nochmal smartctl -t long /dev/sXX.Zu guter Letzt prüfen wir nun das Resultat des SMART Tests per smartctl -a /dev/sXX. Hier interessiert uns nun vor allem der Inhalt der Tabelle, insbesondere die Werte Reallocated_Sector_Ct, Current_Pending_Sector, und Offline_Uncorrectable. Wenn auch nur ein RAW_VALUE dieser Felder >= 0 ist, würde ich persönlich die Platte sofort zurückschicken. Ansonsten landet sie in meiner bestehenden Infrastruktur!4. Festplatte möglichst lange am Leben haltenHier gibt es verschiedene Philosophien. Ich verfolge folgende, welche sich über die letzten Jahre bewährt hat:Festplatten werden bei Spin-ups/-downs am höchsten physisch belastet. Statistiken zeigen, dass die meisten physikalischen HDD Ausfälle in diesen Phasen auftreten. Entsprechend sollte die Standby Zeit, also das Intervall, nach dem eine Festplatte ohne Read/Write Zugriffe herunterfährt, weise und vom Festplattentyp und dem Anwendungsfall abhängig gemacht werden.Server-grade Festplatten wie z.B. WD Reds sind dafür ausgelegt und optimiert, 24/7 zu laufen. Das frisst natürlich etwas Strom, hält die Platten aber ein einem konstanten Zustand, welcher die Platte physisch schont. Die meisten Consumer-grade Platten dürften zwar theoretisch ebenfalls wenige Probleme mit einem 24/7 Betrieb haben, für die typischen Heimanwender macht dies allerdings in den meisten Fällen wenig Sinn. Es gilt also, einen gesunden Ausgleich zwischen möglichst wenigen Spin-ups/-downs und insgesamter Laufzeit der Platten zu finden. Ich persönlich greife z.B. auf die meisten meiner Netzwerkplatten nur wenige Male am Tag zu, meine HDD Standby-Zeiten habe ich bei 1-2 Stunden gesetzt.Festplatten vertragen keine starken Temperaturschwankungen.Wenn Festplatten zu schnell heruntergekühlt bzw. erwärmt werden, steigt die physikalische Belastung erheblich und dementsprechend kürzer fällt die zu erwartende Lebenszeit aus. Neben einer wohltemperierten Umgebung und im besten Fall auch eine aktiven Belüftung sollte also darauf geachtet werden, die Temperatur möglichst statisch zu halten. So ist es z.B. in vielen Fällen fatal, einen Server in der nichtbeheizten Garage aufzustellen. Solange die Platten laufen, halten sie sich selber warm. Sobald aber der Server z.B. im Winter hochgefahren wird, werden sie in sehr kurzer Zeit von teilweise Minusgraden auf 30-50 Grad erwärmt. Metall dehnt sich bei Erwärmung aus, das geht auf Dauer nicht gut.Ebenso sollte z.B. kein Lüfter einfach auf eine Seite des Gehäuses/der Festplatte geklatscht werden. Dadurch entsteht ein Temperaturgradient zwischen den beiden Seiten, welcher einen ähnlichen zerstörerischen Effekt wie ein Betrieb in der nichtbeheizten Garage.Selbstverständlich ist auch durch einen Burn-in und regelmäßige SMART-Tests das Risiko vorhanden, dass die Platte ohne Vorwarnung abschmiert. Entsprechend sollte man immer Backups anlegen bzw. parity protection z.B. durch ein entsprechendes RAID-Konstrukt.Ich hoffe, ich kann hiermit einigen Leuten bei dieser und weiteren Festplattenbestellungen helfen. Bei Fragen führe ich das entsprechende Gebiet gerne weiter aus


Nette Anleitung und viel Arbeit investiert, Hut ab
Einen effizienten Vorschlag um HDDs direkt in ein Qnap zu hängen (burn-in) ohne auf eine externe Gurke zurückgreifen zu müssen? Bietet das Diagnostic Tool vergleichbare Möglichkeiten?
Das hast du nun aber ganz toll zitiert
Gab's am Sonntag für 4.45€ cold xD 😝😝
Soll recht laut sein oder?
ActiveNight08.08.2019 19:41

Soll recht laut sein oder?



ST8000VN0022, also das alte lautere Modell
LegitBoss08.08.2019 22:31

ST8000VN0022, also das alte lautere Modell


Aber Helium gekühlt ist nur das 10TB Modell. Naja.. hab jetzt doch lieber die 6TB WD Red bestellt..Soll angeblich leiser sein.
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