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[Steamkey] PaPo & Yo
5 Kommentare

Lohnt sich denn das Spiel? Sieht ja ganz okay aus und Preis ist auch gut.

subby

Lohnt sich denn das Spiel? Sieht ja ganz okay aus und Preis ist auch gut.



gamezone.de/Pap…05/

subby

Lohnt sich denn das Spiel? Sieht ja ganz okay aus und Preis ist auch gut.


Kurz und Knapp: Ja!

Okay danke wird gekauft ^^ Und habt euch mal nicht so der PC-Release ist grad mal 2 Monate her.

"Wenn ein Spiel schon Papo & Yo heißt, sagt das eigentlich schon alles aus. Es geht um Papa und mich. Gemeint ist damit der Vater von Game Director Vander Caballero. Der hat gut zehn Jahre lang bei EA geschuftet und einen belanglosen Titel nach dem anderen veröffentlicht. Bis er irgendwann keine Lust mehr hatte, zu einem kleinen Indie-Studio kam und endlich den Albtraum seiner Kindheit verarbeiten konnte: Die Beziehung zu seinem Vater. Der hat gesoffen und seinen Sohn ausgenutzt, jahrelang. Die Message, die einem das Spiel daher schon zu Beginn mitgibt, trifft einen hart: Caballero widmet den Titeln seiner Mutter und seinen Geschwistern, die ihm geholfen haben das Monster in seinem Vater zu überleben. Nicht heilen. Nicht überwinden. Für ihn ging es ums Überleben.

Papo & Yo im PC-Test: Eine emotionale Achterbahnfahrt (32) Papo & Yo im PC-Test: Eine emotionale Achterbahnfahrt (32) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Gekonnt erzählt Papo & Yo diese Geschichte ohne wirklich viele Story-Elemente. Man sieht den Protagonisten des Spiels, einen kleinen Jungen, zusammengekauert in einem Wandschrank. Der besoffene Vater wütet anscheinend vor der Tür und sucht den armen Jungen – was bleibt ihm da schon anderes übrig, als sich in eine Fantasie-Welt zu verstecken. Eine Welt, die zwar nicht unbedingt heller und freundlicher ist als seine, aber eine, in der er das Sagen hat. Durch magische Tricks kann er Gegenstände bewegen. So sucht man sich seinen Weg durch die Levels. Richtigen Trigger finden, auslösen, zum nächsten Rätsel gehen. So geht es eine ganze Zeit lang. Optisch ist das manchmal ganz imposant, etwa wenn man Faltkartons versetzt. Parallel zur Bewegung des Spielers bewegen sich einige Holzhäuser und bilden eine Brücke, wenn man die Kartons richtig anordnet. Solche Spielereien können richtig begeistern.

Etwas tiefgründiger wird die immer nur angeschnittene Meta-Story über den Vater mit der Einführung des "Monsters". Ein dickbäuchiges, träges Vieh ist das, mit einem einzelnen Horn auf dem Kopf. Es sieht gefährlich aus, und doch immer auch niedergeschlagen und depressiv. Das Monster tut einem auch nichts, stattdessen baut man eine symbiotische Beziehung auf. Der kleine Junge füttert es mit gelben Früchten, dafür darf er ab und auf dem Bauch des Vater-Monsters hüpfen, um weit entfernte Plattformen zu erreichen. Außerdem rennt einem Monster auch Hindernisse über den Weg, wenn man Früchte taktisch platziert. Doch als er an einer Kröte leckt – sinnbildlich für seinen Alkoholkonsum – dreht er durch. Monster brennt förmlich und attackiert sogar den Jungen. Wie soll man nach solchen Vorkommnissen nur wieder in Symbiose zusammenleben? Als Spieler fällt es einem einfach. Man weiß ja, welche Aktionen zu welchen Reaktionen führen. Aber menschlich berührt einen das vollkommen. Wie lebt es sich mit einem Alkoholiker-Vater?


Papo & Yo im PC-Test: Eine emotionale Achterbahnfahrt (34) Papo & Yo im PC-Test: Eine emotionale Achterbahnfahrt (34) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Am Ende wird einem klar: So sehr man Sympathien für dieses eigentlich ganz liebe Monster hat – helfen kann man ihm nicht. Papo & Yo beendet das Zerwürfnis fast zeremoniell, indem man vom Monster absagt. Vorbei die Hilfe, vorbei die Unterstützung. Caballero muss seinen Vater erst virtuell "töten", um endlich loslassen zu können. Die Schlüsselszene geht unter die Haut. Wer Papo & Yo als kleines Kunstwerk betrachtet und diese Emotion zulässt, wird das Indie-Projekt lieben.

Wer das Download-Spiel aber unbedingt als Spiel betrachten will und es nur auf Gameplay-Features herunter bricht, wird enttäuscht. Die Steuerung ist nicht perfekt, versagt bei manchen Sprung-Einlagen. Die Grafik ist zwar besser als auf der Playstation 3 – aber Clippingfehler gibt es trotzdem en masse, sogar so stark, dass man
zwischen Spalten an Wänden durchsehen kann. Und die Spielmechanik an sich ist eher primitiv. Papo & Yo ist trotzdem ein Highlight – ein emotionales. Zwischen den Zeilen lesen heißt die Parole. Wer das nicht kann, kauft sich lieber irgendeinen Shooter und wird damit glücklich."

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