Achtung: Amazon Prime ist nicht gleich Prime - Versand von Marketplace Händlern auch mit Prime Logo

eingestellt am 21. Mär 2016

conscienta hat gestern unter Diverses darauf hingewiesen, dass man bei Amazon auch Produkte bestellen kann, die mit einem 696543.jpg Logo versehen sind, jedoch gar nicht von Amazon verschickt werden und daher auch nicht Amazons Rückgaberichtlinien unterliegen. Mir ist das bisher nicht aufgefallen und bevor es zu Problemen führt hier ein kleines wieso, weshalb, warum:



Was hat das also zu bedeuten? Genießt man dann trotzdem den Prime-Service von Amazon, oder gelten die Richtlinien vom Händler? Muss ich jetzt bei jedem Produkt aufpassen was ich kaufe?


Im Endeffekt geht es darum, dass sich Produkte mit dem Prime-Logo besser verkaufen als andere ohne das Logo. Das liegt daran, dass man diese schneller erhält, einen guten Service genießt und kaum ein Risiko eingeht (da Amazon-Support). In Amerika läuft das Programm schon eine Weile und anscheinend sind nun auch in Deutschland einige Händler dazu eingeladen worden sich am Prime-Programm zu beteiligen. Das heißt: Vertriebsweg des Händlers, kein Vertrieb über Amazon. Amazon prüft wohl den eigenen Standard am Händler und wenn dieser nicht zügig verschickt, fliegt dieser auch wieder aus dem Prime-Programm.


Ein konkretes Beispiel hat uns conscienta auch gleich geliefert. Die Uhr “BERING Time Herren-Armbanduhr Slim Classic Chronograph” wird von einem Marketplace Händler angeboten, der diese verkauft und verschickt und trotzdem ist das 696543.jpg Logo beim Preis sichtbar. Klickt man aber auf die Widerrufsbedingungen des Händlers steht deutlich geschrieben “Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren”.


696543.jpg


Ich habe mich jetzt durch den Amazon Kundenservice gechattet und telefoniert und folgende Aussage erhalten:


Das Prime Logo bei einem Marketplace Händler bedeutet:



für Prime Mitglieder ist der schnellere Premiumversand des Marketplace Händlers kostenlos
Amazon übernimmt ab Bestellung den Kundenservice für den Artikel (Geschäftsabwicklung aber zwischen Verkäufer und Käufer)
Rücksendekosten fallen ja nach AGB des Verkäufers an (nicht Amazons AGB)
falls mit dem Produkt ein Problem auftritt, wendet man sich dann direkt an Amazon (siehe Punkt 2) und bekommt dann ggf. ein Rücksendeetikett oder eine Erstattung, ohne dass man mit dem Marketplace Händler in Kontakt treten muss

Es ist also eine Art Mix aus Amazon Prime-Service und Marketplace Verkauf. Leider bleibt man wohl auf den Rücksendekosten bei Nichtgefallen sitzen. Ist aber etwas mit dem Produkt, kann man dieses über den gewohnt guten Service von Amazon bearbeiten lassen ohne mit dem eigentlichen Verkäufer in Kontakt treten zu müssen. Amazon kann damit noch mehr Produkte mit Prime-Vorteilen anbieten, ohne diese selbst in den Lagerhäusern unter zu bringen und die Händler übernehmen selbst den Versand. Der Kunde merkt davon nicht viel, außer, dass die Produkte nicht mehr von Amazon verpackt werden und die Rücksendekosten ggf. (je nach Händler) selbst getragen werden müssen. Der Service – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr – bleibt der Gleiche.

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