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AvatarGelöschterUser3174822
eingestellt am 25. Jun 2011
Der Schreibfehler fällt mir jedes Mal wieder auf - vielleicht kann man ihn ja eliminieren?

Beste Kommentare

neueste und neuste - beides ist richtig. Punktum.

Übrigens schreibt man nicht "naja", sondern "na ja"; und nicht "widerzugeben", sondern "wiederzugeben". Wo sollte man also anfangen?
22 Kommentare

Vielleicht gibts ja gerade einen hotten Duden-Deal? Ist nämlich kein Fehler.

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GelöschterUser31748

Seppelfred

Vielleicht gibts ja gerade einen hotten Duden-Deal? Ist nämlich kein Fehler.



Naja, nicht ganz. Denn der Sprachgebrauch tendiert ganz unzweifelhaft dazu, den Superlativ von neu als neueste widerzugeben. Auch wenn neuste nicht wirklich falsch ist, stellen sich mir immer wieder die Haare auf, wenn ich es ohne /e/ lesen muss.

neueste und neuste - beides ist richtig. Punktum.

Übrigens schreibt man nicht "naja", sondern "na ja"; und nicht "widerzugeben", sondern "wiederzugeben". Wo sollte man also anfangen?
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GelöschterUser31748

Seppelfred

neueste und neuste - beides ist richtig. Punktum.Übrigens schreibt man nicht "naja", sondern "na ja"; und nicht "widerzugeben", sondern "wiederzugeben". Wo sollte man also anfangen?



Ich argumentiere mit Sprachgebrauch - mit meinem "widergeben" hast du jedoch recht, war mein Fehler. Und ich bleibe dabei, dass /neuste/ gräßlich anzusehen ist.

Seppelfred

Vielleicht gibts ja gerade einen hotten Duden-Deal? Ist nämlich kein Fehler.

Wieso sollte der Sprachgebrauch dann dazu tendieren? Weil es in der deutschen Sprache so unüblich ist, zwei Konsonanten bzw. zwei nicht durch Vokale getrennte Laute hintereinander auszusprechen? Weil es in Deutschland keine Dialekte gibt?

Als Orientierung an "richtig" oder "falsch" dient der Duden. Dort sind beide Formen als "korrekt" aufgeführt. Auch die Bildung von Superlativen aus einsilbigen Wörtern (müsste auch irgendwo im Duden stehen) erlaubt beide Variante. Der Duden orientiert sich wiederum an den Sprachgebrauch der Bevölkerung, denn wie sonst soll man so etwas als "richtig" oder "falsch" bewerten, wenn "Sprachregeln" (hier: Bildung von Superlativen) beides anerkennen?!
Letztendlich hat Sprache keine feste Form und ist immer im Wandel. Nicht ohne Grund gibt es neue Rechtschreibungen, oder jährlich viele neue Wörter im Duden.

Man mag natürlich hier und da seine Präferenzen haben, doch so lange beides im Duden steht, ist es kein SchreibFEHLER ^^
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GelöschterUser31748

Dann suche doch einfach mal in google.books nach /neuste/, dann wirst du sehen, in welche Richtung der Sprachgebrauch geht. Gut, es ist kein orthographischer Fehler (wie ich einlenken muss), aber deshalb nicht zwangsläufig gängig.

sm3t3wj

Dann suche doch einfach mal in google.books nach /neuste/, dann wirst du sehen, in welche Richtung der Sprachgebrauch geht.



Nimm doch lieber mal deinen Duden Band 9 („Richtiges und gutes Deutsch“) zur Hand - den hast du ja sicherlich im Regal stehen, da du so sprachinteressiert bist. Stichwort Vergleichsformen, Artikel 2, Absatz 3: Wegfall des e beim Superlativ.
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GelöschterUser31748

sm3t3wj

Dann suche doch einfach mal in google.books nach /neuste/, dann wirst du sehen, in welche Richtung der Sprachgebrauch geht.



Tut mir leid, aber diesen Band habe ich nicht - du darfst aber gerne daraus zitieren und darüber hinaus auch zu meinem Argument bezüglich des Sprachgebrauchs Stellung beziehen.

sm3t3wj

Tut mir leid, aber diesen Band habe ich nicht - du darfst aber gerne daraus zitieren und darüber hinaus auch zu meinem Argument bezüglich des Sprachgebrauchs Stellung beziehen.


Nee, keine Lust ...
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GelöschterUser31748

Malesh!

sm3t3wj

Dann suche doch einfach mal in google.books nach /neuste/, dann wirst du sehen, in welche Richtung der Sprachgebrauch geht. Gut, es ist kein orthographischer Fehler (wie ich einlenken muss), aber deshalb nicht zwangsläufig gängig.

Eine Suchmaschine ist sehr unrepräsentativ für sowas. Abgesehen davon müsstest du danach schauen, wie sich die Bestände in den letzten Jahren (Jahrzehnten) geändert haben (es geht schließlich um "Trend", nicht "Bestand"). Um ein aussagekräftiges Resultat zu haben, müsstest du noch berücksichten, wie die Suchmaschinen arbeiten und filtern. Dazu zählst du noch die ganzen online zugänglichen Arbeiten bei gleicher Suchmaschine (scholar.google). Letztendlich wäre es immer noch wenig repräsentativ, aber immer noch besser als einfach die Anzahl der Suchergebnisse für "neueste" und "neuste" zu vergleichen

Wie dem auch sei, mich hat es weniger interessiert, wie ich diesen "Trend" überprüfen könnte. Ich würde lieber wissen, wie du dazu kommst, dass sich der Sprachgebrauch in diese oder jene Richtung entwickelt.
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GelöschterUser31748

Also ganz ehrlich - wenn wir den Gebrauch des Lexems /neuste/ bei google.books z.B. für das 21. Jh. filtern, dann findet selbige Suchmaschine knapp 6200 Referenzen. Für /neueste/ hingegen ganze 74.500! Ich glaube, das Ergebnis spricht für sich und für meine Sprachgebrauch-Theorie.

Also mal ehrlich...
a) Jahrhundert ist sein SEHR weit gegriffener und grober Zeitraum.
b) Selbst wenn wir Jahrhunderte vergleichen, schau dir alles mal seit 19.Jh an: "neueste" schwankt fast konstant, "neuste" ist im Aufschwung (21.Jh hochgerechnet).
c) Suchmaschinen sind immer noch unausagekräftig (s.o.). Nicht nur, weil sie lediglich einen enorm kleinen Teil an existierender Literatur beinhalten. Ich wollte lediglich zeigen, dass so eine "schwache" Quelle deine Aussage nicht wirklich stütz, und nicht, dass sie das Gegenteil beweist.

Mich würde trotzdem immer noch interessieren, wodurch du zu dieser "Erkenntnis" gekommen ist. Ich glaube kaum, dass du irgendwann "neueste" und "neuste" bei goole.books eingegeben hast und gesehen hast "aha, der Sprachgebrauch geht in diese Richtung" ^^

Das Zitat aus Duden Band 9 interessiert mich auch. ^^

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GelöschterUser31748

Dass /neuste/ im 21. Jh. im Aufschwung begriffen sein soll, ist doch wohl mit großer Wahrscheinlichkeit der Quantität an Büchern zu schulden und nicht einem allgemeinen (Sprach)Trend.
Suchmaschinen sind aber die einzige Referenz, die bei solch einer Fragestellung resp. Problematik herangezogen werden können. Du möchtest doch gewiss nicht den Versuch unternehmen, diesen Trend oder Nicht-Trend händisch nachzuweisen? Deine genannten Faktoren sind somit im Angesicht der von mir dargelegten Zahlen schlicht und ergreifend zu vernachlässigen.

Und ja, ich habe tatsächlich google.books bemüht, um die Bestätigung für meinen Eindruck, dass /neuste/ im rezenten Sprachgebrauch ein Schattendasein führt, zu erlangen. Und wie ich vorher schon zugeben musste, war ich tatsächlich der Meinung, dass /neuste/ ein Schreibfehler sein muss - was nachweislich aber falsch war (s.o.).

Also mit "Trend" habe ich nicht etwas bezeichnen wollen, das man als "in" bezeichnet, sondern tatsächlich statistisch gesehen, also genau "in welche Richtung geht es". Positiver Trend ist gleich Aufschwung. Und der bezieht sich nicht auf absolute Momentanbestände, sondern auf zeitliche Vergleiche jener. Genausowenig bezieht er sich zum Verhältnis eines anderen Bezugpunktes (d.h. um einen Trend zu bewerten, betrachte ich "neuste" über die Zeit hinweg mit sich selbst, und setze es nicht in Relation zu etwas anderem, wie "neueste").
Da sieht man, dass "neuste" in den letzten Jahrhunderten eine an Anzahl steigende Tendenz hat (Aufschwung; positiver Trend). "neueste" hingegen steigt und sinkt in der Anzahl, diese Schwingung bleibt aber recht konstant. Bei "neueste" verändert sich also nicht viel, "neuste" jedoch hat einen steigende Anzahl. Damit kann man dann ausdrücken, in welche Richtung sich etwas bewegt: Sprachgebrauch geht nicht in Richtung "neueste", weil der Gebrauch davon fast konstant bleibt, wohingegen "neuste" immer mehr Verwendung findet.

Bezüglich dazu, wie du dazu gekommen bist, hast du mich wohl falsch verstanden ^^ Mir ist schon klar, dass du durch google.books die Bestätigung gesucht hast. Es sollte ja auch mir dazu dienen, die Bestätigung zu finden.
Mich interessiert jedoch eher, wie du überhaupt zu dieser Meinung gekommen bist. Irgendwo muss doch die Idee hergekommen sein, dass der Sprachgebrauch in Richtung "neueste" gehe. Sei es nun "irgendwo gelesen", "man hört es", "die deutsche Sprache ist so_und_so". Kann natürlich sein, dass du es nicht genauer sagen kannst, aber es hätte ja sein können ^^ Fragen schadet ja nicht.

/edit
Mir ist natürlich bewusst, dass "neuste" ein "Schattendasein" führt.

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GelöschterUser31748

Na ich schrieb doch schon, dass ich /neuste/ für einen Schreibfehler hielt - sprich mein Sprachverständnis signalisierte mir, dass da etwas falsch sein muss und da ich mich gemeinhin auf mein Bauchgefühl diesbezüglich verlassen kann (und auch verlassen muss), habe ich nach kurzem googlen den Post erstellt. Dass beide Schreibungen legitim sind (und mein Bauchgefühl hinsichtlich eines Schreibfehlers damit falsch), habe ich jedoch erst nach seppelfreds Einwurf und darauf folgendem erneuten googlen erkennen müssen.

Du kannst aber wohl kaum negieren, dass /neuste/ im Vergleich zu /neueste/ im rezenten Sprachgebrauch absolut unterrepräsentiert ist - das kannst du, egal wie du es drehst und wendest, (v.a. im Angesicht der Zahlen) nicht schön reden.

Hast du sonst nichts zu tun?

Auch wenn neuste nicht wirklich falsch ist, stellen sich mir immer wieder die Haare auf, wenn ich es ohne /e/ lesen muss.


Dann rasier dich.

Hätte ja sein können, dass es außer dem Bauchgefühl irgendwelche andere Gründe gibt (vielleicht hast du dich ja bereits länger mit ähnlicher Thematik beschäftigt, wer weiß) ^^

Natürlich hat "neueste" eine deutlich häufigere Verwendung. Ich vermute, dass frühere Duden Bände "neuste" gar nicht führten. Ich hielt lediglich "geht in die Richtung" unkorrekt, da es eher den Eindruck macht, der Gegenteil sei der Fall ("neuste" erscheint im Duden; Anzahl von "neuste" bei google.books steigert sich proportionell enorm, wohingegen "neueste" konstant bleibt).

Bleibt wohl noch zu klären, was der o.g. Absatz im Duden Band 9 konkret aussagt ^^

Dhunter

Dann rasier dich.


Vorsicht! Sonst kommt er noch auf die Idee, eine Diskussion darüber zu eröffnen, ob es nicht "Dann rasiere dich." heißen muss
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GelöschterUser31748

Dhunter

Dann rasier dich.



Es sollte vielleicht eher heißen: Vorsicht! Sonst kommt SIE noch auf die Idee...

Und nichts für ungut, ich habe mittlerweile ja eingesehen, dass es kein Schreibfehler ist, sondern nur ungeläufig.

Sonst kommt SIE noch auf die Idee


OK, dann ziehe ich natürlich meinen Kommentar mit dem Rasieren zurück.

Und selbst wenn es tatsächlich so sein sollte, daß 'neuste' gegenüber 'neueste' ein Schattendasein führt, was ich aber bezweifle (oder doch bezweifele?). Welchen Grund sollte es geben, diese Schreibweise zu 'eliminieren'? Von vielen Wörtern gibt es Nebenformen, die vielleicht etwas seltener gebrauch werden. Die Sprache ist nun einmal vielgestaltig.

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