Amazon Cashback für jedermann durch Steuervorteile

Bekanntlich gibt es bei Amazon für Normalverbraucher ja nicht durchgängig Cashback auf alle Warengruppen, aber es gibttrotzdem eine indirekte Möglichkeit.
Einige kennen ja vielleicht bereits boost-project, wo man bei Amazon Cashback bekommt, dies dann aber "nur" an wohltätige Organisationen spenden kann.
Auf Nachfrage (geht zB via Facebookchat, oder halt Email) kann man von boost-project seit Neustem aber eine Spendenquittung bekommen, so habe ich für das Jahr 2015 eine entsprechende Quittung über 180€ zugeschickt bekommen. Indirekt erhält man so also je nach Steuersatz einen gewissen Prozentsatz des erwirtschafteten Cashbacks und als Goodie wird ja der volle Satz auch noch an eine entsprechende Organisation gespendet (kann man selber wählen, wenn man möchte).

Ganz interessant finde ich noch, dass es das volle Cashback auch bei Zahlung via Geschenkgutscheinen gibt. Die Möglichkeit, zusätzlich 5% via Cardfy zu sparen, bleibt also unbenommen.

Beste Kommentare

dschamboumping

Ab 52.882€ Jahreseinkommen (brutto) sind es dann 42%, die man zurückbekommt. Siehe auch http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIII21a.pdf



Grenzsteuersatz bedeutet, dass jeder weitere Euro, den du verdientst, mit genau diesem Steuersatz besteuert wird. Bei zB 55.000€ Einkommen hast du einen Durchschnittssteuersatz von ca. 27%, musst also ca. 13.750€ Einkommenssteuer zahlen.
Wenn dein Chef dir jetzt 1€ Bonus gibt, musst du von diesem Euro aber 42 Cent abgeben, da das der Grenzsteuersatz ist. Dadurch erhöht sich dein Durchschnittssteuersatz auf ca. 27,0001%.
Ebenso verhält es sich mit der "Reduzierung" des Einkommens durch Spenden, wenn du also zB 1€ spendest, musst du nur noch 54.999€ versteuern und da dieser 1€ mit 42% Grenzsteuersatz versteuert wurde "sparst" du genau 42 Cent.
Bearbeitet von: "dschamboumping" 6. Juni 2016

Popoplops

Danke für den Tipp. Alternative: In der Steuererklärung 100 € Barspende für eine lokale gemeinnützige Organisation angeben. < 100 Euro geht i.d.R. ohne Beleg.



Oder einfach irgendwelche Verluste abschreiben, die man gar nicht hatte. Bei der Gelegenheit kann im Supermarkt auch gleich noch ohne zu zahlen gehen, fällt meist nicht auf.
Wenn das aber tatsächlich problemlos ist, geht es ja noch on top wenn man das möchte.
Bearbeitet von: "dschamboumping" 6. Juni 2016

33 Kommentare

Klingt super, wie viel "Spenden-Cashback" bekommt man den bei Amazon?

Lyx

Klingt super, wie viel "Spenden-Cashback" bekommt man den bei Amazon?



Das variiert extrem nach der Kategorie - leider gibt boost-project nur einen insgesamt Durchschnittswert an, der mit 1,8% recht niedrig liegt. Je nach Kategorie habe ich aber auch schon 5-8% bekommen. Leider nicht wirklich transparent.

kein Freebee, zahlen wir alle mit unseren Steuern, ok der eine mehr, der das hier nutzt weniger

Nach der Logik. Gäbe es keinen einzigen Freebie mehr...

Snuff

kein Freebee, zahlen wir alle mit unseren Steuern, ok der eine mehr, der das hier nutzt weniger



Zu dieser bestechenden Logik fällt mir wirklich nix mehr ein

Moderator

Eh Nein

Search85

Eh Nein



Eh doch

Bei 180€ Spenden. Was gibt's denn da an Steuern ungefähr wieder?

Seneca

Bei 180€ Spenden. Was gibt's denn da an Steuern ungefähr wieder?



Kommt auf den Grenzsteuersatz an, den man sich zB hier berechnen kann (als Richtwert: etwas weniger als die Hälfte): bmf-steuerrechner.de/ekst/?

Danke für den Tipp. Alternative: In der Steuererklärung 100 € Barspende für eine lokale gemeinnützige Organisation angeben. < 100 Euro geht i.d.R. ohne Beleg.

Bearbeitet von: "Popoplops" 6. Juni 2016

Popoplops

Danke für den Tipp. Alternative: In der Steuererklärung 100 € Barspende für eine lokale gemeinnützige Organisation angeben. < 100 Euro geht i.d.R. ohne Beleg.



Oder einfach irgendwelche Verluste abschreiben, die man gar nicht hatte. Bei der Gelegenheit kann im Supermarkt auch gleich noch ohne zu zahlen gehen, fällt meist nicht auf.
Wenn das aber tatsächlich problemlos ist, geht es ja noch on top wenn man das möchte.
Bearbeitet von: "dschamboumping" 6. Juni 2016

Hot, gute Win-Win-Situation. Gemeinnützige Organisationen bekommen etwas von Amazon-Marketing-Budget (genau das ist nämlich Cashback) und man selber eine gewisse Steuererstattung.
Schade ist nur, dass man die Spendenquittung aktiv anfordern muss.

Bearbeitet von: "jottlieb" 6. Juni 2016

jottlieb

Schade ist nur, dass man die Spendenquittung aktiv anfordern muss.



Das liegt daran, dass sie dir per Brief zugestellt werden muss, und du deine Adresse bei boost natürlich nicht angeben musst, wenn du nicht willst.

Seneca

Bei 180€ Spenden. Was gibt's denn da an Steuern ungefähr wieder?



Wohl eher auf den Durchschnittssteuersatz, oder? Mehr als 10 bis 25% von der Spendensumme dürften die meisten myDealer daher nicht erstattet bekommen. Trotzdem ein sehr guter Tipp!
Bearbeitet von: "Petersburg" 6. Juni 2016

Seneca

Bei 180€ Spenden. Was gibt's denn da an Steuern ungefähr wieder?



Ab 52.882€ Jahreseinkommen (brutto) sind es dann 42%, die man zurückbekommt. Siehe auch sozialpolitik-aktuell.de/tl_…pdf

Dabei ist selbstverständlich noch nicht berücksichtigt, dass man evtl weitere Ausgaben steuerlich geltend machen kann. Die genaue Berechnung ist daher nicht wirklich möglich. Zwischen 35-42% sollten aber drin sein.
Bearbeitet von: "dschamboumping" 6. Juni 2016

Popoplops

Danke für den Tipp. Alternative: In der Steuererklärung 100 € Barspende für eine lokale gemeinnützige Organisation angeben. < 100 Euro geht i.d.R. ohne Beleg.



Nein. Weder hast Du als Privatperson "irgendwelche Verluste", noch geht es on Top. Wenn Du sonst keine Spenden hast, dann gehen 80-100 Euro als Barspende i.d.R. so durch. Wenn Du aber mit Spendenbescheinigungen ankommst, dann geht das mit der Barspende nicht mehr

Popoplops

Danke für den Tipp. Alternative: In der Steuererklärung 100 € Barspende für eine lokale gemeinnützige Organisation angeben. < 100 Euro geht i.d.R. ohne Beleg.



Mit Privatperson meintest du "reiner Arbeitnehmer" nehme ich an? Bereits bei der Vermietung von Objekten können zB Verluste entstehen
Wenn es nicht on top geht und man es mit seinem Gewissen vereinbaren kann und auch sonst nicht spendet, ist es wohl die bessere Lösung.

dschamboumping

Ab 52.882€ Jahreseinkommen (brutto) sind es dann 42%, die man zurückbekommt. Siehe auch http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIII21a.pdf



Ein Spendenrechner im Internet bestätigt was du sagst. Nachvollziehen kann ich das aber nicht. In der Steuererklärung wird doch einfach das zu versteuernde Einkommen um den Spendenbetrag gesenkt. Dann "spart" man sich doch (nur) genau den Durchschnittssteuersatz auf den gespendeten Betrag (mal abgesehen von einer marginalen Absenkung des Grenzsteuersatzes).

dschamboumping

Ab 52.882€ Jahreseinkommen (brutto) sind es dann 42%, die man zurückbekommt. Siehe auch http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIII21a.pdf



Grenzsteuersatz bedeutet, dass jeder weitere Euro, den du verdientst, mit genau diesem Steuersatz besteuert wird. Bei zB 55.000€ Einkommen hast du einen Durchschnittssteuersatz von ca. 27%, musst also ca. 13.750€ Einkommenssteuer zahlen.
Wenn dein Chef dir jetzt 1€ Bonus gibt, musst du von diesem Euro aber 42 Cent abgeben, da das der Grenzsteuersatz ist. Dadurch erhöht sich dein Durchschnittssteuersatz auf ca. 27,0001%.
Ebenso verhält es sich mit der "Reduzierung" des Einkommens durch Spenden, wenn du also zB 1€ spendest, musst du nur noch 54.999€ versteuern und da dieser 1€ mit 42% Grenzsteuersatz versteuert wurde "sparst" du genau 42 Cent.
Bearbeitet von: "dschamboumping" 6. Juni 2016

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