Amazon Kontokündigung, Einbehaltung Geschenkgutscheinsaldo

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eingestellt am 30. Jan 2021
ich bin seit ca. 10 Jahren Amazon Kunde. Während der Pandemie habe ich aufgrund des Lockdowns bei Amazon mehr bestellt, als ich sonst bestelle und einen Teil meiner bestellten Waren zurückgesendet.

In den letzten Wochen habe ich vier Paar Joggingschuhe dort bestellt und auch andere Waren. Die Joggingschuhe habe ich alle ordnungsgemäß retourniert und auch hierfür die Rückzahlung auf mein Girokonto erhalten.

Kurz danach habe ich eine E-Mail von dem Absender buyer-returns@amazon.de erhalten. In dieser E-Mail wurde ich daraufhin gewiesen, dass mein Amazon Kundenkonto aufgrund folgendem Sachverhalt gesperrt wurde.Ihre Rücksendung für die Bestellung xxxxxxx enthielt einen manipulierten Artikel anstelle des ursprünglichen Artikels.

Ich ging zunächst von Phishing aus, weil ich in der Vergangenheit ebenfalls solche E-Mails erhalten hatte, bei denen mir der Amazon Kundenservice per E-Mail bestätigte, dass es sich um Phishing handele. Ich habe die oben genannte E-Mail schließlich auch an impressum@amazon.de weitergeleitet, da ich wieder von Phishing ausging.

Kurze Zeit später wollte ich mich bei meinem Amazon Kundenkonto einloggen und erhielt eine Meldung, dass mein Kundenkonto aufgrund missbräuchlicher Nutzung der Amazondienste gesperrt wurde.

Ich habe dann beim Amazon Kundenservice angerufen. Dort bestätigte man mir, dass die Kontosperre echt ist und man für mich nichts tun kann. Ich habe dann darum gebeten, dass die Waren die auf dem Weg zu mir sind an Amazon retourniert werden bzw. die Annahme für weitere bestellte Waren telefonisch widersprochen. Aktuell sind das Schuhe und Jogginghosen, bei der ich die Annahme verweigert habe.

Die Auslieferung der Schuhe wurde schließlich von Amazon gestoppt. Bei der DHL Sendungsverfolgung erhalte ich aktuell folgenden Hinweis. „Rücksendung auf Wunsch des Absenders“ Die Jogginghosen wurden in der Packstation eingeliefert. Hier werde ich aber die Ware nicht entnehmen, wodurch die Annahme verweigert wird.

Im weiteren Gesprächsverlauf mit dem Amazon Kundenservice wurde mir mitgeteilt, dass die von Amazon beanstandete Ware mit Schlamm überzogen war, was absolut nicht den Tatsachen entspricht. Auf meine Nachfrage hin, ob mir diesbezüglich Beweisfotos zugesandt werden können wurde nicht eingegangen.

Ich habe dann dem Absender buyer-returns@amazon.de geantwortet und den Sachverhalt dargelegt, damit mein Kundenkonto entsperrt wird. Nach einiger Zeit erhielt ich dann eine E-Mail Nachricht die den Charakter einer automatisch generierten E-Mail hat.

Ich habe darauf bei Amazon erneut angerufen und gebeten mein Amazon Geschenkgutscheinsaldo in Höhe von 31,43 Euro auszuzahlen und meinen Amazon Prime Mitgliedsbeitrag den ich bis Ende Juli 2021 entrichtet habe teilweise zu erstatten. Die Mitarbeiterin sagte daraufhin aus, dass Sie mein Anliegen weiterleiten wird.

Auf die Anfrage gab es bisher keine Reaktion seitens Amazon. Der Zugang zu den Filmen die in Amazon Prime kostenfrei enthalten sind ist seit der Kontosperrung auch nicht mehr möglich. Mit Datum vom 30.01.2021 haben Familienangehörige eine E-Mail erhalten, dass deren Amazonkonto auch gesperrt ist, da sie in Verbindung mit einem gesperrten Konto stehen, dass mißbräuchlich genutzt wurde.

Meine Familienangehörigen leben nicht mit mir in einem gemeinsamen Hausstand. In diesen E-Mails wird auch darauf hingewiesen, dass mit der Kontoschließung das Guthaben nicht mehr zur Verfügung steht. Zitat aus der E-Mail "Falls Sie ein Guthaben aus Geschenkgutscheinen hatten, steht dies Ihnen nicht mehr zur Verfügung"

Auch dieser E-Mail habe ich widersprochen. Auch hier kam eine E-Mail Antwort binnen einiger Minuten, die auf eine automatisierte Standardantwort schließen läßt.

Was kann ich jetzt in die Wege leiten, damit ich mein nicht genutztes Amazon Geschenkgutscheinsaldo zurückerhalte? Meinem Rechtsverständnis nach hat Amazon kein Recht mein Amazon Geschenkgutscheinsaldo einzubehalten, da sie sich dann unrechtmäßig an mir bereichern würden.

Die Geschenkgutscheine habe ich mit meiner Kreditkarte und per Lastschrifteinzug direkt auf amazon.de rechtmäßig erworben. Meine zweite Frage bezieht sich auf die Waren, deren Annahme ich verweigert habe. Muss mir Amazon für diese Waren den Kaufpreis zurückerstatten, wenn ich die Annahme der oben genannten Waren verweigert und nicht entgegengenommen habe, oder können die den Kaufpreis hier auch einbehalten. Meiner Meinung nach müsste Amazon dazu rechtlich verpflichtet sein mir den Kaufpreis der Waren auf mein ursprüngliches Zahlungsmittel zurückzuerstatten, da ich von meinem 14 tägigen gesetzlichen Widerrufsrecht Gebrauch gemacht habe bzw. die Annahme verweigert habe.

Aktuell bin ich ratlos was ich machen kann um meine Ansprüche geltend zu machen und auch sehr verärgert. Kann jemand helfen? Danke.
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