Amazon Verkauf: Gebührenerstattung bei Rücksendung?

Ich habe als Privatverkäufer (so auch gekennzeichnet und Widerruf explizit ausgeschlossen) etwas bei Amazon verkauft. Nun möchte der Käufer die Ware wegen Nichtgefallen zurücksenden.

Ich bin ja jetzt nicht dazu verpflichtet das zu akzeptieren, würde dem Käufer aber evtl. trotzdem anbieten, die Ware auf eigene Kosten an mich zurückzusenden. Erstattet mir Amazon dann die Verkaufsgebühren, die ich gezahlt habe? Denn Verlust möchte ich bei dem ganzen natürlich nicht auch noch machen...

Habe schon versucht, es in der Hilfe nachzulesen, finde da aber keine klare Aussage dazu...

Achja, und was ist mit der Versandpauschale, die ich erhalten habe? Kann ich die behalten oder bekommt die der Käufer dann ebenfalls zurück?
- chrhiller187

27 Kommentare

"wegen Nichtgefallen zurücksenden" X)

Ich würde dem Käufer trotzdem nochmal darauf hinweisen, dass Du nicht als Unternehmer die Sache verkauft hast und er deshalb die Sache nicht zurückschicken darf. Ihm steht kein Widerruf oder sonst irgendein Rücktrittsrecht zur Seite.

Sach dem Kollegen, dass er schlichtweg Pech hat und er dat nächste mal halt bei nem gewerblichen Händler kaufen soll.
Willste dir jetzt echt den stress machen?

Das Problem ist, das Amazon da rigoros durchgreift und den Betrag einfach erstattet. Versuch Dich ganz freundlich mit dem Käufer zu einigen. Es gibt übrigens schon Gerichtsurteile, die gegen Amazon geurteilt haben - nur, wer hat Bock auf einen Prozess...

Nie wieder bei Amazon verkaufen, nur schlechte Erfahrungen gemacht, sowohl mit Käufern und dem Support

freak1

Nie wieder bei Amazon verkaufen, nur schlechte Erfahrungen gemacht, sowohl mit Käufern und dem Support



Kann ich nur so bestätigen, die Gebühren finde ich zudem auch recht happig...

Am Ende bekommst du die Ware beschädigt zurück und der Käufer sagt, dass das schon so war. Daher würde ich mir echt nicht die Mühe macht, hat der Käufer 'leider' Pech gehabt ^^

Bei Amazon etwas mit einem Stromstecker zu verkaufen ist sehr fahrlässig. Einen Privatanbieter gibt es bei Amazon nicht. Jeder Verkäufer wird bei denen als Gewerblicher behandelt. Hatte das Glück auch einmal gehabt. Amazon erstattet dem Käufer sein Geld und du musst drauf hoffen das deine Ware wieder heile ankommt oder überhaupt ankommt.

Hatte den Fall auch schinmal selbst erlebt. Hatte bezüglich des Rückgabewunsches des Käufers den Amazon-Support kontaktiert und Amazon sieht das wie von se3n3z bereits beschrieben so, dass du im Grunde erstmal keine Rücknahmen ausschließen kannst. Du als Verkäufer im Marketplace musst den Kunden den gleichen Service bieten wie Amazon selbst - also inkl. Rücknahmen. Mein Hinweis auf den Privatverkäuferstatus brachte da nicht viel.

Ich würde dir allerdings nicht empfehlen die Rücknahme einfach zu verweigern, da der Käufer die A-Z Garantie geltend machen kann. Das bedeutet, dass Amazon den Betrag an den Käufer rückerstattet und dir in Rechnung stellt. (Sollte der Käufer allerdings nicht nachverfolgbar retournieren besteht wohl kein Anspruch auf diese Leistung).

Die Gebühren erhältst du bei der Rückabwicklung erstattet. Insofern ich das noch richtig im Hinterkopf habe, wird allerdings der Komplettbetrag an den Käufer erstattet, also inkl. Versandpauschale. Auf den Versandkosten wirst du also sitzenbleiben.

Insgesamt ist Amazon eben sehr kundenfreundlich, was zu Lasten der Händler geht. Und eigentlich ist die Rücknahme als Privatperson nicht verpflichtend, müsste hier aber wohl gerichtlich erstritten werden.
Im Marketplace kann man allerdings recht hohe Preise durchsetzen, was nach Abzug aller Kosten immernoch zu höheren Erlösen als bspw. ebay führt (zumindest habe ich die Erfahrung gemacht). Von daher beiße ich weiter in den sauren Apfel.

Ähm, euch ist schon klar, das als Verkäufer bei Amazon auch als Privatverkäufer einen Verpflichtungsvertrag eingeht, der die Bedingung der Erfüllung der A-Z Garantie hat?

Amazon zwingt euch nicht im Rahmen der gesetzlichen "Gewährleistungsfristen", sondern im Rahmen der A-Z Garantie.

BTW: Die Frage ist zudem, ob ihr zudem die "Gewährleistungsansprüche" (Sachmängelhaftung) zurecht ausschließt. Denn grundsätzlich müssen auch Privatleute Sachmängelhaftung übernehmen, wenn nicht rechtswirksam ausgeschlossen

come2tom1

Ähm, euch ist schon klar, das als Verkäufer bei Amazon auch als Privatverkäufer einen Verpflichtungsvertrag eingeht, der die Bedingung der Erfüllung der A-Z Garantie hat? Amazon zwingt euch nicht im Rahmen der gesetzlichen "Gewährleistungsfristen", sondern im Rahmen der A-Z Garantie. BTW: Die Frage ist zudem, ob ihr zudem die "Gewährleistungsansprüche" (Sachmängelhaftung) zurecht ausschließt. Denn grundsätzlich müssen auch Privatleute Sachmängelhaftung übernehmen, wenn nicht rechtswirksam ausgeschlossen



Von dieser Regelung wusste ich nichts. Aber gut zu wissen. Wenn das so ist, dann würde ich mit größter Vorsicht dort als Verkäufer auftreten.

"Der Verkäufer wird eventuelle Streitigkeiten direkt mit dem Käufer gemäß dieser Teilnahmebedingungen klären bzw. über die in Abschnitt C.II. beschriebene Amazon A-bis-z Garantie abwickeln."

Auch bei einer Garantie hat der Verkäufer wie auch der Käufer Rechte und Pflichten. Hier sind ja die Pflichten interessant. Denn kann der Käufer diese Garantie beanspruchen nur weil ihm die Sache nicht gefällt?

Ok, welche Voraussetzungen müssen gegeben sein damit der Käufer die Garantieleistungen beanspruchen kann? Das steht bei

"C. Besondere Bedingungen für Käufer II. Die Amazon.de A-bis-z-Garantie"

"Amazon verpflichtet sich, jedem Käufer den Preis bis zu einem Maximalbetrag von 2.500,00 EUR zu ersetzen, unter folgenden Voraussetzungen:"

Es sind insgesamt sieben Voraussetzungen (a bis g), die der Käufer erfüllen muss!

Meiner Ansicht nach erfüllt er schon die erste Voraussetzung nicht:

"a) Entweder der Verkäufer liefert nicht trotz ordnungsgemäßer Zahlung des vereinbarten Betrages durch den Käufer, oder das erworbene Objekt weicht maßgeblich in einer verkehrswesentlichen Eigenschaft von den vom Verkäufer im Rahmen des Angebotes gegebenen Beschreibungen ab"

Also: Verkäufer liefert nicht oder die Sache ist nicht so wie sie beschrieben wurde. FERTIG!

Da steht nichts von "wenn dem Käufer die Sache missfällt oder wenn der Käufer die Sache nicht mag".

Das heißt: Zurücklehnen und abwarten und wenn er dann Stress macht ihn auf die Voraussetzungen der Garantie hinweisen. X)



Link zu den Regelungen amazon.de/gp/…031

Bei mir wollten bereits zweimal Käufer Artikel aufgrund Nichtgefallens zurückgeben. Ich ließ es darauf ankommen: Käufer stelltene Antrag auf A-Z-Garantie. Ich begründete bei Amazon sachlich, dass der Artikel genau dem beschriebenen Zustand entsprach und deswegen eine Rückgabe bei mir alles Privatverkäufer ausgeschlossen ist, auch anhand der o.g. Richtlinien der A-Z-Garantie.
Beide Male entschied Amazon zu meinen Gunsten als Verkäufer.

Verfasser

danke euch allen für die hinweise!
habe ihm jetzt mal geschrieben, dass ich es als privatverkäufer nicht zurücknehme, mal abwarten wie der jetzt reagiert.

chrhiller187

danke euch allen für die hinweise! habe ihm jetzt mal geschrieben, dass ich es als privatverkäufer nicht zurücknehme, mal abwarten wie der jetzt reagiert.


hallo...der Grund dafür, dass du nichts zurücknehmen musst liegt nicht darin, dass du Privatverkäufer bist, sondern darin, dass er die Bedingung(en) zur Wahrnehmung der A-Z Garantie nicht erfüllt (siehe auch meinen obigen Beitrag).

chrhiller187

habe ihm jetzt mal geschrieben, dass ich es als privatverkäufer nicht zurücknehme, mal abwarten wie der jetzt reagiert.


Solltest du es doch zurücknehmen erstatte ihm den kompletten Betrag. Dann ist dein Verlust 1,14 Euro feste Verkaufsgebühr und dein gezahlter Versand.
Erstattest du ihm nicht den vollen Betrag berechnet Amazon die volle Verkaufsprovision

Verfasser

woodrobertz

hallo...der Grund dafür, dass du nichts zurücknehmen musst liegt nicht darin, dass du Privatverkäufer bist, sondern darin, dass er die Bedingung(en) zur Wahrnehmung der A-Z Garantie nicht erfüllt (siehe auch meinen obigen Beitrag).



genau genommen: der grund dafür, dass ich es nicht zurücknehmen muss, ist dass die a-z garantie bedingungen nicht erfüllt sind UND dass ich Privatverkäufer bin. denn im gleichen fall müsste ich es als händler wegen dem 14-tägigen Rückgaberecht eben auch ohne A-Z Garantie zurücknehmen.

woodrobertz

hallo...der Grund dafür, dass du nichts zurücknehmen musst liegt nicht darin, dass du Privatverkäufer bist, sondern darin, dass er die Bedingung(en) zur Wahrnehmung der A-Z Garantie nicht erfüllt (siehe auch meinen obigen Beitrag).


Es ist ja klar, dass du kein Händler bist und der Käufer wird das auch wissen. Ich hätte ihm nur deutlich gemacht, dass der Grund für die Ablehnung der Rücknahme nicht der ist, dass du als Privatverkäufer dort aktiv bist, sondern dass ER sich nicht auf die AZ Garantie berufen darf. Wenn du lediglich schreibst, dass du es als Privatverkäufer nicht zurücknimmst, dann ist das so la la...

Vorschlag: bitte dem Käufer ein Paar Euro Preisnachlass.
Ich habe so einige überredet, doch das Tel zu behalten.

boerse

Vorschlag: bitte dem Käufer ein Paar Euro Preisnachlass. Ich habe so einige überredet, doch das Tel zu behalten.

Wieso Preisnachlass? Wenn der Käufer das Teil nicht mag, dann ist das nicht die Schuld des Verkäufers. Da hätte er sich besser vorher informieren sollen.

Nein. Denn die A-Z Garantie verhilft dem Käufer zu einem erweiterten Rückgaberecht aufgrund des Verpflichtungsvertrages, den der VK mit Amazon eingeht.

come2tom1

Nein. Denn die A-Z Garantie verhilft dem Käufer zu einem erweiterten Rückgaberecht aufgrund des Verpflichtungsvertrages, den der VK mit Amazon eingeht.

Dann lies dir nochmal meinen Beitrag und die Voraussetzungen durch, die der Käufer erfüllen muss, um die Garantie zu beanspruchen.

Verstehst du es nicht? Er hat die Sachmängelhaftung nicht ausgeschlossen, wenn er mit Amazon einen Verpflichtungsvertrag eingeht, unabhängig von der A-Z Garantie, das ist nur die Überschrift.

come2tom1

Verstehst du es nicht? Er hat die Sachmängelhaftung nicht ausgeschlossen, wenn er mit Amazon einen Verpflichtungsvertrag eingeht, unabhängig von der A-Z Garantie, das ist nur die Überschrift.

der Käufer moniert keinen Sachmangel!
Der Käufer will zurücktreten, weil ihm die Sache nicht gefällt oder fällt neuerdings das "Missfallen" sogar unter den Sachmangelbegriff? Wäre mir neu.

"Nun möchte der Käufer die Ware wegen Nichtgefallen zurücksenden."

Zitat von services.amazon.de/pro…tml
Das A-bis-Z-Garantieprogramm findet Anwendung, wenn der Kunde z. B. ein Produkt nicht erhält oder ein Produkt erhält, das sich von der Bestellung oder Erwartung maßgeblich unterscheidet. Wir bitten Kunden, sich bei Problemen zunächst mit dem Händler in Verbindung zu setzen. Wenn der Händler das Problem nicht behebt, kann der Kunde einen A-bis-Z-Anspruch geltend machen. Wenn eine entsprechende Forderung bei Amazon.de eingeht, senden wir dem Verkäufer eine automatische E-Mail-Nachricht mit den Einzelheiten dieser Forderung und bitten ihn um grundlegende Informationen zur Bestellung und zur gewählten Versandart. Amazon.de bestimmt dann, wie der Anspruch befriedigt wird, z. B. durch eine Rückerstattung auf Kosten des Händlers.



Ich habe es mal Fett markiert. Es findet sich auch in den AGB wieder.

Das ist eine sehr schwammige Erklärung die keinen Wert hat, weil sie sich nicht mit den konkret formulierten Voraussetzungen deckt, die ich gestern zitiert habe.

Nochmals: wenn der Käufer sagt ihm gefällt die Sache nicht, dann ist das kein Grund, der unter die Voraussetzungen der Garantie fällt und das ist auf keinen Fall ein Mangel.

"Sie haben die Ware erhalten, diese war jedoch defekt, beschädigt oder entsprachnicht der vom Verkäufer abgegebenen Beschreibung."

amazon.de/gp/…750

Glaub, was du willst. Der Verpflichtungsvertrag bindet dich leider an die Erfüllung der A-Z Garantie. Und diese wird von Amazon.de ausgelegt. Du kannst natürlich den möglichen Verstoß der A-Z Garantie gegen die Nominativen Charakter des BGB vor Gericht ahnden lassen, aber ehrlich?

Aussichten unbestimmbar, Kosten hoch.

come2tom1

Glaub, was du willst. Der Verpflichtungsvertrag bindet dich leider an die Erfüllung der A-Z Garantie. Und diese wird von Amazon.de ausgelegt. Du kannst natürlich den möglichen Verstoß der A-Z Garantie gegen die Nominativen Charakter des BGB vor Gericht ahnden lassen, aber ehrlich? Aussichten unbestimmbar, Kosten hoch.


Das hat nichts mit glauben zu tun. Entweder der Käufer erfüllt die von Amazon aufgestellten Voraussetzungen oder er erfüllt sie nicht.

Außerdem habe ich nie behauptet, dass die AZ Garantie gegen das BGB verstößt.


Dann lies dir lieber die Vorraussetzungen und die AGB NOCHMAL genau durch. Dann findest du deinen Fehler.

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