Amazon.de Rücksendekosten

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eingestellt am 10. Dez 2010
Hallo zusammen!
Ich wollte hier mal eine kleine Diskussion lostreten.

Amazon.de hat mir gerade für eine Rücksendung 3,50 EUR vom Erstattungsbetrag abgezogen. Die gesamte Rücksendung hatte einen Wert von ca. 150 EUR, 5 Artikel von Preis je ca. 30 EUR.

Nun ist der gesamte Warenwert ja über den magischen 40 EUR, die Einzelpreise sind aber jeweils darunter.
Bis jetzt kenne ich von allen Händlern die Praxis, dass der Warenwert der gesamten Rücksendung zugrunde gelegt wird. Amazon will das wohl nicht mehr machen. Man soll nun, wenn man z.B. eine Playstation für 300 EUR und eine Bluray für 15 Euro zurückgibt, nun auch anteilig die Rücksendekosten bezahlen. So interpretiere ich folgende Seite über die von Amazon bereitgestellten Rücksendeetiketten:
amazon.de/gp/…580

Was haltet ihr davon? Ist das so korrekt, oder versucht Amazon da abzuzocken. In §357 BGB steht "...dürfen dem Verbraucher die regelmäßigen Kosten der Rücksendung vertraglich auferlegt werden, wenn der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt..."
Da wird nur von Sache gesprochen. Das spezifiziert für mich nicht zwingend einen einzelnen Artikel. Ich möchte natürlich den Gesamtwert der Rücksendung zugrunde legen.

Unabhängig von der Diskussion, was jetzt die korrekte Auslegung des BGB ist: Vorsicht ist geboten. Bisher kannte ich eben nur die alte Praxis: Rücksendung > 40 EUR = Erstattung der Rücksendekosten (bzw. bei Amazon kein Abzug vom Erstattungsbetrag bei Nutzung des Etiketts von Amazon).

Wenn man sich jetzt etwas zur Ansicht mitbestellt, z.B. DVD oder Buch, wird Amazon wohl bei einem Widerruf trotzdem Rücksendekosten verlangen. Zumindest anteilig.
Zusätzliche Info
11 Kommentare

also ich habe vor kurzem 2 Artiekl zurückgeschickt mit 60€ und 35€ Warenwert. Wurde kein Versand berechnet obwohl auf der Amazon Seite steht, dass der dan zu 50% angerechnet wird.
Scheint also mal so mal so zu sein^^

tolle Idee Amazon! Da werden sich bestimmt viele in der nächsten Zeit ärgern (weil sie es nicht wussten)... bis jetzt war Amazon für mich ein Vorzeige-Onlineshop

Am Besten Anwalt beauftragen. verbraucherschutz ebenso...









oder überweis einfach 3,50€ und gut ist es. So schlimm kann es doch nicht sein.

beneschuetz

oder überweis einfach 3,50€ und gut ist es. So schlimm kann es doch nicht … oder überweis einfach 3,50€ und gut ist es. So schlimm kann es doch nicht sein.


Nein, schlimm ist das in dem Sinne nicht.
Nur es ist eine Änderung der bisherigen Praxis, die ich hier gerne publik machen möchte. Unternehmerisch habe ich durchaus Verständnis für den Versuch, aber zum einen bezweifle ich die Rechtmäßigkeit, zum anderen merkt da erst mal keiner. Selbst beim Ausdruck des Rücksendeetiketts werden die meisten genau wie ich den Hinweis auf die 3,50 EUR ignorieren, weil man davon ausgeht, dass bei Rücksendungen über 40 EUR eben die Kosten nicht anfallen.
Was jetzt ja wohl nicht mehr so stimmt.

Da hat sich die Rechtsabteilung bei Amazon vielleicht was Feines ausgedacht und das ist nun der "Testballon"; mal schauen wie die Kunden reagieren. Aber wenn das Schule macht, wird unser geliebtes Widerrufsrecht doch stark unattraktiv. Für jede zurückgesandte bluray wird mindestens anteilig gezahlt. Oder wie wird das werden bei T-Shirts, die nicht passen? Ich bestell mir dann sagen wir mal 5 T-Shirts jeweils L und XL und darf für die Rücksendung der nicht passenden nun latzen, weil die jeweils unter 40 EUR sind? Finde ich nicht gut ...
Ich bin der Meinung, dass der komplette Rücksendewert zugrunde liegen muss. So lege ich den BGB-Paragraphen aus.

du musst halt als rücksendegrund angeben, dass der artikel mangelhaft ist(wird nicht geprüft)...dann bekommste auch das porto erstattet

Das ist echt krass. an sich ne gute idee. und aus haendlersicht klar verstaendlich.

mal schauen ob sich das durchsetzt

Hab letzens was unter 40€ zurück geschickt und sogar das gezahlte Porto erstattet bekommen.

Naja ich kanns verstehen, da bestellt ja jeder einfach um sich die Sachen mal anzugucken, anstatt mal in die Stadt zu gehen.

Naja schicke eigentlich zur Kleidung/Schuhe zurück, bei allem anderen gucke ich halt vorher was ich kaufe.

Einfach einmal kurz den AMazon Support bemühen. Du kriegst das mit 99%iger Sicherheit erstattet!

Theoretisch dürften sies, werden es aber glaube ich ziemlic hsicher nicht machen

Hast Du den Artikel innerhalb von 14 Tagen zurückgesandt oder innerhalb eines Monats (also erst nach den 14 Tagen). Innerhalb der ersten 14 Tage zahlen Sie das Porto, danach bist Du nicht mehr im Widerrufsrecht, sondern im freiwillig gewährten Rückgaberecht von Amazon und hier können Sie problemlos alle Versandkosten in Rechnung stellen. Aber wie der Admin schon sagt, einfach E-Mail an den Support und Du wirst das Geld wahrscheinlich erhalten.

Zum Thema § 357 BGB, weise ich mal auf die AGB von Amazon hin:

"§ 14 Anwendbares Recht
Es gilt luxemburgisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG)."

Dennoch glaube ich nicht, dass Amazon an der Praxis etwas geändert hat, sondern lediglich die verlinkte Seite falsch interpretiert wird.

Der Tabelle nach zahlt Amazon, wenn eine der drei dort aufgezählten Bedingungen erfüllt ist und der Warenwert 40€ überschreitet. Als Bedingungen zählen: 1. falsche oder defekte Lieferung, 2. Widerruf und Rücksendung innerhalb von 14 Tagen, 3. Rücksendung von Bekleidung innerhalb vom 30 Tagen.

Das war doch bisher immer so.

Ich habe bei amazon.de auch kürzlich 2 Artikel bestellt (134,99 und 15 Euro). Beide gingen an amazon zurück und ich durfte in meiner Erstattung sehen, dass ich für den 15 Euro - Artikel 1,75 Euro Rücksendekosten anteilig abgezogen wurden. Telefonisch beim Kundendienst reklamiert ohne Erfolg. Jetzt mal sehen was meine email bewirkt. Verbraucherzentrale habe ich zumindest informiert.
Meiner Ansicht nach kann es nicht sein, dass ein Paket, was eigentlich kostenfrei zurück gegangen wäre (134,99 Euro Artikel) durch einen, dem gleichen Paket beigelegten "unter 40 Euro Artikel" plötzlich kostenpflichtig wird.

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