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An die Hobby-Anwälte - Dieselskandal - BGH-Urteil Dez 2020 - Auswirkungen auf die Einzelklage

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eingestellt am 26. Jan 2021
Folgender Sachverhalt...

1) VW Tiguan Diesel MotorEA189 - Erstzulassung Okt/2012 - Selbst Gekauft Okt/2013 als Jahreswagen
2) Im Dez/2016 bekam ich einen Brief von VW: "Mein Auto muss miteinem Software-Update versehen werden..."
3) Das Software-Update wurde zum Jun/2017 durchgeführt. Seit diesemZeitpunkt macht der Motor Probleme. Das Auto ruckelt bei einer gewissen Konstellation.
Autohändler sowie ein VW-Mitarbeiter haben versucht die Ursache zu finden - ohne Erfolg. Damit besitze ich ein ruckelndes Auto, was sich auch in einem verminderten Verkaufswert niederschlägt.
4) Über eine gängige Verbraucherhilfe habe ich dann eine Klage gegen VW gestartet - eingereicht wurde diese Sept/2019
5) März 2020 Urteil im Landesgericht zu meinen Gunsten - Tiguan wird zurückgenommen + Teilrückzahlung
6) direkt danach hat VW Berufung eingelegt und mir 4 Vergleichsangebotevorgelegt, die ich alle abgelehnt hatte
letztes Angebot von VW: Auto behalten + mittlerer vier-stelliger €-Betrag gültig bis Ende Februar 2021
7) direkt nach der ersten Berufung wurde ein Termin beim Oberlandesgericht einberufen Mai/2021 - dieser steht aktuell noch

Letzte Woche kam die Information vom Anwalt:
Im Dez/2020 gab es ein BGH Urteil – wbs-law.de/allgemein/bgh-verhandelt-am-montag-wann-verjaehren-die-schadensersatzansprueche-im-vw-abgasskandal-52811/
D.h. mit der (allgmeinen) Information durch VW im Jahr 2015 wurde allepotenziell betroffenen Autobesitzer über einen möglichen Schwindel in Kenntnisgesetzt. Daraufhin startet die Verjährungsfrist – alles Klagen die nach 2018 eingereicht wurden (3 Jahre Verjährungsfrist) sind damit ungültig und werdenabgewiesen.

Die Argumentation des Anwalts, wenn ich das Vergleichsangebot nicht annehme,ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, komplett leer auszugehen. Deshalb empfiehlt er mir, das Angebot anzunehmen und das Auto zu verkaufen.
Was fühle ich? Der Anwalt hat mich jetzt seit Sept 2019 an der Backe und will das Thema endlich vom Tisch haben.


Jetzt stell ich mir dieFrage, habt ihr ähnliche Erfahrungen bzwl. Wie schätzt ihr die Lage ein?
Wenn ich das aktuelle Angebot annehme und das defekte Auto privat verkaufe,gehen mir 7-8.000€ durch die Lappen. Oder soll ich All-in gehen, abwarten und hoffen das mein Urteil trotzdem durchgeboxt wird?

Grüße Toni
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