Anspruch auf Staatshilfen in 450 Euro Job bei Corona?

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eingestellt am 22. Apr
Mir sind heute ein paar Seiten aufgefallen. Hat man prinzipiell Anspruch auf Bezahlung bzw Weiterzahlung einer Entgeltzahlung bei einem Nebenjob? Hat jemand von euch da was beantragt oder macht das wenig Sinn, wenn man ohnehin nur nach Stunden und Abwesenheit im Dienstplan eingeteilt ist? Hab dazu heute folgendes gelesen:

1573363.jpg
Wäre nämlich bei mir der Fall, dass ich Rettungsschwimmer/Bademeister in einem großen Bad bin.

1573363.jpg
Hier steht ja auch was davon, dass 20 Stunden bezahlt werden müssen und sich der AG das wieder von der BA holen kann - bin natürlich wie fast jeder angepisst, dass ich dieser Tätigkeit nicht nachgehen kann/konnte
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15 Kommentare
Du setzt dich mit deinem Arbeitgeber auseinander. Also da mal ansprechen.
Bearbeitet von: "tehq" 22. Apr
tehq22.04.2020 21:20

Du setzt dich mit deinem Arbeitgeber auseinander. Also da mal ansprechen.


Da gings doch um Rentenversicherung Zuschüsse. Das habe ich natürlich nicht gemacht und mich mittlerweile mit Fonds/Aktien Depots beschäftigt.

Diesmal wäre es nur interessant, ob ich da irgendwas raus holen kann. Bin zwar einer der Glücklichen, die in ihren Haupt Job noch 100 Prozent Gehalt bekommen aber die Minder Einnahmen ließen sich durch eine Arbeitszeitreduzierung durch mehr Urlaubstage (Regulärer Urlaub + 50 Zusatz Tage) begründen. Habe jetzt fast 4 Monate die ich sinnfrei verdadeln könnte und dieses Jahr aufbrauchen muss. Wollte aber davon etwa 30 Tage für den Nebenjob nutzen, was ja jetzt wahrscheinlich ne ganze Weile nicht mehr möglich ist
MrBrightside22.04.2020 21:24

Da gings doch um Rentenversicherung Zuschüsse. Das habe ich natürlich n …Da gings doch um Rentenversicherung Zuschüsse. Das habe ich natürlich nicht gemacht und mich mittlerweile mit Fonds/Aktien Depots beschäftigt.Diesmal wäre es nur interessant, ob ich da irgendwas raus holen kann. Bin zwar einer der Glücklichen, die in ihren Haupt Job noch 100 Prozent Gehalt bekommen aber die Minder Einnahmen ließen sich durch eine Arbeitszeitreduzierung durch mehr Urlaubstage (Regulärer Urlaub + 50 Zusatz Tage) begründen. Habe jetzt fast 4 Monate die ich sinnfrei verdadeln könnte und dieses Jahr aufbrauchen muss. Wollte aber davon etwa 30 Tage für den Nebenjob nutzen, was ja jetzt wahrscheinlich ne ganze Weile nicht mehr möglich ist


Ja, hatte mich auch geirrt und dich mit einem anderen User verwechselt. Deswegen ist's beim Edit direkt rausgeflogen.

Nebenjob im Urlaub ist übrigens arbeitsrechtlich ziemlich kritisch.
tehq22.04.2020 21:26

Ja, hatte mich auch geirrt und dich mit einem anderen User verwechselt. …Ja, hatte mich auch geirrt und dich mit einem anderen User verwechselt. Deswegen ist's beim Edit direkt rausgeflogen.Nebenjob im Urlaub ist übrigens arbeitsrechtlich ziemlich kritisch.


Nene ich rede von Urlaub im Haupt Job. Hätte genauso gut auf ne 30 Stunden Woche gehen können aber hab dafür halt lieber ne 4 Tage Woche....

Ich möchte dieses Thema beim AG nicht ansprechen, da das Beschäftigungsverhältnis noch zu neu ist, mir der Job Spaß macht und ich dort auch noch nach der Krise arbeiten möchte. Wenn das jetzt das Kriterium ist, würde ich nichts unternehmen. Falls aber irgendwas beim Staat für den Ausfall zu beantragen möglich ist, würde ich dies tun.

Man bekommt ja eh nix geschenkt, besonders nicht vom Staat
MrBrightside22.04.2020 21:30

Nene ich rede von Urlaub im Haupt Job. Hätte genauso gut auf ne 30 Stunden …Nene ich rede von Urlaub im Haupt Job. Hätte genauso gut auf ne 30 Stunden Woche gehen können aber hab dafür halt lieber ne 4 Tage Woche.... Ich möchte dieses Thema beim AG nicht ansprechen, da das Beschäftigungsverhältnis noch zu neu ist, mir der Job Spaß macht und ich dort auch noch nach der Krise arbeiten möchte. Wenn das jetzt das Kriterium ist, würde ich nichts unternehmen. Falls aber irgendwas beim Staat für den Ausfall zu beantragen möglich ist, würde ich dies tun. Man bekommt ja eh nix geschenkt, besonders nicht vom Staat


Du kannst das direkt nicht beantragen. Das muss das Bad als Arbeitgeber machen. Die zahlen die auch ggf. ein Entgelt weiter. Ob es ein Fall für die Entgeltfortzahlung nach allg. Grundsätzen ist, ist sowieso rechtlich noch offen. So oder so ist aber dein Arbeitgeber der Ansprechpartner.

Dass du den Urlaub vom Hauptjob meinst, war mir klar. Aber während des Urlaubs von der Hauptbeschäftigung einer Nebenbeschäftigung nachzugehen ist genau das, was arbeitsrechtlich super kritisch werden kann.
Bearbeitet von: "tehq" 22. Apr
MrBrightside22.04.2020 21:30

Nene ich rede von Urlaub im Haupt Job. Hätte genauso gut auf ne 30 Stunden …Nene ich rede von Urlaub im Haupt Job. Hätte genauso gut auf ne 30 Stunden Woche gehen können aber hab dafür halt lieber ne 4 Tage Woche.... Ich möchte dieses Thema beim AG nicht ansprechen, da das Beschäftigungsverhältnis noch zu neu ist, mir der Job Spaß macht und ich dort auch noch nach der Krise arbeiten möchte. Wenn das jetzt das Kriterium ist, würde ich nichts unternehmen. Falls aber irgendwas beim Staat für den Ausfall zu beantragen möglich ist, würde ich dies tun. Man bekommt ja eh nix geschenkt, besonders nicht vom Staat


Aktuell bekommen doch ziemlich viele Leute etwas vom Staat "geschenkt", was nicht selbstverständlich ist...
tehq22.04.2020 21:32

Du kannst das direkt nicht beantragen. Das muss das Bad als Arbeitgeber …Du kannst das direkt nicht beantragen. Das muss das Bad als Arbeitgeber machen. Die zahlen die auch ggf. ein Entgelt weiter. Dass du den Urlaub vom Hauptjob meinst, war mir klar. Aber während des Urlaubs von der Hauptbeschäftigung einer Nebenbeschäftigung nachzugehen ist genau das, was arbeitsrechtlich super kritisch werden kann.


Das wurde bereits genehmigt. Was das angeht bin ich 100 Prozentig. Arbeiten tu ich wenn dann nur am Wochenende (an dem eh nicht gearbeitet wird) und der Urlaub bzw die freien Tage sind dann Montag oder Freitag
MotherTrucker22.04.2020 21:34

Aktuell bekommen doch ziemlich viele Leute etwas vom Staat "geschenkt", …Aktuell bekommen doch ziemlich viele Leute etwas vom Staat "geschenkt", was nicht selbstverständlich ist...


Jetzt Jaaa.... Aber mehr Leute die es halt richtig brauchen weil ihre Selbständigkeit wie z. B. bei Berufsmusiker nicht mehr ausgeübt werden kann... Bei mir könnte ich maximal so argumentieren, dass ich im normalen Job effektiv auf 600 Euro verzichte, was ich im Nebenjob durch 3-4 Tage im Monat wieder hätte bei einer Tätigkeit, die mir eben deutlich mehr zusagt.

Effektiv geht's eher um 300-400 Euro, die ich jetzt weniger habe aber natürlich "tue" ich auch nichts dafür (würde aber gerne). Von daher weiß ich nicht, ob es irgendwie Sinn macht da überhaupt was zu unternehmen. Ärgerlich wäre es für mich nur wenn ich den kürzlich erst angetreten Job wegen dieser künstlich hoch gehypten Krise verlieren würde
Bearbeitet von: "MrBrightside" 22. Apr
Du hast Anspruch auf das Gehalt, welches im AV festgehalten wurde. Der Rest hat dich nicht zu kümmern
lustigHH22.04.2020 22:41

Du hast Anspruch auf das Gehalt, welches im AV festgehalten wurde. Der …Du hast Anspruch auf das Gehalt, welches im AV festgehalten wurde. Der Rest hat dich nicht zu kümmern


Dann nix weil es eh nur nach Stunden auf Anruf läuft? Vereinbart wurde nix. In dem Text wäre dann eigentlich ein Standard Wert von 20 Stunden zu nehmen aber das halte ich persönlich für unwahrscheinlich.
MrBrightside22.04.2020 22:46

Dann nix weil es eh nur nach Stunden auf Anruf läuft? Vereinbart wurde …Dann nix weil es eh nur nach Stunden auf Anruf läuft? Vereinbart wurde nix. In dem Text wäre dann eigentlich ein Standard Wert von 20 Stunden zu nehmen aber das halte ich persönlich für unwahrscheinlich.


Das unternehmerische Risiko trägt der Arbeitgeber. Du hast einen Anspruch auf das Entgelt, das Dir für den vereinbarten Zeitraum zusteht, selbst wenn er Dein Arbeitsangebot (das Du natürlich machen musst; Du darfst insbesondere nicht nicht verfügbar sein) nicht annimmt. Steht alles in BGB 615.

Der Rechtssekretär Deiner Gewerkschaft hilft Dir sicherlich gerne weiter.
Kluwe22.04.2020 22:58

Das unternehmerische Risiko trägt der Arbeitgeber. Du hast einen Anspruch …Das unternehmerische Risiko trägt der Arbeitgeber. Du hast einen Anspruch auf das Entgelt, das Dir für den vereinbarten Zeitraum zusteht, selbst wenn er Dein Arbeitsangebot (das Du natürlich machen musst; Du darfst insbesondere nicht nicht verfügbar sein) nicht annimmt. Steht alles in BGB 615. Der Rechtssekretär Deiner Gewerkschaft hilft Dir sicherlich gerne weiter.


Ja die Gewerkschaft der Bademeister ist fast so hilfreich wie die von den Pommesfachangestellten.
fpm171223.04.2020 00:17

Ja die Gewerkschaft der Bademeister ist fast so hilfreich wie die von den …Ja die Gewerkschaft der Bademeister ist fast so hilfreich wie die von den Pommesfachangestellten.


Die Gewerkschaft der Bademeister heißt VerDi und kann ihm da tatsächlich sehr gut weiterhelfen.

@MrBrightside die Antwort auf Deine Frage ist tatsächlich BGB 615 (Annahmeverzug = Der Arbeitgeber muss zahlen, auch wenn jene Arbeit da ist) in Verbindung mit § 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) (Bei Arbeit auf Abruf gilt, falls nichts anderes vereinbart!, 20 Stunden regelmäßige Arbeit).

Was dein Arbeitgeber machen sollte, ist Kurzarbeit für Dich beantragen und Dich weiter bezahlen.
Happy.Tag23.04.2020 08:17

Die Gewerkschaft der Bademeister heißt VerDi und kann ihm da tatsächlich s …Die Gewerkschaft der Bademeister heißt VerDi und kann ihm da tatsächlich sehr gut weiterhelfen. @MrBrightside die Antwort auf Deine Frage ist tatsächlich BGB 615 (Annahmeverzug = Der Arbeitgeber muss zahlen, auch wenn jene Arbeit da ist) in Verbindung mit § 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) (Bei Arbeit auf Abruf gilt, falls nichts anderes vereinbart!, 20 Stunden regelmäßige Arbeit).Was dein Arbeitgeber machen sollte, ist Kurzarbeit für Dich beantragen und Dich weiter bezahlen.


... wobei es für Minijobber kein KUG gibt, da für diese keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt werden. Aber das ist das Problem des AG.

Im Übrigen ist ver.di auch die Gewerkschaft des Einzelhandels, wobei Frittenverkäufer*innen auch zur NGG gehören könnten (kommt auf den Arbeitgeber an). Auf jeden Fall gibt es da teilweise, wie auch in vielen Bädern, sogar gültige Tarifverträge.
Und Bäder sind recht häufig kommunale Einrichtungen, da gilt dann sogar der TVÖD... In anderen Fällen gehören Bäder zu medizinischen Einrichtungen, wovon die meisten auch tarifiert sind.

Aber das sollte im Arbeitsvertrag auch vermerkt sein.
Kluwe23.04.2020 13:17

... wobei es für Minijobber kein KUG gibt, da für diese keine Beiträge zur …... wobei es für Minijobber kein KUG gibt, da für diese keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt werden. Aber das ist das Problem des AG.Im Übrigen ist ver.di auch die Gewerkschaft des Einzelhandels, wobei Frittenverkäufer*innen auch zur NGG gehören könnten (kommt auf den Arbeitgeber an). Auf jeden Fall gibt es da teilweise, wie auch in vielen Bädern, sogar gültige Tarifverträge. Und Bäder sind recht häufig kommunale Einrichtungen, da gilt dann sogar der TVÖD... In anderen Fällen gehören Bäder zu medizinischen Einrichtungen, wovon die meisten auch tarifiert sind. Aber das sollte im Arbeitsvertrag auch vermerkt sein.



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