Anwalt verstirbt plötzlich, Streit um Rechnungshöhe

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eingestellt am 9. Sep
Hallo, ich wollte mal fragen, ob jemand das gleiche erlebt hat und ob bzw. welche Möglichkeiten es gibt, dagegen vorzugehen. Fiktiver Fall
Mandant A lässt durch Anwalt A in einer Scheidungssache alles regeln. Zugewinnausgleich, Nutzungsentschädigung, Teilungsversteigerung etc.
Anwalt A verstirbt unerwartet. Seine Helferin sendet daraufhin Mandant A Rechnungen zu allen o.g. Sachen zu. Obwohl Anwalt A meinte, es wird Mandant A ca. 1200€ kosten, sind die Rechnungen in der Summer nun mehr als doppelt so hoch. Helferin lässt nicht mit sich reden. Meint so rechnet sie das immer ab. Muss Mandant A die Rechnungen in der Höhe akzeptieren? Es gab ja eine mündliche Zusage, dass die Kosten ca. 1200€ betragen würden. Außerdem hat Anwalt A alle Sachen nur angefangen und nichts zuende geführt. Teilweise gab es lediglich einmalig einen Schriftwechsel mit der Gegenseite.
Vielleicht hat einer von euch was Ähnliches erlebt. Konntet ihr euch einigen? Wie sollte Mandant A in so einem Fall vorgehen? Den Rechnungen widersprechen ist klar. Aber weiter?

Danke & LG, Mike
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Anwalt B einschalten!
Anwalt B einschalten und hoffen, dass dieser etwas länger lebt.
Anwalt B einschalten und den durch Anwalt C kontrollieren lassen
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Anwalt B einschalten und hoffen, dass dieser etwas länger lebt.
Fiktiver Fall? Herr Falk, das können sie doch besser
Anwalt B einschalten und den durch Anwalt C kontrollieren lassen
"Obwohl Anwalt A meinte, es wird Mandant A ca. 1200€ kosten, sind die Rechnungen in der Summer nun mehr als doppelt so hoch."


Auch wenn er nun leben sollte, zählt wohl nicht was "er meinte". Sondern nur was vorher nun fix geregelt war.

Mal Handwerker was umfangreiches machen lassen? Was die nun "meinen" und was nachher gezahlt werden soll, dass sind doch zwei verschiedene Sachen
#fragwbs
Ein Fall für Anwalt Solmecke
fiktive Frage meinerseits - fragst du für einen Freund

solange du nichts schriftliches in der Hand hast kannst du der Anwaltsgehilfin vom ausverhandelten Honorar viel erzählen
tomsan09.09.2019 16:16

"Obwohl Anwalt A meinte, es wird Mandant A ca. 1200€ kosten, sind die R …"Obwohl Anwalt A meinte, es wird Mandant A ca. 1200€ kosten, sind die Rechnungen in der Summer nun mehr als doppelt so hoch."Auch wenn er nun leben sollte, zählt wohl nicht was "er meinte". Sondern nur was vorher nun fix geregelt war.Mal Handwerker was umfangreiches machen lassen? Was die nun "meinen" und was nachher gezahlt werden soll, dass sind doch zwei verschiedene Sachen



Eine Rechnung, wo vorher ein Kostenvoranschlag gemacht wurde, darf auch nur bis zu einem bestimmten Prozentsatz überschreiten.
Zuallererst würde ich mir von der guten Tippse eine Leistungsaufstellung über die Tätigkeiten und die dafür benötigte Zeit geben lassen. Zumal sowas als Anhang, in dem Falle als Leistungsnachweis, an der Rechnung hängen müsste. Auch soll sie dir alle Dokumente übergeben die der Verstorbene im Auftrag das AG’s erstellt hat. Da in diesem Falle der Weg zu Anwalt B unumgänglich ist, kann dieser mit den o.g. Dokumenten bzw. Nachweisen die Rechnung „prüfen“ bzw. dir ungefähr sagen ob zu viel abgerechnet wurde oder nicht. So viel dürften sich die Zeiten und Stundensätze ja nicht nehmen.
Dass es Leute gibt die auch im Jahre 2019 noch nicht gelernt haben dass man sich Kostenschätzungen schriftlich geben lassen sollte.

Vielleicht hast du auch einfach nicht genau hin gehört oder dich verhört... Kann auch alles sein.

Das ganze kannst du unter neue Lebenserfahrung abschließen, so lange sich an die Gebührenordnung gehalten wurde und nichts anderes in der hand hast.

Du könntest genau so versucht sein Absprachen in den Raum zu stellen weil die Gegenpartei nichts dagegen sagen kann... Weil die ja tot ist.
Welche schriftliche Vergütungsvereinbarung gibt es? Nach RVG oder nach Stundensätzen pauschaliert?

Zusätzlich schuldet der Rechtsanwalt keinen Erfolg. D.h. auch wenn er nicht zu deiner Zufriedenheit die Sache beendet hat, hat er trotzdem Anspruch seine bis dahin geleistete Arbeit vergütet zu bekommen.

Wie schon oben erwähnt, bitte um eine Nachweis bzw. Stundenaufstellung. Falls vorhanden, bitte anonymisiert hier hochladen.

Falls du Zweifel an der Rechnung hast, kannst du diese gerichtlich prüfen lassen. Die zuständige Rechtsanwaltskammer wird sich damit beschäftigen und ein Gutachten in Auftrag geben.

P.s. EUR 2400 finde ich echt nicht so dramatisch. Besonders bei einem Fachanwalt.
RIP
Bei Scheidung und Co. geht man nicht zum Anwalt, sondern informiert sich gratis beim das-maennermagazin.com/
Frag die Helferin mal nach der Rechtsgrundlage ihres Handelns...

Wenn der Chef verstirbt darf ein Angestellter mit Sicherheit nicht so einfach den Geschäftsbetrieb übernehmen...
Am besten ein Medium beauftragen, welches Anwalt A im Jenseits befragen kann! Astro.tv ist der erste Anlaufpunkt
ballsy09.09.2019 16:45

Zuallererst würde ich mir von der guten Tippse eine Leistungsaufstellung …Zuallererst würde ich mir von der guten Tippse eine Leistungsaufstellung über die Tätigkeiten und die dafür benötigte Zeit geben lassen. Zumal sowas als Anhang, in dem Falle als Leistungsnachweis, an der Rechnung hängen müsste. Auch soll sie dir alle Dokumente übergeben die der Verstorbene im Auftrag das AG’s erstellt hat. Da in diesem Falle der Weg zu Anwalt B unumgänglich ist, kann dieser mit den o.g. Dokumenten bzw. Nachweisen die Rechnung „prüfen“ bzw. dir ungefähr sagen ob zu viel abgerechnet wurde oder nicht. So viel dürften sich die Zeiten und Stundensätze ja nicht nehmen.


Danke, genau so hatte ich das vorgehabt. Aber der Oberhammer ist, dass sie die Akten nicht rausgeben will. Erst müssten alle Rechnungen beglichen werden. Das ist doch eine Art von Erpressung!
mike.frey09.09.2019 18:18

Danke, genau so hatte ich das vorgehabt. Aber der Oberhammer ist, dass sie …Danke, genau so hatte ich das vorgehabt. Aber der Oberhammer ist, dass sie die Akten nicht rausgeben will. Erst müssten alle Rechnungen beglichen werden. Das ist doch eine Art von Erpressung!


Ist usus in der Szene...aber eig ja auch egal, weil es rein fiktiv ist, oder?!
mike.frey09.09.2019 18:18

Danke, genau so hatte ich das vorgehabt. Aber der Oberhammer ist, dass sie …Danke, genau so hatte ich das vorgehabt. Aber der Oberhammer ist, dass sie die Akten nicht rausgeben will. Erst müssten alle Rechnungen beglichen werden. Das ist doch eine Art von Erpressung!


Stichwort Eigentumsvorbehalt. Ware gehört erst dir, nach vollständiger Bezahlung. Ob sowas mit geistiger Ware existiert, weiß ich allerdings nicht. Ob sie die Unterlagen einbehalten darf, hängt an dem abgeschlossenem Vertrag und die darin verfassten Zahlungsmodalitäten. Der Anspruch ist dem Grunde nach ja gerechtfertigt, da beauftragt. Es geht hier nur noch um die Höhe. Evtl. das eigene Verhandlungsgeschick bemühen und versuchen mit der Guten eine Einigung (ist ja noch nicht alles erledigt wie beauftragt, Mehraufwand liegt jetzt bei dir usw., einfach ein wenig schwafeln) zu finden oder halt über Anwalt B/RA-Kammer.
Bearbeitet von: "ballsy" 9. Sep
mike.frey09.09.2019 18:18

Danke, genau so hatte ich das vorgehabt. Aber der Oberhammer ist, dass sie …Danke, genau so hatte ich das vorgehabt. Aber der Oberhammer ist, dass sie die Akten nicht rausgeben will. Erst müssten alle Rechnungen beglichen werden. Das ist doch eine Art von Erpressung!


Du hast eine Leistung erhalten und noch nicht gezahlt... wie nennst Du das dann? Abzocke?

Du bist genau der Art Kunde wo man lieber Vorkasse nimmt bevor man seine Leistung erbringt....
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