Beginn Widerrufsfrist bei Annahme durch Ehepartner

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eingestellt am 11. Mai
Hallo zusammen,

die 14tägige Widerrufsfrist bei bestellten Waren beginnt bekanntlich mit der Zustellung der Ware. Nur wann beginnt die Frist zu laufen, wenn nicht der Besteller die Ware vom Postboten angenommen hat, sondern der Ehepartner? Ist dies unerheblich oder gilt die Widerrufsfrist für den Besteller erst zu laufen, wenn er über die Sendung persönlich verfügen kann? Der Sinn für die Widerrufsfrist ist ja, dass der Besteller die Ware bis zu 14 Tage lang prüfen kann... wenn jemand Drittes die Ware annimmt, hätte der Besteller ja eine verkürzte Prüffrist. Die Regelung durch die Annahme eines Nachbarn kenne ich... aber ist diese auch bei Annahme durch den Ehepartner (gleiche Anschrift wie Besteller) anwendbar?

Vielen Dank im Voraus für eure Einschätzung!
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Ist nicht dein Ernst oder?
Der Versender soll dafür verantwortlich sein, dass deine Frau dir nicht sagt, dass ein Paket für dich angekommen ist?
Wow!
Besteht bei Ehepartnern eigentlich auch die Möglichkeit die Widerrufsfrist zu nutzen?
Bearbeitet von: "okolyta" 11. Mai
Es ist unerheblich, wer die Sendung annimmt. Die Person muss nur im gleichen Haushalt sein.
Bearbeitet von: "Blume5001" 11. Mai
39 Kommentare
Es ist unerheblich, wer die Sendung annimmt. Die Person muss nur im gleichen Haushalt sein.
Bearbeitet von: "Blume5001" 11. Mai
Wäre ja auch unlogisch. Sonst gäbe es ein unbefristetes Rückgaberecht
OliverSc11.05.2019 14:15

Wäre ja auch unlogisch. Sonst gäbe es ein unbefristetes Rückgaberecht


Bei der Abgabe an einen Nachbarn trifft es das auch ganz gut...
Meiner Meinung nach ist das BGB ziemlich eindeutig, dort steht der Verbraucher und der ist nunmal der Besteller und nicht die Ehefrau.
Hier mal etwas dazu von einer Anwaltskanzlei

it-recht-kanzlei.de/wid…tml

Also nur wenn er die Ehefrau "als einen vom Verbraucher benannten Dritten" benannt hat.
Bearbeitet von: "soheissichjetzt" 11. Mai
Ist nicht dein Ernst oder?
Der Versender soll dafür verantwortlich sein, dass deine Frau dir nicht sagt, dass ein Paket für dich angekommen ist?
Wow!
Du bist mir ja ein lustiger Vogel
Besteht bei Ehepartnern eigentlich auch die Möglichkeit die Widerrufsfrist zu nutzen?
Bearbeitet von: "okolyta" 11. Mai
Ein theoretischer Sachverhalt der zu 100% von jedem Händler ignoriert werden wird.

Was willste dann machen? Klagen?
soheissichjetzt11.05.2019 14:26

Hier mal etwas dazu von einer …Hier mal etwas dazu von einer Anwaltskanzleihttps://www.it-recht-kanzlei.de/widerruf-fristberechnung.htmlAlso nur wenn er die Ehefrau "als einen vom Verbraucher benannten Dritten" benannt hat.


Etwas missverständlich. Damit war nicht dieser Sachverhalt gemeint, sondern die Versendung an einen Dritten.

Für Zustellung genügt, dass das Ding in deinen Machtbereich gelangt. Durch Annahme eines Haushaltsmitglieds ist das der Fall.
Oder möchtest auch mal versuchen dich zu beschweren; dass Dir der Briefkasten erst zwei Tage später Bescheid gegeben hat ?
Philsom11.05.2019 14:56

Etwas missverständlich. Damit war nicht dieser Sachverhalt gemeint, …Etwas missverständlich. Damit war nicht dieser Sachverhalt gemeint, sondern die Versendung an einen Dritten.Für Zustellung genügt, dass das Ding in deinen Machtbereich gelangt. Durch Annahme eines Haushaltsmitglieds ist das der Fall. Oder möchtest auch mal versuchen dich zu beschweren; dass Dir der Briefkasten erst zwei Tage später Bescheid gegeben hat ?


Würde er in den USA leben, hätte er gute Karten.
Also im vorliegenden Fall geht es darum, dass der Versender den angegebenen Liefertermin nicht eingehalten hat (die Post ist unschuldig, er hat einfach 1 Woche zu spät versendet).
Dann war ich ein paar Tage nicht da und meine Frau konnte die Ware nicht prüfen, da sie davon keine Ahnung hat. Ich habe den Widerruf nun 1 Tag zu spät abgesendet. Ich hatte die Ware aber auch tatsächlich nur 1 Woche in persönlichem Besitz.
Schutzschi11.05.2019 15:04

Also im vorliegenden Fall geht es darum, dass der Versender den …Also im vorliegenden Fall geht es darum, dass der Versender den angegebenen Liefertermin nicht eingehalten hat (die Post ist unschuldig, er hat einfach 1 Woche zu spät versendet). Dann war ich ein paar Tage nicht da und meine Frau konnte die Ware nicht prüfen, da sie davon keine Ahnung hat. Ich habe den Widerruf nun 1 Tag zu spät abgesendet. Ich hatte die Ware aber auch tatsächlich nur 1 Woche in persönlichem Besitz.


Klingt leider sehr nach Pech gehabt.
Ist die ware defekt / mangelhaft ?
Philsom11.05.2019 15:25

Klingt leider sehr nach Pech gehabt.Ist die ware defekt / mangelhaft ?


Und genaue Tage, vllt wurde ja die Frist falsch berechnet ?
Schutzschi11.05.2019 15:04

Also im vorliegenden Fall geht es darum, dass der Versender den …Also im vorliegenden Fall geht es darum, dass der Versender den angegebenen Liefertermin nicht eingehalten hat (die Post ist unschuldig, er hat einfach 1 Woche zu spät versendet). Dann war ich ein paar Tage nicht da und meine Frau konnte die Ware nicht prüfen, da sie davon keine Ahnung hat. Ich habe den Widerruf nun 1 Tag zu spät abgesendet. Ich hatte die Ware aber auch tatsächlich nur 1 Woche in persönlichem Besitz.


Ja und was sagt der Händler?
Also ich wollte es nicht zu kompliziert machen, aber hier jetzt der genaue Sachverhalt:

Ich habe bei Otto ein Lautsprechersystem von Teufel bestellt. Otto ist hier wohl nur Vermittler, da die Zahlung direkt an Teufel gehen sollte und diese auch mein Ansprechpartner für alle weiteren Themen sind. Wusste ich beim Abschluss der Bestellung aber nicht.
Somit gibt es auch nicht die 30 Tage-Rückgabefrist von Otto.

Teufel allerdings bewirbt ihre Produkte ja damit, dass man diese 8 Wochen lang testen kann. Aber das greift hier nun nicht, weil ich über Otto bestellt habe (obwohl ja die Zahlung an Teufel erfolgte und diese auch versendet hatten).

Somit habe ich weder die 30 Tage Rückgabefrist von Otto noch die 8 Wochen Testzeitraum von Teufel.

Teufel bezieht sich hier auf die AGB von Otto, die nur 14 Tage Widerruf einräumen.

Warum hier die 8 Wochen von Teufel nicht greifen, verstehe ich aber ohnehin nicht.

Scheint also blöd für mich gelaufen zu sein, finde es aber trotzdem eine ganz schwache Vorstellung von Teufel.
Schutzschi11.05.2019 16:33

Also ich wollte es nicht zu kompliziert machen, aber hier jetzt der genaue …Also ich wollte es nicht zu kompliziert machen, aber hier jetzt der genaue Sachverhalt: Ich habe bei Otto ein Lautsprechersystem von Teufel bestellt. Otto ist hier wohl nur Vermittler, da die Zahlung direkt an Teufel gehen sollte und diese auch mein Ansprechpartner für alle weiteren Themen sind. Wusste ich beim Abschluss der Bestellung aber nicht. Somit gibt es auch nicht die 30 Tage-Rückgabefrist von Otto.Teufel allerdings bewirbt ihre Produkte ja damit, dass man diese 8 Wochen lang testen kann. Aber das greift hier nun nicht, weil ich über Otto bestellt habe (obwohl ja die Zahlung an Teufel erfolgte und diese auch versendet hatten). Somit habe ich weder die 30 Tage Rückgabefrist von Otto noch die 8 Wochen Testzeitraum von Teufel. Teufel bezieht sich hier auf die AGB von Otto, die nur 14 Tage Widerruf einräumen. Warum hier die 8 Wochen von Teufel nicht greifen, verstehe ich aber ohnehin nicht. Scheint also blöd für mich gelaufen zu sein, finde es aber trotzdem eine ganz schwache Vorstellung von Teufel.



30 Tage nicht weil du bei nem Marketplace Händler von Otto gekauft hast.
14 Tage weil die AGB von Teufel bei Otto dir nur diese Frist einräumt.
8 Wochen nicht, weil sie nur dann gelten wenn du direkt bei Teufel einkaufst.

Alles ganz korrekt, nirgendwo bei Otto wird mit 8 Wochen Rückgaberecht beworben und das der Versand & Verkauf bei Otto von Teufel erfolgen ist auch eindeutig zu sehen.

An sich hast nur du den Fehler gemacht und nicht genau auf die Bedingungen geachtet, sollte man hin und wieder mal tun.

Hast du per Lastschrift bezahlt?
Naja, aber dir ist ja klar, mit wem du den Vertrag schließt. Klassisches Kommissionsgeschäft.
Philsom11.05.2019 14:56

Etwas missverständlich. Damit war nicht dieser Sachverhalt gemeint, …Etwas missverständlich. Damit war nicht dieser Sachverhalt gemeint, sondern die Versendung an einen Dritten.Für Zustellung genügt, dass das Ding in deinen Machtbereich gelangt. Durch Annahme eines Haushaltsmitglieds ist das der Fall. Oder möchtest auch mal versuchen dich zu beschweren; dass Dir der Briefkasten erst zwei Tage später Bescheid gegeben hat ?


Ich glaube der Gesetzgeber wollte das anders Regeln als bei Willenserklärungen.

Aus der Gesetzesbegründung:
"Bei Verbrauchsgüterkäufen beginnt die Frist grundsätzlich
mit dem Zeitpunkt, zu dem der Verbraucher oder ein von
ihm benannter Dritter, der nicht Beförderer ist, den physischen Besitz an der Ware erlangt hat."

So auch Grüneberg, in: Palandt [Hrsg.], BGB, 73. Aufl. 2014, § 356 nF Rn. 4; Christmann, in: Bamberger/Roth [Hrsg.], BeckOK, Stand: 01.11.2014, § 356 Rn. 5


Wenn das Paket nicht an die Ehefrau adressiert war (Fall des benannten Dritten) dürfte die Frist tatsächlich erst in dem Moment zu laufen beginnen indem der Verbraucher die Ware in die Hand bekommt.

Für den Unternehmer ist das ganze natürlich ziemlich misslich, hat er doch kaum eine Chance von diesem Moment Kenntnis zu erlangen.
Machtbereich, also Wohnung dürfte allerdings ausreichen, allein schon aus Praktikabilitätsgründen.
Diavel11.05.2019 17:15

Ich glaube der Gesetzgeber wollte das anders Regeln als bei … Ich glaube der Gesetzgeber wollte das anders Regeln als bei Willenserklärungen.Aus der Gesetzesbegründung:"Bei Verbrauchsgüterkäufen beginnt die Frist grundsätzlich mit dem Zeitpunkt, zu dem der Verbraucher oder ein von ihm benannter Dritter, der nicht Beförderer ist, den physischen Besitz an der Ware erlangt hat."So auch Grüneberg, in: Palandt [Hrsg.], BGB, 73. Aufl. 2014, § 356 nF Rn. 4; Christmann, in: Bamberger/Roth [Hrsg.], BeckOK, Stand: 01.11.2014, § 356 Rn. 5Wenn das Paket nicht an die Ehefrau adressiert war (Fall des benannten Dritten) dürfte die Frist tatsächlich erst in dem Moment zu laufen beginnen indem der Verbraucher die Ware in die Hand bekommt.Für den Unternehmer ist das ganze natürlich ziemlich misslich, hat er doch kaum eine Chance von diesem Moment Kenntnis zu erlangen.


Hey in Beck online zu schauen ist fies, aber ich kontere gerne :
„Erforderlich ist allerdings entweder eine einseitige Benennung der empfangsberechtigten Person durch den Verbraucher oder eine entsprechende vertragliche Vereinbarung. Für im selben Haushalt lebende Familienangehörige und Ehepartner ergibt sich eine Benennung konkludent aus der Angabe der entsprechenden Lieferadresse.“ BeckOGK/Mörsdorf BGB § 356 Rn. 24
Diavel11.05.2019 17:15

Ich glaube der Gesetzgeber wollte das anders Regeln als bei … Ich glaube der Gesetzgeber wollte das anders Regeln als bei Willenserklärungen.Aus der Gesetzesbegründung:"Bei Verbrauchsgüterkäufen beginnt die Frist grundsätzlich mit dem Zeitpunkt, zu dem der Verbraucher oder ein von ihm benannter Dritter, der nicht Beförderer ist, den physischen Besitz an der Ware erlangt hat."So auch Grüneberg, in: Palandt [Hrsg.], BGB, 73. Aufl. 2014, § 356 nF Rn. 4; Christmann, in: Bamberger/Roth [Hrsg.], BeckOK, Stand: 01.11.2014, § 356 Rn. 5Wenn das Paket nicht an die Ehefrau adressiert war (Fall des benannten Dritten) dürfte die Frist tatsächlich erst in dem Moment zu laufen beginnen indem der Verbraucher die Ware in die Hand bekommt.Für den Unternehmer ist das ganze natürlich ziemlich misslich, hat er doch kaum eine Chance von diesem Moment Kenntnis zu erlangen.


Alte Kommentierung, In der 2018er Auflage sieht Palandt/Grüneberg § 356 Rn. 4 den Begriff "erhalten" parallel zur Ablieferung in § 438 BGB. Da kommt es beim Versendungskauf darauf an, dass dem Käufer die Ware am Bestimmungsort zur Verfügung gestellt wird (§ 438 Rn. 15). Das ist imho gegeben, wenn der Ehepartner die Sendung angenommen hat.
Das ist auch wertungsmäßig völlig iO. Der Verbraucher soll davor geschützt sein, dass seitens des Verkäufers/Frachtführers die Ware einfach irgendwo abliefert, weil's schlussendlich nicht sein Einflussbereich ist. Wird die Ware am Bestimmungsort (nämlich die genannte Versandadresse!) abgeliefert, sind sämtliche weiteren Verzögerungen allein der Sphäre des Verbrauchers zuzurechnen.
Bearbeitet von: "tehq" 11. Mai
tehq11.05.2019 17:33

Alte Kommentierung, In der 2018er Auflage sieht Palandt/Grüneberg § 356 R …Alte Kommentierung, In der 2018er Auflage sieht Palandt/Grüneberg § 356 Rn. 4 den Begriff "erhalten" parallel zur Ablieferung in § 438 BGB. Da kommt es beim Versendungskauf darauf an, dass dem Käufer die Ware am Bestimmungsort zur Verfügung gestellt wird (§ 438 Rn. 15). Das ist imho gegeben, wenn der Ehepartner die Sendung angenommen hat.Das ist auch wertungsmäßig völlig iO. Der Verbraucher soll davor geschützt sein, dass seitens des Verkäufers/Frachtführers die Ware einfach irgendwo abliefert, weil's schlussendlich nicht sein Einflussbereich ist. Wird die Ware am Bestimmungsort (nämlich die genannte Versandadresse!) abgeliefert, sind sämtliche weiteren Verzögerungen allein der Sphäre des Verbrauchers zuzurechnen.



Cool, scheint die Literatur ja ne andere Richtung eingeschlagen zu haben. Gerade den Grund das weitere Verzögerungen dem Verbraucher zuzuordnen sind find ich auch ziemlich überzeugend.

Bearbeitet von: "Diavel" 11. Mai
Ganz Banal gesagt: Im Herrschaftsbereich + Frau angenommen, besonderes Verhältnis, bli bla blub - gilt als angenommen und wiederrufsfrist beginnt im Moment der Annahme durch Frau.
Diverses ist manchmal schon so eine Art Trainingscamp für BGB AT Prüflinge
Danke für die vielen Antworten!
Dann habe ich wohl Pech gehabt und werde die Teufel-Anlage wohl behalten müssen, obwohl diese meine Erwartungen alles andere als erfüllt.

Hätte von Teufel trotzdem zumindest eine Kulanz-Rückgabe erwartet, da die ja 1 Woche zu spät versendet hatten und ich bei rechtzeitigem Eintreffen der Ware zu Hause gewesen wäre und dann noch innerhalb der Frist widerrufen hätte.
Krokiii11.05.2019 18:37

Diverses ist manchmal schon so eine Art Trainingscamp für BGB AT Prüflinge …Diverses ist manchmal schon so eine Art Trainingscamp für BGB AT Prüflinge


So wird die Prüfung nix. Das ist hier ist klassisches Schuldrecht.
Schutzschi11.05.2019 19:22

Danke für die vielen Antworten!Dann habe ich wohl Pech gehabt und werde …Danke für die vielen Antworten!Dann habe ich wohl Pech gehabt und werde die Teufel-Anlage wohl behalten müssen, obwohl diese meine Erwartungen alles andere als erfüllt. Hätte von Teufel trotzdem zumindest eine Kulanz-Rückgabe erwartet, da die ja 1 Woche zu spät versendet hatten und ich bei rechtzeitigem Eintreffen der Ware zu Hause gewesen wäre und dann noch innerhalb der Frist widerrufen hätte.


Frag doch an? Oder haben Sie schon abgelehnt ?
Schutzschi11.05.2019 19:22

Danke für die vielen Antworten!Dann habe ich wohl Pech gehabt und werde …Danke für die vielen Antworten!Dann habe ich wohl Pech gehabt und werde die Teufel-Anlage wohl behalten müssen, obwohl diese meine Erwartungen alles andere als erfüllt. Hätte von Teufel trotzdem zumindest eine Kulanz-Rückgabe erwartet, da die ja 1 Woche zu spät versendet hatten und ich bei rechtzeitigem Eintreffen der Ware zu Hause gewesen wäre und dann noch innerhalb der Frist widerrufen hätte.


Würde nochmal nachhaken, zur Not mehrfach. Andererseits lässt sich ebenso argumentieren, dass du dich in dem Fall auch proaktiv - vor Versendung der Ware während des Lieferverzugs - bei denen hättest melden können
Ich werde nochmal nachhaken, aber meinen Widerruf hatte Teufel ja schon abgelehnt, da 1 Tag zu spät abgesendet.

Aber vielleicht klappt es ja doch noch.
Letztlich bin ich selbst schuld... hätte mir diesmal eben doch genauer die Bedingungen ansehen sollen. Ich bin davon ausgegangen, dass ich entweder die 8 Wochen oder die 30 Tage habe.

Danke jedenfalls an alle für die konstruktiven Beiträge!
Nur aus Interesse:
Die Widerrufsbelehrung kam von Teufel oder Otto?
Von Teufel...
okolyta11.05.2019 14:38

Besteht bei Ehepartnern eigentlich auch die Möglichkeit die Widerrufsfrist …Besteht bei Ehepartnern eigentlich auch die Möglichkeit die Widerrufsfrist zu nutzen?


Fragst du für deine Frau?
und wenn du mit Teufel redest und eventuell eine höherpreisige Anlage kaufst, wäre es doch eine Win-Win Situation...probieren könnte man es zumindest...
Vielen Dank nochmals für die vielen Hinweise (auch die per PN).
Teufel zeigt sich weiterhin nicht kompromissbereit, wobei auf meine letzte Nachricht noch nicht reagiert wurde.

Habster14.05.2019 15:55

und wenn du mit Teufel redest und eventuell eine höherpreisige Anlage …und wenn du mit Teufel redest und eventuell eine höherpreisige Anlage kaufst, wäre es doch eine Win-Win Situation...probieren könnte man es zumindest...



Wir wollten unsere bestehende Teufel-Anlage (Concept P) durch die Cubycon Impac ersetzen, weil wir keine Standlautsprecher mehr wollten (u. a. auch so unauffällige Boxen wie möglich). Die bestellte Anlage ist dahingehend bereits die teuerste, die Teufel im Sortiment hat (und dennoch ist der Klang im Vergleich zu den über 5 Jahre alten Teufel-Boxen, die damals nur ca. 300 Euro gekostet haben, einfach nur schlecht, obwohl die neuen Boxen über das 5fache der alte Boxen kosten). Daher leider auch keine Lösung. Übrigens hat der Teufel-Mitarbeiter am Telefon sogar bestätigt, dass der Klang dieser neuen Boxen schlechter sein kann... "bei kleinen Boxen muss man Kompromisse eingehen".
Boxen sind im Regelfall physikalische Grenzen gesetzt aufgrund ihrer Größe, das stimmt allerdings.
Anspruch der Firma Teufel gegen Schutzschi auf Zahlung d. Kaufpreises der Teufel Anlage aus §433 II BGB.

Anspruch wäre entstanden, wenn über die Teufel Anlage ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen wäre.
Ein Kaufvertrag setzt sich zusammen aus zwei korrespondierenden Willenserklärungen (Antrag und Annahme)

a) Antrag (Willenserklärung)
Schutzschi kauf Artikel, somit Antrag (Die WE wurde abgegeben und ist beim Verkäufer zugegangen, ist somit wirksam)

b) Annahme (Willenserklärung)
Bestellbestätigung, bzw. Versand stell konkludent die Annahme des Kaufvertrags dar. Die Willenserklärung wurde abgegeben (Versand durch Teufel) und ist zugegangen unter Abwesenden nach § 130 I 1 BGB.

Dies Sphärentheorie besagt, dass nach Eintreffen einer Ware bzw. eines Schriftstücks der Briefkasteninhaber für seinen Machtbereich zuständig ist. Es muss also derart in den Machtbereich des Empfängers gelangen, dass dieser unter NORMALEN UMSTÄNDEN davon Kenntnis nehmen kann (anders ist das wenn das Paket bei der Post abgegeben wäre, dann wäre Zugang tatsächlich erst nach Abholung des Pakets). Die Annahme hier fand zwar durch eine andere Person statt, diese wohnt jedoch im gleichen Haus weshalb der eigentliche Empfänger unter normalen Umständen mit Eintreffen (spätestens abends am gleichen Tag) rechnen kann.

Es ist somit ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen und die 14-tägige Rückgabefrist gilt ab dem Zeitpunkt, zu dem du unter normalen Umständen mit Erhalt der Ware rechnen kannst (abends am Tag der Auslieferung).
Bearbeitet von: "jensimbenz" 17. Mai
jensimbenz17.05.2019 08:30

Anspruch der Firma Teufel gegen Schutzschi auf Zahlung d. Kaufpreises der …Anspruch der Firma Teufel gegen Schutzschi auf Zahlung d. Kaufpreises der Teufel Anlage aus §433 II BGB.Anspruch wäre entstanden, wenn über die Teufel Anlage ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen wäre.Ein Kaufvertrag setzt sich zusammen aus zwei korrespondierenden Willenserklärungen (Antrag und Annahme)a) Antrag (Willenserklärung)Schutzschi kauf Artikel, somit Antrag (Die WE wurde abgegeben und ist beim Verkäufer zugegangen, ist somit wirksam)b) Annahme (Willenserklärung)Bestellbestätigung, bzw. Versand stell konkludent die Annahme des Kaufvertrags dar. Die Willenserklärung wurde abgegeben (Versand durch Teufel) und ist zugegangen unter Abwesenden nach § 130 I 1 BGB. Dies Sphärentheorie besagt, dass nach Eintreffen einer Ware bzw. eines Schriftstücks der Briefkasteninhaber für seinen Machtbereich zuständig ist. Es muss also derart in den Machtbereich des Empfängers gelangen, dass dieser unter NORMALEN UMSTÄNDEN davon Kenntnis nehmen kann (anders ist das wenn das Paket bei der Post abgegeben wäre, dann wäre Zugang tatsächlich erst nach Abholung des Pakets). Die Annahme hier fand zwar durch eine andere Person statt, diese wohnt jedoch im gleichen Haus weshalb der eigentliche Empfänger unter normalen Umständen mit Eintreffen (spätestens abends am gleichen Tag) rechnen kann.Es ist somit ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen und die 14-tägige Rückgabefrist gilt ab dem Zeitpunkt, zu dem du unter normalen Umständen mit Erhalt der Ware rechnen kannst (abends am Tag der Auslieferung).


Im zweiten Semester gäbe es dafür irgendwas zwischen vier und sechs Punkten. Aber immerhin bestanden.
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