Berufsunfähigkeitsversicherung: Was haltet Ihr davon? (+ kurzer Frontal21-Bericht)

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eingestellt am 22. Feb 2012
Ich selbst sehe die Sache eher kritisch und hab das Thema immer vor mir hergeschoben. Aber so langsam nähere ich mich dem ersten Job und zufällig lief gestern ein kurzer Frontal21-Bericht (natürlich fokussiert auf die Probleme, Link siehe Kommentar), s.d. ich mal wieder drüber nachdenke, mir eine BUV zuzulegen.

Liste einfach mal die Probleme auf, die ich bei der BUV sehe:

- Keine Garantie, vielmehr eklatante Unklarheit darüber, ob nach Jahren der Vorleistung in Form sehr hoher Beiträge im Notfall dann auch tatsächlich eine Gegenleistung der Versicherung erfolgt. Wie im Beitrag erwähnt, legen die Versicherungen partout nicht offen, wie viele Anträge auf Rentenzahlungen tatsächlich bewilligt werden. Statt dessen ist die Hinhalte- und Zermürbungstaktik mittels Gutachten-Marathon wohl eher Usus.
Für mich ist das das Hauptproblem. Hätte null Bock, meiner Rente hinterher zu laufen, wenn ich eh schon so im *rsch bin, dass ich nicht mehr arbeiten kann.

- Was passiert aus dem Leistungsanspruch, wenn ich mal für 2-3 Jahre (oder gar dauerhaft) im Ausland arbeiten werde?

- Da die BUV das einnahmeträchtigste Zugpferd der Versicherungsbranche ist, sind vermutlich auch dementsprechend viele Leute unterwegs, die hier und da Lobby-Arbeit betreiben, nach dem Motto: ist unbedingt notwendig.
Andererseits hört man diesen Satz auch von Leuten, die man als seriös betrachten kann.

Müsste ich nochmal drüber nachdenken, ob es unter finanzieller Berücksichtigung und des Risikos der Leistungsverweigerung im Bedarfsfall gar nicht schlechter ist, die BUV-Beiträge einfach selbst auf ein Anlagekonto zu legen...

Also, würde gern mal wissen, wie Ihr über die BUV denkt und ob ihr sowas habt/haben werdet.
Zusätzliche Info
31 Kommentare
Verfasser

ZDF Frontal21-Bericht (von gestern):
zdf.de/ZDF…sen

krasse Sache...das Problem ist natürlich immer vorher, dass man nicht weiß, wie gut die Versicherung wirklich ist :-(
Freiwiliig zahlen wird keine und anscheinend sollte man immer gleich ne Rechtsschutz ebenfalls abschließen, sofern die bei sowas überhaupt zahlt...

Besorg dir doch von der Stiftung Warentest das Heft Finanztest 3/2012 (ist im Monent im Handel), dort ist auf Seite 69 ein Testbericht "Berufunfähigkeitsschutz für junge Leute".
25 Versicherungspolicen im Vergleich. Alle dort genannten zahlen schon wenn der Versicherte aufgrund von Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall den angestrebtem Beruf nicht mehr ausüben kann oder die Fähigkeit verloren hat, Ausbildung oder Studium fortzusetzen - und nicht erst bei Erwerbsunfähigkeit, wenn der Kunde nicht mehr arbeiten kann.

Meiner Meinung nach eine wichtige Versicherung, ich habe auch eine. Auch wenn diese nicht günstig ist (ich zahle ca. 550 Euro pro Jahr). Ich schließe meine Versicherungen (Haftpflicht, Kfz...) nahezu alle selber ab, aber bei der BUV würde ich mir einen kompetenten Versicherungsmakler suchen, am besten jemand der sich auf BUV spezialisiert hat. Wichtig ist es, bei dem Antrag ehrlich zu antworten um im Leistungsfall auch die Rente zu erhalten. Unbedingt vorher anonyme Vorabfragen bei den Versicherungen machen um zu schauen ob irgendwas ausgeschlossen wird.

Zusammenfassend:
- wichtig
- teuer
- schwierig den richtigen Makler zu finden (fande ich jedenfalls)
- am besten so früh wie möglich abschließen
- ehrlich den Antrag ausfüllen

Laut Süddeutsche und FAZ soll man die erst abschließen wenn man mitten im Berufsleben angekommen ist- dann aber auch empfehlenswert.

und evtl. auch eine kombinierte BU mit Rente/LV? Dass im BU Fall auch die Rente/LV von der BU übernommen wird?

Crenzy

Laut Süddeutsche und FAZ soll man die erst abschließen wenn man mitten im … Laut Süddeutsche und FAZ soll man die erst abschließen wenn man mitten im Berufsleben angekommen ist- dann aber auch empfehlenswert.



Wenn man mittem im Berufsleben ist, ist man meist schon etwas älter, damit steigt die Gefahr der schon erlebten Erkrankungen. Diese Vorerkrankungen werden natürlich ausgeschlossen und sorgen dann dafür das die Versicherung nicht zahlt.
Crenzy

Laut Süddeutsche und FAZ soll man die erst abschließen wenn man mitten im … Laut Süddeutsche und FAZ soll man die erst abschließen wenn man mitten im Berufsleben angekommen ist- dann aber auch empfehlenswert.



Soweit ich das auch verstanden habe, ist die Berufsgruppe ein Faktor für die Beiträge. Bist du Hochseilartist, dann ist der Beitrag höher, als bei einem Bürokaufmann. Wenn man die BUV abgeschlossen hat, behält man aber wohl den "Faktor" bei. Heißt wenn ich als Bürokraft die BUV abschließe und dann als Hochseilartist arbeite, zahle ich dennoch den Beitrag wie vorher.

buv lohnt sich nicht, die meisten dinge passieren in der freizeit da hilft auch keine buv. und wer sowieso schon nen krüppel sit dem bring tne buv auch nichts. eher eine unfallversicherung abschließen da hat man mehr davon

izzoh

buv lohnt sich nicht, die meisten dinge passieren in der freizeit da … buv lohnt sich nicht, die meisten dinge passieren in der freizeit da hilft auch keine buv. und wer sowieso schon nen krüppel sit dem bring tne buv auch nichts. eher eine unfallversicherung abschließen da hat man mehr davon



Ich arbeite im Versicherungsgewerbe.

Jup. Kommt auf den Beruf an, den du ausübst. Wenn du im Büro arbeitest ist die BU absolut sinnlos. Wenn du draußen arbeitest, ist sie richtig teuer. In 90% der Unfälle bist du schnell tot oder wieder bei Gesundheit. Und die BU leistet erst nach 2 Jahren, davor zahlt die gesetztliche BU.

Abgesehen davon wird die Versicherung immer erst mal eine Klage anstreben um zu sehen, ob du auch wirklich berufsunfähig bist. Wenn du einen Hochschulabschluss hast, kannst du z.B. als Blinder Informatiker immer noch programmieren. Als Arzt kannst du dir was Schlimmes einfangen und dann bist du berufsunfähig, aber vermutlich auch schnell tot.

Meiner Ansicht nach sichert eine BU für die meisten Akademiker nur gegen Geisteskrankheiten ab.
izzoh

buv lohnt sich nicht, die meisten dinge passieren in der freizeit da … buv lohnt sich nicht, die meisten dinge passieren in der freizeit da hilft auch keine buv. und wer sowieso schon nen krüppel sit dem bring tne buv auch nichts. eher eine unfallversicherung abschließen da hat man mehr davon


Genau falsch herum: BUV: Wichtig. Unfall: unwichtig (v.a. wenn man BUV hat)

Denke auch darüber nach, eine anzuschließen. Wie aber oben schon steht, ist die BUZ bei Akademikern nur bei Geisteskrankheiten sinnvoll, dabei denke ich an ein Burn-Out. Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber soll ja vorkommen. Ansonsten doch eher eine reine Risikoversicherung...

Crenzy

Laut Süddeutsche und FAZ soll man die erst abschließen wenn man mitten i … Laut Süddeutsche und FAZ soll man die erst abschließen wenn man mitten im Berufsleben angekommen ist- dann aber auch empfehlenswert.

krueml0r

Denke auch darüber nach, eine anzuschließen. Wie aber oben schon steht s … Denke auch darüber nach, eine anzuschließen. Wie aber oben schon steht sichert die BUZ da nur bei Geisteskrankheiten ab, dabei denke ich an ein Burn-Out. Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber soll ja vorkommen. Ansonsten doch eher eine reine Risikoversicherung...



Ja. Wobei du im Todesfall ja nix bekommst. Also eine Risikoversicherung, die sehr stark selektiert. Ich denke, jeder hat es selber im Griff, den Burn Out zu verhindern. Aber das ist nur meine Meinung.

Meiner Meinung nach fährt man mit einer Risikolebensversicherung (die den Tod versichert) besser, aber davon hat man selber eben nix mehr.

Bei Versicherungen ist da so: Die müssen Geschäft machen. Daher wird jedes Jahr ein neues Produkt erfunden: Rister, Rürup, Pflegerente, Fondsgebunde Lebensversicherungen...

Brauchen tut man die wenigsten. Aber dann wäre die vielen Leute im Versicherungsgewerbe arbeitslos, ich vermutlich auch. Tip: Fahr mal zu einer großen Versicherung und sieh dir das Gebäude von denen an. Schätze die Anzahl der Mitarbeiter und was die verdienen. Und dann überlege, dass du sie durch den Abschluss von so unnötigen Produkten durchfütterst.

Was man wirklich nützlich ist (z.B. Hausrat, Haftpflich, Vollkasko etc.) gibts schon lange. Auch die Demontag der gesetzlichen Rentenversicherung ist ja quasi nur geschehen, um den Versicherern Geschäft zu bescheren. Würde man wirklich armen Menschen helfen wollen, hätte man das spieldn leicht auch über die gesetzliche Rente machen können.
Verfasser

Schönes Potpourri an Meinungen, aber habs ja nicht anders gewollt
Danke für die Rückmeldungen, hab dafür den Like Button etwas gelockert

Also mal kurz mein Senf:
- StiWa werd ich mir mal besorgen. Gabs zwar schon mal und ließ mich dennoch am Ende unschlüssig, welche nun die Richtige ist und ob ichs machen soll, aber schaden kanns nicht. Dass man bei den von StiWa genannten Versicherern aber eine höhere Bewilligungschance hat, bezweifel ich mal, da das zu deren Betriebsgeheimnis gehört, also keiner die genauen Zahlen kennt, wer wie oft bewilligt/ablehnt.
- Vor einem Abschluss werde ich mir wohl einen unabhängigen Versicherungsberater mit pauschalem Beratungshonorar (250€ für Erstberatung da weint die mydealz-Seele ) leisten, damit ich keinen Vertrag mit integrierten Maklergebühren zahlen muss.
- Finde persönlich, dass man erst mal einen Job bekommen muss X) Blöd, wer jahrelang einzahlt und dann nix findet. Ne im Ernst: Natürlich besteht die "Gefahr" der Erkrankung vor Abschluss, aber dann hat man halt wirklich einfach Pech gehabt. Ob jetzt 1 Jahr früher oder später...
- Greift die BUV nicht bei Unfällen in der Freizeit? oO Das wäre extrem cold

- @ Haterman:
Möchte dich nicht zum Whistleblower ausbilden, aber mal Budder bei di Fisch: Angenommen wir wären beste Freunde , würdest du mir als Akademiker mit Arbeitsplatz im Büro die BUV empfehlen, ja oder nein?
Dabei ist die Burnout Rate in meiner Berufssparte hoch, die Gefahr von körperlichen Schäden während der Arbeit quasi nicht vorhanden.

Hab mir von Dirk Müller mal die verschiedenen Anlageformen im Cashkurs-Buch angeschaut. Dort hat er auch zu Riester & Co. sehr nachvollziehbar seine kritische Meinung geäußert, weswegen ich von Versicherungen i.A. nicht mehr viel halte... bis eben auf die BUV, bei der ich schwanke (abgesehen von Haftpfl., Hausrat und Krankenvers.).
Dass ich die Entscheidung für/gegen eine BUV immer wieder gerne verschiebe, liegt auch daran, dass es quasi eine Entscheidung mit lebenslangen Folgen ist, d.h. wenn man einsteigt, muss man auch bis zum bitteren Ende ausharren, da sonst die jahrelangen Beiträge in den Abfluss wandern, was wiederum das mydealz-Herz nicht ertragen könnte

Pope

Dass ich die Entscheidung für/gegen BUV immer wieder gerne verschiebe, … Dass ich die Entscheidung für/gegen BUV immer wieder gerne verschiebe, liegt auch daran, dass es quasi eine Entscheidung mit lebenslangen Folgen ist, d.h. wenn man einsteigt, muss man auch bis zum bitteren Ende ausharren, ansonsten würde das mydealz-Herz zuerst sterben und der Rest dann sowieso


Bedenke, dass das auch andersrum gilt: Ereignet sich in der Zwischenzeit etwas (Übergewicht, Bluthochdruck, irgendwas erbliches was erst später rauskommt) zahlst du im besten Fall dein Leben lang mächtig drauf oder bekommst im schlechtesten Fall gar keine BUV mehr.
Verfasser

Klar, kann natürlich passieren. Da hat man dann wie gesagt einfach mal dickes Pech gehabt.
Bin in keiner Meinung festgefahren, tendiere aber eher zu der Sichtweise, dass man im Leben halt nicht alles absichern kann und muss:
- Wenn ich schon durch die BUV keine 100%ige Garantie der Absicherung habe (evtl. zahlen die Versicherungen ja nur 50% der Anträge auf Rente, wer weiß das schon?), dann werd ich mich vom Risiko, dass vor Vertragsabschluss etwas passieren könnte, auch nicht verrückt machen.
- Die Mentalität der Absicherung ist glaube ich auch eher einzigartig in Deutschland. Kann mir vorstellen, dass die Amis, die Araber oder Asiaten sowas nicht kennen und dafür auch nicht bereit wären, solche Summen bei der unsicheren Lage bzgl. der Renten-Bewilligung vorstrecken zu wollen.

Naja, "unsicher" trifft es aber ganz gut: Bedenke, frontal21 ist ein reißerisches Magazin. Da wird gerne übertrieben und unterschlagen, wenn es sich dafür dramatischer anhört.

Wie viele von den x Anträgen z.B. offensichtliche Betrugsversuche waren, würde da nie erwähnt werden.

izzoh

buv lohnt sich nicht, die meisten dinge passieren in der freizeit da … buv lohnt sich nicht, die meisten dinge passieren in der freizeit da hilft auch keine buv. und wer sowieso schon nen krüppel sit dem bring tne buv auch nichts. eher eine unfallversicherung abschließen da hat man mehr davon



Ich glaube du solltest mal googlen was eine BUV und was eine Unfallversicherung ist. So ne Verdrehung von Tatsachen habe ich noch nie gehört oder gelesen.

Haterman

Ich arbeite im Versicherungsgewerbe.Jup. Kommt auf den Beruf an, den du … Ich arbeite im Versicherungsgewerbe.Jup. Kommt auf den Beruf an, den du ausübst. Wenn du im Büro arbeitest ist die BU absolut sinnlos. ......



In einem sitzenden Beruf gehen die meisten wegen einem Rückenleiden in Frührente.

Ein neutraler Bericht hierzu wäre wirklich mal interessant. Ich weiß nur noch, dass es bei dem Thema Lebensversicherungen vor Jahren im Studium mal eine statistische Auswertung gab. Die Versicherer gewannen dort vor Gericht deutlich über 95 % der Verfahren, da fast immer bei risikorelevanten Faktoren gelogen wurde und der Versicherer die entsprechenden Personen somit nicht angenommen hätte.

Ich vermute, dass dies bei den BU´s ähnlich sein wird... Denn kein Anbieter kann es sich leisten im Rahmen der regulären Bearbeitung einen Prozess einzuplanen und zu verlieren (respektive die entsprechenden Aufwendungen in jedem Fall zu tragen). Das ist letztendlich immer der letzte Schritt wenn der Anbieter davon überzeugt ist, dass kein Anspruch besteht oder zumindestens sehr sehr gravierende Zweifel an der Leistungspflicht bestehen.

Selbst hier bei myDealz sieht man ja, dass kaum einer ein Problem damit hat einen Anbieter der einen Fehler macht (Stichwort Preisfehler) oder einen verbraucherfreundlichen Gutschein rauszugeben (also ohne MBW o.ä.) auszunehmen (und das durchaus mit Multiaccounts etc). Wenn der Anbieter dies abwehrt (Stornierung bei Preisfehler oder von doppelten Bestellungen) laufen die entsprechenden Nutzer regelrecht Amok... Wieso sollte es bei so unwichtigen Dingen wie einer Versicherung anders sein?

Behaupte mich etwas mit Versicherungen auszukennen (hab das Zeugs mal gelernt...)

Die BU ist definitiv wichtig und gerade für Leute die ein relativ hohes Gehalt haben und sich gerne was leisten. Wichtig ist, dass man sich einen am besten unabhängigen Experten nimmt, der den abzuschliessenden Vertrag durchliest. Für Bürogummis wichtig ist, dass die BU auch bei rein "geistigen" Krankheiten greift und dass keine Vermittlung in andere Berufe möglich ist. Es dürfen keine typischen Büroleiden wie Rücken usw. ausgeschlossen sein.

Meine Must-Have Liste:
1. Kranken (ist man als Angestellter ja eh...)
2. Privathaftpflicht (absolutes MUSS unbedingt mit Forderungsausfallschutz!!!)
3. BU (Berufsunfähigkeit)
4. Tierhalterhaftpflicht (als Hunde- oder Pferdebesitzer)

Unfall ist sinnlos bei obiger Absicherung.
Lebensversicherung brauch ich nicht, meine Angehörigen sollen richtig trauern.
Hausrat muss jeder selber wissen, ob es sich für ihn lohnt oder nicht. Die wirklich wichtigen Sachen können einem nicht ersetzt werden. Imho legt man da lieber ein paar Tausender für solche Fälle an.

Verfasser

- Also müssen die geistigen Krankheiten explizit im Vertrag stehen? Haben das nicht die meisten Versicherer standardmäßig im Programm?

- Bzgl. der Vermittlung in andere Berufe muss man darauf achten, dass im Vertrag ein "Verzicht auf abstrakte Verweisung" enthalten ist, richtig?

- Kann man sich bei diesen Beratern (Link -> Privatpersonen -> Übrige Personenversicherungen -> Berufsunfähigkeitsversicherungen) wirklich sicher sein, dass die völlig unabhängig sind und nur auf Honorar- und nicht auf Provisionsbasis arbeiten?

Danke für die Infos Athos!

Gebannt

brauchste nicht,haste in den letzten 5 jahren 3 jahre in die kasse eingezaht haste anspruch auf erwerbsminderungsrente oder erwerbsunfähigkeitsrente, beide werden nachdem ausbezahlt was du dein weiteres leben verdient hättest, wird bemessen an dem was du die letzten paar einkommen hattest.

Gebannt

besorg dir die stiftung warentest und die zeitschrit guter rat - war eine ausgabe mitte/ende letzten jahres:

themen wurden dort sehr gut abgehandelt.

wichtig bei der bu ist auf jeden fall, dass keine sog. verweisungsklausel drin steht. d.h. sie muss zahlen, wenn du deinen gelernten beruf nicht mehr ausüben kannst und darf nicht darauf verweisen, dass es dir zumutbar ist, einen anderen beruf auszuüben.

mit einer solchen klausel würde die bu genauso unsinnig wie eine kfz-insassenunfallversicherung.

im übrigen bin ich entsetzt, wieviel müll hier verzapft wird bzw. halbwissen vorhanden ist bei einem so wichtigen thema.

man muss nicht gleich "geisteskrank" sein, um in einem bürojob ernsthaft zu erkranken.

psychische erkrankungen gehören selbstverständlich auch dazu, wobei wir in deutschland hierbei einen starken aufschwung in den letzten jahren erfahren haben und ein ende nicht absehbar ist.
burnout, depressionen, gewaltig gestiegene anforderungsprofile, leistungsdruck, mobbing, etc. tun ihr übriges dazu...

zwischen bu und erwerbsunfähigkeit sollte man auch noch unterscheiden können, ebenso WANN man denn tatsächlich anspruch darauf hat.

umso besser, dass du dich so bemühst, gute informationen an land zu ziehen!

Muss mich auch mal zu Wort melden. Mit diversen BUs habe ich inzwischen einigee Jahre Erfahrung.
1. Ganz wichtig: BU ist nicht gleich BU. Versicherungen sind auch total unterschiedlich. Achtet auf diverse Verweisungsklauseln. Ärzte sind da vermehrt betroffen. Hier gibt es aber spezielle Tarife. Bei Beamten natürlich die Dienstunfähigkeitsversicherung.
2. BUZ. Wer mit seinem Geld sehr gut wirtschaften kann, sollte nur bei der BU bleiben (wenn er sie denn für wichtig erachtet). Makler schwatzen viel und schwingen mit vielen falschen Zahlen. Eine BUZ ist in meinen Augen ein Geschenk für jeden Makler.
3. Pokert nicht zu hoch, aber auch nicht zu tief. Fragt euch: Wieviel möchte ich absichern? Wie sind meine familiären Umstände? Habe ich 1000k Schulden auf ne Villa? usw.
4. Psychische "Schäden" ist immer ein großes Thema und werden häufig nicht anerkannt. Sie müssen im Vertrag drin stehen! Achtet auf die Formulierung wie eine Erkrankung zustande kommen kann und wann gezahlt wird.
5. Unfälle, die in privaten Umständen entstanden sind, sollten ebenso explizit drin stehen. V.a. Skiunfälle usw.
6. Kack auf die stiftung warentest/Finanztest. Da wird alles über einen Kamm geschert. Die Realität sieht meist ganz anders aus, da wir Menschen höchst unterschiedlich sind.
7. Achtet auch auf Allergien (Bsp.: Latex bei KFZ-Herstellern, Ärzten, usw.). Allergien können in speziellen Bereichen häufig eine BU zur Folge haben. Unser spezielle Fall: In einem unbekannten Zahnarztbrief stand drin. "Verdacht auf Latexallergie". Die Latexallergie war nicht bekannt und bei Antragsstellung nicht ärztlich nachgewiesen. Letztlich entstand eine BU wegen der Latexallergie und die Versicherung wollte nicht zahlen aufgrund des Briefes. Jeder weiß, was sowas bedeutet (Tip: Kopiert eure Arztakten und sorgt für eine genaue Auflistung eurer Krankheiten).
8. Dirk Müller ist nicht Gott. Er erzählt auch viel Quatsch. Jeder sollte sich seine eigene Meinung bilden (wenn möglich).
Letztlich: Auch ein ernst gemeinter Tip. Schließt eine Rechtschutzversicherung ab und stellt euch im Falle einer BU auf eine langjährige Klagephase ein.

Je länger du (Pope) darüber nachdenkst und es hinausschiebst, desto eher weißt du, was deine innere Stimme dir sagen möchte.

PS: Toll wenn man 150 Pro Monat für ne reine BU über 45 Jahre zahlt (also 81k) und sie nicht greift....

Ich war einen Tag in Urlaub. Das geht ja heiß ab hier!

@JEH1985: Gut geschrieben! Ich denke es ist auch wichtig, den Vertrag der BUV, wennn man ihn schon mal haben will, nicht bei einer Direktversicherung abzuschleißen. Denn die streben immer eine Klage zum Nachweis der Berufsunfähigkeit an.

@Pope: Ich würde dir devinitiv von einer BuV abraten. Es gibt imho ein paar No - Go Versicherunen: BUV, Reiserücktritt, Hundehaftpflicht, KFZ-Insassenunfallversicherung ... vielleicht fallen mir noch mehr ein

@athos: Warum sollen deine Verwandten richtig trauern? Was wenn du ne Frau mit Kindern hiterlässt?

Die Selbstbeteiligung bei Hundehaftpflicht ist viel zu hoch. Ein normaler Hund macht nicht so nen Schaden und einen Kampfhund kriegst du eh nirgends versichert.

@PeSch: Wegen Rückenleiden wirst du nicht berufsungähig. Zumindest nicht so, dass es die Versicherung anerkenn wüde. Ich hab mir mal von meinem Berater eine anonymisiete Liste mit Personen zeigen lassen mit den Gründen warum sie berufsunfähig wurden und wie hoch die Renten waren.

Da war keiner mit Rückenleiden dabei. Dabei waren psychische Krankheiten, Aids, Tumor in der Zunge...

Leider hab ich mir die Liste nicht kopieren dürfen.

Zum Thema Riester, BU etc. hab ich nen ausführlichen Bericht auf Ciao verfasst:

ciao.de/MLP…559

Ah ok, die Versicherung darf also doch abstrakt verweisen. War mir gar nicht mehr so geläufig. Und das ist ein Risiko. Aus Wikipedia:

"Abstrakte Verweisung bedeutet, dass der Versicherte, der in seinem alten Beruf nicht mehr arbeiten kann, auf die Ausübung einer neuen Tätigkeit verwiesen wird, die er zwar ausüben könnte, aber tatsächlich nicht ausübt. In der Berufsunfähigkeitsversicherung ist die abstrakte Verweisbarkeit aus Sicht des Versicherten von besonderer Bedeutung, da es für die Verweisbarkeit unerheblich ist, ob die Arbeitsmarktsituation die Aufnahme eines anderen Berufes zulässt. Das Risiko, trotz vorliegender Berufsunfähigkeit den Berufswechsel erfolgreich zu gestalten, geht voll zulasten des Versicherten."

@Pope: Hab mal bei einem sehr großen deutschen Softwareunternehmen gearbeitet. Da waren Geisteskrankheiten auch stark vertreten. Es ist wie JEH1985 sagt. Wenn die nicht explizit eingeschlossen sind, kannst du Pech haben und leer ausgehen. Der Einschluss kostet aber extra.

Haterman

@athos: Warum sollen deine Verwandten richtig trauern? Was wenn du ne … @athos: Warum sollen deine Verwandten richtig trauern? Was wenn du ne Frau mit Kindern hiterlässt? Die Selbstbeteiligung bei Hundehaftpflicht ist viel zu hoch. Ein normaler Hund macht nicht so nen Schaden und einen Kampfhund kriegst du eh nirgends versichert.



Der erste Teil war ein Witz, meine Schuld habe ein vergessen.

Zum 2.:
Ich gehe mit meinem Hund Gassi. Hund sieht auf anderer Seite Katze und rennt über die Strasse. Tanklaster kommt vorbei, versucht auszuweichen. Baut einen Unfall. Unfallbeteiligte Tod oder lebenslang behindert. KEINE Privathaftpflicht greifft hier. Dieser Schaden kann in die Millionen gehen. Klar ist die Wahrscheinlichkeit bestimmt gering, aber für genau solche Fälle braucht man die Hundehalterhaftpflicht und nicht weil der Hund sich dreckig schüttelt und ich die Renigungskosten übernehmen soll. Oder was ist wenn ein Hund aus welchem Grund auch immer einen Chirurgen in die Hand beisst und er kann nicht mehr arbeiten? Würdest Du sowas Dein ganzes Leben bezahlen wollen? 10mio deckung ohne selbstbeteiligung bist du bei 85 eur/j mit 150 eur sb bei 72 eur. Bei diversen Vereinen kriegt man die auch noch billiger und wenn der Hund ausgebildet ist noch mehr rabatt.

@Haterman.
sehr guter Bericht: ciao.de/MLP…559. Du kannst ja bald das Buch dazu verfassen Das Inhaltsverzeichnis steht ja schon X)
Wirklich gut. Einige Punkte (Fallen) würde ich deutlicher hervorheben.
Andere Berichte zur MLP gibts übrigens hier dooyoo.de/fin…sa/
Jedoch bin ich von deiner Wertung. "Pro: Unabhängiger als andere Berater" enttäuscht.
Kein MLP-Mitarbeiter ist unabhängiger als andere Berater, die von einer Geschellschaft die Ausbildung, diverse Fortbildungen, ein Büro und die Software zur Verfügung gestellt bekommen. Berater der Häuser empfehlen im Normalfall ihre Produkte, bzw. andere Produkte, die schwächer sind. "Bessere" Produkte werden meist nicht genannt. Den Link hier:
vermittlerregister.info/sel…spx hatte ich schon mal irgendwo gepostet. Dort sieht man wer wirklich unabhängig und eingetragen ist.

Zur Erreichbarkeit bei der MLP habe ich leider schon viel Negatives gehört (häufig wechselnde Berater oder Unerreichbarkeit der Berater bei zahlungsschwachen Kunden oder letztlich der konsequente Verweis an die Hotline). Ein sehr guter Berater und Makler ist auch am Sonntag erreichbar oder ruft zurück.

Zur BUZ. Hier könntest du vllt. verstärkt darlegen, dass praktisch alle abhängigen Berater die BUZ aufschwatzen wollen (wegen den satten Provisionen) mit dem Vorwandt der besseren Absetzbarkeit. Danach (auch meine Erfahrung) wollen sie die BAVs los werden (auch mit irrsinnigen steuerlichen Argumenten). Mein letztes Gespräch über die BAV hatte ich mit einer Kundin. Hier kam sie mit einem Angebot von einem "Finanzprofi/Finanzstrategen". Dieser hatte nur Vorteile der BAV genannt und die Nachteile glatt unter den Teppich gekehrt. Der Internetauftritt des "Finanzprofis" war überladen mit Bildern. Er war übrigens "Experte" auf 20 Finanzgebieten. Aha. Im Versicherungsvermittlerregister war er auch nicht zu finden. Naja- durch das Register kann man schon sehr gut aussortieren wer seriös ist und wer nicht.

Wieder zur BU. Was mir noch eingefallen ist.
- Es gibt ja immer mehr Kinderärzte, die Ritalin oder ähnliches verschreiben. Das sind Argumente von Versicherer um eine BU abzuweisen (Prüfung war in dem Fall 15!!! Jahre). Manche junge Erwachsene wissen nicht mal, dass sie als Kinder Ritalin oder ein anderes Pharmaka genommen haben. Achtet in diesem Zusammenhang auf den Auschluss von Optionen.
- Und ob man die BU-Versicherung anpassen kann und wann (Geburt Kinder, Heirat, Beförderung) man dies machen kann. Anpassen nicht nur nach oben, sondern auch nach unten!


Bevor ich mich hier wieder abmelde:
Jeder seriöse Vermittler erlaubt es alle Beratungsgespräche per Tonmitschnitt aufzunehmen Diese können in einem Rechtsstreit, bzw. schon davor Wunder bewirken.

bei mlp hat ich mal ein bewerbungsgespräch. Ist allerdings paar Jahre her. Es fand in einer billigen Kneipe statt. Mir wurde weiss nicht was alles in Aussicht gestellt und aufgezeigt, dass ich ja mit nichts tun bald so und soviel Leute haben werde, die für mich arbeiten. Ich müsste quasi nur däumchen drehen und meine kontoeingänge ansehen. Das ganze erinnerte sehr stark an ein schneeballsystem. War auf den hochglanzfolien auch so dargestellt. Zum glück habe ich mich nicht blenden lassen. Als er merkte, dass ich kein Interesse hatte wollte er mir direkt Produkte aufschwatzen. Wohlgemerkt, ich arbeitete damals selber bei einer Versicherung und hatte dank mitarbeiterkonditionen unschlagbare Tarife.

@athos: Wenn du eingestiegen wärst, hätte dich dein MLP-Chef erst mal deine sämtlichen Verwandten und durchtelefonieren lassen um ihnen eine Versicherung zu verkaufen. Die Ausbildung zum Versicherungsmakler hätten sie dir in Rechnung gestellt und so hättest du die ersten paar Jahre im Prinzip nur gearbeitet um Schulden abzubauen.

Ich hatte mal nen Link zu einem Artikel darüber, mal sehen ob ich ihn wiederfinden kann.

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