Beufsunfähigkeits-Versicherung – Erfahrungen und Empfehlungen

Hallo,
ich mache mir gerade Gedanken darüber, in eine BU-Versicherung zu investieren. Bin noch recht jung (Masterstudent) und ich habe jetzt an verschiedener Stelle gelesen, dass es für nicht allzu risikobehaftete Berufe ratsam sei.
Einen guten Überblick gibt es m.M.n. zum Beispiel hier: finanztip.de/ber…ng/

Dort gibt es auch eine „Schritt-für-Schritt-Anleitung“ (Angebote einholen, Vergleichskriterien, usw.), die ich mir momentan vornehme.

Das Thema wurde in diesem Thread auch schonmal kurz angeschnitten, allerdings sehr sehr oberflächlich… mydealz.de/div…016

Hat hier noch jemand Erfahrungen oder konkrete Empfehlungen für Versicherungsgesellschaften?

Danke.

98 Kommentare

Reminder

Berat dich persönlich mit ner Versicherung.
Ich habs auch abgeschlossen (21J), zahle ca 10-15€/m und bei Berufsunfähigkeit krieg ich 500€ mehr.
Verkehrt ist es nicht, notwendig aber auch nicht.
Da mein Beruf mit der Zeit den Körper "etwas" zerstört (wie jeder andere Job auch) und ich durch Familie vorbelastet bin, wollt ich etwas Sicherheit

Mein Makler hat mir folgendes gesagt. Es gibt zwei Versicherungen die junge Leute haben sollten. Haftpflicht und BU. Insofern erstmal gute Entscheidung. Darüber hinaus muss man sagen, dass jede BU Versicherung für andere Berufsgruppen sinnvoll ist bzw spezialisiert ist. Man kann also gar nicht genau sagen, nimm die und die. Aber als Student damit anzufangen ist gut, denn falls du nen Beruf mit hohem Risiko einschlägst müsstest du keine Aufschläge darauf bezahlen. Sondern bleibst in der Risikoklasse deiner Studiumsrichtung.

Wenn du gesundheitlich vorbelastet bist, empfiehlt es sich bei mehreren Versicherungen parallel anträge zu stellen und nicht erst bei der einen und wenn diese ablehnt bei der nächsten Versicherung sein glück zu versuchen. Einmal abgelehnt landet man auf einer art black list auf die alle versicherer zugreifen bzw. dort eintragen. Steht man darauf kann man erstmal 5 jahre warten...

"für nicht allzu risikobehaftete Berufe ratsam"? Unglücklich formuliert oder sinntechnisch falsch?

Ich würde bei der Auswahl des Versicherers auf den Punkt "Verzicht auf abstrakte Verweisung" achten. Kurz gesagt geht's darum, ob der Versicherer im Falle einer eingetretenen BU als zumutbaren Job in anderen Tätigkeitsfeldern verlangen kann.

eli10n

"für nicht allzu risikobehaftete Berufe ratsam"? Unglücklich formuliert oder sinntechnisch falsch?



Nö, jeder muss unbedingt eine BU abschließen. Für teuer Geld und nur >1.000€ Provision für den Makler. Ausgenommen sind davon natürlich wirklich Risikoträger und Vorbelastete. Die werden nicht genommen bzw. am Ende vor Gericht gezerrt...

Ich habe keine, da ich auch so ruhig schlafen kann und ich bisher niemanden wirklich absichern muss. Wahrscheinlichkeit und Kosten passen in meinem Fall einfach nicht zusammen.

polyphamos

Berat dich persönlich mit ner Versicherung. Ich habs auch abgeschlossen (21J), zahle ca 10-15€/m und bei Berufsunfähigkeit krieg ich 500€ mehr.



Öhm wie sag ich das jetzt, da hast dir aber mist andrehen lassen.

Eine BU springt ein wenn du nicht mehr deinen erlernten Beruf ausüben kannst. In dem fall kriegst du (da nach 1961 geboren) Erwerbsminderungsrente (also vorraus gesetzt du kannst keinen Beruf auf dieser Welt für 3 Stunden am Tag ausüben). Die Chance auf eine Erwerbsminderungsrente ist daher sehr gering, irgendwas um die 40% ( Durchschnittliche Erwerbsminderungsrente beträgt irgendwas um die 600€, selbst wenn du sie bekommst ist das nicht so viel)

Du läufst also gefahr in die Grundsicherung zurutschen, die liegt bei ca. 750€. Deine 500€ BU ziehen wir davon jetzt ab, so bekommst du 250€ Grundsicherung und hast auch nur 750€.

Da brauchst auch gar keine machen. Bei ner BU sollte man mindestens mehr als die Grundsicherung haben, besser so viel das man zur not von leben kann. Derzeit hilft deine BU nur mir da du weniger Steuergelder kriegst, sollte dir was passieren.

nach zulesen z.b. hierhttp://www.n-tv.de/ratgeber/Mini-Renten-bringen-nichts-article4359286.html

ersthafter Rat. Geh zu einem spezialistierten Makler ( bei Tipps kannst Du mich anschreiben) - mache nichts auf eigene Faust und vergiss die Vergleichsrechner im Internet.

DU ist eine der komplizierstesten Versicherungen die es gibt ... und eine der WIchtigsten ( falls DU jedoch etwas falsches abschliesst) kannste es gleich lassen.

am besten gleich eine rechtsschutz mit abschließen. sollte es jemals zu dem fall kommen, dass du die versicherung in anspruch nehmen musst, wird sich die bezahlt machen. so einfach rücken die nämlich kein geld raus.

Danke schonmal für die ersten Antworten!

gintonic

Mein Makler hat mir folgendes gesagt. Es gibt zwei Versicherungen die junge Leute haben sollten. Haftpflicht und BU. Insofern erstmal gute Entscheidung. Darüber hinaus muss man sagen, dass jede BU Versicherung für andere Berufsgruppen sinnvoll ist bzw spezialisiert ist. Man kann also gar nicht genau sagen, nimm die und die.



Das war für mich bislang die hilfreichste Antwort. Vieles andere ist zwar richtig, steht aber auch auf der von mir verlinkten Seite.
Ich suche wie im Titel erwähnt hauptsächlich nach ERFAHRUNGEN und (konkreten) EMPFEHLUNGEN. Vielleicht traut sich ja jemand, hier mal einen Versicherer beim Namen zu nennen(?).


eli10n

"für nicht allzu risikobehaftete Berufe ratsam"? Unglücklich formuliert oder sinntechnisch falsch?


Wenn, dann ist es unglücklich formuliert. Der Sinn ist jedenfalls richtig: Je risikobehafteter ein Beruf ist, desto höher die BU-Beiträge und desto weniger lohnenswert die BU-Versicherung; zumindest laut finanztip.net (s.o.).

Condor
Alte Leiziger
HDI

und selbst da sind große Unterschiede ...

Viel gefährliches Halbwissen hier.
Aber ein paar Punkte darf man wirklich beherzigen:
- Summen unter 1500-2000€ sind sinnlos, man erspart im Versicherungsfall nur dem Amt Geld. Idealerweise sichert man den Großteil des aktuellen Nettos ab.
- Eine BU zahlt nicht einfach so. Es wird monate- bis jahrelangen Schriftverkehr geben.
Wenn man nicht seinen letzten Nerv verlieren möchte (wenn man das nicht eh schon hat, die meisten BU-Fälle beruhen auf psychischen Krankheiten) mit der Hilfe eines Anwaltes.
Es wird medizinische / psychologische Gutachten / Gegengutachten geben und mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit kommt auch das eine oder andere Gericht ins Spiel.

Ich sage nicht, dass eine BU nicht sinnvoll ist, aber man sollte sich wirklich ernsthaft und intensiv mit dem Thema beschäftigen.
Eine brauchbare BU kostet richtig Geld, kann aber im Fall der Fälle auch wirklich eine Menge Lebensqualität erhalten.

HaRaS

ersthafter Rat. Geh zu einem spezialistierten Makler ( bei Tipps kannst Du mich anschreiben) - mache nichts auf eigene Faust und vergiss die Vergleichsrechner im Internet. DU ist eine der komplizierstesten Versicherungen die es gibt ... und eine der WIchtigsten ( falls DU jedoch etwas falsches abschliesst) kannste es gleich lassen.

polyphamos

Berat dich persönlich mit ner Versicherung. Ich habs auch abgeschlossen (21J), zahle ca 10-15€/m und bei Berufsunfähigkeit krieg ich 500€ mehr.

polyphamos

Berat dich persönlich mit ner Versicherung. Ich habs auch abgeschlossen (21J), zahle ca 10-15€/m und bei Berufsunfähigkeit krieg ich 500€ mehr.

JohnnyBonjourno

Öhm wie sag ich das jetzt, da hast dir aber mist andrehen lassen. Eine BU springt ein wenn du nicht mehr deinen erlernten Beruf ausüben kannst. In dem fall kriegst du (da nach 1961 geboren) Erwerbsminderungsrente (also vorraus gesetzt du kannst keinen Beruf auf dieser Welt für 3 Stunden am Tag ausüben). Die Chance auf eine Erwerbsminderungsrente ist daher sehr gering, irgendwas um die 40% ( Durchschnittliche Erwerbsminderungsrente beträgt irgendwas um die 600€, selbst wenn du sie bekommst ist das nicht so viel) Du läufst also gefahr in die Grundsicherung zurutschen, die liegt bei ca. 750€. Deine 500€ BU ziehen wir davon jetzt ab, so bekommst du 250€ Grundsicherung und hast auch nur 750€. Da brauchst auch gar keine machen. Bei ner BU sollte man mindestens mehr als die Grundsicherung haben, besser so viel das man zur not von leben kann. Derzeit hilft deine BU nur mir da du weniger Steuergelder kriegst, sollte dir was passieren. nach zulesen z.b. hierhttp://www.n-tv.de/ratgeber/Mini-Renten-bringen-nichts-article4359286.html

.

[quote=Blanky]Überlege auch was ist, wenn Du mal verheiratet bist, wird gerne in jungen Jahren nicht dran gedacht. Falls du keine BU abschließt und berufsunfähig wirst greift nicht immer die Grundsicherung, da der Partner zuviel verdient oder du noch ausreichend Vermögen haben könntest. Falls du eine BU abschließt, können eventuell auch noch Krankenkassenbeiträge darauf anfallen, wie schon erwähnt RS unbedingt mit abschließen! Eventuell könnte auch noch eine Beratung bei der Verbraucherzentrale helfen.

Blanky

[quote=Blanky]Überlege auch was ist, wenn Du mal verheiratet bist, wird gerne in jungen Jahren nicht dran gedacht. Falls du keine BU abschließt und berufsunfähig wirst greift nicht immer die Grundsicherung, da der Partner zuviel verdient oder du noch ausreichend Vermögen haben könntest. Falls du eine BU abschließt, können eventuell auch noch Krankenkassenbeiträge darauf anfallen, wie schon erwähnt RS unbedingt mit abschließen! Eventuell könnte auch noch eine Beratung bei der Verbraucherzentrale helfen.

polyphamos

Ich habs auch abgeschlossen (21J), zahle ca 10-15€/m und bei Berufsunfähigkeit krieg ich 500€ mehr. Verkehrt ist es nicht, notwendig aber auch nicht. Da mein Beruf mit der Zeit den Körper "etwas" zerstört (wie jeder andere Job auch) und ich durch Familie vorbelastet bin, wollt ich etwas Sicherheit



500€ im Monat sind aber keine Sicherheit. Da wurdest Du definitiv falsch beraten.
Das klingt als 21 Jähriger vielleicht nach viel Geld, aber je nach Lebensweg/Familienplanung spätestens mit Anfang 30 viel zu wenig.

Zum Threadersteller:
Berufsbranche wäre interessant.
Grundsätzlich: Wenn man sowas macht (und ich finde es sehr sinnvoll), bloß nicht sparsam sein. Das sollte dann schon irgendwie einen Großteil des Nettos auffangen. Gute BU kosten richtig Geld.
Den erwarteten/erwirtschafteten Überschuss der Versicherung nicht investieren lassen und hoffen, dass man davon was ausgezahlt bekommt, sondern direkt in die Beitragsminderung stecken.
Die Klausel (abstrakte) "Verweisung" in keinem Fall akzeptieren (Verweis in einen "vergleichbaren" Job - Verweigerung der Zahlung) und falls Beamter: dienstunfähig vs. arbeitsunfähig

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