Bonitätsauskunft einholen

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eingestellt am 10. Jun 2012
Ich stehe vor einer ziemlich großen Investitionsentscheidung und bevor der Kaufvertrag notariell beurkundet wird, würde ich mir gerne eine Bonitätsauskunft des Verkäufers einholen, da ich teilweise finanziell in Vorleistung gehen muss.

Was bietet sich dafür an, die Bonität halbwegs beurteilen zu können? In den Bundesanzeiger (kostenlos) habe ich bereits geschaut, er gibt mir nur begrenzt Auskunft. Nun bin ich auf firmenwissen.de gestoßen, wo man für rund 65 Euro eine Creditreform-Bonitätsauskunft einholen kann: firmenwissen.de/bon…tml

Das erscheint mir sinnvoll. Oder hat hier jemand eine bessere/günstigere Möglichkeit auf Lager?
Zusätzliche Info
Beste Kommentare

Auch der Notar ist leider nicht allwissend, gerade im Bezug auf Bauträger. Hier sollte man erst einmal sich eine Referenzliste mit bereits abgewickelten Kunden geben lassen, und diese sich anschauen, bzw. mal mit den Kunden sprechen.
Ansonsten ist es auch ratsam, von anfang an einen eigenen Architekten/ Sachverständigen im Boot zu haben. Klar kostet das alles Geld, aber wer "keine Ahnung" vom bauen hat, ist damit gut aufgehoben. Kaum ein Normala, kann ein Bauabschnitt komplett beurteilen wenn es wieder Zeit für die nächste Fälligkeit ist. Unseriöse Unternehmer fordern sehr schnell die nächste Abschlagzahlung, obwohl die der letzte Bauabschnitt noch nicht vollständig oder korrekt ausgeführt wurde. Deswegen würde ich dies von einen eigenen Externen Kontrollieren lassen, zumal der sich wesentlich besser und qualizierter durchsetzen kann.

@Nils: mojos Tipp kann ich nur zu 100% zustimmen. Hol Dir auf jeden Fall einen Bauingenieur/Architekten/Sachverständigen hinzu. Es ist für einen Laien sehr schwierig, alle Gewerke auf Richtigkeit zu überprüfen und auf Augenhöhe mit den Handwerkern zu sprechen. Wir haben leider massives Pech gehabt und hätten ohne unseren Bauing nicht die ganzen Fehler aufzeigen können. Sicher kostet er mehr Geld, aber dass ist das am Besten angelegteste überhaupt. Sollte das Haus z.B. wegen falscher Ausführung der Außenfassade irgendwann mal anfangen zu Schimmeln steckst Du viel mehr rein.

Dann noch ein wichtiger Hinweis: Wenn Du einen "klassischen" Bauträger Notarvertrag abschließt, wirst Du erst Eigentümer, wenn das Grundstück auf Deinen Namen umgeschrieben wird!!! Somit hat der Bauträger Hausrecht und kann Dir sogar Hausverbot erteilen. Dies ist uns bzw. einem Gutachter von uns leider passiert. Man kann dies zwar vertraglich regeln, dazu solltest Du aber einen (Fach)anwalt mit dem Schwerpunkt Baurecht befragen. Des weiteren ist wichtig, dass im Grundbuch eine Auflassungsvormerkung für Dich eingetragen wird, damit im Falle einer Insolvenz, das Grundstück nicht zur Insolvenzmasse gehört (Das war unser Glück). Aber bitte frag auch hier einen Anwalt wie dies genau gemacht werden muss.

16 Kommentare

ich sags ja echt ungern, aber schufa?

Schufa speichert in der Regel nur Daten von Privatpersonen , geht es um Firmen ist die Creditreform besser. Ich vertraue aber meist auch firmenwissen.de. Wobei man oft auch einfach mit googlen weiterkommt :-)

Genau für sowas gibts die Schufa. Die hat schon wo seinen Sinn. Eine Auskunft kostet aber ein paar Euro.

Lass uns trotzdem wissen, was für eine Investitionsentscheidung und in ungefähr welcher Höhe. Damit kann man dir bessere Tipps geben. Eine Schufa muss nicht viel aussagen!

Wozu die Aufregung? Vermutlich geht es um einen Grundstücksverkauf, oder? Wenn ja, kann dir doch absolut nix passieren, notariellem Kaufvertrag sei Dank.

Verfasser

Geht um einen (Reihen-)Hauskauf vom Bauträger. Heißt also: Wir kaufen Grundstück mitsamt noch zu bauendem Haus. Es gibt quasi eine Ratenzahlung nach Baufortschritt. Dabei geht man mitunter erheblich in Vorleistung. Das Risiko ist dadurch zwar halbwegs begrenzt, aber es geht dennoch um große Summen. Ganz am Anfang nach dem Spatenstich sind schon 25% der Endsumme fällig.

Gebannt

Ich stehe vor einer ziemlich großen Investitionsentscheidung und bevor der Kaufvertrag notariell beurkundet wird, würde ich mir gerne eine Bonitätsauskunft des Verkäufers einholen, da ich teilweise finanziell in Vorleistung gehen muss.

du zahlst ja am anfang eh erst das grundstück im internet gibts genug zu googeln wie es um die firma steht usw.man kann sich auch über firmen in dem ort erkundigen wo sie her kommen ob es schon mal probleme etc gab. schulden hat jeder unternehmer der klein ist.
kannst auch im internet beim amtsgericht nachschauen ob die firma schon mal insolvenz angemeldet hat die letzten jahre usw.

Puh, lieber direkt den Notar oder einen Fachmann fragen, wie man sich am Besten schützen kann. Reine Schufaabfrage bringt nicht immer was. Hier wird dir kaum einer einen festen Tipp geben können (außer er hat schon ein haus gebaut. Die meisten sind dafür noch eh jung)

Seh ich auch so wie beneschuetz....frag den Notar, dafür ist er da. Hast du denn schon den Kaufvertragsentwurf vorliegen? Sicherlich ja, wenn du schon weisst, wann welche Rate fällig ist. Man kann ja Raten immer anpassen. Ob der Bauträger da mitmacht, steht aber auf einem anderen Papier.

Auch der Notar ist leider nicht allwissend, gerade im Bezug auf Bauträger. Hier sollte man erst einmal sich eine Referenzliste mit bereits abgewickelten Kunden geben lassen, und diese sich anschauen, bzw. mal mit den Kunden sprechen.
Ansonsten ist es auch ratsam, von anfang an einen eigenen Architekten/ Sachverständigen im Boot zu haben. Klar kostet das alles Geld, aber wer "keine Ahnung" vom bauen hat, ist damit gut aufgehoben. Kaum ein Normala, kann ein Bauabschnitt komplett beurteilen wenn es wieder Zeit für die nächste Fälligkeit ist. Unseriöse Unternehmer fordern sehr schnell die nächste Abschlagzahlung, obwohl die der letzte Bauabschnitt noch nicht vollständig oder korrekt ausgeführt wurde. Deswegen würde ich dies von einen eigenen Externen Kontrollieren lassen, zumal der sich wesentlich besser und qualizierter durchsetzen kann.

Admin

@nils:
Das Problem bei diesen Baufirmen ist leider häufig, dass sie für jedes Projekt eine extra GmbH gründen, dass ein gescheitertes Bauprojekt relativ einfach abgeschrieben werden kann.
Wie schon erwähnt ist CreditReform ein guter Anhaltspunkt und sonst google nach der Firma. Und mjojs Tipp hört sich auch gut an.

Ich drück Dir die Daumen und herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen Eigenheim, wenn Du Dich dafür entscheidest.

Nur mal als Info zu Schufa/Creditreform und Co.: Es wird erst etwas negatives eingetragen,nach vorlegen eines Titels usw. Da dies durch Einspruch der Gegenseite sehr lang herraus gezögert werden kann, ist eine zeitnahe Info nicht möglich.

Verfasser

Danke für Eure vielen Tipps! Und danke für den Glückwunsch, admin. Man muss diese verdammte Niedrigzinsphase einfach irgendwie nutzen... ;-)

In dem Fall gibt es die GmbH mindestens seit 2006. Google hat leider nicht sooo viel ans Tagesglicht gebracht. Werde mir nun eine Bonitätsauskunft bei der Creditreform einholen und morgen zusätzlich noch beim zuständigen Amtsgericht anrufen. Vielleicht geben die mir direkt am Telefon eine Auskunft, ob irgendetwas gegen das Unternehmen vorliegt, was mich skeptisch stimmen sollte... - mehr kann ich nicht machen, denke ich.

Wenn mit der ersten Rate mir auch schon das Grundstück (bzw. mein Teil davon, denn es geht um ein Reihenhaus) gehören würde, hätte ich zumindest schon mal was in der Hand. Ich hatte es bisher so verstanden, dass ich die erste Rate nach dem ersten Spatenstich zahle und ich praktisch noch gar nichts bekomme dafür. Das Grundstück hätte aber zumindest schon mal einen gewissen Gegenwert.

Eine Auskunft bring Ihnen in Ernstfall NIX. (Sub-Prime-Papiere hatte auch ein tripple A Rating). Das Grundstück ist zu 99 % mit einer Hypothek belastet [einfach das Grundbuchauszug einholen](also im Ernstfall gehört es der Bank)
Wenn Sie risikoavers sind, rate ich Ihnen sich zu versichern !

@Nils: mojos Tipp kann ich nur zu 100% zustimmen. Hol Dir auf jeden Fall einen Bauingenieur/Architekten/Sachverständigen hinzu. Es ist für einen Laien sehr schwierig, alle Gewerke auf Richtigkeit zu überprüfen und auf Augenhöhe mit den Handwerkern zu sprechen. Wir haben leider massives Pech gehabt und hätten ohne unseren Bauing nicht die ganzen Fehler aufzeigen können. Sicher kostet er mehr Geld, aber dass ist das am Besten angelegteste überhaupt. Sollte das Haus z.B. wegen falscher Ausführung der Außenfassade irgendwann mal anfangen zu Schimmeln steckst Du viel mehr rein.

Dann noch ein wichtiger Hinweis: Wenn Du einen "klassischen" Bauträger Notarvertrag abschließt, wirst Du erst Eigentümer, wenn das Grundstück auf Deinen Namen umgeschrieben wird!!! Somit hat der Bauträger Hausrecht und kann Dir sogar Hausverbot erteilen. Dies ist uns bzw. einem Gutachter von uns leider passiert. Man kann dies zwar vertraglich regeln, dazu solltest Du aber einen (Fach)anwalt mit dem Schwerpunkt Baurecht befragen. Des weiteren ist wichtig, dass im Grundbuch eine Auflassungsvormerkung für Dich eingetragen wird, damit im Falle einer Insolvenz, das Grundstück nicht zur Insolvenzmasse gehört (Das war unser Glück). Aber bitte frag auch hier einen Anwalt wie dies genau gemacht werden muss.

Wenn nach Makler und Bauträger Verordnung abgewickelt wird, dann ist das Risiko doch sehr überschaubar. Du bekommst von der Bank ein freigabeversprechen, die dir dein Geld im Falle einer Insolvenz dein Geld sichert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Makler-_und_Bauträgerverordnung

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