Booking.com nachträgliche Preiserhöhung

Hallo zusammen,

ich habe im Augenblick ein Problem mit einer gebuchten Unterkunft. Vielleicht kennt sich jemand damit aus:

Gebucht wurde im Sommer 2015 eine Unterkunft für Sommer 2016. Jetzt meldet sich Booking bei mir (9 Monate nach Buchung) und behauptet es handelte sich um einen Preisfehler und die Unterkunft ist 30% teurer als bei meiner Buchung. Als Kompromiss zwischen Anbieter und Kunden soll ich 15% Aufschlag zahlen.

Ich habe herausgefunden, dass der Preisfehler darin begründet ist das ich zum 2015 Saisontarif gebucht habe und die Unterkunft die Preise allgemein für die Saison 2016 erhöht hat.

Ist es von Booking.com/dem Anbieter legitim 9 Monate nach Buchung eine Preiserhöhung von 30% anzusetzen? Ich bin ein juristischer Laie, finde aber rechtlich kaum eine Grundlage für eine Erhöhung.
Mir stellen sich vor allem 3 Fragen:
a) Ist es ein Preisfehler, wenn die Differenz lediglich 30% beträgt?
b) Ist das Melden eines Preisfehlers 9 Monate nach Buchung noch fristgerecht?
c) Sind Buchungsbestätigungen bei booking.com bindend?

Bin über jeden Input sehr dankbar

18 Kommentare

Es gelten die AGB von booking.com. ... was steht denn da so drin?

Also hier stimmt auf alle fälle etwas nicht...

Zu a)
Es ist egal wie hoch hier ein Preisfehler war... dieser muss nur nachgewiesen werden. ..

Zu b)
Das ist meiner Meinung nach nicht normal...

Zu c)
Hier gelten die AGB von booking.com


9 Monate(!!!) hat Booking.com mit deinem Geld gearbeitet und Zinsen verdient, und ist so frech, noch das Geld zu verlangen, auch wenn es wirklich ein Preisfehler gab?

Je nachdem, wieviel die 30 bzw. 15 % in Euro sind lohnt sich eine Rechtsberatung beim Anwalt.

Angezahlt wurde nicht von meiner Seite und kostenlos stornierbar ist die Unterkunft bis 5 Tage vor Anreise. Ich finde leider keine vergleichbare Ersatzunterkunft in dem Gebiet, sonst würde ich von der kostenlosen Stornierung Gebrauch machen.

In den AGB's finde ich leider keine Informationen zur Verbindlichkeit der Buchungen.

Ich verstehe nur generell nicht, warum Booking da überhaupt mitspielt. Ich dachte die sind bei den Unterkünften für ihre Knebelverträge bekannt. Wenn eine Preiserhöhung so einfach durchsetzbar wäre nach Buchung würden viel mehr Unterkünfte davon Gebrauch machen.

Mich macht die Erhöhung nicht arm, aber mir geht es ums Prinzip. 9 Monate nach Buchung 30% Aufschlag zu verlangen ist für mich absolut kundenunfreundlich.

Also wie im gesamten Rechtsverkehr besteht ein Vertragsschluss aus Angebot & Annahme. Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass die Reisebestätigung eine Annahme darstellt, sodass auch ein Vertrag zustande gekommen ist. Alles weitere läuft nun über AGBs oder gesetzliche Bestimmungen, sprich: Ist in den AGBs irgendwo so etwas wie ein Änderungsvorbehalt festgelegt? Also in dem sich Booking dazu ermächtigt Preise nachträglich zu ändern? Wie ist er ausgestaltet? Ich habe jedoch keinen gesehen.
Weitere Möglichkeit ist eine Anfechtung seitens deines Vertragpartners zB wegen Irrtums (§ 119 BGB). Das hat aber so eine Voraussetzung wie die "Unverzüglichkeit". Das die erst 9 Monate nach Bestätigung dies gesehen haben, halte ich für viel zu spät, wenn man davon ausgeht, dass die spätestens Anfang des Jahres und nicht erst im März ihre Preise für den Sommer 2016 sicherlich festlegen. Zudem gibt es aber auch bei wirksamer Anfechtung ggf. Schadensersatzansprüche deinerseits (§ 122 BGB). So etwas wie "ich musste 9 Monate später buchen und kurz vor einer Reise sind die Hotels teurer".

Edit: Als Tipp würde ich bei Booking nachhaken und fragen, auf welche Grundlage die Preiserhöhung gestützt wird und vielleicht schon einmal deinerseits mitteilen, dass weder vertraglich noch gesetzlich du es einsiehst den höheren Betrag zu übernehmen.

Ich habe herausgefunden, dass der Preisfehler darin begründet ist das ich zum 2015 Saisontarif gebucht habe und die Unterkunft die Preise allgemein für die Saison 2016 erhöht hat.



Haha, eher das Booking seit 2016 nicht mehr die Preise selbst bestimmen kann, bzw. Knebelverträge sind ungültig.
Booking ist in der Branche verhasst.

Übrigens ist es egal was in einer AGB steht, denn nicht steht über dem BGB.

Vielen Dank, sowas in etwas wollte ich hören, da es meine Sicht der Situation bestätigt. Ich werde bei einem Streitwert von 150€ keinen Anwalt konsultieren, aber für das Gespräch mit Booking ist es nützlich diese Infos im Hinterkopf zu haben.

zajka

9 Monate(!!!) hat Booking.com mit deinem Geld gearbeitet und Zinsen verdient



Ja Frechheit! Bei dem heftigen momentanen Zinsniveau haben die mit den 0 Euro des Threaderstellers RICHTIG Kohle verdient und alle Mitarbeiter chillen auf Privatinseln in der Südsee... Skandal! X)

zajka

9 Monate(!!!) hat Booking.com mit deinem Geld gearbeitet und Zinsen verdient



Zinsen sind tatsächlich egal. Kapital, das man zum Weiterverarbeiten benutzt jedoch nicht, daher ist der Einwand nur halb verkehrt.

Für den vorliegenden Fall aber eh nicht zutreffend, weil noch nix angezahlt wurde.

Schreib ne negative Bewertung über Booking.com und Unterkunft und sende sie als Antwort zurück.

zajka

9 Monate(!!!) hat Booking.com mit deinem Geld gearbeitet und Zinsen verdient


ha-ha, stellst du dir vor, dass ein Unternehmen sein Geld auf einem Bankkonto anlegt?? nEin, es wird investiert, und einige Unternehmen haben viel mehr Profit, als 0,00 %!

zajka

ha-ha, stellst du dir vor, dass ein Unternehmen sein Geld auf einem Bankkonto anlegt?? nEin, es wird investiert, und einige Unternehmen haben viel mehr Profit, als 0,00 %!



Hoffentlich haben sie die 0,00€ gut investiert. Wird bestimmt fetten Gewinn abgeworfen haben.

zajka

ha-ha, stellst du dir vor, dass ein Unternehmen sein Geld auf einem Bankkonto anlegt?? nEin, es wird investiert, und einige Unternehmen haben viel mehr Profit, als 0,00 %!




Also 0 € kannst du auch bei mir gut investieren. Ich nehme auch jeden Zinsatz an, den du vorschlägst.

zajka

9 Monate(!!!) hat Booking.com mit deinem Geld gearbeitet und Zinsen verdient



ha-ha, ich stelle mir vor, dass die das Geld investiert haben! Mit einem Profit von 141,17%!!! Macht summa summarum ähm ja. Merkst selbst, ne?

zajka

9 Monate(!!!) hat Booking.com mit deinem Geld gearbeitet und Zinsen verdient


was soll ich merken? Ich gehe davon aus, dass er bei der Buchung bezahlt hat, und du offensichtlich nimmst an, dass er nichts bezahlt hat. Ich weiß nicht genau, wie es bei booking.com vor sich geht, aber hotels.com schreibt z.B. "Die meisten unserer Buchungen werden im Voraus bezahlt und der Betrag wird unmittelbar bei der Buchung eingezogen".

Laut AGB: "Mit der Buchung über Booking.com gehen Sie ein unmittelbares (rechtlich bindendes) Vertragsverhältnis mit dem Unterkunftsanbieter ein, bei dem Sie buchen. Ab dem Zeitpunkt Ihrer Buchung wirken wir ausschließlich als Vermittler zwischen Ihnen und der Unterkunft, die der jeweiligen Unterkunft die Angaben zu Ihrer Buchung weiterleitet und Ihnen im Auftrag und im Namen des Unterkunftsanbieters eine Bestätigungs-E-Mail zusendet." besteht ein Vertragsverhältnis mit dem Anbieter der Unterkunft, nicht mit Booking.com.

Du hast doch sicherlich eine Buchungsbestätigung vom Betreiber der Unterkunft erhalten. Daraus müsste man doch ableiten können, ob es zu einem gültigen Vertrag gekommen ist, oder ob es eine Klausel gibt, die den Eintritt eines Vertragsverhältnisses zeitlich verzögert.

Einen Preisfehler kann man mit Sicherheit nicht geltend machen, nur weil ab einem bestimmten Zeitpunkt die Preise allgemein angehoben wurden. Sonst würde das jetzt wohl, dank Bombenstimmung in der Türkei, mit 90% der Spanien-Frühbuchungen ähnlich laufen. Und es kann auch keiner mit der Behauptung kommen, dass man vor neun Monaten das Angebot irrtümlich zu früh eingestellt hätte, denn dann hätte man sofort reagieren müssen.

Nene, wenn in der Buchungsbestätigung nichts drin ist, was den Eintritt eines gültigen Vertragsverhältnisses in der Schwebe hält, wäre ich nicht bereit den Mehrpreis zu entrichten. Insbesondere wäre es auch interessant mal nachzufragen, wann es denn zu der Preiserhöhung kam. Laut §121 BGB muss die Anfechtung nämlich ohne schuldhafte Verzögerung erfolgen. Der Anbieter kann nicht einfach monatelang zuwarten, um die Buchungslage besser einschätzen zu können, und dann erst tätig werden. Sondern müsste unmittelbar nach der Preissetzung tätig werden, weil ihm doch klar sein muss, dass alle vorher eingegangenen Buchungen nach einem anderen Preisgefüge abgeschlossen wurden.

Letztlich ist es natürlich auch nicht ganz unwichtig, ob das BGB überhaupt anwendbar ist, oder der Vertrag in einem anderen Land abgeschlossen wurde, wo anderes Recht maßgeblich ist.

Da das noch keiner erwähnt hat:
Preiserhöhungen in Zusammenhang mit AGB dürfen sowieso frühstens nach vier Monaten erfolgen. Dass die daher 'erst' nach neun Monaten bei dir ankommen, finde ich legitim.

r1ddler: ,,nur weil ab einem bestimmten Zeitpunkt die Preise allgemein angehoben wurden"
Doch, wenn für den Vermittler/Händler die Kosten unerwartet zu hoch werden, ist meines Wissens gerade deshalb eine Preiserhöhung erlaubt. Nur macht man sich damit eben bei dem Kunden unbeliebt.

wie ist es ausgegangen?

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