Die besten Airplay Apps: Musik

Redaktion 14
eingestellt am 8. Mai 2013

Ich habe euch an dieser Stelle mal eine kleine Auswahl interessanter Musik-Apps gelistet, die via AirPlay ihre volle Kraft entfalten. Sollte mir eine Erwähnenswerte entgangen sein, bzw. gibt es Neuerscheinungen die euch überzeugen und unbedingt gelistet sein sollten, dann bitte in die Kommentare. Gerne mit einer kurzen Erklärung wieso, weshalb, warum? Danke schön.



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Was ist AirPlay?


AirPlay ermöglicht es dem User Informationen und Inhalte kabellos in seinem lokalen Netzwerk an Geräte zu senden, die diesen Dienst unterstützen. Dazu zählen, neben den hauseigenen Hardware Lösungen wie Apple TV oder die Airport Express Wifi Basis Station, mittlerweile auch diverse Soundsysteme von Drittanbietern. Vorteil gegenüber Bluetooth: AirPlay überträgt die Daten mit einer Rate von bis zu 120 Megabits pro Sekunde. Mit einer maximalen Abtastrate von 44,1 Kilohertz und 16 Bit entspricht die Qualität der Übertragung dem Niveau einer Audio CD. Bluetooth mit nur 2,1 Megabits pro Sekunde liefert da um einiges schlechte Ergebnisse. Neben Musik ist AirPlay natürlich für Videos und Spiele-Applikationen interessant, die ich euch in einem weiteren Artikel gelistet habe.


Audio Apps mit Airplay:


561579.jpgBeatwave: Welch schöneres Versprechen könnte es für musikalische Legastheniker geben, als Musik machen zu können ohne die geringsten Fähigkeiten. Beatwave macht`s möglich. Mithilfe von Samples, Instrumenten und klassischen Tools wie Effekten kann man seiner Leidenschaft freien Lauf lassen. Es gibt mittlerweile natürlich eine Menge dieser “Kein Talent und trotzdem Spaß”- Apps.


561579.jpgdjay: Klassische DJ App, die sich über den Touchscreen des iPads steuern lässt. Mixer, Turntables und direkter Zugriff auf die Musiksammlung geben den Rahmen vor. Insgesamt eine gute Lösung für Hobby-Mixinteressierte. Wer es professioneller will nimmt die Traktor DJ App von Native Instruments. Die ist zwar etwas teurer als die aktuellen 4,49€ für djay, macht aber einiges mehr her.


561579.jpgiHeartRadio: Wie der Name schon sagt geht es bei iHeartRadio um das gute alte Radio. Der Streaming-Dienst bietet Musikalisches aus über 1500 Radio US-Stationen. Gimmick, man kann einen Alarm setzen, der einen dann mit dem Radiosender seiner Wahl weckt. Auch hier gilt im Übrigen: Nur im US-Store verfügbar. Wie man da rankommt, lest ihr am Ende des Posts.


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iShred: Schrammeln auf der Gitarre ohne Gitarre – iShred macht es möglich. Laut Eigenwerbung bekommt man das Gefühl einer elektrischen Gitarre nirgendwo besser geliefert als mit dieser App. Ob diese Behauptung vor dem Guitar Hero Hype entstanden ist? Echte Gitarren Helden werden wohl ihre Zweifel haben. Diverse Effekte erweitern das Hörerlebnis. Nutzer und Fachmagazine geben 5 Sterne. Ihr müsst 4,49€ dafür hinlegen.


561579.jpgLast.fm: Die Idee aufgrund seiner Vorlieben Anregungen zu bekommen um den eigenen Horizont zu erweitern, ist im 2.0 Web nicht mehr wegzudenken. Ob gewollt oder ungewollt durch Werbung. Last.fm hat das Musik hören sozialisiert. Mittlerweile kann man den vollen Umfang, bzw. ausgewählte Musikstationen nur als Abonnent geniessen. Werbefreie Flächen inklusive. Seit 2013 kann man nur als Abonnent Musik über die Desktop Software hören.


561579.jpg8tracks Radio: Eigene Mixe erstellen und aus denen der anderen User wählen. Wenn es nach den 8tracks Machern geht, kann jeder zum DJ werden. Auch hier steht der “soziale” Gedanke im Vordergrund. Der Name basiert übrigens auf der Tatsache, dass User mindestens 8 Songs aus ihrer Musikbibliothek freigeben müssen, um den vollen Service zu geniessen. Man kann seinen Musikgeschmack nach Künstlern, Genres oder Tags zusammenstellen. Das Premium Abo kosten aktuell 25$ pro Halbjahr und bietet Werbebefreiung und in nahender Zukunft diverse “DJ Features” wie unlimitierte Uploads, Profilanpassung und  Analyse Tools.


561579.jpgNapster: Das böse Monster Napster galt Ende der 1990er, Anfang der 2000er Jahre für die Musikindustrie als der große Feind. Die Musiktauschbörse machte es kinderleicht Mp3 Dateien über das Internet zu verbreiten. In der Hochphase galt Napster als die am schnellsten wachsende Community im Internet. Das gefiel den Altvorderen der Musikindustrie natürlich gar nicht. Es folgten diverse Klagen, die schliesslich das Ende von Napster bedeuteten. Den Musikmarkt hatte man dennoch nachhaltig verändert. Weg vom analogen hin zum digitalen Vertrieb. Heute ist Napster nur noch einer von vielen Musikdiensten mit einer Auswahl von 13 Millionen Songs. Aktuell nur im US-Store verfügbar.


561579.jpgPandora Radio: Mit 54% der Marktführer in den USA. Und da bleibt es leider auch, denn wie so oft verbietet es das Lizenzrecht, dass wir hierzulande diesen Dienst – mit 500.000 Titeln nicht ganz so breit aufgestellt wie beispielsweise Napster – zumindest auf normalen Wege in Anspruch nehmen können. Proxy mal außen vor gelassen.


561579.jpgMOG: Abkürzung für Music on the go. Neben dem klassischen Musik hören, bietet der Dienst eine Blog-Plattform auf der man sich auch schriftlich über seine Lieblingstracks und Alben austauschen kann. Die Wiedergabe ist auf diversen Devices möglich. Zudem ist der Dienst eng mit den Sonos Geräten verknüpft. Laut Firmenangaben stehen 15 Millionen Songs im Katalog. Der Dienst streamt mit guten 320/256 kbits.


561579.jpgRhapsody: Lustigerweise gab es Ende der Neunziger Jahren ein experimentelles Betriebssystem von Apple Namens Rhapsody. Spätestens als Steve Job dann 1997 wieder das Ruder übernahm, war es um das Programm geschehen. Unabhängig davon ging der Dienst 2001 online. 2003 übernahm schliesslich RealNetworks (Real-Player) pünktlich zum Start des iTunes Stores den Service, der seinen Ursprung in dem Radio-on-Demand-Dienst TuneTo.com hat. 2011 landete Napster im Rhapsody Portfolio. Das es die Software in den App Store geschafft hat ist eigentlich erstaunlich, immerhin  lieferte sich RealNetworks Jahre lang rechtliche Auseinandersetzungen mit Apple. Schuld war ein Plugin der Software, das es ermöglichte, Songs aus dem iTunes Store auch auf Apple-Fremden Geräten abspielen zu können. Zu Beginn des Stores keine Selbstverständlichkeit. Apple klagte und Harmony – so der Name des Plugins – wurde aus der Software entfernt. Ende gut, alles gut!


561579.jpgSHOUTcast Radio: Aus über 50.000 Musikstationen kann man derzeit seine Lieblingsmusik wählen. Stilistisch bleiben keine Wünsche offen. Egal ob Rock, Pop, Alternative, Jazz, Electronica, Bollywood oder Latin. Die App ist kostenlos und erinnert in seiner Erscheinung ein wenig an Winamp, was daran liegen mag, dass diese aus dem Hause Nullsoft kommt, der Heimat von eben jener Musiksoftware, die für viele das Maß aller Dinge ist.


561579.jpgSpin Play: Hierbei handelt es sich um die App des gleichnamigen Spin Magazins und deren Online Auftritt Spin.com. Die App ist kostenlos und bietet Musikinteressierten in erster Linie klassische redaktionelle Magazininhalte und Services, wie Interviews, Features und Reviews. Für einen monatlichen Obolus von 1,99$ (7,99$ jährlich) kommt eine monatlich  redaktionell neuaufbereitete Auswahl an Songs und Videos hinzu.


561579.jpgSlacker Radio: Slacker beschreibt sich selbst als den “most complete Music Service” für mobile Endgeräte. 8% Marktanteil stehen 15% von Spotify gegenüber. Zu hören ebenso offline, wie auch mit einer großen on-demand Auswahl. Ähnlich Last.fm gibt es hier über 200 Stationen, die von Experten generiert wurden und musikalisch alle denkbaren Genres zu bieten haben. Von Populär bis Experimentell. Aktuell nur im US-Store verfügbar.


561579.jpgSpotify: Spätestens seit hierzulande die Telekom den 2008 in Schweden gegründeten Streaming-Dienst zusätzlich zu seinen Tarifen anbietet, ist der Weg aus der App-Nische gefunden. Okay, eigentlich ist das schon vorher passiert. Sony, EMI, Universal und die Warner Music Group liefern die Musik. Kleine Labels gibt es auch. Der Dienst mit seinen Grundfunktionen ist kostenlos. Das Premium-Abosystem kostet monatlich ca. 9,99€.


561579.jpgSoundcloud: Das Berliner Startup hat sich vom Produzenten und DJ Tool, auf dem man seine Soundfiles von Kollegen bewerten lassen konnte, zu einer populären Musikplattform entwickelt. Nach dem kürzlich vollzogenen Interface Redesign will man sich nun der breiten Masse öffnen und zu einem MySpace 2.0 werden. Gefällt nicht jedem der Early Adopter. Aktueller Fokus liegt noch verstärkt auf elektronischer Musik.


561579.jpgYahoo! Music: Diese App kann man sich nur im US-Store holen. Hat alles was man sich von einer Streaming Software wünscht. Zumindest, wenn man gerne Mainstream mag.


 


 


Und hier ein kleines Tutorial Video mit dem Titel: “How to make any Audio-App AirPlay compatible!”


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Kleiner Tipp: Nicht alle hier gelisteten Apps sind über den deutschen iTunes Store verfügbar. Man muss also den US-Store nutzen. So legt ihr einen Account im US-App-Store anlegen.


1. Auf iTunes abmelden

2. Unten rechts auf das Flaggensymbol klicken und im dann erscheinenden Menü USA auswählen

3. Eine kostenlose App auswählen und downloaden wollen

4. iTunes fragt jetzt nsach dem Login. Hier neuen Account anlegen klicken

5. Andere Maildresse als für den deutschen Account nutzen

6. Bei der Kreditkartenangabe auf “None” klicken

7. Amerikanische Rechnungsadresse eingeben

8. Email-Verifikation durchführen, also auf den Link in der gesendeten Mail klicken.

9. Fertig!


WICHTIG: Ihr braucht eine US-Adresse. Am besten nehmt ihr die eines US-Hotels. Idealerweise mit Sitz im US-Staat Delaware, denn da muss man keine Online Sales Tax bezahlen. 2. Bezahlen ist nur mit einer US-Kreditkarte oder einer US-Itunes Karte möglich. Letztere kann man sich z.B. bei Amazon.com oder Ebay bestellen.


Welches sind eure favorisierten Airplay Musik Apps?

Zusätzliche Info
Diverses
14 Kommentare

AirPlay (mit großem P) streamt ohne weitere Einstellungen sogar völlig verlustfrei dank Umwandlung in Apple Lossless. Nach neulichem spontanen Fehlkauf eines Bluetooth-Empfängers und dadurch verbundenen Ohrenschmerzen war ich gezwungen, mich in die Thematik einzulesen. Schnell war mir klar: Eine Apple AirPort Express muss her, aber pronto! Ausgepackt, angeschlossen, und seitdem keine Probleme mehr. Bluetooth und Musik? Nie wieder!

Die beliebten Music Player Groove und Track 8 sind übrigens gerade preislich reduziert und unterstützen laut Beschreibung ebenfalls AirPlay.

Wir nutzen es selber, unsere Freunde, und weitere Kollegen. Keiner klagt.
Ich weiß nicht wo dein Problem ist.

Ich auch nicht. Ist in Verbindung mit Spotify in meinen Augen unschlagbar geil

Meint ihr Bluetooth, oder worauf bezieht ihr euch?

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Anonymer Benutzer

Umfangreicher Artikel, krass, cool danke!
iHeartRadio ist klasse, hatte lange so nen Live Channel, wo nur Live Nummern laufen.
Ich nutze da jetzt am iPhone und MacBook die App von Energy Swiss: Sehr coole Channels und auch einer mit nur Liedern von Live Sessions und Konzerten!

Der US Account Leitfaden ist praktisch für alle die mich immer fragen bzw. sich Wundern wie das geht

Wo find ich sowas so einfach erklärt für Proxy am iPhone? Danke

Bearbeitet von: "" 24. Aug 2016

Ich schwöre auf AirPlay. Es gibt nichts geileres :-D

Wireless Musik/Film = Airplay kein anderer Quatsch! (Sonos mal aussen vor

Heisst besorg dirn Receiver der Airplay kann oder n Apple TV oder ne Airport Express oder ein anderer Speaker der direkt Airplay kann ODER ein Sonos wobei ich von Sonos derzeit enttäuscht bin. Ich fand die Playbar soooo geil aber da das Ding kein DTS kann ... aber das ist ja ein anderes Thema

... und wie nutze ich das als Android/ Windows-PC/ Linux- Nutzer?!? Übrigens bin ich der Meinung das Bluetooth weiterhin seine Daseinsberechtigung hat - nur halt nicht für hochwertige Übertragung. Für Musik nebenbei aus kleinen \"Wimmerhölzern\" gibt\'s leider nichts besseres.

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Anonymer Benutzer

Langer Artikel Ja. Aber von jemandem geschrieben der offenbar wenigAhnung hat.

Es gibt einen einfachen grund warum sich an der Liste seit 2 Jahren nichts getan hat: Airplay ist inzwischen völlig ins System integriert!

Audio und Video kann STANDARDMÄßIG asu jeder APP per AirPlay wiedergegeben werden. Außerdem zusätzlich komplett-Synchronisierung mit AppleTV des kompletten Bildschriminhalts, alle Spiele, iPad, iPhone, Videos usw (2x HomeButton > 2x nach links > Syncronisierung)

Bearbeitet von: "" 9. Mär
Verfasser Redaktion


wundertsich:
Langer Artikel Ja. Aber von jemandem geschrieben der offenbar wenigAhnung hat.

Es gibt einen einfachen grund warum sich an der Liste seit 2 Jahren nichts getan hat: Airplay ist inzwischen völlig ins System integriert!




Naja, das mit den 2 Jahren kein Update war schon mit einem Augenzwinkern geschrieben. Aber hast Recht kam missverständlich rüber. Habe das Intro mal abgeändert, damit es auch jeder versteht.
An der Länge ändert das allerdings wenig. Gibt bekanntlich viele Apps.
Was wären denn deine Favoriten?
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Anonymer Benutzer

Das "Langer Artikel" bezoig sich auf den Kommentar von Tom von der Isar weiter oben: "Umfangreicher Artikel, krass, cool danke!"

Airplay streamt Audio und Video zu Lautsprechern, Receivern, Airport Express, AppleTV bzw. syncronisiert komplett Display&Sound mit Apple TV.

Meine Favoriten?
Ich nutze gerne Pandora & Spark Radio zum Musikhören, nur hat das AirPlay nichts zu tun... ;-)

Hast Du Favoriten für die Funktion "Kopfhörer"?
Sorry, ist nicht böse gemeint! Denke das Thema ist in der Art einfach nicht mehr zeitgemäß.

Bearbeitet von: "" 9. Mär
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Anonymer Benutzer

Was ich vielleicht dazu sagen sollte:
Ich liebe AirPlay und nutze AirPlay intensiv!
Mehrere Airplay fähige Lautsprecher in der Wohnung verteilt.
Apple TV für Fotos und Videos von iPad und iPhone.
Ein Komfortniveau, wie es vor 15-20 Jahren noch undenkbar erschien.

Bearbeitet von: "" 24. Aug 2016

nice

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