Die Hartz-Maschine - ARD 23:30 Uhr

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eingestellt am 14. Nov 2011
Ich möchte Euch auf eine Sendung aufmerksam machen, die mal wieder die absolute Inkompetenz unserer Regierung belegt. Leider weckt keine Partei der Opposition auch nur die leiseste Hoffnung es besser zu machen.

- Geschäfte mit der Arbeitslosigkeit -
Die Konjunktur bringt Schwung in den Arbeitsmarkt, nur bei den Langzeitarbeitslosen tut sich nichts. Die Bundesanstalt für Arbeit räumt ein, dass über die Hälfte von ihnen 'Kunden mit komplexer Profillage' seien, Hartz-Chinesisch für 'nicht mehr vermittelbar'. Um sie kümmern sich verstärkt Bildungsträger und machen damit Milliardengeschäfte. Es gibt Strickseminare, Supermärkte mit Gummieiern, Theaterkurse und Telefonausbildung. 'Maßnahmen', angeboten von einem Wirtschaftszweig, dem es umso besser geht, je mehr Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Jeden Monat kassieren diese Bildungsträger 500 bis 800 Euro pro Teilnehmer von den Jobcentern für solche oft halbjährlichen Kurse. Manche Arbeitslose sitzen bereits zum fünften Mal im Seminar 'Wie bewerbe ich mich richtig?'. Die Hartz-Maschine brummt. So werden Fernfahrer mit Geldern des Jobcenters qualifiziert, Spediteure können sich teure Ausbildungsmaßnahmen sparen, der Steuerzahler springt ein. Bundesweit holen etwa 4500 Tafel-Fahrzeuge in Supermärkten und Geschäften welkes Gemüse und abgelaufene Lebensmittel ab - gegen Spendenquittung. Die Spender bestehen darauf, dass alles abgeholt wird, selbst wenn es schimmelt und fault, denn so sparen sich die Betriebe teure Entsorgungskosten. Es entsteht eine Parallelwelt der Lebensmitteltauschgeschäfte, die Tafeln als subventionierte Billigfoodkette. Auch Rechtsanwälte machen Kasse mit Hartz IV: Selbst wenn der Hartz-Kunde seinen Prozess verliert, mit der Prozesskostenhilfe garantiert der Steuerzahler das Geschäft. Für die Immobilienbranche sind Hartz-IV Bezieher solvente Mieter, denn das Amt zahlt prompt und pünktlich. Deutschland scheint sich einzurichten in einem System der Transferleistungen. Ganz anders sieht es im Nachbarland Holland aus. Nach radikalen Reformen hat Holland knapp vier Prozent Arbeitslosigkeit. Das Prinzip heißt: Wer nicht arbeitet, der kriegt auch kein Geld vom Amt. Und wenn es nur Arbeit als Schneeschipper, Stadtparkreiniger oder Einkaufshelferin für Alte und Schwache ist - zu Hause bleiben dürfen holländische Arbeitslose nicht. Rita Knobel-Ulrich hat sich umgesehen im boomenden Wirtschaftszweig derer, die mit der Arbeitslosigkeit in Deutschland gutes Geld machen.
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@butticom1
Wenn man will, dass Leistungen für Bedürftige auch wirklich bei diesen ankommen und nicht von Schmarotzern missbraucht werden, dann kommen Leute wie Du gleich wieder mit Drittes-Reich-Vergleichen. Kann man nicht einmal ein Thema sachlich und ohne Judenvergleiche diskutieren? Ich kann es langsam nicht mehr hören!

33 Kommentare

Naja, ich finde das was sie gerade mit Griechenland, Italien, usw. machen sehr viel schlimmer.

Dagegen sind das was für die "Hartz-Industrie" draufgeht Peanuts.

Verfasser

Keine Frage. Aber die Gelder für Griechenland & Co. kann man damit schönreden, dass es ja erstmal nur Bürgschaften sind und die Rettung des Euro im Interesse aller in Europa liegt. Die Milliarden (konkrete Zahlen werden vielleicht im Beitrag genannt), die mit Arbeitslosen verdient werden, fließen aber tatsächlich seit Jahren und es ist keine Wende in Sicht.

Gebannt

traurig aber wahr

Das geht doch noch viel schlimmer. Wenn hier 1-Euro Jober bei normalen Firmen in der Produktion eingesetzt werden. Die alten (teuren) Arbeiter werden gefeuert und dann machen 1-Euro Jober die selbe Arbeit. Bezahlt vom Staat. Was sagte damals der Chef von denen im Interview, die sind billiger als alle Chinesen. Das nenn ich dan wirklich Sozialbetrug.

Gebannt

Habs geguckt. Schneeschippen (Eis ist glaube ich verboten!) und Altenpflege und das für keinen Lohn ist dann die alternative zu Kursen. Wird Zeit, dass die Milliarden ins Grundgehalt fließen.
Ich glaub nicht an Sanktionen und Zwang!

Eines von unzähligen Beispielen aus der Reihe:
Staat a.k.a. Ausführungsgehilfe von Lobbyisten/Konzernen vs.
Volk a.k.a. bestens konditionierte Konsumzombies. Dauerkonsumenten von Waren, Nachrichten, Meinungen.

Verfasser

@hellium
Ja, das ist sicher auch keine Alternative. Ich bin auch Befürworter des Bedingungslosen Grundeinkommens, aber das ist ja sooooooooo ungerecht und nicht finanzierbar.

Interessantes Thema, nur dank unserer Volksverräter, ändert sich daran nichts...

das mit den tafeln find ich echt am geilsten. jedes mal wenn ich hier an den tafeln vorbei lauf sehe ich irgendwelche leute ihre massen an lebensmitteln in ihren mercedes laden. das sind meist massen, die eine familie gar nicht verbrauchen kann, "marken" produkte, und dann meist so eine palette von einer joghurt sorte (ca.20Stück) und dann noch von 5 sorten. wegen mir gerne warme küche für arme menschen aber diese parallelsupermärkte gehen gar nicht.
genauso kritisch neue arbeit ggmbh, die hier fahrräder reparieren und nebendran geht der traditionelle fahrradladen zu grunde :-(

milky84

sehe ich irgendwelche leute ihre massen an lebensmitteln in ihren … sehe ich irgendwelche leute ihre massen an lebensmitteln in ihren mercedes laden. das sind meist massen, die eine familie gar nicht verbrauchen kann, "marken" produkte, und dann meist so eine palette von einer joghurt sorte (ca.20Stück) und dann noch von 5 sorten.



Nicht lustig aber wahr. Habe ich auch gesehen bei einer Tafel um die Ecke.
Das dickste Ding war ja: Da hat sich eine, ich sage mal ausländische "Tante-Emma-Laden" Besitzerin (auch im dicken Benz) mit einer berechtigten Angehörigen die Sachen eingepackt und später hat sie das Zeug in ihrem Laden verkauft. Das nenne ich mal ein gutes Geschäft und absolute Gewinnoptimierung.

Aus diesem Grund bin ich absolut für Bons (bzw. Karten mit Lichtbild)und zentrale warme Küchen in denen Arbeitslose das Essen für Arbeitslpse kochen und bedüftige Menschen sich mit ihren Bons vom Amt das Essen holen können.

milky84

sehe ich irgendwelche leute ihre massen an lebensmitteln in ihren … sehe ich irgendwelche leute ihre massen an lebensmitteln in ihren mercedes laden. das sind meist massen, die eine familie gar nicht verbrauchen kann, "marken" produkte, und dann meist so eine palette von einer joghurt sorte (ca.20Stück) und dann noch von 5 sorten.



ja und am besten wir makieren die die HARTZ4-Empfänger gleich noch mit einem Stern auf der Brust.....damit wir diese Schmarotzer und Faulpelze gleich erkennen und die Kasernierung leichter ist.

Man kommt mal wieder runter......na klar gibt es immer welche die das System ausnutzen.Das ist zwar nicht okay....gibt es aber in jedem Bereich im Staate.

Also immer schön sachte........
Verfasser

@butticom1
Wenn man will, dass Leistungen für Bedürftige auch wirklich bei diesen ankommen und nicht von Schmarotzern missbraucht werden, dann kommen Leute wie Du gleich wieder mit Drittes-Reich-Vergleichen. Kann man nicht einmal ein Thema sachlich und ohne Judenvergleiche diskutieren? Ich kann es langsam nicht mehr hören!

wenn du sachlich diskutieren willst,dann solltest du die Materie von allen Seiten betrachten.

Natürlich gibt es bei Hartz4 gewisse Spezis die das schamlos ausnutzen und sich auf Hartz4 ausruhen.
Das ist aber ( gott sei dank) nur ein kleiner Teil.
Aber eben dieser Teil bleibt bei allen in Erinnerung.
Die Hartz4er die jeden Monat ein schlechtes Gefühl haben weil sie "VOM STAAT" leben , aber alles tun um wieder in den 1. Arbeitsmarkt zu kommen, werden gar nicht wahr genommen.

Ich selber habe eine Zeit lang jeden Monat für die Tafel Lebensmittel gekauft und dann gespendet.
Wie du schon sagtest, gibt es dort auch wirklich einige Leute die es nicht nötig hätten sich dort zu "Bedienen".
Seit dem Spende ich meine Lebensmittel einer Kirchlichen Einrichtung, die bei weitem nicht soviel Zuspruch erhält.

Bei allen Missbrauchsfällen die für jedem offen sichtbar sind, dürfen wir aber die 90% echt Bedürftigen nicht vergeseen, die sich unnötigerweise Schämen sich bei der Tafel nach Nahrung anzustellen.

Bedenke das System wurde vom Staat so gewollt.Das die Leute sich nun in Hartz4 einrichten ( können) ist schlimm...aber leider legal.

Solange das System vom Staat so gewollt ist, wird sich nichts ändern.
Und verdenken kann ich es auch niemanden, er hält sich an geltendes Recht.
Der Fisch stinkt vom Kopf her......ändere die Rahmenbedinungen und es wird wieder gearbeitet.

Verfasser

@butticom1
Na also, geht doch.
Es ist mir auch ein Dorn im Auge, dass wirklich Bedürftige oftmals nur mit schlechtem Gewissen Leistungen empfangen, während es sich andere, die durchaus arbeiten könnten, auf Staatskosten gemütlich machen.

Aber ich denke es geht hier nicht um die Leistungsempfänger selbst, sondern um den ganzen Wirtschaftszweig der sich im Umfeld von Hartz4 angesiedelt hat. Rechnet man diese Kosten hinzu, käme der Staat mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen sicher billiger weg. Und die alleinerziehende Mutter, die sich lieber mit drei schlecht bezahlten Jobs kaputtschuftet, als der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen, könnte sich mit einem Job etwas dazuverdienen und hätte so mehr Zeit für ihre Kinder, die Teil unserer Zukunft sind.

PatWallaby

@butticom1Na also, geht doch. :DEs ist mir auch ein Dorn im Auge, dass … @butticom1Na also, geht doch. :DEs ist mir auch ein Dorn im Auge, dass wirklich Bedürftige oftmals nur mit schlechtem Gewissen Leistungen empfangen, während es sich andere, die durchaus arbeiten könnten, auf Staatskosten gemütlich machen.Aber ich denke es geht hier nicht um die Leistungsempfänger selbst, sondern um den ganzen Wirtschaftszweig der sich im Umfeld von Hartz4 angesiedelt hat. Rechnet man diese Kosten hinzu, käme der Staat mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen sicher billiger weg. Und die alleinerziehende Mutter, die sich lieber mit drei schlecht bezahlten Jobs kaputtschuftet, als der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen, könnte sich mit einem Job etwas dazuverdienen und hätte so mehr Zeit für ihre Kinder, die Teil unserer Zukunft sind.



Jap da sind wir uns 100% konform......

Ich bin immer nur etwas aufgebracht wenn einige wenige ( Idioten/Schmarotzer) das komplette Meinungsbild dominieren.

aber die Weichen zu dem jetzigen system wurden vor 10 Jahren beschlossen und werden uns noch mindestens weitere 10 Jahre begleiten.
Für viele ist es dann allerdings zu spät.

Diese knallharten Recherchen....."Wieviel Lebensmittel schmeißen sie weg?" "220 Tonnen" "und wieviel geben sie weiter?" "660 Tonnen" "Also ein drittel wird weggeschmissen?" "Genau"

xDDDD

Der Beitrag ist schon nicht mehr verfügbar. Ein Hoch auf die Pressefreiheit

Hier ein link der bei mir, vor 5min. noch einwandfrei lief:

Die Hartz-Maschine

cgarbe

Hier ein link der bei mir, vor 5min. noch einwandfrei lief:Die … Hier ein link der bei mir, vor 5min. noch einwandfrei lief:Die Hartz-Maschine


Gestern ging definitiv kein Link und der Beitrag war weder in der Mediathek noch mit dem Mediathek Downloader findbar. hatte schon Befürchtungen, dass "Hartzer" sich verunglimpft gefühlt haben und die Löschung erwirkt haben...
Gebannt
milky84

Aus diesem Grund bin ich absolut für Bons (bzw. Karten mit Lichtbild)und … Aus diesem Grund bin ich absolut für Bons (bzw. Karten mit Lichtbild)und zentrale warme Küchen in denen Arbeitslose das Essen für Arbeitslpse kochen und bedüftige Menschen sich mit ihren Bons vom Amt das Essen holen können.



Die Tafeln prüfen die Bedürftigkeit bereits sehr genau: ohne Einkommensnachweis + Ausweis bekommt man keinen TAFELAUSWEIS (der obligatorisch ist).

Die TAFEL ist bereits jetzt alles andere als niedrigschwellig, was soziale Angebote aber eigentlich sein sollen.

Diese Schoten mit dem "dicken Auto" hört man auch immer wieder von NICHTBETROFFENEN, es mag sowas geben, aber das dürften Einzelfälle sein. Das Gros der rund 1 Mio. regelmäßigen Tafelkunden hat sicherlich keine Luxuslimousine, vom Hartz IV-Satz kann man noch nicht einmal einen alten rostigen Kleinwagen unterhalten.

Und mal ehrlich Freunde, seid ihr wirklich auf Leute neidisch bzw. wütend, die sich überwiegend abgelaufene und vergammelte Lebensmittel bei der Tafel abholen (gegen GELD übrigens!), die früher, vor dem "TAFEL-Zeitalter" im Müllcontainer gelandet sind? Wer den Beitrag gesehen hat weiß doch, dass bei den Tafeln überwiegend Abfall angeliefert wird, also ich möchte den nicht essen!

Warum gab es früher, also vor Hartz IV, eigentlich keine/kaum Tafeln (bis auf wenige in Großstädten)? In den letzten Jahren ist die Anzahl der Tafeln explodiert, die gibts inzwischen fast in jeder Kleinstadt.

Warum? Weil es den Leuten so gutgeht und viele es toll finden jede Woche 2-3 Stunden für vergammelte Lebensmittel anzustehen?

Denkt doch mal nach Leute!

Gebannt
PatWallaby

@butticom1Wenn man will, dass Leistungen für Bedürftige auch wirklich bei … @butticom1Wenn man will, dass Leistungen für Bedürftige auch wirklich bei diesen ankommen und nicht von Schmarotzern missbraucht werden, dann kommen Leute wie Du gleich wieder mit Drittes-Reich-Vergleichen. Kann man nicht einmal ein Thema sachlich und ohne Judenvergleiche diskutieren? Ich kann es langsam nicht mehr hören!



Für ein bedingungsloses Grundeinkommen sein und gleichzeitig Repressalien befürworten ist irgendwie ein Widerspruch, findest du nicht? oO

Im übrigen wird die Bedürftigkeit der Tafelkunden bereits sehr genau geprüft: ohne Einkommensprüfung gibts keinen Tafelausweis und ohne Tafelausweis keine vergammelten Lebensmittel!

Wenn man bedenkt, dass die Tafeln nur abgelaufene und oft vergammelte Lebensmittel verkaufen (ja umsonst gibts da auch nix!) die gar keinen Marktwert mehr haben, also in regulären Supermärkten unverkäuflich wären, dann ist dieser ganze Tafel-Wahnsinn mit seinen Kontrollen und auch die Diskussion hier über "Missbrauch" (von MÜLL) schon reichlich absurd und makaber.
Verfasser

Sonst hast Du keine Probleme, was? Ich neide Die Deinen Tafelausweis nicht, keine Angst!

Gebannt
PatWallaby

Sonst hast Du keine Probleme, was? Ich neide Die Deinen Tafelausweis … Sonst hast Du keine Probleme, was? Ich neide Die Deinen Tafelausweis nicht, keine Angst!



Dann hör auch mit den unsozialen Sprüchen auf, die mit der Realität nichts zu tun haben!

Meiner Meinung nach hat sowieso niemand, der den Hartz-Wahnsinn nicht mindestens 1 Jahr mal am eigenen Leib erlebt hat, das Recht auf Hartz IV-Empfänger herabzuschauen oder unqualifizierte Sprüche (Missbrauch Blablabla) abzulassen.

Es gibt kaum eine Bevölkerungsgruppe die so gründlich überwacht und staatlich kontrolliert wird, wie die Hartz IV-Empfänger, obwohl diese nicht eine ganze Volkswirtschaft in den Abgrund stürzen können, wie unsere (weitgehend unüberwachten) Banken!

Gebannt


Verfasser

Hallo!? Hast Du auch alle Kommentare gelesen? Wenn ja wüsstest Du, dass ich auf Deiner Seite bin. Also halt die Ohren steif und hoffe auf bessere Zeiten.

Gebannt

Warum wird mein Kommentar von 20:11 Uhr hier ständig neu gepostet, wenn ich die Seite aufrufe? Bug?

Gebannt

Schon wieder! EsX)

Das Grundproblem liegt doch eh ganz woanders. Man sollte das Geld von denen nehmen die es haben und das sind die "Reichen" (wird nur nich passieren da die auch das sagen haben)
Stattdessen versuchen wir mit dem Rest des Geldes irgendwie über die Runden zu kommen was aber nicht funktioniert da einfach zu wenig.

Was hier eingeführt werden müsste wäre ersteinmal eine Erbschaftssteuer von ca. 50% höhe.
Es kann nicht sein dass zig Millionen oder gar Milliarden von Generation zu Generation weiter vererbt werden können ohne bzw kaum Abgaben.
Weil das genau DAS Geld ist was in der Wirtschaft fehlt, auf dem Bankkonto von Prinz/Graf/ etc von xy bringt es halt nichts.
Auch sollte man sich wirklich mal Gedanken darüber machen ob es Gerechtfertigt ist Millionengehälter zu Zahlen, gerade in den Vorständen. Diese Leute verdienen teilweise in einem Jahr(!!!) mehr Geld als ne Familie in ihrem ganzen Leben durch 2 oder mehr Personen verdienen wird. Selbst mal davon abgesehen dass es unfair/unnötig und keines falls berechtigt ist das solche Personen solche Gehälter haben ist es genau DAS Geld was die Leute bekommen das Geld was in der Wirtschaft wieder fehlt.
Das gleiche Geld auf 10-20 Familien verteilt würde stattdessen aber in die wirtschaft gespült werden weil diese konsumieren und kaufen würden.

Alles andere wird eh nicht funktionieren. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.

Bedingungsloses Grundeinkommen bin ich eher dagegen, weil es dazu führen wird das manchnen das Geld eben reicht und diese dann wieder auf Kosten der Allgemeinheit leben.
Wieso fürs nichtstun Geldbekommen? Man kann von jedem der gesund ist doch wohl verlangen dass er für sein Leben selber aufkommt.

Wäre dann sogar eher dafür Leute durch Staatsgelder zu helfen die unverschuldet in Not geraten sind. Ich persönlich bekomme beispielsweise immer nen Hals wenn ich Berichte über Mietnomaden sehe die anderen ihre ganze Altervorsorge mal eben zerstören und man da nichts machen kann. Da geht mir echt das Messer in der Hose auf.
Oder die Sache mit der Privat Insolvenz finde ich persönlich auch Betrug. Wie es halt sein kann dass man Leuten ihre Schulden erlassen kann und damit Schaden den sie selbst angerichtet haben oftmals andere zahlen sollen (einer muss es ja schließlich zahlen die Schulden kann man ja nicht wegzaubern) und diejenigen die es dann ausbaden müssen KEINERLEI staatliche Unterstützung bekommen.
Auch da gibt es zahlreiche Berichte und Fälle über Personen die sich selbständig gemacht haben und dann an 1-2 Kunden geraten sind die nicht zahlen konnten und dann ist der Traum mal eben so dahin.

Solche Leute haben staatliche Hilfe in meinen Augen eher verdient als diejenigen die nur Zuhause rumsitzen, Geld fürs nichtstun bekommen und dann immer noch sich über alles beschweren müssen dass das Geld zu wenig sei etc.


Verfasser

@Marc86
Ich muss Dir widersprechen. Was wir brauchen ist eine Quellensteuer, d.h. da wo das Geld verdient wird, da muss es mit Abgaben belegt werden. Besteuerung von Kapital, wie etwa durch eine erhöhte Erbschaftssteuer, führt nur zur Kapitalflucht. Und ist das Kapital z.B. in Immobilien gebunden, kann ich vom Erben nicht verlangen, das Schloss zu verkaufen um die Erbschaftssteuer zu begleichen. Noch schlimmer sieht es beim Vererben von Unternehmen(santeilen) aus.
Die Spitzenverdiener müssen erheblich mehr Steuern zahlen und sämtliche Steuerschlupflöcher müssen geschlossen werden. Auch muss die Politik aufhören, sich von der Wirtschaft erpressen zu lassen. Die ständigen Drohungen, mit dem Abbau von Arbeitsplätzen und der Verlagerung der Produktion, wenn nicht dies oder das beschlossen wird, sind nur Panikmache. Die Wirtschaft profitiert von der gesamten Infrastruktur des Landes und so leicht, wie es immer dargestellt wird, ist die Verlagerung einer Produktion nicht. Bei der Argumentation werden gerne Negativfaktoren unterschlagen.

Zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BG): Wer sagt, dass es höher als Hartz4 ausfallen muss? Wegen meiner kann es auch noch niedriger angesetzt werden. Und Hartz4 bekommt auch jeder, sein Leben lang (bzw. bis zur Mindestrente), wenn er will. Wer Deine Argumente gegen das BG anführt, der will den Sozialstaat ganz abschaffen. Die Vorteile des BG wären: Der Verwaltungsapparat kann auf ein Minimum reduziert werden. Die ganzen Folgekosten durch Rechtstreitigkeiten und sinnlose Qualifizierungsmassnahmen fallen weg. Und jede noch so kleine Tätigkeit zum Zuverdienst lohnt sich, da nichts von der Grundversorgung abgezogen wird.
Ich möchte mal ein Argument gegen das BG hören, dass sich nicht entkräften lässt.

Und ist das Kapital z.B. in Immobilien gebunden, kann ich vom Erben nicht … Und ist das Kapital z.B. in Immobilien gebunden, kann ich vom Erben nicht verlangen, das Schloss zu verkaufen um die Erbschaftssteuer zu begleichen.



Natürlich kann man das verlangen und genau das sage ich auch. Wer die 10Millionen Villa von Mami und Papi dann erbt muss eben 5 Millionen selber aufbringen und an den Staat zahlen um sie behalten zu dürfen.


Ist immer noch nen guter Tausch selbst wenn man nur Sohn war findest du etwa nicht? Obendrein wüsste ich auch nicht was unfair dadran sein sollte angenommen man hat eine reiche Familie wenn man dann immer noch die Hälfte des Vermögens erbt und hat ohne dafür einen Finger krum gemacht zu haben. Man nimmt diesen Leuten ja nichts wirklich weg, sondern die bekommen halt etwas durch die Erbschaft, müssen aber Abgaben an den Staat leisten.
Aktuell ist es so dass von dem Kapital der Staat einfach nichts sieht.

Erklär mir doch einmal wo es gerecht sein soll wenn jeder Euro den ich verdiene versteuert wird, jemand der das gleiche Geld aber erbt ,wofür ich hingegen gearbeitet habe, nichts abgeben muss?



Alles andere führt nämlich genau dazu was wir aktuell haben. Die Reichen vererben ihr Kapital von Generation zur Generation ohne das der Staat von dem Geld etwas hat.
Sag mir ne andere Lösung wie du es sonst in den Griff bekommen willst dass die Schere zwischen arm und reich nicht immer weiter auseinander geht? Dazu gabs übrigens auch mal nen Bericht in der ARD Mediathek die genau das angesprochen hat

Die Spitzenverdiener müssen erheblich mehr Steuern zahlen und sämtliche S … Die Spitzenverdiener müssen erheblich mehr Steuern zahlen und sämtliche Steuerschlupflöcher müssen geschlossen werden. Auch muss die Politik aufhören, sich von der Wirtschaft erpressen zu lassen. Die ständigen Drohungen, mit dem Abbau von Arbeitsplätzen und der Verlagerung der Produktion, wenn nicht dies oder das beschlossen wird, sind nur Panikmache. Die Wirtschaft profitiert von der gesamten Infrastruktur des Landes und so leicht, wie es immer dargestellt wird, ist die Verlagerung einer Produktion nicht. Bei der Argumentation werden gerne Negativfaktoren unterschlagen.


das seh ich genauso





Verfasser

Das Prinzip von Zins und Zinseszins funktioniert auf Dauer nicht, das ist mathematisch bewiesen. Es braucht von Zeit zu Zeit eine Bereinigung, sei es durch Krieg, Naturkatastrophe oder Revolution. Die Frage ist nur, wie lange es den Profiteuren des Systems gelingt, diese Bereinigung hinauszuzögern. Für mich ist jemand, der von Zinsen lebt nicht besser als ein Hartz4-Empfänger. Eher im Gegenteil. Er lebt in Saus und Braus und lässt Andere für sich arbeiten. Und das nicht vorübergehend sondern dauerhaft. Und um auf Deine Verbraucherinsolvenz einzugehen: Ohne diese hat ein Mensch, der einmal in die Schuldenfalle getappt ist - wie groß sein eigenes Verschulden auch immer sein mag - nie mehr die Chance, auf eigenen Füßen zu stehen. Er wird für den Rest seines Lebens auf Sozialleistungen angewiesen sein, weil Arbeiten für ihnen keinen Sinn mehr ergibt. Denn er arbeitet ja eh nur für die Zinsen, seine Schulden werden nicht weniger. Und wenn sich Arbeit jetzt schon für viele nicht mehr lohnt, dann erst recht nicht für diese Menschen. Ohne die Verbraucherinsolvenz werden die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher. Wer anderen gegen Zinsen Geld leiht, soll auch das volle Risiko tragen. Und je weniger Geld verliehen wird, desto weniger Zinsen werden verdient. Leider hat sich das System aber längst unvorstellbar pervertiert. Politiker, die für die gemachten Schulden nicht gerade stehen müssen und sich im Gegenteil für ihre verbockte Scheiße auch noch fürstliche Pensionen garantieren, leihen sich im großen Stil Geld, für das der einfache Steuerzahler gerade stehen muss. Und frag mich jetzt bitte nicht, was ich von Rettungsschirmen und Eurobonds halte!

Du musst bei all Deinen Vorschlägen die Realisierbarkeit berücksichtigen. Du kannst jemandem schlecht das wegnehmen, was er besitzt. Das kommt einer Enteignung gleich. Aber die Reichen zehren ja nicht von ihrem Vermögen. Sie mehren es stetig, und da musst Du ansetzen. Es ist viel leichter, Vermögen zu verschleiern als Zugewinne. Außerdem würden derartige Abgaben enormes Kapital im Sinne von Werten vernichten. Sämtliche großen Immobilien würden drastisch an Wert verlieren, wenn man im Falle einer Erbschaft mehr Abgaben zu zahlen hätte, als bei einer Veräußerung. Die Besitztümer müssen dann eben an Gesellschaften übergehen, für die das Problem der Erbschaft nicht besteht. das Thema ist zu komplex, um es in einem solchen Forum zu erörtern.

Das Prinzip von Zins und Zinseszins funktioniert auf Dauer nicht, das ist … Das Prinzip von Zins und Zinseszins funktioniert auf Dauer nicht, das ist mathematisch bewiesen. Es braucht von Zeit zu Zeit eine Bereinigung, sei es durch Krieg, Naturkatastrophe oder Revolution. Die Frage ist nur, wie lange es den Profiteuren des Systems gelingt, diese Bereinigung hinauszuzögern


Das ist korrekt, kann man aber auch erstmal nicht ändern.

Für mich ist jemand, der von Zinsen lebt nicht besser als ein … Für mich ist jemand, der von Zinsen lebt nicht besser als ein Hartz4-Empfänger. Eher im Gegenteil. Er lebt in Saus und Braus und lässt Andere für sich arbeiten. Und das nicht vorübergehend sondern dauerhaf


Das seh ich anders. Wichtig ist erst einmal woher das Geld kommt. Wenn jemand sich von 100k Euro einen Auto kauft der andere es aber anlegt ist der jenige der Zinsen bekommt nicht besser oder schlechter als der andere. Mit welcher Begründung auch? Ich kann mit meinem Geld doch machen was ich will, die Wahl hat ja jeder in der Situation. Man kann halt nicht beides haben. In dem Fall entweder Auto, oder Zinsen bekommen.

Verbraucherinsolvenz einzugehen: Ohne diese hat ein Mensch, der einmal in … Verbraucherinsolvenz einzugehen: Ohne diese hat ein Mensch, der einmal in die Schuldenfalle getappt ist - wie groß sein eigenes Verschulden auch immer sein mag - nie mehr die Chance, auf eigenen Füßen zu stehen. Er wird für den Rest seines Lebens auf Sozialleistungen angewiesen sein, weil Arbeiten für ihnen keinen Sinn mehr ergibt. Denn er arbeitet ja eh nur für die Zinsen, seine Schulden werden nicht weniger


Das ist korrekt, du betrachtest dabei aber nur die eine Seite. Obendrein sind viele (nicht alle!!) die Schulden haben erst einmal selbst Schuld.
Eine PrivatInsolvenz ist in meinen Augen irgendwo eine Enteignung des Gläubigers, denn diesem wird dadurch etwas weggenommen, nämlich der Anspruch auf sein Geld.
Die Schulden kann man schließlich nicht wegzaubern, sie trägt eben nen anderen und nicht immer ist dies ne dicke Firma wo es nur nen paar Zahlen auf dem Papier sind sondern es kann durchaus auch mal andere Leute mit wenig Vermögen treffen die dadurch ebenso in den Ruin getrieben werden bzw die auf Wohlstand verzichten müssen den sie sich selber aufgebaut haben und diejenigen die an der Situation völlig unschuldig sind, dürfen die Sache aber ausbaden. Wobei es in meinen Augen eigentlich auch unerheblich ist wieviel Vermögen der Gläubiger besitzt. Ich mein hat der Gläubiger der viel Geld besitzt weniger Anspruch auf sein Geld als derjenige Gläubiger der wenig besitzt?
Auch die denke in den Augen vielen gefällt mir ganz und gar nicht "der hat Geld, der kann ruhig mal was abgeben/ auf was verzichten" Dabei rede ich grade von Eigentum nicht von Einkommen. Das was die Privat Insolvenz macht ist dass sie den Gläubiger enteignet von einem Teil seines (ihm zustehenden) Vermögens. Der einzige Unterschied ist dass er das Geld noch nicht hat weil der Schuldner es nicht aufbringen kann, aber es steht ihm faktisch zu!

Was wenn der ehemalige Schuldner nach 8 Jahren dann zu einer ganzen Menge an Vermögen kommen sollte. Dem damaligen Gläubiger steht dann nicht 1cent zu und das ist in meinen Augen die Ungerechtigkeit.
In meinen Augen wäre eine Art Zahlpause die fairere Lösung. Sodass der Verschuldetet die Chance hat seine Lage wieder in den Griff zu bekommen, die Gläubiger aber nicht auf ihre gesamten Forderungen verzichten müssen.

Du musst bei all Deinen Vorschlägen die Realisierbarkeit berücksichtigen. … Du musst bei all Deinen Vorschlägen die Realisierbarkeit berücksichtigen. Du kannst jemandem schlecht das wegnehmen, was er besitzt. Das kommt einer Enteignung gleich. Aber die Reichen zehren ja nicht von ihrem Vermögen. Sie mehren es stetig,


Der letzte Satz ist richtig, dennoch verstehe ich nicht wieso man nur den Teil besteuern sollte der hinzukommt und nicht das bestehende Vermögen? Das bestehende Vermögen wird ja nur einmalig besteuert bei einer Erbschaft. Dies MUSS in meinen Augen so sein, denn derjenige der sich das gleiche Geld durch Arbeiten gehen verdient muss schließlich auch zahlen. Erklär mir mal wieso der eine nun zahlen soll und der andere nicht, nur weil einer von ihnen das Glück hatte und in einer reichen Familie geboren wurde?

Mit Enteignen hat dies Übrigens rein gar nichts zu tun. Das ganze sollte für denjenigen der erbt einfach als Einkommen angesehen werden welches er wie alle anderen auch eben zu versteuern hat.

Genau das liegt ja das Problem, du hast es selbst Angesprochen. Die Reichen zehren nicht von ihrem Vermögen. Aber an genau DAS Geld musst du eben rankommen und nicht nur an das was hinzukommt.

Außerdem würden derartige Abgaben enormes Kapital im Sinne von Werten v … Außerdem würden derartige Abgaben enormes Kapital im Sinne von Werten vernichten. Sämtliche großen Immobilien würden drastisch an Wert verlieren, wenn man im Falle einer Erbschaft mehr Abgaben zu zahlen hätte, als bei einer Veräußerung.


Das stimmt doch gar nicht. Für die Kinder ist es egal ob die Eltern die Villa direkt vererben oder vorher verkaufen und ihnen dann das Geld vererben. In beiden Fällen stehen den Kindern aber nur 50% des Kapitals zu ganz egal ob das nun Gold, Immmobilien oder sonst was ist. Du selber bist davon ja zu Lebzeiten auch nicht betroffen. Dein Haus wird solange du lebst auch immer noch dir gehören. Das Vermögen wird erst durch das vererben weniger

Und schlimm finde ich das ganze ganz und gar nicht wenn von Papis 10Millionen mir nur 5 zustehen, höchstens ärgerlich, aber unfair keineswegs.
Guck dir die Superreichen mal an. Die haben für Generationen lang ausgesorgt, von denen muss niemand mehr richtig arbeiten gehen und steuern zahlen die im Verhältnis zum Kapital eher sogut wie gar nichts. Das ganze System kann einfach nicht funktionieren solange dort Haufenweise an Vermögen einfach nicht in die Wirtschaft fließt, weil es woanders eben fehlt genau dieses Geld

das Thema ist zu komplex, um es in einem solchen Forum zu erörtern.


wohl wahr. Ich hab ja auch nur meinen Standpunkt dagelegt so wie du deinen. Klar wird das nicht einfach umzusetzen sein und Hürden gibt es überall. Ich bin auch kein Experte auf dem Gebiet und ich denke mal du bist es ebenso wenig.
Es ist eben meine Meinung, so wie du deine hast.

Das Hauptproblem liegt halt in meinen Augen da dass das Vermögen sehr ungleich verteilt ist. Es ist bei den Reichen konzentriert und fließt nicht in die freie Wirtschaft. Da muss man in meinen Augen ansetzen. Eher sich überlegen wie kommt man an das Geld derjenigen die welches haben und nicht ob wir nun ein BG haben oder nicht und sich über das wenige Restgeld streiten wie man dieses am geschicktesten verteilt.




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