Diskussion: Verkauf mit Profit/Gewinn -- Ja/Nein? MyDealz Kleinanzeigen-Regeln.

eingestellt am 29. Mai 2015
Moin Community.

Ich würde gerne die Frage in den Raum werfen, inwiefern Punkt 2.4 der Kleinanzeigen-Regeln, ich zitiere:

"Eine Preisangabe für jeden angebotenen Artikel ist Pflicht. Denkt bitte daran, dass dies eine Schnäppchenseite ist. Verkäufe mit Gewinnabsicht sind verboten. Als grobe Orientierung: Neuware > 10% günstiger. Gebrauchtware > 30% günstiger."

Sinn macht.

"Eine Preisangabe für jeden angebotenen Artikel ist Pflicht.". Jo, sehe ich auch seh, macht natürlich Sinn.
Dann: "Denkt bitte daran, dass dies eine Schnäppchenseite ist". Mh, ja bin ich mir bewusst, alles klar. Und weiter: "Verkäufe mit Gewinnabsicht sind verboten. Als grobe Orientierung: Neuware > 10% günstiger. Gebrauchtware > 30% günstiger".

Zunächst mal sehe ich keinen richtigen Zusammenhang zwsichen Satz 2 und Satz 3. Ja dies ist eine Schnäppchenseite, aber wieso stehen Angebote mit Gewinnabsichten dem in Widerspuch? Meiner Meinung nach ist diese Formulierung undifferenziert und verallgemeinernd, auch Angebote von Privatpersonen mit eigenem Profit können Schnäppchen sein und dementprechend auf dieser Seite Ihren Platz haben dürfen.

Meine Position ist einfach: MyDealz gibt Schnäppchenjägern eine Plattform, Schnäppchenjäger lechzen nach Schnäppchen.
Hier wird alles mögliche Angeboten, vom Dildo bis zum Kleinflugzeug, teilweise schaffen es Deals mit ein paar Cent Ersparnis (Supermarkt etc) ganz nach oben, aber wenn man als Privatperson ein Produkt zu einem höheren Preis anbietet als es erstanden wurde, wird dagegen rigoros und KOMMENTARLOS durch Löschung der Anzeigen vorgegangen? Selbst wenn, und darauf möchte ich deutlich hinweisen, der Anzeigenpreis deutlich (>15%) unter dem besten Online-Preis liegt und damit ein SCHNÄPPCHEN darstellt?

Wer auch immer die Regel erstellt hat, möge mir dessen Sinnhaftigkeit in Relation zum Ziel und Zwecke dieser Seite erklären.
Ein Moderator schrieb mir "Jeder hat sich an Regeln zu halten. Es geht einfach darum, dass man hier die Leute nicht abzockt, da man schließlich selbst auch von der Plattform profitiert. Am Ende hast du nämlich die Kamera nur dank dem Deal auf myDealz gekauft und versuchst jetzt hier Profit zu erzielen. Regeln sind Regeln, an diese musst du dich auch halten."

Abzocke? Ist scheiße! Zocke ich jemanden ab, wenn ich ihm ein Produkt zu einem von sämtlichen Händlern nicht schlagbaren Preis anbiete? Ähm, Nein!? Ja, ich profitiere von der Plattform, und zwar am meißten in den (seltenen!) Fällen, in denen ich Dinge kaufe und mit Plus weiterverkaufe. Das mag sich egoistisch und gierig anhören (isses auch), ist aber leider die weitverbeitete Realität. Bei jedem Preisfehler oder Super-Angebot stürzen sich tausende auf die Produkte, selbst wenn überhaupt keine Notwendigkeit besteht, ganz oft einfach darum, sie im Zweifel gewinnbringend zu verkaufen.

Am besten wäre es natürlich, würden nur die Leute bei einem Produkt-Deal zuschlagen, die es auch wiklich besitzen und nutzen möchten. Auch ich finde das Verhalten, Produkte nur der Selbstbereicherung wegen zu kaufen (teilweise massenhaft), nicht vorbildlich und, wenn man es auf die Spitze bringen möchte, asozial.
Aber da solch ein Verhalten eh nicht zu reglementieren is und auf MyDealz weite Verbreitung findet, halte ich ein Verbot des Wiederverkaufes für albern.

Dadurch werden solche Angebote nur auf andere Handelsplattformen verlagert, und die Mitglieder dieser Community, die die Anzeige nicht kennen, gehen ggf. leer aus. Immerhin ist es zwar blöd, Produkt X nicht schon vor Wochen zu Preis Y bekommen zu haben, aber ist es nicht trotzdem besser jetzt, dank Mydealz-Kleinanzeigen, weniger für X zu Bezahlen als den derzeitigen Marktpreis.

Ich plädiere daher für eine Änderung der Regel. Produkte sollten, solange deren Preis durch die Community als fair und konkurrenzlos günstig angesehen wird, hier eingestellt werden, auch wenn der Verkäufer dadurch Profit erzielt. Schnäppchen bleibt Schnäppchen, dies sollte bei jeder Art von Angebot gelten. Bei Top-Angeboten bleibt es jedem selbst überlassen ob er aus Notwendigkeit oder Geldgier zuschlägt. Der schnelle Vogel fängt den Wurm


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Die Regel sollte sich natürlich mit der deutschen Gesetzgebung decken. Ich selber weiß nicht genau wie hier die Rechtslage ist, ab wie viel Gewinn, Umsatz oder Anzahl an verkauften Artikeln man als gewerblicher Verkäufer gilt. Konkrete, quellbasierte Infos wären nett. Hier was zu lesen, allerdings etwas älter:

focus.de/dig…tml

berliner-zeitung.de/arc…tml

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