DKB Auslandsabhebung nur nach vorheriger Anruf?

Meine Frau wollte im Ausland Bargeld abheben und die Prozedere wurde verweigert. Mal die DKB angerufen und die meinten auf ihrer Karte gäbe eine "neue Sicherheitstechnik", man müsse die Karte für die Auslandsabhebung frei schalten, bevor man im Ausland abheben kann. kustigerweise geht es jedoch nur für einen Tag. Wenn man in ein paar Tagen wieder abheben will ,muss man erneut vorher anrufen.
Die Dame meinte sie wisse angeblich nicht warum das so ist und man muss leider vorher anrufen.

Das Ganze fing an, als meine Frau die neue VISA KK (mit dem NFC Chip) erhielt. Meine noch alte KK funktioniert seit Jahren problemlos.

Hat jmd. das gleiche Problem mit der neuen Karte oder Anruffreischaltung? Sowas hab ich noch nie erlebt. Und das Ganze nervt nur noch, wenn man öfters im Ausland ist.

15 Kommentare

Sowas sollte doch vorher schriftlich erklärt werden.

Meinem Kumpel auch schon passiert. Nur da ging die Karte am Geldautomaten gleich gar nicht.

Soll aber nur bei bestimmten Ländern so sein. Bei ihm war es Thailand. Musste dann in Deutschland anrufen und sie freischalten.

Dame murmelte auch was von Sicherheit und "gefährlichem Land"

dass vorher "freizuschalten" wäre.

Wenn den so sei: ich kenne keine Liste mit Ländern der DKB, die das betrifft.

Als der Urlaub jedoch angemeldet war, ging sie problemlos.

Diese Praxis ist etwas anders als bei der Advanzia. Dort wird einem nach ein paar "verdächtigen" Buchungen die Karte gesperrt. Man bekommt wenigstens eine Email und muss auch hier teuer vom Ausland anrufen, um sie wieder freizuschalten.

Sowas blödes. Wenn das so stimmt ist das richtige bullshit. Jeden Tag teuer und mit Warteschleife anrufen wenn man zb 2 Wochen in den USA ist? Ganz große Klasse...

Kann man vorher da anrufen und sowas erfragen? Also habter eine Nummer da?

Also im Vielfliegerforum gibts genau dazu einen Thread. Ich hoffe, ich darf ihn hier verlinken:
hier
Dort sagt einer:

Es empfiehlt sich, vor einem Auslandsaufenthalt das Bayern Card Services - Service Center unter der Telefonnummer 089-217126655 anzurufen. Diese Firma verwaltet u.a. die Card-Systeme der DKB. Dort kannst Du für maximal 5 Tage (Tag des Anrufes plus die vier folgenden Tage) die Sicherheitsparameter für Deine DKB-Visa außer Kraft setzen lassen. Dann kannst Du in dieser Zeit beliebig oft Geld am ATM ziehen, bis Dein Verfügungsrahmen erschöpft ist. Du solltest aber in dieser Zeit Deine Karte hüten wie Deinen Augapfel, da auch die bankseitige Versicherung im Mißbrauchsfall außer Kraft gesetzt ist. Verlierst Du Deine Karte oder wird sie Dir gestohlen, kann der "Finder" oder Dieb bis zur Erschöpfung des Verfügungsrahmens mit der Karte Geld ziehen (wenn er die PIN hat) oder bargeldlos damit bezahlen. Du haftest für den entstandenen Schaden vollumfänglich. Die DKB wird Dir in in einem solchen Fall nichts ersetzen. Sind die 5 Tage abgelaufen und Du möchtest erneut die Sicherheitsparameter für maximal 5 Tage aufheben lassen, mußt Du wieder beim BCS-Service Center anrufen.

Leider muss ich sagen, disqualifiziert sich mit dieser Haltung die DKB als Auslandskarte bei Bargeldverfügungen in Nicht-Euro-Ländern. Bisher war sie bei mir erste Wahl.
Als Alternative kann man die comdirect Visa empfehlen, die aber bei einigen Fremdwährungen geringfügig schlechtere Kurse als die DKB zahlt. Sie ist sonst wie die DKB Visa an Geldautomaten völlig gebührenfrei bzw. zahlt sie auf Antrag zurück. Diese ist mir im Ausland noch nie gesperrt worden. Zusätzlich kann man sie auf 750 EUR in der Woche limitieren. Sie ist aber keine 100% Kreditkarte und führt wiederum zu Problemen z.B. bei Mietwagenkautionen.
Beste Karte für Auslandseinsatz in Nicht-Euroländern bei Direktkäufen (also nicht Geldautomaten) ist weiterhin die Advanzia, wenn man schön brav überweist.

Ja, wäre mir auch neu bei der DKB. Da kosten mich ja die Telefonkosten mehr, als andere Kreditkarten mit Abhebungsgebühr.

wtf - was soll denn die Scheisse? so ganz ohne Ankündigung...damit wird die Visa ja quasi nutzlos

Kann das irgendjemand bestätigen, der aktuell das selbe Problem hat?

Im Internet finde ich nämlich nichts dazu....


Noch ne Frage - war Guthaben auf der Kreditkarte oder nicht?

WolfBerlin

Leider muss ich sagen, disqualifiziert sich mit dieser Haltung die DKB als Auslandskarte bei Bargeldverfügungen in Nicht-Euro-Ländern. Bisher war sie bei mir erste Wahl.



Ok, lassen wir alle mal die Kirche im Dorf...

1. die Anzahl der "Problemmeldungen" ist marginal. Ich würd eher sagen es handelt sich um ein individuelles Problem.
2. der Bezug zur Versicherung bei Verlust: Was interessiert mich das Geschwätz einer Hotline. Fakt ist, in den AGBs bzw. Kartenbedingungen steht da nichts! Also können die erzählen was sie wollen, es gilt einfach nicht.
3. Was war nochmal das Geschäftsmodell einer Bank? Genau. Warum sollte eine Bank Umsatz ihrer Kunden verhindern...und dadurch die eigenen Verdienstmöglichkeiten beschneiden? Aus lauter Nächstenliebe verteilen die die KKs jedenfalls nicht.

WolfBerlin

Leider muss ich sagen, disqualifiziert sich mit dieser Haltung die DKB als Auslandskarte bei Bargeldverfügungen in Nicht-Euro-Ländern. Bisher war sie bei mir erste Wahl.



Sehe ich ganz anders:

zu 1.) woher weißt du das, wonach das Problem "marginal" oder "individuell" ist? Im Vielfliegerforum ist es mehreren passiert.
Offenbar sind aber nur Nicht-Euro-Länder davon betroffen. Aber diese Kunden sind de facto ohne Vorwarnung gesperrt worden. Was habe ich von einer Karte, von der ich jederzeit im Ausland rechnen muss, dass sie einfach nicht geht? Wenn eine Karte irgendwo in Übersee nicht geht, glaube ich zunächst mehr an eine techn. Störung oder Nicht-Akzeptanz der lokalen Bank.

In Thailand kostet der Telefonanruf (über eine lokale SIM) nur wenige Cents. Aber aus Kuba z.B. werden für 5 Minuten, die man in etwa braucht zum Entsperren ca. 25 EUR fällig. Wer zahlt die dann? Ich habe bisher noch nicht gehört, dass die DKB diese erstatten würde. Denn die Bank handelt ja für "meine Sicherheit".

2.) Möglicherweise zeichnet nun die Bank das Gespräch auf. D.h. die "Aufhebung des Sicherheitsmerkmals" kann als vom Kunde gewünschte "Zusatzvereinbarung" gewertet werden. Wenn dann die Hotline sagt, dass man dann nicht versichert ist, der Kunde trotzdem die Aufhebung wünscht (weil er ja Geld braucht) und das Ganze auch nachweisen kann (dafür und nicht zu "Trainingszwecken" wird mitgeschnitten), hat man auch mit der AGB, in der nichts davon steht, vor Gericht schlechte Karten im Versicherungsfall.

3.) Die DKB gibt offen zu, dass ihr einige Auslandsabhebungen eigentlich ein Dorn im Auge sind. Denn sie müssen heftig dafür blechen. Einerseits haben sie ein Produkt, das auf dem deutschen Markt ziemlich alleine dasteht und von vielen Kunden gerade deshalb genommen wird. In Deutschland und Euro-Land zahlen sie pro Abhebung einen festen Betrag an den Aufsteller der Bankautomaten. Den sparen sie u.a. damit ein, keine eigenen aufzustellen. Wenn Sie aber - wie in Thailand oder USA - diese Gebühr und die vom Automaten (bzw. aufstellenden Bank) erhobene Zusatzgebühr von 150 THB oder 3-5 $ pro Überweisung dem Kunden und der aufstellenden Bank zahlen müssen, zahlt sich das nicht mehr aus und dieses lästige Geschäft möchten sie gerne loswerden oder zumindest behindern... Kann man sich ja ausrechnen, wenn man in den USA 100$ abhebt, 5$ Gebühren an die aufstellende Bank gehen und noch 2-3 $ an VISA, der Kunde aber weniger als 1% des Abhebebetrags davon zahlt, zahlt die Bank da mächtig drauf. Genau das zu behindern, haben sie zweifelsohne begonnen. Mit dem Vorwand der Sicherheit, denn dagegen lässt sich schwer argumentieren.

Daraus ergibt sich für mich:
- unbedingt eine 2. Kreditkarte als Back-up mitnehmen (insbesondere außerhalb Euro-Lands), z.B. die Advanzia für Direktkäufe oder eine 2. kostenfreie wie die comdirect.
- das Girokonto bei der DKB eher als Kreditkartenkonto führen, anstatt als reguläres Giro. Dann kann man über den Kontostand den maximalen Verfügungsrahmen der Karte besser kontrollieren.
- immer damit rechnen, dass man mit der Hotline telefonieren muss, wenn man außerhalb Eurolands reist Also deren Nummer bereithalten.
= meine Fahrt bei der DKB anmelden werde ich jedenfalls nicht. So weit kommts noch, dass die Bank wissen muss, wo ich hin fahre. Dann wäre dies wirklich nur eine kapitalisitsche Version der DDR.

So, zurück aus dem Nicht-EU Ausland. Wie bisher auch hat meine Karte ohne Probleme überall funktioniert (selbst bei Kleckerbeträgen).

Grüße,
Daniel

@WolfBerlin

"3.) Die DKB gibt offen zu, dass ihr einige Auslandsabhebungen eigentlich ein Dorn im Auge sind."

An welcher Stelle soll die DKB das denn bislang kundgetan haben?

"Denn sie müssen heftig dafür blechen"

Auch hierzu sind mir keine Fakten bekannt. Die einzige Zahl, die ich bezüglich bankinternem Entgelt im Falle VISA kenne, sind die hin und wieder zitierten "1,74€", die pro Abhebung an den Automatenbetreiber fließen sollen. Ob das überhaupt noch aktuell ist, ist ebenso fraglich wie die Sätze, die in anderen Ländern gelten.

Die Tatsache, dass die Comdirect Bargeldverfügungen gerade im Ausland kostenfrei anbietet, sich innerhalb Deutschlands diesbezüglich jedoch auf die Cash Group beschränkt, lässt im Ausland eher geringere Entgelte vermuten, wobei auch das letztlich Spekulation bleibt, solange man eben keine Fakten kennt.

Desweiteren erstattet die DKB wie auch die Comdirect auf Anfrage ja sogar freiwillig das Surcharging diverser Automatenbetreiber im Ausland. Das müssten sie ja nicht und so scheint mir das mit der vorgeschobenen willkürlichen Sperrung, um vermeintlich Kosten zu reduzieren, etwas weit hergeholt.

Persönliche Erfahrung aktuell in Japan: bei den wenigen Banken*, die sich zur Akzeptanz ausländischer Kreditkarten herablassen, absolut keine Probleme, auch nicht bei geringen Beträgen wie 1000¥. Meine Bank anzurufen, nur weil ich verreise, wird mir auch künftig erst gar nicht einfallen - soweit kommt's noch, pff.

* Als da wären: Citibank, JP Post Bank, Seven Eleven Bank

Hatte mit meiner Karte (ohne NFC Chip) in den USA vor kurzem keine Probleme. Meine Frau hat mit Ihrer Karte (mit NFC Chip) derzeit in Indonesien auch keine Probleme.

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