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Down by Law - Auszahlungen, Gutscheine, Guthaben etc. für den Abschluss von Verträgen künftig nur noch netto - somit 19 % schlechter als früher

Redaktion

Seit heute greifen Urteile des EuGH und BFH aus 2014, die besagen, dass eine Vermittlerprovision an den Endkunden nicht mehr mit Mehrwertsteuer ausgegeben werden darf. Mobilfunkhändler z.B. dürfen demnach nur noch Nettoauszahlungen vornehmen, auch Amazon Guthaben etc. betrifft es gleichermaßen.


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Damit endet auch eine Ära. Waren Mobilfunkangebote zwar in der Vergangenheit auch meist rechnerisch mit Hardware günstiger, wenn man den Wert der Hardware effektiv mit in die Vertragskosten einbezog, so war es für uns Kunden meist dennoch günstiger einen Vertrag mit Auszahlung zu nehmen, wenn man an keinem Gerät interessiert war. Dadurch, dass etwaige Auszahlungsangebote nun aber um 19 % schlechter dastehen als zuvor, macht es eigentlich von nun an immer Sinn, einen Vertrag mit Hardware zu nehmen und diese dann ggf. zu verkaufen. Ein günstiger Mobilfunkvertrag bedeutet damit erheblich mehr Aufwand.


Profitieren werden sicherlich Anbieter wie z.B. DeutschlandSIM davon, denn sie bieten Verträge an, die ohnehin recht preisgünstig direkt auf der Rechnung sind und haben über das Jahr gesehen auch immer mal wieder die ein oder andere größere Aktion. Solche Verträge waren in der Vergangenheit immer rechnerisch teurer als ähnliche Angebote mit Auszahlung, das ist nun nicht mehr der Fall.


Um bei Handyverträgen den bestmöglichen Preis zu erzielen, wird es wohl darauf hinauslaufen, Verträge mit Apple Produkten abzuschließen, denn diese sind allgemein die preisstabilsten Hardwareprodukte und eignen sich daher besonders gut für einen Wiederverkauf.


Wer sich die aktuellen Rechtsurteile noch einmal genauer durchlesen möchte, kann sie hier nachschlagen.

167 Kommentare

Juhu. Wilkommen in Deutschland. -.-



TLLmeister:
Juhu. Wilkommen in Deutschland. -.-



EU

HOT

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GelöschterUser343688

Das macht aber für Business-Verträge wie den von O2 keinen Unterschied.
Denn die 19% müssten eh weiter gerechnet bzw. gereicht werden. Netto würden in beiden Fällen 633€ (letztes Angebot) hängen bleiben.

Nur für Neuverträge oder auch bei Altverträgen wo noch kein Geld ausgezahlt wurde?

gilt dann sicher auch für Maklerprovisionen (Immobilien)?

Hot, 2 mal fürs Gästeklo bestellt xD

EU, drei, kann des sein? Angelo Merte.

Wie sieht es da mit Qipu aus? Da werden ja auch unter Anderem KK Verträge mit eine Provision vergütet. Siehe gebuhrenfrei oder barclay Deal.

Ach die olle EU mit ihren Verschlimmbesserungen, da sitzen leute am großen Hebel die 40 Jahre in der Vergangenheit leben und alles ablehnen was mit deren Meinung nicht übereinstimmt.

Also im Klartext, ich kaufe was für 1000€, der Händler gibt mir 500€ Rabatt in Form eines Ama Gutscheines, aber MwSt darf ich trotzdem für die gesamten 1000€ zahlen und für die 500€ die ich bei Ama umsetze zahle ich dann so gesehen gleich doppelt MwSt ?

Bitte was?!?

Wer hat denn da wieder gepennt? -.-

Ok, hab auch zwei bestellt.

wird es wohl darauf hinauslaufen, Verträge mit Apple Produkten abzuschließen, denn diese sind allgemein die preisstabilsten Hardwareprodukte und eignen sich daher besonders gut für einen Wiederverkauf.


Die restlichen Kommentare finde ich nützlich, aber obige Aussage leuchtet mir nicht ein.

Erstens ist der Wiederverkaufspreis nur von Bedeutung, wenn ich das Gerät nach der Nutzung weiterverkaufen will.

Zweitens ist der Preis der Hardware oftmals gering relativ zu den Vertragskosten. Beispiel: meiner Freundin genügt ein Mittelklassehandy mit Neupreis von ca. 300 Euro reicht, aber sie braucht eine Allnet-Flat und das Netz mit der besten Netzabdeckung (sprich D1). Wenn ich ihre monatliche Grundgebühr auf zwei Jahre hochrechne, komme ich auf 960 Euro. Ob der Wiederverkaufswert ihres Handys jetzt 60 Euro mehr oder weniger ist, ist angesichts dieser Größenordnungen doch offensichtlich von nachrangiger Bedeutung.

"somit 19 % schlechter als früher"
Aber ist die Aussage nicht falsch?

Beispiel: Es gab 119 Euro, jetzt gibt es nur noch 100 Euro. Sind dies nicht jetzt gerundet 16 % weniger?

Wenn ich das richtig verstehe muss dann ja sogar ein Skonto versteuert werden?!? Was ist bitte mit Coupons und anderen Rabatten??

Habt ihr auch die Linksurteile?



Rev:
“somit 19 % schlechter als früher”
Aber ist die Aussage nicht falsch?


Beispiel: Es gab 119 Euro, jetzt gibt es nur noch 100 Euro.Sind dies nicht jetzt gerundet 16 % weniger?



Steuer = 19%, nicht 16%. So war das gemeint.

Was ist mit Qipu und anderen ähnlichen Portalen?



playhouse:

wird es wohl darauf hinauslaufen, Verträge mit Apple Produkten abzuschließen, denn diese sind allgemein die preisstabilsten Hardwareprodukte und eignen sich daher besonders gut für einen Wiederverkauf.


Die restlichen Kommentare finde ich nützlich, aber obige Aussage leuchtet mir nicht ein.


Erstens ist der Wiederverkaufspreis nur von Bedeutung, wenn ich das Gerät nach der Nutzung weiterverkaufen will.


Zweitens ist der Preis der Hardware oftmals gering relativ zu den Vertragskosten. Beispiel: meiner Freundin genügt ein Mittelklassehandy mit Neupreis von ca. 300 Euro reicht, aber sie braucht eine Allnet-Flat und das Netz mit der besten Netzabdeckung (sprich D1). Wenn ich ihre monatliche Grundgebühr auf zwei Jahre hochrechne, komme ich auf 960 Euro. Ob der Wiederverkaufswert ihres Handys jetzt 60 Euro mehr oder weniger ist, ist angesichts dieser Größenordnungen doch offensichtlich von nachrangiger Bedeutung.




Glaube es geht eher darum statt eine Auszahlung von 300€ zu nehmen, das IPhone mit Wert von 500€ zu nehmen und dieses dann zu verkaufen ;-)



playhouse:

wird es wohl darauf hinauslaufen, Verträge mit Apple Produkten abzuschließen, denn diese sind allgemein die preisstabilsten Hardwareprodukte und eignen sich daher besonders gut für einen Wiederverkauf.


Die restlichen Kommentare finde ich nützlich, aber obige Aussage leuchtet mir nicht ein.


Erstens ist der Wiederverkaufspreis nur von Bedeutung, wenn ich das Gerät nach der Nutzung weiterverkaufen will.


Zweitens ist der Preis der Hardware oftmals gering relativ zu den Vertragskosten. Beispiel: meiner Freundin genügt ein Mittelklassehandy mit Neupreis von ca. 300 Euro reicht, aber sie braucht eine Allnet-Flat und das Netz mit der besten Netzabdeckung (sprich D1). Wenn ich ihre monatliche Grundgebühr auf zwei Jahre hochrechne, komme ich auf 960 Euro. Ob der Wiederverkaufswert ihres Handys jetzt 60 Euro mehr oder weniger ist, ist angesichts dieser Größenordnungen doch offensichtlich von nachrangiger Bedeutung.



Dann nimm das iPhone, verkauf es für 600€, kauf deiner Freundin das Handy für 300€ und steck dir die übrig gebliebenen 300€ in die Tasche….



Klubkola: Steuer = 19%, nicht 16%. So war das gemeint.



dann sollte man das auch so schreiben. Effektiv gibt es 16% weniger als vorher und nicht 19%



playhouse:

wird es wohl darauf hinauslaufen, Verträge mit Apple Produkten abzuschließen, denn diese sind allgemein die preisstabilsten Hardwareprodukte und eignen sich daher besonders gut für einen Wiederverkauf.


Die restlichen Kommentare finde ich nützlich, aber obige Aussage leuchtet mir nicht ein.


Erstens ist der Wiederverkaufspreis nur von Bedeutung, wenn ich das Gerät nach der Nutzung weiterverkaufen will.


Zweitens ist der Preis der Hardware oftmals gering relativ zu den Vertragskosten. Beispiel: meiner Freundin genügt ein Mittelklassehandy mit Neupreis von ca. 300 Euro reicht, aber sie braucht eine Allnet-Flat und das Netz mit der besten Netzabdeckung (sprich D1). Wenn ich ihre monatliche Grundgebühr auf zwei Jahre hochrechne, komme ich auf 960 Euro. Ob der Wiederverkaufswert ihres Handys jetzt 60 Euro mehr oder weniger ist, ist angesichts dieser Größenordnungen doch offensichtlich von nachrangiger Bedeutung.




Cool, du hast ne Freundin. Sad story, bro.

ist das der Grund warum von che_che nichts mehr zu hören ist?! :P

Ähm... Was hat das Urteil jetzt mit einer Minderung der Angebote durch die Händler zu tun?

Admin

@test0r: lag eher daran, dass er erst verreist und dann krank war.

VerfasserRedaktion



Eddy:
Ähm… Was hat das Urteil jetzt mit einer Minderung der Angebote durch die Händler zu tun?



Vermittlerprovisionen waren zwar ohnehin immer netto, die Händler haben eben aber früher die MwSt. an den Kunden bei Auszahlungen weitergegeben ... das darf jetzt nicht mehr passieren.

dabeisein ist mitmachen
HOTT



DerRexxer:

Cool, du hast ne Freundin. Sad story, bro.
Das Trollen solltest Du aber noch lernen. Übe erst mal ein bißchen im heise-forum oder so

Warum kommt die Info erst jetzt und nicht vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes? Da wäre es hilfreich gewesen...



playhouse:

wird es wohl darauf hinauslaufen, Verträge mit Apple Produkten abzuschließen, denn diese sind allgemein die preisstabilsten Hardwareprodukte und eignen sich daher besonders gut für einen Wiederverkauf.


Die restlichen Kommentare finde ich nützlich, aber obige Aussage leuchtet mir nicht ein.


Erstens ist der Wiederverkaufspreis nur von Bedeutung, wenn ich das Gerät nach der Nutzung weiterverkaufen will.


Zweitens ist der Preis der Hardware oftmals gering relativ zu den Vertragskosten. Beispiel: meiner Freundin genügt ein Mittelklassehandy mit Neupreis von ca. 300 Euro reicht, aber sie braucht eine Allnet-Flat und das Netz mit der besten Netzabdeckung (sprich D1). Wenn ich ihre monatliche Grundgebühr auf zwei Jahre hochrechne, komme ich auf 960 Euro. Ob der Wiederverkaufswert ihres Handys jetzt 60 Euro mehr oder weniger ist, ist angesichts dieser Größenordnungen doch offensichtlich von nachrangiger Bedeutung.



Deine Freundin ist die hellste ;-)



che_che: Vermittlerprovisionen waren zwar ohnehin immer netto, die Händler haben eben aber früher die MwSt. an den Kunden bei Auszahlungen weitergegeben … das darf jetzt nicht mehr passieren.



Shit, das hättet ihr ruhig mal ankündigen können lol

Aktualisierst du dann deinen Thread? Brauche noch einen Vertrag bis Ende Mätz :-)



Eddy:
Ähm… Was hat das Urteil jetzt mit einer Minderung der Angebote durch die Händler zu tun?




Vorher hast du beispielsweise 500€ + 19% bekommen = 595€, jetzt würdest du nur noch 500€ bekommen. Also für dich 95€ weniger Auszahlung.

Da die MwSt eine durchlaufende Steuer ist, die kein Teinehmer am Wirtschaftskreislauf eingehalten darf, habe ich mich schon lange gewundert, mit welchem Selbstverständnis Unternehmer Bruttozahlungen an nicht Vorsteuerabzugesberechtige ausgezahlt haben. Dass ein großer Teil des deutschen Michels nicht versteht, dass die bisherige Praxis im Grunde genommen Steuerhinterziehung war, weil man eine Steuer einbehalten hat, die einem nicht gehört, und stattdessen auf die böse EU schimpft, spricht nicht unbedingt für die kaufmännische Kompetenz (die man aber auch nicht zwingend haben muss) und ganz massiv für den stammtischhaften Ansatz, die Prinzipien hinter einer Veränderung nicht verstehen zu wollen, sondern lieber einen Sündenbock zu finden.

@Harri: Skonto, Nachlässe und Rabatte sind keine Zahlung, die ein Händler an den Kunden leistet. Da muss nichts versteuert werden

@spam0r: Wenn der Händler einen Amazon-Gutschein über x Euro auslobt, hat er dafür zu sorgen, dass die x Euro lediglich der Nettobetrag der Prämie sind. Bislang hättest du bei deinem Beispiel einen Gutschein über 595,- bekommen, jetzt nur noch 500,-.



spam0r: aber

Was?
Es geht doch gar nicht um die direkte Händler-Endkunden-Beziehung.

Zudem, wo bezahlst du denn jetzt mehr MwSt in deinem Beispiel?
Du zahlst 19% auf die Kaufsumme und erhältst den Gutschein.

Und vorher hast du auch 19% auf die Kaufsumme bezahlt und den Gutschein erhalten.

Der Unterschied ist, dass der Vermittler dir vermutlich keinen 500-Euro-Gutschein mehr auszahlen wird, sondern 500 Euro vermindert um die MwSt. Die Auszahlungsangebote werden also schlechter, aber du zahlst nicht doppelt.

Es geht, so wie ich das sehe, eigentlich um den Vorsteuerabzug, den der Endkunde (Verbraucher) nicht geltend machen kann, weshalb bei einer "Erstattung" eines Vermittlers/Verkaufsagenten die MwSt nicht erstattet wird.

Wenn aber z.B. das erste leistende Unternehmen an ein anderes Unternehmen in der Leistungskette einen Rabatt gewährt, so kann hier auch die Vorsteuer abgezogen werden, weil sich im Laufe der Kette die Vorsteuerbeträge und MwSt-Beträge ändern.

Im Details ist es dann noch etwas komplizierter, aber wenn du es genau wissen willst, musst du es wohl nachlesen – ist nicht ganz einfach zu verstehen, aber dein Beispiel ist so nicht richtig.



Hollowman: st mit Qipu und anderen ähnlichen

Qipu darf analog an Verbraucher auch nur noch Nettoprovisionen auszahlen.



jami:
Warum kommt die Info erst jetzt und nicht vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes? Da wäre es hilfreich gewesen…


Gibt es denn ein neues Gesetz? Ich lese da von einem Urteil. Da UStG gibt es ja schon eine ganze Weile.



AS1287: relativ
Richtig, und das sind knapp 16% weniger (95/595). Die Auszahlungsangebote dürften im Schnitt also ca. 16% geringer ausfallen.



qnibert:
Da die MwSt eine durchlaufende Steuer ist, die kein Teinehmer am Wirtschaftskreislauf eingehalten darf, habe ich mich schon lange gewundert, mit welchem Selbstverständnis Unternehmer Bruttozahlungen an nicht Vorsteuerabzugesberechtige ausgezahlt haben. Dass ein großer Teil des deutschen Michels nicht versteht, dass die bisherige Praxis im Grunde genommen Steuerhinterziehung war, weil man eine Steuer einbehalten hat, die einem nicht gehört, und stattdessen auf die böse EU schimpft, spricht nicht unbedingt für die kaufmännische Kompetenz (die man aber auch nicht zwingend haben muss) und ganz massiv für den stammtischhaften Ansatz, die Prinzipien hinter einer Veränderung nicht verstehen zu wollen, sondern lieber einen Sündenbock zu finden.


Vielleicht hast du auch nur zu kurz gedacht. Für mich diente die Auszahlung zur rechnerischen Reduzierung der Grundgebühr. Die Monatsbeiträge zahle ich ja auch Brutto und nicht Netto, also war es, für mich, vorher ein durchlaufender Posten. Im Endeffekt war es einfach ein Rabatt auf die monatliche Rechnung.

Zwei Fragen sind neben den vielen Gästeklo-kommentaren meiner Meinung nach wichtig und ich würde mich über eine Antwort freuen:

- Wie sieht es mit qipu und co aus? Wird dieses Gesetz darauf einen Einfluss haben?
- Wie sieht es mit noch nicht getätigten Auszahlungen aus? Berühmtes (und aktuelles Beispiel) Postbank Amazon Gutschein.... da wird es schon bei den 150€ bleiben oder?

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