DSL Drosselung

Moin Leute, ich brauche mal euren Rat.

Ich habe einen DSL Vertrag mit einem kleineren Anbieter, wohne leider in einem Gebiet ohne Alternativen.
Vertrag den ich geschlossen habe beinhaltet eine "Breitbandflat" mit einem monatlichen Volumen von 2000 GByte.
Im Kleingeedruckten in den AGB steht, dass bei einer "mehrtägigen Nutzung von mehr als 30 GByte täglich" eine Drosselung erfolgen kann.

Nun hatte ich im Letzten Monat ca. 300 (!) Ausfälle des Internets zu unterschiedlichsten Zeiten zu beklagen. Morgens, Abends,es gab keinen Zeitplan dafür.
Habe mich entsprechend beschwerd. Nun kam die Antwort, dass dies an meinem Verbrauch liege, ich mit diesen Trennungen leben müsste und das man meinen Port weiter im Auge behält. Heute hatte ich nur einen Ausfall. Aber - Seit meiner Beschwerde bin ich gedrosselt!

Logisch gedacht: 30 Gbyte täglich mal 30 Tage macht 900 GByte. Ich kann also niemals mein vertraglich vereinbartes Volumen ausnutzen.

Das diese ganzen Klauseln nicht rechtens sein dürften, davon gehe ich mal aus. Da hab es doch mal ein Urteil zur Telekomdrosselung, beworben wurde eine Flatrate und daher ist die Drosselung vor Gericht gescheitert. Vergleichbar? Habe 2000 pro Monat und darf nur 30 pro Tag nutzen...

Vermutlich, ich kann es nicht nachprüfen, bin ich wohl einige Tage über mein Volumen hinausgegangen. Hatten einige Tage Besuch und es lief Tag und Nacht Youtube (hoffe nur das ;)).
Wir selbst haben unser Internet normal genutzt, inklusive Streaming (Amazon). Zugegeben an einigen Tagen sehr ausgiebig! Es dürfte unzweifelhaft sein, dass die Grenze von 30 GByte an einigen Tagen gesprengt wurde.

Ich möchte die ganze Angelegenheit (ist nicht das erste Mal, dass ich mich mit dem Anbieter rumzanke) gerne direkt einem Anwalt übergeben und zum einen für die vielen (protokollierten) Ausfälle die Rechnung mindern und zum anderen die volle Geschwindigkeit meines Anschlusses wieder haben.

Wer kann einen guten (online) Anwalt empfehlen, der sich evtl. schon mal mit solchen Problemen befasst hat?
Reicht hier ein Anwalt für einfaches Vertragsrecht?

Danke euch.

19 Kommentare

Welcher Vertrag der Telekom hat denn ein 2000GB Volumen? 0o

ronronron

Welcher Vertrag der Telekom hat denn ein 2000GB Volumen? 0o


Telekom? Kleinerer, unbekannter Anbieter

ronronron

Welcher Vertrag der Telekom hat denn ein 2000GB Volumen? 0o


Verlesen.
Welcher denn genau?

Nur mal der Vollständigkeit halber: Wenn es die Leitung hergeben würde, könntest du ja an 2 Tagen 1.000 GB Laden...

FyInfo

Nur mal der Vollständigkeit halber: Wenn es die Leitung hergeben würde, könntest du ja an 2 Tagen 1.000 GB Laden...


Habe es oben mal ergänzt. Haben eine 50000er Leitung. Dürfte Ca. 432 GByte pro Tag sein, bräuchte also mindestens vier Tage.
Aber natürlich lade ich nicht 24 Stunden mit volldampf runter. Habe es oben mal ergänzt.
Ich glaube, dass der Anbieter her einen Grund sucht um die vielen Ausfälle zu rechtfertigen.

Selbst auf dem kleinsten Land hättest du die Telekom dem kleinen Anbieter vorziehen können... Immerhin gehört der Telekom das Netz und bietet flächendeckend ihr Angebot an. X)

Lese mal die AGB deines Anbieters, die könnte nicht mehr rechts konform sein, die dürfen nur bestimmte Dienste Berechnen wenn es um Konkrete Drosselungen geht, Sachen wie Youtube, diverse Streams etc. dürfen sie nicht mit einbeziehen.

gar nicht Dorsseln dürfen sie wenn im Tarif Flatrate steht, das ist Irreführend und hast das das Urteil 26 O 211/13 als auch das Urteil für nicht eingehaltene Geschwindigkeiten AZ: 340 C 3088/08 als auch bei Ausfällen sogar ggf. Schadensersatz anspruch III ZR 98/12 auf deiner seite.

spiegel.de/net…tml
focus.de/dig…tml
spiegel.de/net…tml

das mit dem Geschwindigkeit einhalten ist nicht so Ideal für dich da du nicht Kündigen kannst, das gilt aber eigentlich für alles... du kannst nur deinen Provider auffordern die entsprechende band breite bereitzustellen, falls er doch drosselt, sollen die entsprechende Protokolle raus geben wo dies nachzuvollziehen ist das du so viel verbraucht hast... ansonsten kommst du nur mit einem Anwalt weiter.

Wer ist denn der Anbieter? Easybell?

FyInfo

Nur mal der Vollständigkeit halber: Wenn es die Leitung hergeben würde, könntest du ja an 2 Tagen 1.000 GB Laden...



50.000bits (50 mb) je Sekunde x 60 = 3 GB (1 Minute)
3 GB x 60 = 180 GB (1 Stunde)
180 GB x 24 = 4320 GB (Je Tag)

Natürlich mit max Raten und 24 Stunden gerechnet.
Also bräuchtest du im "Bestfall" nur knapp 12 Stunden, um dein komplettes Volumen verbrauchen zu können

FyInfo

Nur mal der Vollständigkeit halber: Wenn es die Leitung hergeben würde, könntest du ja an 2 Tagen 1.000 GB Laden...


50K Leitung = 50 Mbit = etwa 6 MB/s(Megabyte)

also 6 MB/s*60= 360 MB
360 MB*60= 21,6 GB
21,6GB*24=518 GB~

heißt er bräuchte etwas über eine Stunde um 30GB zu verballern, aber auch nur wenn er was größeres laden würde(One Click Hoster, Streaming etc.), nur durch Surfen im Internet dürfte er selbst kaum über 1GB am Tag kommen. um die 900 GB im Monat zu verbraten bräuchte er etwas unter 48 Stunden bei Dauerbelastung.

wenn du 50K Bits nimmst, wären das grade mal nur 0,006 MB/s oder 0,05 MBit das wäre für heutige Verhältnisse doch etwas mager.

Letztlich wird er wohl auf Granit beißen, die meisten stellen sich da quer und eine einheitliche Regelung wegen Drosselung gibt es noch nicht solange es kein BGH Urteil gibt und das wird dauern(noch mindestens 2 bis 3 Jahre)

eigentlich geht die Rechtsprechung bisher aber davon aus, wenn es Flatrate heißt es auch eine sein muss, nur leider gilt das Urteil des Landgerichts nur für die Telekom und kein anderen da es eine Einzelfall Entscheidung ist und kein Grundsatzurteil wie beim BGH, wo sich jeder dran halten müsste. also kann man nur hoffen das der Provider darauf eingeht, ansonsten hat man Pech, oder man Klagt selbst.

Nachher telefonierst du noch stundenlang mit der Festnetzflat und der Anbieter muss teuren Interconnect zahlen...

whoami

Selbst auf dem kleinsten Land hättest du die Telekom dem kleinen Anbieter vorziehen können... Immerhin gehört der Telekom das Netz und bietet flächendeckend ihr Angebot an. X)


Telefonica hat auch noch ein Netz

whoami

Selbst auf dem kleinsten Land hättest du die Telekom dem kleinen Anbieter vorziehen können... Immerhin gehört der Telekom das Netz und bietet flächendeckend ihr Angebot an. X)


Kein Festnetz. Lediglich Technik die aber immer mehr verkauft wird und bei der Telekom gemietet wird.

Nur, weil ein Gericht etwas in einem Fall entschieden hat, ist es nicht zwangsläufig verboten. Lediglich die Wahrscheinlichkeit steigt, dass in einem erneuten Prozess erneut so verfahren wird. Es sei denn es ist ein Grundsatzurteil.

Beispiel: Handynutzung im Auto während Start-Stopp Funktion (Motor aus). Ich könnte selbstverständlich immer noch ein Bußgeld und Punkte bekommen. Da aber das OLG Hamm entschied, dass dies in Ordnung ist, wird es in einem kommenden Prozess an niederen Gerichten höchstwahrscheinlich wieder so entschieden.

SirBothm

Wer ist denn der Anbieter? Easybell?


Wie kommst du ausgerechnet auf easybell? Das ist einer der Anbieter, die dem Kunden die meisten Freiheiten einräumen...

SirBothm

Wer ist denn der Anbieter? Easybell?



Das war eine einfache Frage, übers Handy konnte ich gestern nicht deren AGBs lesen, heute schon und gesehen, dass nichts dergleichen steht. Liebäugel nämlich wieder mit easybell.

Welchen Router hast du denn?
Und du kannst ja gerne mit einen Anwalt versuchen dagegen zu klagen, aber wenn es in ihren AGBs steht hast du schlechte Karten.

Die Telekom hat auf die Finger gehauen bekommen weil aie ihren Call& Surf via Funk als Flatrate beworbrn haben. Aber es war mit Highspeeddatendrosselung, und deswegen war die Drosselung bzw Bewerbung der Flatrate irreführend.

Das ist aber bei dir nicht der Fall.
Datendrosselung ist rechtlich bisher nicht mobiert / beanstandet worden solange sie in den AGBs steht.
Wenn du einen Anwalt einschaltest, dann wird dein Anvieter entweder seine Logdaten deinen Anwalt geben, der daraufhin entweder sagt, dass er keinen Plan hat oder dass dein Anbieter Recht hat und dann Kohle von dir verlangen.

DU bist nämlich bestimmt nicht in der Lage das Gegenteil zu beweisen.

ent0r

Welchen Router hast du denn? Und du kannst ja gerne mit einen Anwalt versuchen dagegen zu klagen, aber wenn es in ihren AGBs steht hast du schlechte Karten. Die Telekom hat auf die Finger gehauen bekommen weil aie ihren Call& Surf via Funk als Flatrate beworbrn haben. Aber es war mit Highspeeddatendrosselung, und deswegen war die Drosselung bzw Bewerbung der Flatrate irreführend. Das ist aber bei dir nicht der Fall. Datendrosselung ist rechtlich bisher nicht mobiert / beanstandet worden solange sie in den AGBs steht. Wenn du einen Anwalt einschaltest, dann wird dein Anvieter entweder seine Logdaten deinen Anwalt geben, der daraufhin entweder sagt, dass er keinen Plan hat oder dass dein Anbieter Recht hat und dann Kohle von dir verlangen. DU bist nämlich bestimmt nicht in der Lage das Gegenteil zu beweisen.


AGB's sind keine Gesetzte und wenn sie mal vor Gericht kommen, werden sie förmlich auseinander genommen weil die meisten Klauseln ganz klar Rechtswidrig sind und den Kunden Einschränken, AGB's sind nämlich immer so ausgelegt das der Konzern am meisten davon hat und die Gerichte in Deutschland sind ganz klar mehr auf Kundenseite als auf Seiten der Konzerne.

Deswegen haben die meisten Konzerne auch so Schiss davor deswegen vor Gericht zu Streiten, da sie wissen das sie den Kürzeren ziehen.

Das Call & Surf Urteil dürfte ohne Probleme auch auf DSL und VDSL Tarife übertragbar sein, Diverse Klagen Laufen ja Bereits gegen Anbieter die Drosseln bei ihren DSL Tarifen, das dürfte nur noch ein paar Jährchen dauern bis da mal ein BGH Urteil kommt.

Das Drosseln ist nämlich nur gut für die Anbieter, das sind Enorme Einsparungen für die, wenn jeder Kunde immer etwas Weniger an Leitung hat als Versprochen, oder sogar extrem Herunter gedrosselt wird, da Klingelt die Kasse bei den Providern, die bekommen die volle Kohle von den Kunden und sparen gleichzeitig viel Geld in der Bandbreite.

Ach, mir egal, dann klag doch einfach, wenn du glaubst es besser zu wissen.
Drosselung bei DSL ist genauso wie bei Mobilfunk vollkommen ok, solange es in den AGBs steht und es nicht als Flatrate angeboten wird.

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