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    [Ebay] Käufer will Artikel zurückgeben - zu Unrecht?

    Hallo,

    ich habe bei Ebay ein relativ teures Buch verkauft. Der Käufer will dieses nun zurückgeben, da er dies irrtümlich gekauft hat. Er war sich über den Inhalt nicht genau bewusst und hat dies mit einem anderen Buch verwechselt. In der Anzeige wurde von mir jedoch unmissverständlich auf den Inhalt hingewiesen, neben der korrekten ISBN, dem Autor usw.

    Obligatorisch wurde von mir natürlich der Satz geschrieben, dass ich aufgrund des Privatverkaufs keine Rücknahme anbiete.

    Nun zum Problem: Ich hab bei Ebay die Option leider übersehen, dass ich dort gesondert eine Rücknahme ausschließen kann/muss. Ich habe also parallel die Rücknahme angeboten.

    Wie ist der Fall zu beurteilen? Könnte der Käufer nun tatsächlich eine Rückgabe verlangen, obwohl ich dies in meiner Beschreibung ausgeschlossen habe?

    PS: Die Bezahlung erfolgte via Überweisung.

    Beste Kommentare

    Sehr geehrter Käufer,

    da in meinem Angebotstext eindeutig darauf hingewiesen wurde, dass ich keine Rücknahmen anbiete und die Artikeldetails ebenfalls tadellos bereitgestellt wurden, muss ich Ihre Anfrage nach einer Rücknahme leider ablehnen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Verkäufer

    54 Kommentare

    Kann ich nicht nachvollziehen.
    Der Punkt ist mir bekannt, aber dieser ist standardmäßig aktiviert.

    Ich meine bindend ist der Angebotstext. Dort ist dein Angebot beschrieben bzw. zu welchen Abreden du dein
    Artikel anbietest. Ich persönlich würde das Buch wohl zurücknehmen, wenn der Käufer mir glaubhaft
    darlegt, dass es ein Missverständnis war. Muss aber jeder für sich entscheiden. Ein Recht hat er m. E. nicht -
    meine Meinung als Laienjurist.

    In der Regel gilt das geschriebene Wort wohl mehr, als ein vergessener (im übrigen von EBAY wohl voreingestellter Button).

    Die Frage ist doch viel mehr, ob du erstens PP akteptiert hast --> dann siehts immer schlecht aus für den VK
    bzw. ob der Käufer den Rückversand tragen muss --> davon ist wohl regelmäßig auszugehen
    bzw. ob der Käufer ggf. das Buch gelesen hat bzw. eine "Verschlechterung" eingetreten ist (Wertersatz)

    Im Zweifelsfall und bei Überweisung würde ich es wohl nicht zurücknehmen und mich ggf. an Ebay wenden, falls eine negative Bewertung abgegeben wird --> was Egay aber idR herzlichst egal ist, wenn man kein Powersell ist...

    Einfacher Rat: Mahnbescheid raussenden. Alles andere ist sinnlos.

    Ich hasse diese Typen, die bei ebay Dinge "irrtümlich" kaufen. Wenn der Artikel korrekt beschrieben war mit ISBN etc. wie du schreibst würde ich ihn nicht zurücknehmen.

    Verfasser

    nr1610

    Kann ich nicht nachvollziehen. Der Punkt ist mir bekannt, aber dieser ist standardmäßig aktiviert.



    Man kann die Rücknahme ausschließen. Also den Punkt deaktivieren. Bei der Angebotserstellung hatte ich diesen abschließenden Punkt dann jedoch übersehen.

    schopper2

    Ich meine bindend ist der Angebotstext. Dort ist dein Angebot beschrieben bzw. zu welchen Abreden du dein Artikel anbietest. Ich persönlich würde das Buch wohl zurücknehmen, wenn der Käufer mir glaubhaft darlegt, dass es ein Missverständnis war. Muss aber jeder für sich entscheiden. Ein Recht hat er m. E. nicht - meine Meinung als Laienjurist.



    Der Käufer hat in dem Sinne aber keinen Schaden erlitten. Das Buch hat definitiv einen hohen Sammlerwert und wird auch gehandelt. Eine Weiterveräußerung durch den Käufer ist also, vielleicht sogar unter Gewinn, möglich.


    beneschuetz

    Einfacher Rat: Mahnbescheid raussenden. Alles andere ist sinnlos.



    Mahnbescheid?

    Wegen was?

    Verfasser

    Die Frage ist doch viel mehr, ob du erstens PP akteptiert hast --> dann siehts immer schlecht aus für den VK



    Ich mache bei Ebay jeden Verkauf ohne Paypal. Das Geld wurde (zum Glück) überwiesen.

    ne Ergänzung: Bei einer evtl. Rücknahme die Versandkosten den Käufer tragen lassen und 10 % vom Kaufpreis einbehalten - sozusagen, als "Entschädigung", damit der Käufer merkt, dass man Sachen (auch auf Ebay) nicht einfach zum Spaß kauft und sich vorher informieren muss. So würde ich es wohl machen.

    schopper2

    Ich meine bindend ist der Angebotstext. Dort ist dein Angebot beschrieben bzw. zu welchen Abreden du dein Artikel anbietest. Ich persönlich würde das Buch wohl zurücknehmen, wenn der Käufer mir glaubhaft darlegt, dass es ein Missverständnis war. Muss aber jeder für sich entscheiden. Ein Recht hat er m. E. nicht - meine Meinung als Laienjurist.


    Sehr geehrter Käufer,

    da in meinem Angebotstext eindeutig darauf hingewiesen wurde, dass ich keine Rücknahmen anbiete und die Artikeldetails ebenfalls tadellos bereitgestellt wurden, muss ich Ihre Anfrage nach einer Rücknahme leider ablehnen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Verkäufer

    beneschuetz

    Einfacher Rat: Mahnbescheid raussenden. Alles andere ist sinnlos.




    Stimmt, gerade nachgelesen. Geht in diesem Fall nicht.

    frag-einen-anwalt.de/Eba…tml

    Käufer hat ja gezahlt.

    schopper2

    ne Ergänzung: Bei einer evtl. Rücknahme die Versandkosten den Käufer tragen lassen und 10 % vom Kaufpreis einbehalten - sozusagen, als "Entschädigung",



    Rechtlich fraglich, das hätte man wohl vorher angeben müssen.
    Dein Sanktionsvorschlag ist zwar verständlich, aber Gesetze machen zum Glück noch andere die dafür zuständig sind

    Der Verkäufer muss hier gar nichts zurücknehmen. Das war nur ein Vorschlag wie man hier Kulanz
    walten lassen könnte.

    schopper2

    ne Ergänzung: Bei einer evtl. Rücknahme die Versandkosten den Käufer tragen lassen und 10 % vom Kaufpreis einbehalten - sozusagen, als "Entschädigung",


    Der Typ hat Pech gehabt und fertig.
    Wenn einer zu dämlich ist deine Beschreibung zu lesen ist das sein Problem.

    Verfasser

    Darüber hinaus wurde von ihm als Grund für die Rücksendung folgendes angegeben

    "Grund für Rückgabe: Entspricht nicht der Angebotsbeschreibung"

    Genau deswegen habe ich selbst im Text nochmal darauf hingewiesen, dass es zu keinem Missverständnis kommt.

    diarrhoe

    Der Typ hat Pech gehabt und fertig. Wenn einer zu dämlich ist deine Beschreibung zu lesen ist das sein Problem.



    Naja, es geht doch darum das er in seiner Beschreibung eine Rücknahme zwar ausschließt aber vergessen hat die Option Rücknahme in seinem Verkauf zu deaktivieren, oder? Wenn er die Option aktiviert hat, kann der Verkäufer doch theoretisch eine Rückgabe der Ware über eBay einleiten ... und wie eBay die Sache sieht steht dann wieder auf einem anderen Stern.

    Mario

    Sehr geehrter Käufer, da in meinem Angebotstext eindeutig darauf hingewiesen wurde, dass ich keine Rücknahmen anbiete und die Artikeldetails ebenfalls tadellos bereitgestellt wurden, muss ich Ihre Anfrage nach einer Rücknahme leider ablehnen. Mit freundlichen Grüßen Verkäufer



    sehr schön und höflich formuliert

    Natürlich ist der Käufer im Unrecht, wird sich aber dennoch durchsetzen können.

    Dealz99

    Natürlich ist der Käufer im Unrecht, wird sich aber dennoch durchsetzen können.



    Denke ich auch, weil der Käufer den Rücksendeprozess über ebay einleiten kann.

    Ich würde deshalb höflich und bedauernd auf den unmissverständlichen Auktionstext verweisen und einfach abwarten wie der Käufer reagiert. Was auch nützlich sein kann ist auf Zeit zu spielen, also die Antwortfristen maximal ausreizen.

    Dealz99

    Natürlich ist der Käufer im Unrecht, wird sich aber dennoch durchsetzen können.


    Würde ich jetzt nicht unbedingt so sehen. Es gibt ein von Ebay standartisiertes Feld, in dem steht, ob eine Rücknahme angeboten wird oder nicht, auf das sich der Käufer verlassen hat und auch berufen kann. Dieses Feld hat der Verkäufer hier falsch ausgefüllt. Die Frage ist jetzt nur, was gilt eigentlich, wenn die Auktion wie im vorliegenden Fall zwei, sich wiedersprechende Angaben enthält (Rücknahme wird angeboten und Rücknahme wird nicht angeboten). Hier würde ich i.d.R. davon ausgehen, dass das Risiko hierfür beim Verkäufer liegt (der hat ja den Fehler gemacht, und weiß im Gegensatz zum Käufer als einziger, welche der beiden Angaben nun stimmt) und nicht beim Käufer (der hat sich auf die eine Angabe eben verlassen).

    nr1610

    Kann ich nicht nachvollziehen. Der Punkt ist mir bekannt, aber dieser ist standardmäßig aktiviert.


    unbenanntp3zqvxtmir.jpg
    Das sind die beiden Auswahlmöglichkeiten.
    Der Untere ist meines Erachtens nach die Standardeinstellung.
    Problem ist nur, dass du jetzt widersprüchliche Angaben gemacht hast.
    Selbst wenn du es im Text anders geschrieben hast, hast du es im Ebaysystem anders hinterlegt.
    Ich glaube nicht, dass du da viel machen kannst bzw. das Ebay das so locker sieht.

    Dealz99

    Natürlich ist der Käufer im Unrecht, wird sich aber dennoch durchsetzen können.


    wenn er die Rücknahme hätte akzeptieren wollen, dann hätte er sie im Text nicht ausgeschlossen.

    totmacher

    Darüber hinaus wurde von ihm als Grund für die Rücksendung folgendes angegeben "Grund für Rückgabe: Entspricht nicht der Angebotsbeschreibung" Genau deswegen habe ich selbst im Text nochmal darauf hingewiesen, dass es zu keinem Missverständnis kommt.


    Das ist ja ein Scherzkeks.

    Verfasser

    Danke erstmal für die vielen Konstruktiven Antworten. Hätte da eigentlicht weniger Qualität erwartet :-)

    Ich würde einfach mal bei ebay direkt anrufen :-)

    woodrobertz

    wenn er die Rücknahme hätte akzeptieren wollen, dann hätte er sie im Text nicht ausgeschlossen.


    Genauso aber auch andersherum: Wenn er die Rücknahme nicht hätte akzeptieren wollen hätte er das bei den Versandinformationen auch nicht so ausgewählt.

    Die Auktion wiederspricht sich so nun einmal. Und ich denke nicht dass man diesen Wiederspruch dem Käufer anlasten kann (der konnte dafür direkt nichts) wohingegen der Fehler bei der fehlerhaften Aktionserstellung vom Verkäufer gemacht wurde.

    Verfasser

    Genauso aber auch andersherum: Wenn er die Rücknahme nicht hätte akzeptieren wollen hätte er das bei den Versandinformationen auch nicht so ausgewählt.



    Es war bei mir jedoch 'voreingestellt'. Ich habe die Option nicht direkt ausgewählt.

    Um wieviel Geld geht's überhaupt? Und um was fürn Buch?
    Und wieso sollte der Käufer sich durchsetzen? Was will der denn machen? Der TE hat doch das Geld.

    Ich würde hier erstmal gar nichts machen, Geld hast du ja erhalten. Falls Käufer mit Anwalt droht kannst dir ja überlegen ob du aus Kulanz Ware zurücknimmst oder selber einen Anwalt einschaltest, der kann dir dann sicher auch sagen wie es sich aufgrund der deinerseits nicht wahrgenommenen Voreinstellung rechtlich verhält.

    Frag mich eh was der Blödsinn von eBay soll, fiel mir auch erst hinterher bei meinen Auktionen auf dass der Punkt ohne mein Wissen aktiviert war...

    Verfasser

    Das Buch hat mehr als 100 Euro gekostet.

    Genauso aber auch andersherum: Wenn er die Rücknahme nicht hätte akzeptieren wollen hätte er das bei den Versandinformationen auch nicht so ausgewählt.



    Das wird ebay nicht interessieren und den Käufer ja offenbar auch nicht. Falls er das Buch zurücksendet, hast du leider Pech gehabt, vereinfacht ausgedrückt. Du könntest den Rechtsweg beschreiten, aber lohnt sich das?

    Als Privatverkäufer muss deine Auktion nicht völlig unmissverständlich sein, aber da der Käufer die Gelegenheit wohl beim Schopfe packt und die Rücksendung veranlasst, nützt dir die gängige Rechtsprechung da zunächst nichts.

    Immerhin wirst du diesen Flüchtigkeitsfehler bestimmt nicht noch einmal machen.

    totmacher

    Das Buch hat mehr als 100 Euro gekostet.



    Und war ein Sachbuch? Wahrscheinlich hat der Käufer jetzt das für ihn wichtige kopiert und brauch es nicht mehr

    Dracool

    Du könntest den Rechtsweg beschreiten, aber lohnt sich das?



    Der Käufer muss den Rechtsweg bestreiten weil er das Geld wieder haben will aber lohnt sich das?

    Verfasser

    Und war ein Sachbuch? Wahrscheinlich hat der Käufer jetzt das für ihn wichtige kopiert und brauch es nicht mehr



    Nein, es war ein typischer Fall von nicht richtig lesen können bzw. wollen.

    ich würde persönlich anbieten das er es auf eigene Kosten zurücksenden kann und dann sEin Geld zurück bekommt. hättest durch den Versand dann leider etwas Verlust . aber naja

    Nicht zurück nehmen.
    Ich vermute mal der Typ hattr jemand dem er dein Buch verkaufen wollte der ist aber anscheinend abgesprungen weil wer nicht mal sich eine Artikelbeschreibung durchlesen kann wird wahrscheinlich keine Bücherlesen ergo er wollte damit gewinn erzielen und nun weis er nicht wohin mit dem Buch.

    Verfasser

    Er meinte, dass er das Buch jemanden zum Geburtstag schenken wollte. Bei dem Inhalt wäre dies jedoch ein höchst zweifelhaftes Geschenk :-)

    totmacher

    Er meinte, dass er das Buch jemanden zum Geburtstag schenken wollte. Bei dem Inhalt wäre dies jedoch ein höchst zweifelhaftes Geschenk :-)

    haha jap einfach nur ne Billige ausrede der wollte damit Geld machen ich kenne niemand der mein Bday Geschenk wieder zurück geben will du?

    Verfasser

    Du hast sicherlich Recht in deiner Vermutung. Er hätte vielleicht mit dem Buch ein Geschäft gemacht, das er eigentlich gesucht hat.

    Hab ihn mal gegoogelt. Scheint auch gern mal ein paar Telefon-Nr. von Z(Z) Promis bei FB verkaufen zu wollen. Täterbild passt also :-)

    Naja, wie auch immer. Ich halte die Füße still und warte ab.

    diarrhoe

    Der Typ hat Pech gehabt und fertig. Wenn einer zu dämlich ist deine Beschreibung zu lesen ist das sein Problem.



    ? Wie Ebay die Sache sieht, ist völlig egal, die entscheiden nicht über Recht und Unrecht. Eine Rückgabe kann nicht eingeleitet werden, wenn per Überweisung gezahlt wurde.
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