eingestellt am 18. Jan 2023 (eingestellt vor 13 h, 21 m)
Hallo,

mich beschäftigt das neue Gesetz zur Meldung von Umsätzen.

Stehe da etwas auf dem Schlauch, da man viele Meinungen dazu hört.

Ist es richtig das normale Kleinanzeigen Verkäufe ohne die Bezahlfunktion von Ebay nun nicht erfasst werden?!

So habe ich das nämlich verstanden ?!

Eine Meinung eines Users hierzu:

"Leute, keine Panik! eBay Kleinanzeigen hat doch schon im Dezember vorgesorgt um uns private Verkäufer zu schützen! Denn nun kann man einen verkauften Artikel nur noch LÖSCHEN und nicht mehr als "VERKAUFT" beenden bzw. markieren! D.h. , und das ist doch völlig offensichtlich: Artikel werden nicht mehr verkauft sondern die betreffenden Anzeigen werden gelöscht. Somit ist der Artikel also offiziell nicht mehr verfügbar, jedoch offiziell nicht verkauft welches dann als Erlös zu bewerten wäre! Merke: ein verkaufter Artikel muss gemeldet werden, ein gelöschter Artikel nicht! Alles klar?So einfach ist das! Da hat eBay KA mal clever Voraus gedacht"



Laut ebay Kleinanzeigen Faq:

"Das Wichtigste zuerst

Es geht ausschließlich um Verkäufe. Außerdem: Die Zahl der von dir aufgegebenen Anzeigen spielt keine Rolle. In der Regel wissen wir nicht, ob ihr euch einig geworden seid, es also tatsächlich zu einem Verkauf gekommen ist.

Wir übermitteln ausschließlich Informationen zu Transaktionen an die Finanzbehörden, bei denen wir mit Sicherheit wissen, dass es sich um eine erfolgreiche Transaktion (also einen abgeschlossenen Verkauf) handelt. Eine Übersicht deiner erfolgreichen Transaktionen findest du bei unserem Partner OPP (siehe Frage Wo finde ich Informationen zur Zahl und dem Wert meiner Transaktionen?). Du musst aktuell nichts tun."

Heisst das für mich, wenn ich den eBay Kleinanzeigen Bezahldienst nicht anbiete, dass ich soviel verkaufen kann wie ich will ?!

Bin mir da aktuell noch unsicher... Was sagt ihr dazu?

lg
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41 Kommentare

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    ebay Kleinanzeigen ist (ohne "Sicher Bezahlen") keine Plattform im Sinne des Gesetzes. Man muss sich dafür nur das Gesetz durchlesen. Auch ein Vertreter von ebay Kleinanzeigen hat das schon im Interview bestätigt: mydealz.de/com…247

    Außerdem scheint ebay Kleinanzeigen "Sicher Bezahlen" seit letzter Woche abgeschafft zu haben, um nicht als Plattform zu gelten. Mir wurde das zumindest nicht mehr angezeigt, als ich im Browser einen Artikel eingestellt habe.

    Aber an der Steuerpflicht oder dem möglichen Vorwurf des gewerblichen Handelns hat sich absolut nichts geändert. Heißt also:
    - Die Finanzbehörden überwachen natürlich auch ebay Kleinanzeigen mit Tools und versuchen auffällige Verkäufer zu finden.
    - Gewerbliche Händler, deren Geschäft durch die "Privatverkäufer" geschädigt wird, können auch Daten sammeln und abmahnen.
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    Tatsache, Sicher bezahlen ist verschwunden. Super das Kleinanzeigen da so kundenfreundlich agiert.
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    Selbst WENN eBay Kleinanzeigen deine Umsätze melden würde, heißt das noch lange nicht, dass man diese auch besteuern muss. Steuern fallen nur auf Gewinne an, das heißt, wenn du beim Verkauf mehr bekommst als du ursprünglich mal gezahlt hast. Normale Privatverkäufer haben diese Konstellation in der Regel nur selten. Wenn du regelmäßig und in größerem Umfang mit Gewinn verkaufst, handelst du allerdings gewerblich und - wenn du es in deiner Steuererklärung nicht angibst - begehst Steuerhinterziehung.

    Dass hier seitens des Finanzamtes versucht wird strenger zu kontrollieren, sollte im Interesse aller ehrlichen Bürger sein. Pseudo-Privatverkäufer schaden den Bürgern gleich mehrfach:
    - Künstliche Verknappung von Waren (Grafikkarten, Corona-Masken etc.) und Preistreiberei
    - Steuerhinterziehung, wodurch dem Staat und damit uns allen weniger Mittel zur Verfügung stehen
    - für den Käufer entfallen sämtliche Gewährleistungs- und Widerrufsrechte, die eigentlich bei einem gewerblichen Verkäufer gelten würden

    Also: Wenn euch verdächtige Verkäufer unterkommen, ruhig auch privat dem Finanzamt mal einen Tipp zukommen lassen. Gibt in vielen Bundesländern entsprechende Formulare.
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    ich sage mal so: ich denke nicht, dass du vom fach bist.
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    Klingt für mich genau danach!
    Habe mich auch schon damit beschäftigt und war mir nicht sicher, wie das getracked werden soll, da vor Ort ja einiges schief gehen kann. Einzig über die Chatfunktion mache ich mir noch Gedanken, weshalb ich das Gespräch mit potenziellen Käufern nach Möglichkeit telefonisch abschließe.
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    Autor*in
    Gut, dann verstehe ich das hoffentlich richtig . Habe auch schon überlegt anfragen nur noch telefonisch anzunehmen damit man nicht über den Chat Rückschlüsse ziehen kann.

    Oder was ich mir überlegt habe, Artikel nicht mehr zu löschen,sondern immer zu bearbeiten damit man keinen Verkauf hat ...

    Aber sollte es dann so sein wie ich es verstanden habe, wäre das ja super und man muss sich keinen Kopf mehr machen

    Ich würde nur gerne wissen wo man die Umsätze einsehen kann, Ebay Kleinanzeigen schreibt ja, das die registrierten verkäufe bei dem Partner Gemeldet werden. Hier habe ich noch keinen Link gesehen ... Dann kann man das immerhin überprüfen was dann gemeldet wird .
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    Autor*in
    Ich habe es jetzt nochmals versucht über Bankdaten ändern und diesmal hat die Weiterleitung auf die Internetseite geklappt.

    Konnte dann mein Konto verknüpfen und kann dort nun meine Verkäufe die ich über den Zahlungsdienstleister gemacht habe einsehen ... wenn dann nur diese Beträge gemeldet werden ist ja alles super:)
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    Dass die Leute sich jetzt darüber überhaupt Sorgen machen müssen, ist ein Armutszeugnis. Wir hatten hierzulande mal das Bankgeheinmis mit Richtervorbehalt. Der Staat ist dadurch nicht verhungert. Im Gegenteil, das fiel sogar mit dem Wirtschaftswunder zusammen... (bearbeitet)
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    Wie soll den eBay Kleinanzeigen die Daten über die Verkäufe erfassen? Bei der Anmeldung musst du nicht deinen echten Namen eingeben, auch nicht deine Adresse oder Steuer-ID. Außerdem wird nicht getrackt, welche Artikel wirklich verkauft wurden. Ein Löschen der Anzeige ist ja nicht gleichzusetzen mit einem Verkauf.

    Und das Chat-Protokoll sagt mal rein gar nichts aus. Wie oft habe ich mich schon mit einem Abholer geeinigt und letztlich erschien er nicht.

    * Gilt natürlich nur, wenn man nicht per eBay Kleinanzeigen direkt bezahlen lässt.
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    Heisst das für mich, wenn ich den eBay Kleinanzeigen Bezahldienst nicht anbiete, dass ich soviel verkaufen kann wie ich will ?!

    Auch bei Ebay kleinanzeigen wird abgemahnt, wenn man es als privater Verkäufer übertreibt und eindeutig gewerblich handelt. Musst nur einem gewerblichen Händler auffallen, dem das stinkt.

    "Soviel verkaufen wie ich will" galt auch bisher bereits dort nur eingeschränkt.
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    Autor*in
    Ja das ist klar, aber es wird ja dann nicht automatisch von Ebay Kleinanzeigen ans Finanzamt gemeldet... darum ging es mir:)
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    Der Grund warum ebay Kleinanzeigen nicht erfasst werden, liegt meiner Meinung nach in folgendem Absatz aus dem Gesetz bzgl. der Defintion was eine Plattform laut Gesetz ist:

    Unbeschadet der Sätze 1 und 2 handelt es sich unter anderem nicht um eine Plattform, wenn die Software ausschließlich ermöglicht:
    1.die Verarbeitung von Zahlungen, die im Zusammenhang mit einer relevanten Tätigkeit erfolgen;
    2.das Auflisten einer relevanten Tätigkeit oder die Werbung für eine relevante Tätigkeit durch Nutzer oder
    3.die Umleitung oder Weiterleitung von Nutzern auf eine Plattform.

    gesetze-im-internet.de/pst…tml
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    Man kann sehr wohl noch als verkauft deklarieren und wird dann noch mit Auswahlmöglichkeiten gefragt wo, da kann man dann sagen woanders zumindest war das bei mir heute in der App so.
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    Autor*in
    Komisch bei mir geht das nicht mehr ..

    Ich kriege es auch nicht hin bei dem Zahlungsdienstleister ein Konto zu eröffnen um meine bestätigten Verkäufe einzusehen ... hat jemand Tipps für mich?!
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    Frag doch mal entsprechend der DSGVO die zu deiner person gespeicherten Daten ab, dann gibt es Klarheit.
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