Ebay Problemfall - unzureichend Versichert?

Hallo,


ich habe einen Gutschein über einen Preis-Vorschlag bei Ebay gekauft und im Endeffekt nichts erhalten. Bevor ich einen Gegenvorschlag akzeptiert habe, habe ich den Verkäufer gebeten, die Versandkosten im Angebot komplett zu streichen und mir den Code einfach per PN mitzuteilen. Er sagte ihm wäre es viel zu unsicher und er möchte sicher sein, dass der Code beim Käufer ankommt. In der Artikelbeschreibung stand "Es ist sowohl die Abholung in xxx als auch der versicherte Versand möglich". Für den Versand wollte 2,75€ (Standardversand Einschreiben) haben.


Der Brief kam nicht an und ich habe ihn erneut nach einem Foto vom Code gebeten. Ein Foto von dem Gutschein hatte er nicht gemacht (obwohl es um ziemlich viel Geld ging) und hat vorgeschlagen, eine Woche zu warten. Vlt. kommt der Brief doch an. Letztendlich ist bei mir nichts angekommen und er meinte dazu, er hätte den Brief falsch versichert und dadurch hätte er jetzt nur 25€ als Erstattung bekommen. Der Verkäufer erklärte sich auch bereit, mir das Geld zu erstatten.


Er hätte jetzt nur noch ein Problem, Geld zu besorgen. Deswegen hat er mir zuerst einige Sachen angeboten. Die Angebote habe ich abgelehnt (hat mich nicht weiter interessiert). Dann hat er mir mehrmals versprochen, etwas zu verkaufen und mir danach das Geld zu überweisen. Danach erzählte er, dass er mir das Geld von seinem EM-Gewinn überweisen kann, der wieder in 2-4 Wochen kommen sollte. Diese ganzen Verhandlungen dauerten länger als 2 Monate und diese Kommunikation habe ich dann einfach abgebrochen und einen Rücktritt vom Kaufvertrag an ihn geschickt. Also mein Geld habe ich bis jetzt nicht erhalten.


Eine Anzeige wurde bei der Polizei schon erstattet und die eigentliche Frage lautet - macht es Sinn ein Mahnverfahren usw. zu starten? Oder habe ich dann im schlechtesten Fall (vor Gericht) schlechte Karten und muss auch noch die Gerichtskosten usw. selbst bezahlen?


Herzlichen Dank für Eure Erfahrungen, Ideen und Meinungen.


Viele Grüße

Beliebteste Kommentare

Macht ihr das im echten Leben auch so, dass ihr jeden der irgendwas falsch gemacht hat erstmal als naiven Deppen hinstellt, anstatt zu versuchen ihm zu helfen?

Nicht dass es mich wundern würde, dass das hier wieder so läuft. Ich kann es nur immer nicht nachvollziehen.
Dass es nicht die beste Entscheidung war, sich den Gutschein per Einschreiben schicken zu lassen, dürfte Zarathustra123 wohl auch selbst schon festgestellt haben. Er hat hier nicht gepostet, um sich das nochmal von 10 superschlauen Mydealzern unter die Nase reiben zu lassen, sondern um Rat zu bekommen, wie er vielleicht noch an sein Geld kommt.

Warum sich in solchen Situationen immer so viele auf die Seite des Betrügers stellen, anstatt auf die Seite dessen, der aufgrund eines Fehlers betrogen wurde, ist mir echt ein Rätsel.

----

Zarathustra123: Bei der Anzeige wird ziemlich sicher nichts rauskommen. Trotzdem ist sie ein Zeichen an den Verkäufer, dass du es ernst meinst, und das ist gut. Ich glaube nicht, dass der Verkäufer ein "Serienbetrüger" ist, dem es völlig egal ist, ob er angezeigt wird und ob er im Mahnverfahren vor ein Zivilgericht muss. Wenn das so wäre, hätte er längst den Kontakt einfach abgebrochen und nicht noch 2 Monate lang per Mail verhandelt. Er wollte dich vermutlich einfach so lange hinhalten bis du irgendwann von dir aus aufgibst. Und den Gefallen würde ich ihm nicht tun. Wie gesagt, ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall zumindest das Mahnverfahren einleiten. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass er sich, wenn er die Wahl hat zwischen "Widerspruch einreichen und ein Gerichtsverfahren mit Zusatzkosten riskieren" und "Kleinbeigeben und das Geld zurücküberweisen" für letzteres entscheidet.

Amselchenvor 4 h, 32 m

Typisches Beispiel von Gier frisst Hirn...Ab dem Punkt wo er nur per Post versenden wollte hättest schon alles abbrechen sollen. Sieh es als Lehrgeld an.


Genau. Man sollte prinzipiell keine rechtlichen Schritte einleiten, wenn man betrogen wurde. Wenn andere kriminell agieren, ist man selbst schuld.
Logik gab es wieder im Sonderangebot.

33 Kommentare

"Eine Anzeige wurde bei der Polizei schon erstattet und die eigentliche Frage lautet - macht es Sinn ein Mahnverfahren usw. zu starten? Oder habe ich dann im schlechtesten Fall (vor Gericht) schlechte Karten und muss auch noch die Gerichtskosten usw. selbst bezahlen?"

Wenn man nicht weiß um welchen betrag es geht lässt sich das natürlich mit eindeutiger Sicherheit sagen.

Wenn die Gerichtskosten den Sachwert überschreiten ist davon wohl abzuraten.


Du wirst im Normalfall sowieso auf den Privatklageweg verwiesen, es sollte eigentlich unrelevant sein ob du nun schon ein Mahnverfahren startest, der Sachverhalt ändert sich dadurch ja nicht, aber sowas sollte jemand beantworten der dir das
auch dingfest beantworten kann zum Beispiel ein Anwalt, wenn du einen Rechtsschutz hast würde ich diesen auf
jeden Fall bemühen. Ob die Öffentlichkeit kein Interesse an der Strafverfolgung hat kann dir hier auch keiner
mit den wenigen Infos beantworten, und das Vorstrafenregister von der Person kennt auch keiner.

Aber interessant ist die Sache schon, normal ist mit der Übergabe an den Versand der Verkäufer aus der Gewährleistung
heraus soviel ich weiß. Und wenn du mit dem postalischem Versand als Einschreiben einverstanden warst bekommst
du eventuell auch kein Recht bzw. dein Geld zurück, allerdings gibt es ja die Schriftverkehre zwischen euch die die
Sachlage vielleicht wieder drehen, solltest du keinen Rechtsschutz haben wende dich an einen Onlineanwalt, da
bekommt man aussagekräftige Antworten für recht kleines Geld.

Für mich persönlich wäre an der Stelle wo er den Code nicht versenden wollte der Kauf beendet gewesen wenn er
darauf bestanden hätte, hätte er parallel noch postialisch versenden können, was aber jeder Logik wiederspricht.

Bearbeitet von: "bayernex" 15. November

Ich lese hier gar nichts zu der Tracking-Nummer des Einschreibens. Wäre wohl die aller erste Frage gewesen. Wenn es die auch nicht gibt, hat er dich komplett verarscht.

Bei solchen Typen lohnt sich dann in der Regel auch kein Klageweg, da die entweder untertauchen oder einen Offenbarungseid leisten.

Das Problem ist: Das Versandrisiko liegt beim Käufer.

Klingt aber alles sehr dubios. Wenn er aber zugesichert hat, dir das Geld zu erstatten, würde ich im Zweifel wirklich den Klageweg beschreiten. Um welchen Betrag geht es?

optimussvor 1 h, 4 m

Wenn man nicht weiß um welchen betrag es geht lässt sich das natürlich mit eindeutiger Sicherheit sagen. Wenn die Gerichtskosten den Sachwert überschreiten ist davon wohl abzuraten.


Wie hoch sind denn die Gerichtskosten usw in dem Fall?
Prinzipiell geht es mir nicht darum, ob diese Kosten den Sachwert übersteigen. Das Geld hätte ich auch bezahlen können, wenn ich mit gewisser Sicherheit wüsste, dass ich vor Gericht gewinne und die Gerichtskosten vom Verkäufer dann auch erstattet werden müssen (soweit ich weiß).

bayernex: Ich habe leider keine Rechtschutzversicherung. Wie ich verstehe, ist es jetzt auch zu spät, sie abzuschließen. Sonst hätte ich diesen Problemfall vielleicht schon gelöst.

notimportant: Der Typ hat in der Zeit unserer Kommunikation seinen Wohnsitz gewechselt.

Seneca: ca. 300€. Genau das ist das Problem. Man könnte darauf verweisen, dass er entweder Barzahlung bei Abholung oder versicherten Versand in der Beschreibung erwähnt. Dabei gab es keine Möglichkeit, auf der Ebay-Seite die Versandart selbst zu wählen. Somit könnte man davon ausgehen, dass der versicherte Versand eigentlich vom Verkäufer auch als Standartversand angeboten wird. Das habe ich auch so im ersten Moment interpretiert.

Danke sehr für eure Antworte.
Bearbeitet von: "Zarathustra123" 15. November

Trackingnummer?

Glaube eher den Gutschein gab es nie...

Yep, ein Einwurf-Einschreiben ist mit 25€ versichert. Aber was sagt denn die Tracking Nummer??
Und was bitteschön ist denn "viel" Geld? Das fängt je nach Alter so ab 1€ an... wenn du mit Klagen um dich wirfst muss es schon um Tausende gehen, damit sich das lohnt.

Falls du mit Überweisung gezahlt hast ist die Zeit abgelaufen da jetzt von deiner Seite noch was rücküberweisen zu lassen. PayPal hätte man evtl was machen können.

Edit: Na ok, 300€ ist schon was das weh tun kann... Bleibt immer noch die Frage der Trackingnummer...
Bearbeitet von: "dinoo" 15. November

Burby123vor 5 m

Trackingnummer?Glaube eher den Gutschein gab es nie...



Dummerweise habe ich danach nicht gleich gefragt. Es ist schon eine Weile her. Soll ich etwa jetzt versuchen, von ihm die Trackingnummer zu erhalten?

Zarathustra123vor 1 m

Dummerweise habe ich danach nicht gleich gefragt. Es ist schon eine Weile her. Soll ich etwa jetzt versuchen, von ihm die Trackingnummer zu erhalten?



ja,

wirst aber keine bekommen, hätte mich nie so lange hinhalten lassen

Burby123vor 27 m

ja,wirst aber keine bekommen, hätte mich nie so lange hinhalten lassen



Das könnte doch ein Vorteil für mich sen? Ein Beweis ohne Quittung, dass er genau den Gutschein abgeschickt hat, scheint weniger seriös zu sein.

dinoo: Der Paypal-Käuferschutz gilt nicht für Gutscheine.
Bearbeitet von: "Zarathustra123" 15. November

Zarathustra123vor 16 m

Das könnte doch ein Vorteil für mich sen? Ein Beweis ohne Quittung, dass er genau den Gutschein abgeschickt hat, scheint weniger seriös zu sein.dinoo: Der Paypal-Käuferschutz gilt nicht für Gutscheine.



du hast per Paypal bezahlt? warum hast du keinen Fall aufgemacht und dir das Geld zurück geholt? oh man

sind die 180 Tage schon um?
egal ob es um GS geht, der Verkäufer muss trotzdem nachweisen, das er es vershcickt hat

Burby123vor 12 m

du hast per Paypal bezahlt? warum hast du keinen Fall aufgemacht und dir das Geld zurück geholt? oh man sind die 180 Tage schon um?egal ob es um GS geht, der Verkäufer muss trotzdem nachweisen, das er es vershcickt hat



Das habe ich auch gleich getan. Darum weiß ich ja jetzt, dass man den Super-Paypal-Ebay-Käuferschutz bei den komplizierteren Fällen mit Gutscheinen gleich vergessen kann.
Bearbeitet von: "Zarathustra123" 15. November

Senecavor 2 h, 17 m

Das Problem ist: Das Versandrisiko liegt beim Käufer.


Das Problem ist: Die Antwort ist falsch bzw. so nicht ganz richtig!
Wer hier das Versandrisiko trägt, entscheidet die Art des Ebaykontos:
Ist der VK privat, dann trägt der Käufer nach § 447 Abs.1 BGB das Risiko bei Verlust oder Beschädigung. Es sei denn der VK hat nachweislich nicht ordnungsgemäß versendet/verpackt. Hier kommt dann § 447 Abs. 2 BGB ins Spiel, denn dann kann der VK haftbar gemacht werden bzw. er hat Schadensersatz zu leisten.
Ist der VK ein gewerblicher Händler, dann trägt er grundsätzlich das Versandrisiko und ist haftbar.

Typisches Beispiel von Gier frisst Hirn...
Ab dem Punkt wo er nur per Post versenden wollte hättest schon alles abbrechen sollen. Sieh es als Lehrgeld an.

Ich würde auf alle Fälle ein Mahnverfahren starten. Das heißt du sendest ihm zunächst nochmal eine schriftliche Aufforderung, dir das Geld zurückzuzahlen, setzt ihm eine angemessene Frist und weist ihn darauf hin, dass du sonst ein gerichtliches Mahnverfahren startest und dadurch weitere Kosten auf ihn zukommen.
Bezahlt er nicht innerhalb der von dir gesetzten Frist (von z.B. 14 Tagen), dann leitest du das Mahnverfahren ein. Dafür musst du 32 Euro vorstrecken, was sich bei 300 Euro Gegenstandwert schon lohnen sollte.

Er hat dann wiederum 14 Tage Zeit, zu widersprechen. Tut er das nicht, kannst du einen Vollstreckungsbescheid beantragen und bist berechtigt zur Zwangsvollstreckung.

Vor Gericht geht es nur, wenn er Widerspruch einlegt UND du die Kosten für das Verfahren vorstreckst. D.h. du kannst dann immer noch entscheiden, ob du tatsächlich den nächsten Schritt vors Gericht gehen möchtest oder nicht. Das passiert nicht automatisch und wenn du die Gerichtskosten im Voraus nicht zahlst, werden die auch nicht aktiv.

Von daher ist dein Risiko bei Einleitung eines Mahnverfahrens erstmal nur, dass du weitere 32 Euro in den Sand setzt. Mir wäre es das in dem Fall wert, denn es besteht eine Chance, dass er auch ohne Gericht kleinbeigibt und die Kohle rausrückt. Kommt halt drauf an, was das für einer ist. Vielleicht kannst du das ja aus der Email-Korrespondenz rauslesen. Wenn er einfach abzocken wollte und das Geld aufbringen könnte, aber nicht will, dann sind die Chancen ganz gut es über ein Mahnverfahren zu bekommen. Wenn er wirklich kein Geld hat (z.B. dank Spielsucht?) dann ist natürlich auch mit dem Mahnverfahren nichts zu holen.
Bearbeitet von: "chrhiller187" 15. November

Warum lässt man sich einen 300€ Gutschein per Einschreiben schicken? Wenn ich mal was teures bei Ebay kaufe, handle ich mit dem Verkäufer immer Hermes Paket aus.... Ist dann halt gut versichert und wird bei Verlust komplett ersetzt. Ist mir immer sehr wichtig, da viele gar nicht wissen, das Einschreiben nur bis 25 (!) € abgesichert ist. Die 2€ mehr sind es mir wert!

Amselchenvor 4 h, 32 m

Typisches Beispiel von Gier frisst Hirn...Ab dem Punkt wo er nur per Post versenden wollte hättest schon alles abbrechen sollen. Sieh es als Lehrgeld an.


Genau. Man sollte prinzipiell keine rechtlichen Schritte einleiten, wenn man betrogen wurde. Wenn andere kriminell agieren, ist man selbst schuld.
Logik gab es wieder im Sonderangebot.

ALTER!!! LEUTE. DEN Gutschein gab es nie. Er ist auf einen betrüger reingefallen, was sollen diese ganze Spekulationen.

halaxivor 2 h, 2 m

...was sollen diese ganze Spekulationen.


Was sollen diese Unterstellungen?
Vielleicht gab es den Gutschein, vielleicht gab es den nicht. Das weiß lediglich der VK.
Trotzdem wurde hier eine Frage gestellt und diese wird beantwortet. Hat nix mir spekulieren zu tun.

Immer wieder erschreckend wie naiv manche sind und wie leicht es dadurch Betrügern gemacht wird!

Wenn jemand schon einen Code nicht per Nachricht verschicken will, stimmt etwas nicht. Der Aufwand ist viel geringer und die Übermittlung sicherer und auch gegenüber eBay oder PayPal nachweisbar.

Bin ja gespannt was bei der Anzeige rauskommt, ob der Beschuldigte überhaupt erscheint oder ob ihm die Anzeige egal ist.



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