[ebay] Widerrufsrecht bei gebrauchtem Elektrogerät und vom Händler angebrachten "gebrochenem Siegel"

GelöschterUser1505031's Profilbild GelöschterUser1505031 98
eingestellt am 20. Mär 2023 (eingestellt vor 16 h, 54 m)
Hallo zusammen,

ich brauche mal euren Rat und hoffe ihr könnt mir helfen und ich bin am richtigen Platz. Ich halte mich relativ kurz.

Ich habe mir auf ebay bei einem Händler einen gebrauchten Laptop gekauft. Wie immer habe ich nach Erhalt das Gerät auf Funktion getestet und begutachtet. Dazu habe ich auch den Boden des Geräts abgenommen, um den Zustand im Inneren zu überprüfen, was ich bei Laptopkäufen immer tue. Das gab auch noch nie Probleme und ich habe mir nichts dabei gedacht.

Nun hat der Händler aber wohl über ein Schraubenloch eigens einen Sticker geklebt, den ich dazu entfernt habe. Wie erwähnt, dabei habe ich mir nicht viel gedacht.

Da ich das Gerät woanders in deutlich besserem optischen Zustand (auf dem Deckel waren ziemliche Abriebe, noch ein Grund mehr mal ins Innere zu schauen...) zu einem besseren Preis gefunden habe, habe ich von meinem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht und eine Retoure eingeleitet. Diese Begründung habe ich auch bei ebay angegeben.

Nun lehnt der Händler die Rückgabe jedoch ab - Begründung: der Sticker ist entfernt worden. Dazu stand weder im Angebot, noch in der Widerrufsbelehrung irgendetwas.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Entfernen des Labels zum Überprüfen des Zustands der Gebrauchtware legitim ist, denn wie sonst überprüfe ich, ob mit meinem gebrauchten Gerät alles in Ordnung ist - oder liege ich da falsch? Selbst bei Neukäufen vom Hersteller ist dies möglich, denn das Gerät kann ohne jegliche Gebrauchsspuren und Beschädigungen geöffnet werden, so wie ich es selbstverständlich getan habe. Es ist dadurch keine Wertminderung entstanden.

Nun habe ich dem Händler erläutert, dass ich das Zurücksenden des Laptops an mich nicht akzeptiere und die Begründung für die Verweigerung der Rücknahme in Frage stelle.

Wer hat hier nun Recht? Kann ich diesbezüglich ebay Käuferschutz einschalten oder bin ganz offensichtlich ich der Blöde?

Danke euch schon einmal!

EDIT: Ich bedanke mich schon mal für die vielen Rückmeldungen. Allerdings werde ich ja auch sehr angefahren hier Ich will nochmal klarstellen, dass ich keine böswilligen Absichten hatte. Auch weiß ich, dass viele Käufer solche Rückgaberechte dreist ausnutzen.

Nur glaubt's mir oder nicht, ich gehöre nicht dazu. Mein Gedankengang ist, dass ich das Recht dazu haben sollte, bei einem gebrauchten Laptop, der nicht-destruktiv geöffnet werden kann, den Deckel zu öffnen und den Zustand zu begutachten. Denn es gibt auch viele Verkäufer, die Dinge zu verbergen habe, you know...

Ich bin über die Rückmeldungen dankbar, ich habe mir auch vom Fernabsatzgesetz einiges durchgelesen, aber ganz so schlau werde ich dazu zu dieser Situation auch nicht. Gibt es eventuell Artikel, in denen ein solcher Sachverhalt beschrieben ist, die ihr verlinken könntet, damit ich mich einlesen kann? Danke!

EDIT: Es war ein absoluter Fehler, auf Mydealz einen Thread zu starten. Mein Gott, das ist ja alles so absurd. „Wie kann ich sicherstellen, dass unser elitärer Ü50 Klugsche*ßerclub frei von Neuzugängen bleibt?“ scheint wohl hier das führende Motto zu sein.

Statt ner Diskussion kommt hier ein Gelynche zustande, es wird auf seine Meinung verharrt, die man sich beim Überlesen eines Blogposts vor Jahren mal gebildet hat und das war’s, keine Begründung, keine Quellen, kein Einlenken, nix. Auf Nachfrage dann Beleidigungen, runterspielen, absurde Vorwürfe und Vergleiche, die nicht aus dieser Welt sind und einen an eurem Verstand zweifeln lassen. Und alles, während die eigentliche Bitte und Frage ignoriert wird.

Lachhaft. Das letzte Mal, dass ich hier unterwegs war, aber darüber freut ihr euch wahrscheinlich noch. Euren Circlejerk darf man nicht stören.

Goodbye forever, wenn ich nicht gebannt werde lösche ich meinen Account. Ich kann nur jedem abraten, hier aktiv zu werden, es sei denn das ist genau eure Klientel.

Aber so wie ich die Mods einschätze, wird der Edit hier gar nicht erst durchgehen…
Zusätzliche Info
Alt-F4's Profilbild
Ich habe dazu was geschrieben, in deinem Fall reicht die Grundsatzentscheidung des BGH 12.10.2016, VIII ZR 55/15, da alle folgenden Entscheidungen darauf aufbauen und dieses Urteil der sogenannte "Prüfen wie im Laden"-Fall darstellt. Und zur eindeutigen und groben rechtlichen Orientierung (ohne Rechtsberatung!) in der Sache: kein Käufer/Konsument schraubt am Laptop im Laden rum.
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98 Kommentare

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  1. AndyP1985's Profilbild
    Der Händler ist im Recht. Es gibt genug schwarze Schafe (Käufer), die die Innereien eines Geräts gegen defekte Ware austauschen und dann das Gerät zurück schicken. Habe mal einen ähnlichen Fall bei ebay gehabt (gebrauchtes TV Mainboard), wo der Händler sogar alle Bauteile markiert hat, auf Nachfrage meinte er, dass es zu seinem Schutz ist, da es Käufer gibt die funktionierende Bauteile auslöten und gegen defekte Teile tauschen.
    Wenn ich Händler wäre, würde ich es auch so machen wie in diesem Fall. Du weißt ja nie, welche Betrüger da draußen sind. Dann bauen die wohl noch die 1TB Platte gegen eine 128GB HDD aus und schicken das Gerät zurück. Der Händler kann ja nicht jede Rücksendung auf solche Abweichungen prüfen, das würde mehr kosten als das Gerät selbst.
    Fazit: Hast wohl Pech gehabt und musst damit leben. (bearbeitet)
  2. Tobias's Profilbild
    40819762-PMsfR.jpg
    Der hinzugefügte Edit macht die Anfrage nicht gerade sympathischer. Fast alle Kommentare sagen, dass sie der Argumentation des Händlers folgen. Du bezeichnest das als "sehr angefahren" werden und willst gefühlt nur Meinungen hören, die dein These stützen.

    Alleine schon, dass du vom Händler verlangst, dass er bei jeder Retoure die Identität der einzelnen Komponenten durch die Seriennummern prüfen könnte (mydealz.de/com…101). Ist dir bewusst, was das für ein Aufwand wäre, wenn irgendein Gebrauchthändler genau nachverfolgen müsste, welche Seriennummern in welchem Gerät stecken und was bei der Retoure zurück kommt? Das Geschäft mit den Gebrauchtgeräten rechnet sich nicht, indem stundenlang jede Kleinigkeit überprüft und geputzt wird.

    Als Kunde kann ich doch auch nachvollziehen, welche Hardware im Gehäuse steckt, indem ich das per Software auslese. Konfiguration, SSD Nutzung und teilweise auch Akkuzustand kann man einfach herausfinden. Das Argument, dass du unbedingt den Zustand im Gehäuse sehen musstest, finde ich etwas fragwürdig.

    Wenn du nach dem Kauf noch ständig weiter nach günstigeren Angeboten schaust, solltest du in Zukunft einfach vorsichtig testen und die Ware nicht einfach wie dein Eigentum behandeln.
    GelöschterUser1505031's Profilbild
    Anonymer Benutzer Autor*in
    Der hinzugefügte Edit macht die Anfrage nicht gerade sympathischer.

    Sorry, aber sympathisch ist hier niemand. Es wird ein Moralspiel daraus gemacht, und nur weil die Leute sagen, sie seien der Meinung vom Händler, macht es das ja nicht legitim. Lediglich verständlich. Und mir hilft es ja auch nicht weiter. Frage ich weiter nach, werde ich angegriffen.

    Das Argument, dass du unbedingt den Zustand im Gehäuse sehen musstest, finde ich etwas fragwürdig.

    Ja, gut, findest du fragwürdig. Okay, nicht jeder schaut nach seiner Elektrohardware oder interessiert sich dafür. Ich schon. Und offensichtliche Auffälligkeiten im Inneren des Laptops schreien nach Problemen. Deshalb habe ich hineingeschaut. Es war keine Neuware. Es ist gebraucht. Ich habe nur Schrauben gelöst, keine Brechstange an das Gerät geführt.

    Ich glaube, es war ein Fehler hier zu fragen... Internetforen Anfang der 2000er leben wohl doch noch irgendwie weiter Ich danke den Usern, die mir Links zur Verfügung gestellt haben.
  3. franzbrötchen's Profilbild
    Guten Morgen, ich habe mir nichts durchgelesen, wünsche dir trotzdem viel Erfolg.
  4. Turaluraluralu's Profilbild
    Du schreibst, daß du das Widerrufsrecht nicht dreist ausnutzen möchtest, willst aber das Gerät trotz eingehender, innerlicher Prüfung zurückgeben, weil du's woanders später noch günstiger gesehen hast. Finde den Fehler.

    Der Vollständigkeit halber: Zwecks Funktions- und Vollständigkeitsprüfung ist ein Öffnen eines solchen Gerätes keineswegs erforderlich. Der Verbau der zugesagten Komponenten wird ja von Windows selbst angezeigt. Soll der Händler Seriennummer aller Komponenten erfassen oder für dich unsichtbar markieren, um Austausch gegen defekte Komponenten des vermeintlichen Kunden feststellen zu können?!
    GelöschterUser1505031's Profilbild
    Anonymer Benutzer Autor*in
    Dreist ausnutzen im Sinne von Hardware gegen minderwertige austauschen und dann zurückgeben.

    Das Widerrufsrecht habe ich ganz legitim genutzt... denn ich habe den Artikel anderswo im besseren Zustand günstiger gefunden. Darf ich das dann nicht in Anspruch nehmen, und ist das dreist?

    EDIT: Es geht auch nicht um eventuell falsch angegebene Hardware. Das kann man auch softwaretechnisch herausfinden. Es geht um offensichtliche visuelle Mängel - z.B. Flüssigkeitsrückstände, Kratzer oder Dellen auf den Komponenten im Inneren. Wer sagt mir denn, das nicht jemand mal beim Aufrüsten mit dem Schraubenzieher ausgerutscht ist oder mal ein Glas Wasser darüber gelaufen ist?

    Bei Neuware nicht denkbar, bei Gebrauchtware ja durchaus möglich. (bearbeitet)
  5. AndyP1985's Profilbild
    "Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Entfernen des Labels zum Überprüfen des Zustands der Gebrauchtware legitim ist, denn wie sonst überprüfe ich, ob mit meinem gebrauchten Gerät alles in Ordnung ist - oder liege ich da falsch?"
    JA, du liegst vollkommen falsch!
    Du hast als Kunde nicht das Recht ein Gerät (fachmännisch oder nicht) auseinander zu bauen und in das Innere zu schauen.
    Viele Geräte sind seitens Hersteller mit solchen Schutzmaßnahmen versehen, wobei die Garantie dann erlischt, wenn die Schutzsiegel beschädigt sind. Der Hersteller, sowie Händler können freiwillig solche Schutzmaßnahmen installieren und bei Beschädigung die Gewährleistung oder Garantie ausschließen (zu Ihrem eigenen Schutz).
    Nur weil es bei dir bisher vielleicht ab und an damit geklappt hat, heißt es nicht, dass es auch richtig/legal ist.
    Oder schraubst du auch einen gebrauchten TV/Kaffeevollautomat/Handy/Kühlschrank etc auseinander, nur weil du nicht glaubst, was der Händler zu dem Zustand schreibt? (bearbeitet)
    GelöschterUser1505031's Profilbild
    Anonymer Benutzer Autor*in
    Hallo,

    okay, also so kenne ich das tatsächlich nicht. Gibt es einen Artikel, der die rechtliche Gültigkeit der zusätzlich angebrachten Schutzmaßnahmen beleuchtet?

    Und ja, ich schaue in jedes gebrauchte Gerät, in dem das von Wichtigkeit wäre, wie z.B. einem Laptop, hinein Ich weiß auch nicht, warum das in diesem Thread als so absonderlich angesehen wird. Man will ja wissen, was man kauft.... und überprüft es eben.

    So zumindest mein Gedanke. Eine Verlinkung eines Artikels, solltest du einen haben, wäre super hilfreich. Danke! (bearbeitet)
  6. Dodgerone's Profilbild
    Sorry, aber der Händler lehnt hier zurecht ab.

    Es ist halt kein normaler Gebrauch oder normaler Vorgang das Gerät zu öffnen...
  7. Aushilfsmafiosi's Profilbild
    Ich nicht. Irgendwo wirst Du zum Fernabsatzgesetz den Passus finden, dass eine Begutachtung / Prüfung wie im Ladengeschäft möglich sein muss, womit das Widerrufsrecht begründet wurde.
    Im Laden holst Du ja auch keinen Schraubendreher raus um hineinzuschauen.
    GelöschterUser1505031's Profilbild
    Anonymer Benutzer Autor*in
    Hallo, danke für die Rückmeldung.

    Das stimmt natürlich, aber bei Neuware würde ich das auch so nicht getan haben - es ist ja in dem Fall neu. Hier habe ich ein Gebrauchtgerät und will mir über den Zustand im Inneren ein Bild machen. Wenn ich dort offensichtliche Flüssigkeitsschäden, Dellen im Kühlkörper oder Kratzer auf dem Board vorfinde, würde ich ihn natürlich eh zurückgeben. Aber das finde ich ohne Hineinsehen ja nicht raus.

    So zumindest mein Gedankengang, und ich habe mir nie vorgestellt, dass das ein Problem bei der Rückgabe sei - zumindest bei nicht-destruktiven Öffnungsvorgängen, wie hier.

    Gibt es dazu extra Passagen im Gesetzestext oder fällt das alles unter die gleiche Kappe? Ich bin da nicht so bewandt, muss ich ehrlich sein...
  8. sin4711's Profilbild
    Das Recht, den Laptop zu öffnen, nur um eine Kontrolle durchzuführen hast du nicht, es sei denn, man könnte selbst etwas aufrüsten. Der händler kann ja auch argumentieren, das du bei Öffnen etwas beschädigt haben könntest und dadurch die Gewährleistung einschränken.
    tobiwan80's Profilbild
    das du bei Öffnen etwas beschädigt haben könntest und dadurch die Gewährleistung einschränken.
    Das müsste der Händler aber Nachweisen.
  9. sven.raoyi's Profilbild
    Ich denke auch eher, dass die Aussage des Händlers richtig ist. Wenn vorhanden, vielleicht telefonische Rechtsberatung kontaktieren (sofern in Rechtschutzversicherung o.ä. vorhanden)?
  10. Drizzt's Profilbild
    Der Händler hat Recht. Du kannst doch nicht das Siegel brechen und dann von dem Widerruf Gebrauch machen. Zumal du das Äußere kritisierst, NACHDEM du das Innere überprüfst und das wohl okay ist. Und selbst wenn du bei Neuware nicht das Gerät aufschraubst, wird dir auch jeder lokale Gebrauchtwarenhändler die Tür zeigen, wenn du das da probierst. Manche Leute erlauben sich echt einiges...

    Normale Menschen würden das Gerät von außen begutachten, ob es so aussieht, wie es beschrieben wurde. Dann wird das Notebook angemacht, Tasten, Touchpad auf Funktion getestet, der Screen und das Laufgeräusch des Lüfters überprüft. Was man halt auch so im Laden machen kann. Ich hoffe, du hast auch nochmal die SSD/HDD aufgeschraubt. Nur um sicher zu sein, dass da nichts reingefallen ist. (bearbeitet)
  11. Ray_of_Light's Profilbild
    Wieder ein Kunde, der meint, dass er sich alles erlauben kann, ohne irgendwelche Konsequenzen.
    Aber dann ist natürlich wieder der Händler der Böse, weil er den Kunden nicht einfach behandelt wie einen König und bei sich selbst sieht der Käufer mal wieder keinerlei Schuld.

    Wenn das Siegel gebrochen wird, muss der Händler alles auseinanderbauen und prüfen, denn es könnte ja sein, dass von dir Teile ausgetauscht oder beschädigt wurden. Das kostet alles sehr viel Zeit und verursacht eben auch Kosten. Er könnt dir die entstehenden Kosten auch in Rechnung stellen, weil du den Laptop aufgeschraubt hast, aber davon wärst du dann ja auch nicht begeistert.

    Warum man bei einem Elektrogerät, auf das der Händler Gewährleistung gibt, innerhalb der Widerrufsfrist ins Innere schauen muss, obwohl anscheinend alles funktioniert, weiß ich nicht. Und dann auch noch zurückschicken, obwohl kein Mangel besteht und sich dann wundern, warum der Händler nicht einfach das Geld zurückerstattet.

    Und dann auch noch verwundert sein, weil die Antworten hier nicht so sind, wie erhofft. Wenn ich Händler wäre, würde ich dich auch nicht als Kunden haben wollen (bearbeitet)
    Bklioo33's Profilbild
    Der Händler gibt keine Gewährleistung, die hat man von Gesetzes wegen.
  12. Kroko_Dok's Profilbild
  13. oberon's Profilbild
    vielleicht will sich der Händler nur berechtigterweise davor schützen, dass der Artikel aufgemacht,
    Komponenten wie Speicher o.ä. gegen kaputte oder minderwertige getauscht werden
    und dann innerhalb der Widerrufsfrist zurückgeschickt werden

    hat der TE vor dem ersten Date seine Freundin auch probelaparotomiert, wenn kein Klebchen drauf war ?
    GelöschterUser1505031's Profilbild
    Anonymer Benutzer Autor*in
    Der Händler hat bei einem Gerät wie einem Laptop aber ganz simpel die Möglichkeit, die Identität einzelner Komponenten durch z.B. Seriennummern zu prüfen. Das Gerät wurde auch getestet und die Rückmeldung ist, dass nichts verändert wurde - bis auf den fehlenden Sticker...

    Mir geht es in diesem Thread auch weniger um die moralischen Standpunkte, sondern die rechtlichen, auch wenn ich weiß, dass das Internet in so Dingen vielleicht nicht immer die beste Anlaufstelle ist. Momentan habe ich aber keine andere.

    Die Frage ist, ob der Händler durch Anbringen solcher Sticker auf Gebrauchtgeräten ein gesetzliches Anrecht auf Ablehnen des Widerrufs hat. Selbst, wenn dies nicht im Widerrufsbeleg oder dem Kaufvertrag erwähnt wurde.
  14. blackbirdy's Profilbild
    Schon witzig was sich hier für Leute rumtreiben.
    Ein Gerät aufschrauben/auseinanderbauen und das dann auch noch völlig normal und legitim finden.
    Das Beste ist aber, dass man meint daraus irgendwelche Defekte ablesen zu können (mal von so Offensichtlichkeiten wie einem Kurzschluss abgesehen - das merke ich dann aber auch ohne, dass ich an dem Gerät rumschraube ).
    GelöschterUser1505031's Profilbild
    Anonymer Benutzer Autor*in
    Hallo,

    also ich weiß ja nicht, was du meinst. Bei jedem zweiten Prebuilt-PC Deal hier fragen die Hälfte der Kommentatoren danach, mal Bilder des geöffneten PCs zu schicken, damit man sieht, wie viele RAM-Sticks verbaut sind, wie das Layout ist, welche Teile proprietär sind etc. .

    Und bei einem gebrauchten Laptop nach dem Zustand zu sehen - z.B. Wasserschäden, Kratzer auf Board oder Komponenten, Dellen im Kühlkörper etc. - ist auf einmal eine Linie überschritten, obwohl es nur ein paar Schrauben waren

    Ich kann eure Standpunkte verstehen, nur wie gesagt wollte ich keine Moralpredigt... sondern vlt. Erfahrungsberichte und Artikel, in denen das Thema nochmal etwas erläutert wird.

    Danke trotzdem für die Rückmeldung.
  15. RLYSSD's Profilbild
    Auf welches Recht beruft sich der Händler denn? Muss ja einen entsprechenden Passus im Gesetz geben.
    GelöschterUser1505031's Profilbild
    Anonymer Benutzer Autor*in
    Genau, das dachte ich mir auch. Wenn es beim Kaufvertrag ersichtlich geworden wäre, könnte ich es verstehen. Jedoch ist es das nicht gewesen. Konnte auch bis jetzt keine genauen Informationen dazu finden...
  16. cilius's Profilbild
    Du hast bei einem Händler ja auch auf die gebrauchte Ware eine die 24 Monate gilt bzw. wenn der Händler sie einschränkt mindestens 24 Monate gelten muss.

    In solchen Fällen würde ich also vorher sicherstellen, dass ich das Gerät behalten will wenn es okay ist und erst DANN das Gerät öffnen, weil im Falle das dann etwas defekt ist du über die Gewährleistung gehen kannst. Ich glaube auch dass das komplette Öfffnen eines Gerätes nicht mehr unter das fällt was die allgemein übliche Prüfung im Laden ermöglicht hätte. Selbst bei einem gebrauchten Gerät ist das unüblich, gerade weil der Händler ja trotzdem gerade steht.
    GelöschterUser1505031's Profilbild
    Anonymer Benutzer Autor*in
    Hallo,

    danke für die Rückmeldung.

    Wenn man diese Logik aber weiter spinnt kann ich das (aufrüstbare) Gerät ja nie selbst öffnen - es kann ja immer behauptet werden, ich hätte einen Defekt verursacht, wenn ich die Gewährleistung beim Händler geltend mache. Zumal vom Hersteller ja gar kein Siegel angebracht wurde.

    Das Argument des Begutachtens wie im Laden kann ich voll und ganz nachvollziehen. Aber das macht doch nur für Neuware Sinn. Bei Second-Hand Ware kann man doch schon mal genauer schauen.

    Oder nicht? Ich habe da gesetzestechnisch leider noch nichts explizit gefunden zu...
  17. Aushilfsmafiosi's Profilbild
    „Vom Prüfrecht gedeckt ist so der Anschluss an die Stromversorgung und die Einschaltung des Geräts. Überschritten wird ein solches aber, wenn der Verbraucher weitergehende Gebrauchshandlungen ausführt und so zum Beispiel bei digitalen Geräten mit der Personalisierung bzw. Installation beginnt oder bei Haushaltselektrogeräten die jeweilige Funktion tatsächlich nutzt (Waschgang bei Waschmaschine; Bearbeitung oder Aufbereitung von Lebensmitteln bei Mixer, Mikrowelle, Ofen; Zubereitung von Getränk bei Kaffeevollautomat etc.).“
    Quelle: it-recht-kanzlei.de/wertersatz-widerruf.html
    Wobei es in diesem Artikel darum geht, welchen Wertersatz der Händler fordern kann. Ist also bis auf diesen Abschnitt nicht weiter relevant für diesen Fall. (bearbeitet)
    GelöschterUser1505031's Profilbild
    Anonymer Benutzer Autor*in
    Danke für den Artikel!

    Allerdings trifft das hier auch wieder nicht zu. Zitat:

    Grundsätzlich muss der Verbraucher bei Erhalt der Kaufsache insofern prüfen dürfen, ob das gelieferte Produkt seinen tatsächlichen Kaufvorstellungen entspricht, ohne im daraufhin herbeigeführten Widerrufsfall ersatzpflichtig zu sein.

    Erst bei Nutzungen, die über eine jeweils notwendige Eignungsuntersuchung hinausgehen, kann der Händler Ersatz für den Verlust verlangen, der ihm dadurch entsteht, dass er die Sache nicht mehr als neuwertig weiterverkaufen kann.

    Das war nie der Fall, der Artikel ist nicht beschädigt und war nicht neuwertig.

    Die zulässige Eignungsprüfung geht aber regelmäßig über eine bloße Besichtigung hinaus.

    Was hier der Fall war...

    Zu beachten ist allerdings, dass im Wege der Reform des Widerrufsrechts die für den Prüfmaßstab früher geltende Vergleichsbasis einer regulären Untersuchung im Ladengeschäft ersatzlos weggefallen ist. Auf Grundlage dessen, was bei einer Sachprüfung im stationären Handel üblich ist, kann der konkrete Nutzungsgrad im Widerrufsfall nun nicht mehr ausdrücklich bestimmt werden. Sofern eine derartige Gegenüberstellung aber zweckdienlich ist, kann sie nach wie vor ergänzend herangezogen werden.

    Das entkräftet so gut wie alle derzeit hier geschriebenen Kommentare.
  18. marian123x's Profilbild
    Ich habe auch im Laden schon Packungen geöffnet und in die Elektronik geschaut. Der Händler kann ja jederzeit verifizieren, dass im Gerät noch alles drin ist, alles läuft. Aber willst du den jetzt verklagen? Von was für einer Ersparnis reden wir überhaupt? Ich würde es wohl annehmen und damit leben, vielleicht ne neutral formulierte, schlechte Bewertung geben.
    GelöschterUser1505031's Profilbild
    Anonymer Benutzer Autor*in
    Hallo, danke für deine Rückmeldung!

    Ich will den Händler nicht verklagen, es handelt sich auch nicht um eine Privatperson, falls das hier jemand denkt.

    Ich will nur, dass die Rückgabe anerkannt wird. Es entstand kein Wertverlust und ich habe lediglich den Zustand überprüft. Der Händler weiß und hat überprüft, dass der Artikel im ursprünglichen Zustand ist.

    Dass die Rückgabe durch ein vom Händler angebrachtes Siegel ausgehebelt wird, damit gebe ich mich nicht zufrieden, wenn das nicht irgendwo gesetzlich verankert ist.

    Da es um ein paar hundert Euro geht, würde ich es ungerne wegstecken.
  19. gampl's Profilbild
    Hm, süß oder doch Mal wieder salzig?
  20. brokz's Profilbild
    Du hast dich selbst schon genügend belesen und eine Meinung gebildet dann ist es schwierig die Frage hier zu stellen und jeden der eine andere Meinung hat zu korrigieren. Die Erfahrung hab ich auch schon gemacht

    Inhaltlich bin ich aber bei dir. Alle hier schlagen sich moralisch auf sie Seite des Händlers was ich schon nicht verstehe. Er hat ein einwandfreies Produkt zurückbekommen und will sich um den Widerruf drücken.
    Aber auch so argumentieren alle nur damit ob die Prüfung verhältnismäßig ist aber noch keiner hat klar gestellt was die Folgen einer unverhältnismäßigen Prüfung wären. Nämlich nicht der Verfall des Widerrufrechts sondern ein Entschädigungsanspruch des Händlers an dich. Und er kann dir ja mal versuchen nachzuweisen welchen Schaden er hat vor allem mit dem Hintergrund dass es keine Neuware ist. (bearbeitet)
    Tobias's Profilbild
    Viele schreiben doch, dass ein Widerruf weiterhin möglich sein muss. Aber Wertminderung seitens des Händlers ist genauso verständlich, wenn der durch das entfernte Siegel nachweisen kann, dass das Notebook nicht nur mal auf Funktion überprüft wurde.

    Ob es sich weiterhin noch um ein "einwandfreies Produkt" handelt, wäre auch noch zu klären. Das liegt ja nicht am Siegel, sondern an der Öffnung des Gehäuses. Das Siegel ist nur der Nachweis. In 99% der Fälle wird an der Hardware nichts passieren, wenn man das Gehäuse am Küchentisch öffnet. Aber es ist eben nicht das gleiche, als wenn ein Fachmann das mit ensprechender Ausrüstung macht, z.B. gegen ESD geschützt.
  21. Dynamic_Hellfire's Profilbild
    Was genau wolltest du checken, was du nicht mit einem Funktionstest hättest prüfen können? (bearbeitet)
    GelöschterUser1505031's Profilbild
    Anonymer Benutzer Autor*in
    Z.B. Flüssigkeitsrückstände, Kratzer, Defekte an z.B. Plastik wie Lüftern, Dellen an Dingen wie Kühlkörpern. Ist das so abwegig bei teurer Gebrauchtware? Ich weiß nicht
  22. Persona_non_grata's Profilbild
    "Da ich das Gerät woanders in deutlich besserem optischen Zustand (auf dem Deckel waren ziemliche Abriebe, noch ein Grund mehr mal ins Innere zu schauen...)"

    Da frage ich mich, warum schraubt man das Teil erst auf und nutzt nicht gleich das Widerrufsrecht?
    Händler reagiert richtig.
  23. Tam_TamTam's Profilbild
    Nabend,
    rechtlich gesehen glaube ich auch eher das hier "Prüfung wie im Geschäft" eine Rolle spielt.
    Kann aber auch anders sein.
    Ich habe eine ganz andere Frage.
    Ich verstehe dein Vorgehen nicht.
    A) Du bekommst einen gebrauchten Laptop der Kratzer aussen hat.
    Du sagst dir, ok, vielleicht ist da noch mehr im Argen, ich schaue mal rein.
    Bis hier her, für mich Nachvollziehbar.
    Im Inneren des Laptops ist alles in Ordnung.
    Funktional soweit auch, sonst hättest du es erwähnt.
    Jetzt schickst du dieses, bis auf ein paar Gebrauchtspuren, völlig intakte Gerät zurück, um das Risiko eines optisch besser aussehenden Laptops mit einem vielleicht inneren Schaden zu erwerben.
    Kann man machen, muss aber Niemand verstehen...
    Ich verstehe es jedenfalls nicht...
    Ich hätte den Händler um Preisnachlass für den, nicht so erwähnten, schlechten äusseren Zustand gebeten.
    Oder hatte er es erwähnt? (bearbeitet)
  24. Gaesteklo-Deluxe's Profilbild
    Fang doch mal im Mediamarkt an alles zu zerlegen mit deinem Schraubendreher

    haha

    wie wäre es ein neues Händy zu zerlegen zum "checken" und dann zurück zu senden? "Geföllt mir doch nicht"

    Soll nun der Händler in genauer Analyse checken was du im Inneren des Gerätes alles gemacht hast? (bearbeitet)
's Profilbild
Top-Händler