Eine Frage zum Widerrufsrecht bzw. zu einer Widerrufsbelehrung

Ich habe den folgenden Passus im Widerrufsrecht eines Händler gefunden


Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen OHNE Versandkosten, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist.


Der CapsLock ist im Original, den habe nicht ich eingefügt.
Ich bin da ja selbst nicht sehr firm, aber widerspricht das nicht geltendem Recht und ist somit einfach hinfällig?
gesetze-im-internet.de/bgb…tml

"(2) Der Unternehmer muss auch etwaige Zahlungen des Verbrauchers für die Lieferung zurückgewähren. Dies gilt nicht, soweit dem Verbraucher zusätzliche Kosten entstanden sind, weil er sich für eine andere Art der Lieferung als die vom Unternehmer angebotene günstigste Standardlieferung entschieden hat."

Hat da jmd eine qualifizierten Rat dazu?

8 Kommentare

In Bezug auf die (Standard-)Versandkosten für die Lieferung (nicht Retoure!) sehe ich das auch eher kritisch.

Was genau möchtest du jetzt wissen?

Die Regelung ist so nicht rechtens und unwirksam.

Der Shopbetreiber kann von Mitbewerbern abgemahnt werden.

mariobvor 11 m

In Bezug auf die (Standard-)Versandkosten für die Lieferung (nicht Retoure!) sehe ich das auch eher kritisch.


Ja, die Versandkosten für die Retoure übernimmt der Händler auch nicht, aber das ist ja sein gutes Recht, auch wenn er dies meiner Meinung nach etwas krude formuliert:
"Wir tragen KEINE Kosten der Rücksendung der Waren, die normal mit der Post zurückgesandt werden können. Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht normal mit der Post zurückgesandt werden können." (auch wieder 1:1 Zitat, CapsLock im Original)
Bearbeitet von: "ExtraFlauschig" 2. Oktober

Ja, Versandkosten müssen immer mit zurück erstattet werden (Standartversandkosten). Nur den Rückversand kann der Händler auf den Kunden abwälzen.

Würde per Paypal zahlen und dann eventuell da einen Fall aufmachen, wenn du umbedingt bei diesem Händler bestellen willst.

Eventuell dürfte der oben genannte Passus sogar abmahnfähig sein.

Ist meine Meinung und keine Rechtsberatung.

karlikarlkarlvor 1 h, 6 m

Was genau möchtest du jetzt wissen?Die Regelung ist so nicht rechtens und unwirksam.Der Shopbetreiber kann von Mitbewerbern abgemahnt werden.


Mir gehts vor allem, darum ob ich ohne "Probleme" auf eine Rückzahlung der Hinversandkosten bestehen kann und dabei im Recht bin, unabhängig davon ob es dann Mehrarbeit nach sich zieht das durchzusetzen. Im Prinzip gilt es für mich klarzustellen, ob die obige Gesetzesregelung nicht durch den vollkommen anders lautenden Passus in der Widerrufsbelehrung "überstimmt" werden kann. Klar geworden?
Außerdem finde ich es einfach eine Frechheit wenn ein Händler derart versucht Kunden über den Tisch zu ziehen. Alleine deshalb scheidet toppreis.outlet (Amazon Marketplace) wohl sowieso aus. Ich mag mit so jemandem keine Geschäfte machen, geschweige denn deshalb die A-Z Garantie einsetzen müssen.
Bearbeitet von: "ExtraFlauschig" 2. Oktober

Wenn es sich um "normalen" Postversand handelt, die Standardversandmethode zum Einsatz kommt, und auch kein Teilwiderruf vorliegt, sehe ich da ehrlich gesagt keine Möglichkeit.

Doch die Hinversandkosten musst der Händler erstatten, vollkommen wumpe was in den AGB steht.

Zitieren auf dem Smartphone is ja ein Krampf...

zu oben:

Ja, du wärst im Recht und kannst die Erstattung verlangen. Ob es sich lohnt musst du selbst entscheiden.

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