Eine neue Sprache lernen? Mit welcher Methode habt ihr es geschafft?

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eingestellt am 9. Sep
Ich möchte eine neue Fremdsprache lernen, es geht ins nordische.
Französisch und Italienisch habe ich, solange ich es in der Schule hatte noch einigermaßen gut verstanden, jetzt - ohne Übung sind sie aber weg.

Ich würde jetzt gerne Schwedisch oder Dänisch lernen und frage mich, ob ihr vielleicht ein paar Tipps habt.

Danke schonmal
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Also.. es ist leider so, dass es ohne triftigen Grund wirklich schwer ist die Motivation bei soetwas zu halten bzw ohne Lern- und Redepartner auch die Aussprache korrekt hinzubekommen. Diese ganzen Programme a la Babbel und co. sind gut für die Basics oder mal für den Urlaub aber keinesfalls um eine Sprache zur Gänze lernen zu können. Ich würde dir daher zum Einstieg einen Uni- oder VHS-Kurs empfehlen der mehrmals wöchentlich stattfindet und als Aufbau einen Redepartner suchen oder wahlweise eine Zeit in entsprechendem Land verbringen. Nur wenn man eine Sprache aktiv und beständig anwendet, bleibt sie haften, sonst geht dieses Wissen leider schnell verschütt.
20 Kommentare
Also.. es ist leider so, dass es ohne triftigen Grund wirklich schwer ist die Motivation bei soetwas zu halten bzw ohne Lern- und Redepartner auch die Aussprache korrekt hinzubekommen. Diese ganzen Programme a la Babbel und co. sind gut für die Basics oder mal für den Urlaub aber keinesfalls um eine Sprache zur Gänze lernen zu können. Ich würde dir daher zum Einstieg einen Uni- oder VHS-Kurs empfehlen der mehrmals wöchentlich stattfindet und als Aufbau einen Redepartner suchen oder wahlweise eine Zeit in entsprechendem Land verbringen. Nur wenn man eine Sprache aktiv und beständig anwendet, bleibt sie haften, sonst geht dieses Wissen leider schnell verschütt.
Auslandssemester
Teste die App Mal lg
Volkshochschule, Internetsender sich "rein-grooven", Audio-CD-Lernen aus Bücherhalle.
Ich habe ebenfalls angefangen, schwedisch zu lernen. Tatsächlich ist schwedisch aber recht schwer mit Apps zu lernen, da Aussprache schon oft deutlich vom Geschriebenen abweicht und man so viele Eigenheiten lernen muss. Je nach Ort hatte ich auch nicht immer Lust bei Babbel und Co die Mikrofon- und Lautsprecher-Funktionen zu nutzen, dadurch litt die Aussprache dann noch mehr und so weiter und sofort.

Am Ende bin ich dann auf Spanisch umgestiegen, weil die Sprache für mich einfach "härter" und einfacher zu lernen war. Da ich schon französisch konnte hat sich auch viel überschnitten.
meine erste Wahl wären hier wohl Schwedinnen oder Däninnen
Sowohl englisch als auch italienisch habe ich durch reden im entsprechenden Land gelernt. Schule hat bei mir immer versagt. Ich finde selbst Urlaub hilft, wenn man es sich nicht zu einfach macht.
Babbel, fand ich echt gut, gut aufgebaut und super um seinen Wortschatz zu erweitern. Richtig lernen tust du es wenn du unter die Leute gehst
Unmengen an schwedischen Serien in Originalfassung mit Untertiteln anschauen.
Anfängertipp: Pippi Langstrumpf.
Ist zwar vom Zeitwaufwand nicht sonderlich effizient, dafür braucht es aber auch nicht viel Motivation.
Heirat
Würde auch Kinderserien auf schwedisch mit deutschen oder englischen Untertiteln empfehlen. Vorher halt einige Grundlagen wie wichtige Vokabeln und Grammatikregeln aneignen. Bei spanisch hat das bei mir damals gut geklappt.
Durch Duisburg mal schlendern, seit dem Abi Eshek geht´s.
Cascadeya09.09.2019 14:23

Also.. es ist leider so, dass es ohne triftigen Grund wirklich schwer ist …Also.. es ist leider so, dass es ohne triftigen Grund wirklich schwer ist die Motivation bei soetwas zu halten bzw ohne Lern- und Redepartner auch die Aussprache korrekt hinzubekommen. Diese ganzen Programme a la Babbel und co. sind gut für die Basics oder mal für den Urlaub aber keinesfalls um eine Sprache zur Gänze lernen zu können. Ich würde dir daher zum Einstieg einen Uni- oder VHS-Kurs empfehlen der mehrmals wöchentlich stattfindet und als Aufbau einen Redepartner suchen oder wahlweise eine Zeit in entsprechendem Land verbringen. Nur wenn man eine Sprache aktiv und beständig anwendet, bleibt sie haften, sonst geht dieses Wissen leider schnell verschütt.



Also die Schwedinnen sollten Motivation genug sein.


Die Serie Real Humans ist richtig gut. Leider nach 2 (3?) Staffeln abgesetzt und dann gab es einen Ami-Abklatsch. Aber die ist schwedisch. de.wikipedia.org/wik…hen
Bearbeitet von: "Ermittler" 9. Sep
Ich habe hier in Mannheim einen Kurs an der lokalen Abendakademie angefangen und mach unregelmässig weiter. Da ich aus dem Norddeutschen komme fällt mir das aber auch leicht (es ähnelt viel dem Plattdeutschen)... unser Lehrer hier ist Schwede und echt begabt... sollte sich doch in Berlin auch finden lassen. Man muss es aber auch regelmässig nutzen... meine Aussprache ist relativ schlecht, aber lesen und verstehen geht schon ganz gut. Ich bin aber auch jedes Jahr mindestens 1x in Schweden

TV mit Schwedisch ist auch immer gut, sowie schwedische Radiosender (nutze ich selbst). Ich würde aber immer zu einem richtigen Kurs raten. Da lernst du auch viel über die Kultur, Dialekte etc. Zum Abschluss jedes Kurses (3 Monate) schauen wir immer einen schwedischen Film (mit Untertitel)...
Reines Lernen einer Fremdsprache funktioniert wahrscheinlich höchst selten. Man muss irgendeinen persönlichen, einigermaßen starken Bezug zur Zielsprache, zum Land, zu Einwohnern/Sprechern oder zu Medien in der Sprache haben.

Bei Schwedisch hatte ich zum Beispiel mal einige Jahren einen WG-Mitbewohner mit einer aus Schweden stammenden Mutter und angesichts seiner schwedischen Comics hab' ich gemerkt, daß ich doch Einiges verstehen konnte. Niederländisch hingegen liegt dem Deutschen und insbesondere dem Plattdeutschen nicht sehr fern und da hat die räumliche Nähe zu den Niederlanden dazu geführt, daß das passive Niederländisch über's häufige Hören in Radio und Fernsehen und durch's Untertitellesen der dort nie synchronisierten Filme & Serien ziemlich gut geworden ist, ohne je auch nur eine einzige Unterrichtseinheit genossen zu haben. Schriftlich ausdrücken könnt' ich mich nicht, aber das mündliche Radebrechen reicht für Verstehen und Erheiterung.

Falls man nicht gerade eins der wenigen Fremdsprachengenies sein sollte, wäre man wohl gut beraten, wenn man sich sowieso oder parallel eine vom Lernen unabhängige Beziehung in der Fremdsprache sucht oder aufbaut. Musik, Literatur, Leute, Geschichte, Information, Natur oder so. Man merkt das schon, wenn man den Unterschied sieht zwischen Leuten, die sich selbst auf Deutsch beschränken (müssen) und solchen, die Englisch praktisch gleichwertig nutzen können. Letzteren steht gerade via Internet so viel mehr an Quellen und Information, oft einschließlich Vorsprüngen an Zeitpunkt, Umfang und Qualität zur Verfügung, auf das der Deutschzentrierte einfach keinen Zugriff hat.

Sorry 4 Länglichkeit & Abschweifung. (-;=
Bisschen off-topic, aber: Kennt jemand gute Apps zum Englisch verbessern?

Ich verstehe Englisch eigentlich ziemlich gut, müsste aber meinen Wortschatz noch bisschen erweitern und die Grammatik vielleicht nochmal etwas auffrischen/verbessern.

Alle Apps wie Babbel und co. fangen immer bei den absoluten Basics an. Bringt mir nur nix.
synemon09.09.2019 23:25

Bisschen off-topic, aber: Kennt jemand gute Apps zum Englisch …Bisschen off-topic, aber: Kennt jemand gute Apps zum Englisch verbessern?Ich verstehe Englisch eigentlich ziemlich gut, müsste aber meinen Wortschatz noch bisschen erweitern und die Grammatik vielleicht nochmal etwas auffrischen/verbessern.Alle Apps wie Babbel und co. fangen immer bei den absoluten Basics an. Bringt mir nur nix.


Selber Tip wie oben:
Unmengen an Serien und Filmen, um ohne eigenes Zutun ein besseres Sprachgefühl zu entwickeln.

Es gibt Dinge die kannst du nicht sinnvoll mittels Regeln lernen, weil du im Zweifelsfall gar keine Zeit hast um über die Regeln nachzudenken.

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Kurzversion:
Birkenbihl-Methode
Informationen zur Methode und Vorbereitung finden sich im Internet genug, der Rest ist Fleiß, welchen ich bei den Apps aber auch aufbringen müsste.



Langversion:
Wie lernen wir beispielsweise unsere Muttersprache? Wir lernen als Kinder spielend, zum Beispiel bestimmten Bildern die passenden Wörter zuzuordnen, ebenso übernehmen wir von unseren Eltern allein durch Zuhören die Regeln der Grammatik, ohne unser aktives Zutun.

Ich habe mich schon oft dabei erwischt, wenn ich von deutschlernenden Personen um Hilfe gebeten wurde, dass ich bestimmte Regeln zur Zeitform oder die deutschen Fälle nicht erklären kann, dass „ist halt einfach so“

Dementsprechend wäre es wünschenswert, wenn man diese Intuition wie ich mich unterhalte auch bei erlernten Fremdsprachen erreicht.

Dabei ist das Vorgehen in der Schule eigentlich falsch, da dort vieles einfach nur gepaukt wird. Das Problem dabei ist, dass sich dann Verknüpfungen der Übersetzung bzw. Grammatik im Hirn bilden, man „denkt“ aber trotzdem in der Muttersprache.
Einfach weil es natürlich bequemer ist und man diese perfekt beherrscht. Ich kenne das selbst, man hört eine Fremdsprache und im Kopf übersetzt man sich diese und baut dann die Sätze wieder zurück in die Fremdsprache.

Ziel wäre es aber, sich von solchen Verknüpfungen zu lösen. Spätestens aber wenn es um den Sinn geht, stößt das Vokabellernen an seine Grenzen. Beispiel Englisch: Was bedeutet verdienen? Earn? Deserve? Völlig vom Sinn abhängig!

Nächstes Problem: Aussprache. Wie in den Kommentaren bereits angesprochen, was macht man, wenn man sich eine Sprache autodidaktisch beibringt? Man kann ja garnicht prüfen, ob dass eigentlich so richtig ist, was man sich an Vokabeln reinprügelt.


Um jetzt langsam mal zum Punkt zu kommen:
Genau da versucht die Birkenbihl Methode anzusetzen, in dem man nicht stumpf Übersetzungen oder Regeln lernt, sondern durch Hören die Sprache quasi spielerisch aufnimmt.

Dazu nimmt man sich beliebige Texte in der zu lernenden Sprache, ich habe dafür die Lieder meiner Lieblingsbands gewählt. Die Songtexte übersetzt (dekodiert) man sich wortgenau und beginnt dann zuerst mit dem aktiven Hören, durch die bildhafte Vorstellung (Visualisierung) „lernt“ man die Übersetzungen.
Im weiteren Verlauf geschieht durch das passive Hören die Festigung des Erlernten, zudem stärkt man das Sprachgefühl quasi automatisch im Unterbewusstsein, muss sich also um die Grammatik, Aussprache und auch den richtigen Sinn bei der Verwendung wesentlich weniger Gedanken machen.

So fiel es zumindest mir wesentlich einfacher, neue Sprachen zu lernen oder bestehende zu verbessern. Aber bevor es hier zu umfänglich wird, schaut doch bei Interesse einfach mal auf YouTube.
Gerade für die Hauptsprachen eine willkommene Methode, mit etwas Mühe lässt sich auch die Lieblingsserie erfolgreich umwandeln. Ich beherrsche zwar keine skandinavische Sprache, aber auch dort gibt es doch mit der Digitalisierung heutzutage genug Möglichkeiten an passendes Übungsmaterial zu kommen.
Das war’s jetzt aber...
Bearbeitet von: "Rouviii" 10. Sep
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