Espresso-Siebträgermaschine für unter 100 Euro?

Hallo liebe MyDealzer,

zur Zeit bin ich auf der Suche nach einer Espressomaschine, für die ich jedoch nicht mehr als 100 Euro ausgeben möchte.
Ich weiß, dass es nun viele Kaffee-Gourmets gibt, die der Überzeugung sind, dass man für unter 300 Euro nichts vernünftiges bekommt.
Mein Budget ist aber einfach nicht höher.

Daher die Frage in die Runde: Hat jemand irgendeine Siebträgermaschine für unter 100 Euro und kann diese empfehlen?

Auch falls jemand schon katastrophale Erfahrungen irgendeiner günstigen Maschine gemacht hat, ist das natürlich hilfreich zu wissen

Besten Dank im Voraus und viele Grüße
Grido

7 Kommentare

Ich habe die Saeco Aroma, die wird von vielen Kaffeeliebhabern empfohlen wegen der Edelstahl-Brühgruppe. Ihre kleine Schwester kostet um die 100€: amazon.de/HD8…hen

Gleich vorweg: Ich zähle mich zu den "Kaffee-Gourmets". Wenn dein Budget nicht höher ist, würde ich empfehlen, einfach noch etwas zu sparen und vorerst auf die Maschine zu verzichten.

Zu der Maschine gehört auch eine Mühle (und anderes Zubehör wie Tamper, Abschlagkasten, etc.), damit man Bohnen frisch mahlen kann. Und gute Bohnen kosten auch Geld (ca. 20€/Kilo). Also selbst wenn du dich mit günstigeren Bohnen zufrieden gibst, hast du immer noch laufende Kosten von 5-10€/Kilo.

Natürlich kannst du versuchen, dich ohne Mühle und mit günstiger Maschine durchzuwurschteln, aber das ist am Ende nichts Halbes und nichts Ganzes. Da gehst du schon so viele Kompromisse ein, dass du auch gleich Filterkaffee trinken kannst. Wenn es dir nur um Koffein geht, ist der Gehalt bei Filterkaffee höher als bei Espresso. Falls es dir allerdings wirklich um Geschmack geht, dann ist das mit günstiger Maschine ohne Mühle und mit fertig gemahlenem Kaffeemehl nichts Richtiges.

Also nicht falsch verstehen, das soll jetzt kein "Gehate" sein, eher ein gut gemeinter Rat. Mit so geringem Budget wird das nichts. Lieber noch etwas sparen. Falls du jedoch darauf bestehst, jetzt eine Siebträgermaschine zu kaufen, würde ich dir raten, auf Ebay eine gebrauchte Gaggia Classic günstig zu schießen. Damit kriegt man schon Ergebnisse hin, die auch teure Maschinen nicht unbedingt besser hinkriegen.

Soweit schonmal Danke für die Antworten!
@maniakos: Die weiteren Kosten (Kaffeemühle, guter Kaffee aus der Rösterei des Dorfes, Milchaufschäumer) habe ich auch schon bedacht. Das führt mich aber dazu, nach eine noch günstigeren Espresso-Maschine zu suchen, damit die Kosten insgesamt gering bleiben Ist vermutlich der falsche Ansatz, da gebe ich Dir Recht.

Zumal ich ja bei 100 Euro für die Maschine und 50 Euro für Mühle und Aufschäumer auch wieder bei 150 Euro in den Anschaffungskosten liege. Da kann man sich für 250 Euro ja fast schon den EA 8000 von Krups holen. Oder kann der Kaffee/Espresso aus solchen Vollautomaten den Siebträgern nicht das Wasser reichen?

Da ich wirklich nicht mehr Geld ausgeben möchte, spiele ich nun auch mit dem Gedanken, mir einen einfachen Espressokocher von Bialetti zu holen. Oder ist der Espresso auch aus billigen Siebträgern (aktuell habe ich die DeLonghi EC 145 im Auge) dennoch besser als aus einem Kocher?

Mit Espressokochern habe ich keine Erfahrung, daher mache ich es mal nicht wie andere Schlaumeier, die dann irgendwas behaupten und halte mich da zurück.

Vollautomat würde ich allerdings nicht empfehlen, da der Kaffee von denen einem richtig zubereiteten Espresso nicht das Wasser reichen kann. Das heißt nicht, dass er nicht schmeckt, ist nur anders. So ein bisschen wie Fleisch vom Supermarkt vs. Fleisch aus der Metzgerei als kleine Analogie vielleicht.

Ansonsten kriegt auch jede günstige Siebträgermaschine einen Espresso mehr oder weniger gut hin. Der Unterschied ist halt der Komfort bei der Zubereitung (Größe des Wassertanks, einfach zu reinigen, etc.), Haltbarkeit der Maschine und Schwankungen in der Qualität. Teurere Maschinen, v.a. die mit PID können die Temperatur viel besser halten, sodass der Espresso immer wieder gleich schmeckt und man einfacher die richtige Temperatur für die Extraktion findet. Außerdem hält eine gescheite Maschine auch "ewig". Die Gaggia, die ich empfohlen habe, ist eine super Einsteigermaschine und bei einem Freund von mir seit fast 9 Jahren im Einsatz. Zudem brauchst du keinen Milchaufschäumer; dieser ist ja in der Maschine integriert. Was du brauchst, ist eine Milchkanne, in die du die Milch füllst und dann mit richtiger Technik (s. YouTube, z.B. hier: youtube.com/watch?v=Fk7gf5v2S0w) mithilfe der Dampflanze der Maschine die Milch aufschäumst.

Die Mühle ist auch nicht zu unterschätzen. Die teuren bieten mehr Komfort wie Timer etc., aber gute Mahlergebnisse kriegt man auch mit günstigeren hin. Wichtig ist, dass man den Mahlgrad feinstufig anpassen kann und keine riesen Sprünge zwischen den Graden hat. War anfangs auch überrascht, was minimale Unterschiede im Mahlgrad für Auswirkungen haben. Zu fein gemahlen --> Wasser kommt kaum durch, am Ende landet kaum Espresso in der Tasse. Minimal gröber gemahlen beim nächsten --> Wasser kam durchgeschossen, ergo zu viel Espresso, auch nicht lecker. Die feinen Abstufungen sind wichtig, weil man immer wieder mal den Mahlgrad anpassen muss. Alter der Bohnen, Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit wirken sich auf das Mahlergebnis aus.

Ich kenne ja die mydealz-Mentalität nur zu gut aber hier würde ich echt sagen: Einmal bisschen mehr investieren und dafür lange Spaß haben.


Zusatz:

Lies dich hier mal ein, ist eine top Quelle.
kaffeewiki.de/ind…ger

Und dann schau mal, ob das Budget nicht doch für eine Maschine aus dieser Liste reicht.
kaffeewiki.de/ind…ser

Letztendlich hat JEDE Maschine irgendwelche Vor- und Nachteile. Wenn du komplett ohne Nachteile kaufen willst, landest du bei 2k € und selbst da gibt es dann Kleinigkeiten zum Meckern. ^^ Also mit irgendwelchen Kompromissen muss man immer leben, aber lieber Kompromisse im Komfort (z.B. öfter Wasser einfüllen oder länger warten zum Aufheizen) als Kompromisse in der Qualität des Espressos.

Danke Euch für die sehr ausführlichen Antworten!
Jaja, die gute MyDealz-Mentalität...wer kennt sie nicht?!
Aber eigentlich wollte ich mir ursprünglich nur einen Espressokocher von Bialetti holen und bin dann darauf gestoßen, dass es für etwas weniger Geld bereits einige Siebträger gibt. Und somit sind 100 Euro wirklich Maximum bei mir.

Allerdings muss ich mich nun entscheiden zwischen einem Espressokocher (Brikka...., ja ich weiß, es sind eigentlich Mokka-Kocher) und einem Milchaufschäumer für zusammengerechnet 60 Euro oder einer Trägermaschine inkl. Milchaufschäumdüse für etwa den gleichen Preis (vielleicht 20 Euro mehr). Meine Ansprüche sind recht gering – Espresso kenne ich bisher nur aus Kapselsystemen und Vollautomaten und finde beide lecker. Zwischendurch würde ich gerne mal ein Tässchen trinken und hin und wieder mal einen Latte oder Cappu trinken.

Wie würdet ihr Euch entscheiden? Espressokocher oder günstiger Siebträger?

Kauf dir einen Edelstahl-Espressokocher, nicht die billigen Dinger aus Alu. Bialetti ist gut. Probier dich durch ein paar Kaffeesorten durch. Damit machst du nichts falsch.

Gerade eben das Angebot bekommen, einen gebrauchten Siebträger von FIF (2004 bei ALDI verkauft) für 'nen 10er zu ergattern. Hm...eine 10 Jahre alte Maschine kaufen – was meint ihr?

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