Fahrradberatung: Möglichst leicht, SingleSpeed oder 3 Gänge < 250 Euro?

Ich bin für meinen täglichen Weg zur Arbeit und zum Sport (je ca. 10km) auf der Suche nach einem leichten Fahrrad, das pflegeleicht, einigermaßen leicht fahrbar und nicht zu diebstahlgefährdet ist. Ein Fixie (ohne FlipFlop) schließe ich aus, da ich unbedingt einen Leerlauf/echte Bremse benötige. StVO-Zulassung wäre prima, aber nicht zwingend, wenn sich entsprechende Teile leicht nachrüsten lassen (bin kein großer Bastel-Fan).

Singlespeed wäre insofern wohl möglich, aber vielleicht etwas unkomfortabel zum Anfahren bei den vielen Ampeln hier; bei einer Gangschaltung kommt dagegen wieder Gewicht dazu, so dass ich z.B. eine 3 Gang-Schaltung auch in Ordnung fände.

Ich würde mich freuen, wenn die Radcracks und Vielfahrer (im Sinne von Häufigkeit, nicht von Langstrecke) ein paar Empfehlungen abgeben könnten. Das Budget ist nicht unbedingt fest - wenn ihr meint, dass man für wenig mehr Geld schon ein deutliches "mehr" an Fahrrad bekommt, würde ich mich darauf wohl einlassen.

Vielen Dank!

31 Kommentare

Kurz zum Verständnis: Warum soll es leicht sein? Musst du das Rad tragen? Ansonsten nimm irgendein gepflegtes gebrauchtes Rad mit V-Bremsen und 7 Gang-Nabenschaltung. Solche Räder gibt es häufig für um die 50 €. Auf STVO-Konformität würde ich nicht verzichten, wenn es nicht aufs letzte Gramm ankommt. Wenn Du auch im Winter häufiger fährst, würde ich zu einem Nabendynamo mit LED Vorder- und Rücklicht mit Standlicht raten.

25 neu wird schwierig da was haltbares zu finden. Problem bei Bikes im unteren Segment ist, dass öfters Verschleißteile verbaut werden, die z.T. nicht einzeln getauscht werden können. Beispielsweise bei der Kurbel sind die Kettenblätter fest mit der kurbel vernietet, Tausch nur als Gesamteinheit möglich, da zahlt man dann später drauf. Bei 1 km einfach kommen schnell Kilometer zusammen, wo man dann aber bei täglicher Fahrt auch ab und zu was machen muss am Bike...
Singlespeed geht schon in der Stadt, bei regelmäßiger Fahrt baut man ja auch entsprechende Muskulatur/Kondition auf. Bei einem Bike, was nicht grad unterste Stufe ist, kannst du die Übersetzung durch passende Ritzel/Kettenblätter leicht anpassen.
Wie würdest du sonst zur Arbeit/Sport kommen? Ich denke mal nicht zu fuß, insofern sollten sich auch mehr als die 25€ in weniger als 1 Jahr amortisieren.

quellcode

Kurz zum Verständnis: Warum soll es leicht sein? Musst du das Rad tragen? Ansonsten nimm irgendein gepflegtes gebrauchtes Rad mit V-Bremsen und 7 Gang-Nabenschaltung. Solche Räder gibt es häufig für um die 50 €. Auf STVO-Konformität würde ich nicht verzichten, wenn es nicht aufs letzte Gramm ankommt. Wenn Du auch im Winter häufiger fährst, würde ich zu einem Nabendynamo mit LED Vorder- und Rücklicht mit Standlicht raten.



Danke dir für die Antwort. Ich muss das Rad jeden Abend in den Keller und jeden Morgen wieder herauftragen. Das ist für mich als sehr sportliche Person an sich kein Problem, aber je leichter das Teil ist, desto praktischer. Seit ca. fünf Jahren fahre ich mit einem 300 Euro Rad durch die Gegend, das ich mal bei Ebay gekauft habe: Ca. 15kg schwer, mit 28 Zoll Reifen, 3x7 Gängen Kettenschaltung, V-Brakes, normalem Dynamo. Laut dem Fahrradladen um die Ecke ist das ein "zusammengebasteltes" Rad, aus teils hochwertigen (Shimano Deore), teils minderwertigen Komponenten. Zum Beispiel haben die immer wieder Probleme, die Schaltung (eine Deore) so einzustellen, dass sie in allen 27 Gängen funktioniert und nicht ohne Schalten zwischen den Gängen hin- und herschaltet, so dass ich tatsächlich den Großteil meiner Strecken im selben Gang (bei mir der 12. von 27) zurücklege. Dazu kommt, dass trotz regelmäßigen Ölens von Kette und Lagern inzwischen beim Treten immer wieder ein Knarzen auftritt, die Bremsen (noname) sich ständig lockern und der Dynamo bei jedem nasseren Wetter den Geist aufgibt (trotz neu aufgezogenen Schwalbe Marathon Reifen). Ich befürchte fast, dass ein gebrauchtes 50 Euro-Rad mir auch kein mehr an Komfort und weniger an Problemen bringt.

Bei einem Singlespeed würde ich dann einfach meine StVO zugelassene Akkuleuchten anbringen, wenn kein Dynamo vorhanden wäre. Dann noch Schutzbleche dran und es müsste eigentlich passen, oder?

Revolvermann

250 neu wird schwierig da was haltbares zu finden. Problem bei Bikes im unteren Segment ist, dass öfters Verschleißteile verbaut werden, die z.T. nicht einzeln getauscht werden können. Beispielsweise bei der Kurbel sind die Kettenblätter fest mit der kurbel vernietet, Tausch nur als Gesamteinheit möglich, da zahlt man dann später drauf. Bei 10 km einfach kommen schnell Kilometer zusammen, wo man dann aber bei täglicher Fahrt auch ab und zu was machen muss am Bike...Singlespeed geht schon in der Stadt, bei regelmäßiger Fahrt baut man ja auch entsprechende Muskulatur/Kondition auf. Bei einem Bike, was nicht grad unterste Stufe ist, kannst du die Übersetzung durch passende Ritzel/Kettenblätter leicht anpassen. Wie würdest du sonst zur Arbeit/Sport kommen? Ich denke mal nicht zu fuß, insofern sollten sich auch mehr als die 250€ in weniger als 1 Jahr amortisieren.



Sonst komme ich mit meinem bisherigen Rad (s. Post darüber) zur Arbeit, habe also aktuell quasi keine Kosten. Wenn das neue Rad weniger Probleme macht und ruhig und zuverlässig seinen Dienst tut, wäre mir das die 250 Euro schon wert. Wie wäre es denn z.B. bei diesem Rad von Tretwerk? Welche Teile werden realistischerweise wann kaputt gehen/ auswechelbedürftig sein? Gibt es außerhalb der Übersetzung noch Umstände, von denen die Leichtigkeit des Fahrens (= weniger Kraftaufwand bei gleicher Schnelligkeit) abhängt? Klar bin ich auch bereit, mein Fahrrad selbst zu warten, wenn ich das ohne große Schwierigkeiten selbst erledigen kann.

Wenn es hilft, kann ich auch ein paar Fotos von meinem jetzigen Fahrrad machen, damit ihr einschätzen könnt, ob und wie ein Upgrade zu dem Preis machbar wäre.


Das Tretwerkding ist unterste Schublade.

Prozentual natürlich ein großer Schritt, aber wenn du ein Singlespeed in Erwägung ziehst würde ich zu einem Fuji tendieren. Feather und Track haben afaik die gleiche Geometrie, das 2015er Track gibt es gerade bei Wiggle für 333 Euro inkl. Versand (plus Freilaufritzel und ggf. Montage) in diversen Größen. Das sollte schon etwas Zuverlässigeres sein. Schutzblech vorn ist kein Problem, hinten müsstest du wahrscheinlich (genau wie beim Tretwerk) mit Schellen basteln, wenn Standardschutzbleche dran sollen.




Bearbeitet von: "ottotto" 25. August

ottotto

.. plus Freilaufritzel...


Wie habe ich mir das vorzustellen? Eine zusätzliche Ritzel für den Freilauf? Muss ich die selbst auf das "fertige" Rad montieren? Hätte ich, wenn ich diese Ritzel nicht hätte, keinen Freilauf, sondern müsste "mittreten"?

Single-Speed ist in meinen Augen eh nur Hipster-Mist

Ich hab mir vor Jahren für den täglichen Weg zum Bahnhof ein Rad in der 600€ Preisklasse gekauft, das war ein Crossrad. Ausstattung durchgehend Deore mit XT Blenderanbauteilen, aber es hält und hält. Ansonsten kann ich nur Radon empfehlen, die sind super und recht preiswert, schau dir vielleicht mal die Fitness-Bikes an, die sind relativ leicht und auch preislich fair - allerdings wirst du da um 250€ nichts finden.

ottotto

.. plus Freilaufritzel...



Vorweg: bin kein Experte für solche Teile.

An deinem jetzigen Rad ist vermutlich eine Schraubkassette (die Zahnräder hinen) mit Freilauf verbaut. Dank des Freilaufs musst du nicht mittreten.

Das Fuji Track hat am Hinterrad auf jeder Seite ein Gewinde, auf das du entweder ein Ritzel ohne Freilauf oder ein Ritzel mit Freilauf schrauben kannst. Hier siehst du auf der linken Seite ein Freilaufritzel und auf der rechten Seite ein starres Ritzel mit Konterring. Wenn die Kette auf dem rechten Ritzel liegt, musst du mittreten, aber wenn du das Rad umdrehst hast du einen Freilauf.

Und ja, das Freilaufritzel müsstest du dann selbst montieren. Dazu brauchst du normalerweise nicht mehr als eine sog. Kettenpeitsche.(ca. 10 Euro).
Bearbeitet von: "ottotto" 25. August

quellcode

Kurz zum Verständnis: Warum soll es leicht sein? Musst du das Rad tragen? Ansonsten nimm irgendein gepflegtes gebrauchtes Rad mit V-Bremsen und 7 Gang-Nabenschaltung. Solche Räder gibt es häufig für um die 50 €. Auf STVO-Konformität würde ich nicht verzichten, wenn es nicht aufs letzte Gramm ankommt. Wenn Du auch im Winter häufiger fährst, würde ich zu einem Nabendynamo mit LED Vorder- und Rücklicht mit Standlicht raten.


wenn die Werkstatt die Schaltung nicht richtig einstellen kann ist schon etwas eigenartig oO, das Knarzen beim Treten kann sein das das Tretlager mal ausgetauscht werden muss

zwecks Dynamo ist bei regelmäßigen Fahrten einen Nabendynamo sinnvoll den du problemlos gegen das alte Vorderrad austauschen kannst

Ich glaube, so etwas würde meinem Ziel sehr nahe kommen. Leider wohl ohne entsprechende Schraubfähigkeiten nicht so einfach zu realisieren und im Neukauf/Gebrauchtkauf über Kleinanzeigen nicht annähernd in meinem Budget.

Fixie Floater - ~315€ bei Fahrrad.de oder so. Ich fahre meins jetzt seit 5000km nahezu pannenfrei und habe noch kein Teil austauschen müssen. Bei mir defintiv eine Empfehlung.

Sysic

Fixie Floater - ~315€ bei Fahrrad.de oder so. Ich fahre meins jetzt seit 5000km nahezu pannenfrei und habe noch kein Teil austauschen müssen. Bei mir defintiv eine Empfehlung.


Schick! 360 mit Dropbars, Rennbremshebeln und SRAM-Duomatik (hab die noch nie getestet, klingt aber ziemlich cool für ein Stadtrad) sind ne Ansage.

Asterie

Wie wäre es denn z.B. bei diesem Rad von Tretwerk? Welche Teile werden realistischerweise wann kaputt gehen/ auswechelbedürftig sein? Gibt es außerhalb der Übersetzung noch Umstände, von denen die Leichtigkeit des Fahrens (= weniger Kraftaufwand bei gleicher Schnelligkeit) abhängt? Klar bin ich auch bereit, mein Fahrrad selbst zu warten, wenn ich das ohne große Schwierigkeiten selbst erledigen kann.


das Fuji Track ist schon echt reizvoll, musste mich den ganzen tag zusammenreisen es nicht zu kaufen...

Hey ich bin auch gerade am Fixie suchen für meine Freundin. Was haltet Ihr von diesem Modell/Marke? Ist noch relativ neu glaube ich:

bonvelo.de/bikes

brewmaster

Hey ich bin auch gerade am Fixie suchen für meine Freundin. Was haltet Ihr von diesem Modell/Marke? Ist noch relativ neu glaube ich:http://www.bonvelo.de/bikes


Wirkt weniger wertig und ist dazu noch 2kg schwerer als das Fixie Floater. Kann man im Zweifel aber auch nehmen.

brewmaster

Hey ich bin auch gerade am Fixie suchen für meine Freundin. Was haltet Ihr von diesem Modell/Marke? Ist noch relativ neu glaube ich:http://www.bonvelo.de/bikes



Danke. Der Lenker bei den Fixie Floatern von Fahrrad.de wirkt extrem kurz bzw. schmal. Ist das so oder täuscht das? 400mm steht als Angabe dabei. Wirkt sich das irgendwie negativ/positiv aus? Oder ist das ganz normal...?!

Edit: ich meine den normalen geraden Lenker und nicht den Rennradlenker.
Bearbeitet von: "brewmaster" 9. September

fotos.mtb-news.de/s/6…258
Schau dir einfach meine Bilder an. Der Lenker wirkt zunächst echt schmal, ist aber im Verkehr ziemlich nützlich und stört nicht weiter. Am Anfang ist es ungewohnt im Wiegetritt (stehend fahren) weil man weniger Hebelwirkung hat, im Sitzen wirkt es sich aber in keinster Weise aus.
Nützlich im Verkehr heißt: Auf engen Radwegen kann man auch Leute überholen, die trantrütig in der Mitte vom Weg fahren.

Sysic

https://fotos.mtb-news.de/s/68258Schau dir einfach meine Bilder an. Der Lenker wirkt zunächst echt schmal, ist aber im Verkehr ziemlich nützlich und stört nicht weiter. Am Anfang ist es ungewohnt im Wiegetritt (stehend fahren) weil man weniger Hebelwirkung hat, im Sitzen wirkt es sich aber in keinster Weise aus.Nützlich im Verkehr heißt: Auf engen Radwegen kann man auch Leute überholen, die trantrütig in der Mitte vom Weg fahren.



Cooles Fahrrad, und sehr coole Bilder. Mit Fahrrad.de Gutschein von nem Kumpel wäre ich da bei 279 Euro bzw 299 Euro für das mit 2-Gang Automatik. Das ist halt schon ne Ansage beim Preis.....

Jupp. Zweigang musst du wissen, für mich eine Option wert. Ich bin vom RR höhere trittfreq. gewohnt. Erreiche ich beim SS natürlich weniger..

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