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Fake Daten bei DC / Payback und Co. - Was tun bei Auffliegen?

eingestellt am 11. Dez 2021
Guten Tag, liebe Dealzer!

Nehmen wir folgendes hypothetisch an:

Im Sommer hat Hamster Schmidt Hamsterin Schmidt ebenfalls bei DC / Payback und Co. angemeldet. Über den DC / Payback & Co. Account von Hamsterin Schmidt hat Hamster Schmidt per eCoupon etwas online eingekauft. Nur wurden leider keine Punkte für den Einkauf vermerkt. Daraufhin ruft Hamster Schmidt bei DC / Payback und Co. an, nennt im Affekt aber Hamster Schmidt statt Hamsterin Schmidt und sagt, dass es sein Konto sei unter voriger Zustimmung zur Aufzeichnung des Gesprächs zu Beginn des Anrufs. Hamster(in) Schmidt soll per Mail ein Formular bekommen, welches er ausfüllen soll, um zu schauen, ob noch Punkte kommen können. Das Formular kam nie an...Hamster Schmidt fragt sich, warum keine Mail kam und ist in Aufruhr.

Nun sitzt Hamster Schmidt in Guantanamo in U-Haft wo es nicht mal ein Hamsterrad gibt in Erwartung der Todesstrafe durch Erhängen aufgrund moralischer Verwerflichkeit seines Handelns.

Argument der Staatsanwaltschaft:
Da über einen eCoupon bestellt wurde, den Hamster Schmidt nur im Account von Hamsterin Schmidt fand, liegt hier der Versuch zur Erschleichung eines Geldwerten Vorteils unter bewusster und nachweislicher Falschaussage zur eigenen Identität vor. Hamster Schmidt macht sich daher des Identitätsbetruges und der Urkundenfälschung strafbar und muss aufgrund der moralischen Verwerflichkeit seines Handelns gehängt werden.

Argument vom Anwalt von Hamster Schmidt:
Derjenige, der sich von DC / Payback & Co. Leistungen in Form von Geldzahlungen zu erschleichen versucht und dabei einen falschen Namen angibt begeht insofern keinen Betrug, da er seinen Vertragsanteil in Form des Zeigens und Nutzens der Karte erfüllt, und DC / Payback & Co. diese Vertragserfüllung entsprechend honorieren.

Dass hierbei unter falschem Namen agiert wird ist irrelevant, da DC / Payback & Co. bei korrekter Namensnennung nicht anders verfahren würden, auch nicht bei mehreren Accounts, da laut AGB von DC / Payback & Co. Mehrfachaccounts nicht untersagt sind sondern auf schriftliche Anfrage sogar explizit erlaubt.

Weiterhin ist man als Teilnehmer DC / Payback & Co. laut AGB nicht verpflichtet seine echte Identität zu nennen und es ist auch im Anmeldeprozess kein Häkchen anzukreuzen "Hiermit versichere ich die Richtigkeit meiner Angaben".

Aufgrund genannter Argumente ist DC / Payback & Co. hier ebenfalls kein finanzieller Schaden entstanden, da man als Neukunde auch keinerlei offiziell beworbene Vorteile erlangt und Hamster Schmidt somit nicht wissen konnte, dass Hamsterin Schmidt einen höher dotierten eCoupon erhalten wird als er. Der Grund für nicht echte Angaben zur Identität ist vielmehr der Schutz seiner echten Daten u.a. aufgrund diverser Fälle des Klaus der Geldwerten Vorteile aus dem Programm von DC / Payback & Co., die offenbar nicht ausreichend für die Sicherheit des Eigentums meines Mandanten sorgen. Es gilt also, solange beide Seiten ihren jeweiligen Vertragsteil erfüllen, die genaue Identität der Vertragspartner keine Rolle spielen und Hamster Schmidt auch aufgrund von Geringfügigkeit umgehend aus der Untersuchungshaft in Guantanamo zu entlassen und freizusprechen ist mit einem Hamsterrad als Schadensersatz. Ferner hat Payback bei Interesse an echten Daten über Zwecke der Marktforschung hinaus Gründe hierfür darzulegen, welche im Einklang mit den aktuellen Datenschutzbestimmungen stehen und dafür Sorge zu tragen, dass diese identitätsgebunden erfolgen um jegliche Möglichkeiten eines Identitätsbetruges von vornherein zu unterbinden.

Vor der Urteilsverkündung fragt sich Hamster Schmidt nun, ob es auf MyDealz Erfahrungswerte zu ähnlichen Fällen gibt, da er gelesen hat, dass sogar Shoop inzwischen schon per Strafanzeige gegen User vorgeht, die sich per Selbstwerbung mehrfach 10€ erschleichen wollten, auch wenn der Fall anders liegt, da Shoop nicht mehrfach 10€ geleistet hätte, wenn man von Beginn an um die echte Identität gewusst hätte, Payback jedoch schon, da es bis zu einer gewissen Anzahl an Accounts keinen Unterschied macht ob reale Daten oder nicht laut offizieller Aussage auf schriftliche Nachfrage.
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