Finanzierung ohne Eigenkapitel ein Werbespruch oder wirklich machbar ?

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eingestellt am 5. Jul
Hallo zusammen,

das von der Bundesregierung ins Spiel gebrachte Baukindergeld hat mich dazu bewogen, nun doch ein wenig über den Kauf einer Immobilie nachzudenken.

Aufgrund der „unfassbar tollen Zinsen“ sieht man ja überall die Infos, dass Finanzierungen auch ohne Eigenkapital möglich sind.

Ich habe mich daher mal mit meinem Bankberater unterhalten.

Meine Situation:

Da bei uns (Chiemgau) Immobilien leider sehr gefragt sind, steigen die Preise immer weiter und weiter und es entwickeln sich immer verrücktere Preise
Die Immobilien die für uns in Frage kommen, kosten 450.000 Euro aufwärts.
Für die Kaufnebenkosten hätte ich genug Eigenkapital (also ca. 10 Prozent sind vorhanden).
Weiter habe ich zwei Kinder und würde vom Staat in den nächsten 10 Jahren 24.000 Euro Baukindergeld bekommen.

Mein Banker hat gleich abgewunken und mir mitgeteilt, dass das so leider nicht klappen wird, da die Bank nur den Beleihungswert abzgl. ca 10 % Sicherheit finanzieren würde.

Da die derzeitigen Preise „krank“ sind, würde er bei einem Kaufpreis in Höhe von 450.000 Euro für eine Neubauwohnung grob geschätzt 360.000 Euro als Beleihungswert ansetzen.

Nur die 360.000 Euro könnte man dann finanzieren, der Rest + Kaufnebenkosten müssten mit Eigenkapital (wären dann schon knapp 140.000 Euro) gedeckt werden..

Laut ihm ist eine Finanzierung ohne oder mit wenig Eigenkapital unmöglich und nur ein Werbespruch.

Finanzieren Banken tatsächlich nie den Kaufpreis sondern immer nur den Beleihungswert ?
Zusätzliche Info
Diverses
Beste Kommentare
Lass dich nicht von den "krassen" Zinsen blenden, dass ist immer so eine Sache.
Natürlich kannst du aktuell Zinsen von 1,6 bekommen, allerdings nur mit einer Zinsbindung von ~10 Jahren.
Soll es eine ordentliche Immobilie werden die dementsprechend kostet und du über 25-30 finanzierst bist du mit einer Zinsbindung schnell bei 2,5-3% - was aber immer noch sehr gut ist im Vergleich zu früher.
Wovor ich persönlich nur warnen kann sind die ganzen Kombigeschichten der Sparkassen, wo du einen Bausparvertrag hast und evtl. Wohnriester. Hört sich alles super an, aber auf die Risiken wird nur spärlich eingegangen.
So hast du einen Zins von 1,6-1,7 für die ersten 15 Jahre beispielsweise, allerdings auf die volle Darlehnenssumme, da du 15 Jahre nur sparst und nicht einen Cent tilgst, ist im Prinzip nichts anderes wie 2,X% von einer bereits getilgten Summe.
Zudem erzählen die immer einen von "wenn Sie das so machen kommt der Bausparvertrag in die Zuteilung", im Kleingedruckten steht dann aber dass es nur ein Modell ohne Garantie ist.
Zuschüsse inform von Riester sind natürlich toll, lohnt sich mMn aber erst ab ~3 Kinder. Man muss immer bedenken dass man am Ende einen Schuldenberg hat der von der Rente abgezogen wird, ausser man zahlt es auf einem Schlag ab (70%).
Dann kommen noch so Sachen wie, was passiert mit den Zulagen wenn man vorher verkauft, etc..

Lange Rede kurzer Sinn, man muss sich im Klaren werden, ob man risikofreudig ist (niedrige Zinsbindung, hohe Tilgung), oder einem die Sicherheit wichtig ist. Wenn du die Nebenkosten abdecken kannst dürfte eine Finanzierung eigentlich nicht so schwierig sein bei der Bank (solange das Einkommen stimmt).
Mir dreht sich der Magen um, wenn ich sehe dass ihr nur 3,5% Grunderwerbssteuer habt in Bayern, wir hier in NRW haben 6,5%. Keine Überweisung in meinem Leben hat so sehr weh getan.
Bearbeitet von: "bastiian" 5. Jul
Als wir gekauft haben, war die NRW Grundsteuer auch noch bei 3,5%..viel mehr wehgetan hat der Makler, den wir 2x gesehen haben..1x bei der Besichtigung und einmal beim Notar..
113 Kommentare
Die Nebenkosten als Eigenkapital, Rest finanziert. So läuft es normalerweise. Hol die weitere Angebote von anderen Banken. Das sollte man sowieso immer machen. Geht auch online über Immobilienscout.
Warst du nur bei einer Bank? Ich würde mal Finanzierungsmakler anschreiben..eventuell auch via Finanzscout24 oder so..
jfknycvor 4 m

Warst du nur bei einer Bank? Ich würde mal Finanzierungsmakler …Warst du nur bei einer Bank? Ich würde mal Finanzierungsmakler anschreiben..eventuell auch via Finanzscout24 oder so..



Ja, bisher nur bei meiner Hausbank.
Das Gespräch (fast 2 Stunden) hat mich dann aber schon so genervt, dass ich erst mal im Internet Infos suche.
Wir haben mal bei der Commerzbank gefragt. Die MA war sehr nett. Sie meinte ohne EK geht, dafür wäre die Finanzierungssumme aber leider gering. Wenn man aber zumindest die Nebenkosten (Notar, Makler etc) selbst finanzieren kann, also nicht mit dem Kredit bezahlt wird, sind wieder ganz andere Konditionen möglich.

Es geht, ich halte es aber für ein Risiko..
Von welcher Finanzierungsdauer reden wir?
Lass dich nicht von den "krassen" Zinsen blenden, dass ist immer so eine Sache.
Natürlich kannst du aktuell Zinsen von 1,6 bekommen, allerdings nur mit einer Zinsbindung von ~10 Jahren.
Soll es eine ordentliche Immobilie werden die dementsprechend kostet und du über 25-30 finanzierst bist du mit einer Zinsbindung schnell bei 2,5-3% - was aber immer noch sehr gut ist im Vergleich zu früher.
Wovor ich persönlich nur warnen kann sind die ganzen Kombigeschichten der Sparkassen, wo du einen Bausparvertrag hast und evtl. Wohnriester. Hört sich alles super an, aber auf die Risiken wird nur spärlich eingegangen.
So hast du einen Zins von 1,6-1,7 für die ersten 15 Jahre beispielsweise, allerdings auf die volle Darlehnenssumme, da du 15 Jahre nur sparst und nicht einen Cent tilgst, ist im Prinzip nichts anderes wie 2,X% von einer bereits getilgten Summe.
Zudem erzählen die immer einen von "wenn Sie das so machen kommt der Bausparvertrag in die Zuteilung", im Kleingedruckten steht dann aber dass es nur ein Modell ohne Garantie ist.
Zuschüsse inform von Riester sind natürlich toll, lohnt sich mMn aber erst ab ~3 Kinder. Man muss immer bedenken dass man am Ende einen Schuldenberg hat der von der Rente abgezogen wird, ausser man zahlt es auf einem Schlag ab (70%).
Dann kommen noch so Sachen wie, was passiert mit den Zulagen wenn man vorher verkauft, etc..

Lange Rede kurzer Sinn, man muss sich im Klaren werden, ob man risikofreudig ist (niedrige Zinsbindung, hohe Tilgung), oder einem die Sicherheit wichtig ist. Wenn du die Nebenkosten abdecken kannst dürfte eine Finanzierung eigentlich nicht so schwierig sein bei der Bank (solange das Einkommen stimmt).
Mir dreht sich der Magen um, wenn ich sehe dass ihr nur 3,5% Grunderwerbssteuer habt in Bayern, wir hier in NRW haben 6,5%. Keine Überweisung in meinem Leben hat so sehr weh getan.
Bearbeitet von: "bastiian" 5. Jul
Als wir gekauft haben, war die NRW Grundsteuer auch noch bei 3,5%..viel mehr wehgetan hat der Makler, den wir 2x gesehen haben..1x bei der Besichtigung und einmal beim Notar..
Banken beleihen immer nur den Preis, welcher aktuell im schlimmstenfalls erzielt werden könnte. Da gerade der Immobilienmarkt stark im Umschwung wieder ist (ich komme aus der Immobilienbranche) wird der Beleihungswert immer weniger und du brauchst wieder mehr Eigenkapital.

Vor 2 - 4 Jahren hättest du gute Chancen gehabt mit deiner Ausgangssituation ein Eigenheim zu erwerben. Jedoch sinken in Zukunft die Chancen.
hoticevor 12 m

Von welcher Finanzierungsdauer reden wir?



Kann ich dir nicht sagen, kommt ja auf den Betrag an den ich dann am Ende finanzieren muss.
Zinsbindung hätte ich mir 15 Jahre vorgestellt.
ruaid0rvor 19 m

Wir haben mal bei der Commerzbank gefragt. Die MA war sehr nett. Sie …Wir haben mal bei der Commerzbank gefragt. Die MA war sehr nett. Sie meinte ohne EK geht, dafür wäre die Finanzierungssumme aber leider gering. Wenn man aber zumindest die Nebenkosten (Notar, Makler etc) selbst finanzieren kann, also nicht mit dem Kredit bezahlt wird, sind wieder ganz andere Konditionen möglich. Es geht, ich halte es aber für ein Risiko..



Genau bei der Commerzbank wurde mir gesagt, dass es nicht geht.

Max. der Beleihungswert und dieser ist halt leider mal ganz schnell 90 tsd Euro neidriger als der Kaufpreis.
Tamara93vor 4 m

Banken beleihen immer nur den Preis, welcher aktuell im schlimmstenfalls …Banken beleihen immer nur den Preis, welcher aktuell im schlimmstenfalls erzielt werden könnte. Da gerade der Immobilienmarkt stark im Umschwung wieder ist (ich komme aus der Immobilienbranche) wird der Beleihungswert immer weniger und du brauchst wieder mehr Eigenkapital.Vor 2 - 4 Jahren hättest du gute Chancen gehabt mit deiner Ausgangssituation ein Eigenheim zu erwerben. Jedoch sinken in Zukunft die Chancen.



Was meinst du mit "im Umschwung" was ändert sich denn derzeit ?
Also ich kann dir sagen, dass es auf jeden Fall ohne Eigenkapital geht. Auch die Nebenkosten können finanziert werden. Allerdings nur bei einem sehr gutem monatlichen Einkommen. Die hanseatic Bank bietet S. G. Nachrangige Darlehen an. Allerdings zu Konditionen die häufig teurer sind als normale Privatkredite. Was du auch machen kannst z. B. Den Diba rahmenkredit beantragen, dieser hat sehr gute Konditionen, du räumst ihn ab, hast somit Eigenkapital und gibst die mtl. Rate in der Selbstauskunft an. Außerdem spart man sich das notarielle Schuldanerkenntnis bei den Hanseaten. Wenn du weitere Fragen hast. Kannst mich gern per PM anschreiben ich habe bis Ende letzten Jahres als Baufinanzierer gearbeitet.
Wir haben eine ähnliche Situation:

Relativ wenig Eigenkapital (ca. 5%), Rest finanziert (95%).
Nebenkosten (Notar, Grunderwerbssteuer, Gebühren, ...) haben wir über das EK bezahlt. Alles andere über die Finanzierung.

Natürlich ist mehr Eigenkapital besser. Du bekommst bessere Zinsen, zahlst schneller ab und kannst dir die Bank quasi aussuchen.

Aber auch ohne viel EK geht ein Hauskauf. Natürlich gibt es da mehr Risiken, aber die Leute die immer sagen "das EK muss mindestens 30% betragen, sonst gibt's kein Haus" erzählen gern viel.
Aber es stimmt schon, dass du mit wenig EK bei einigen Banken nichts bekommst. Aber es gibt immer noch genug seriöse Banken, die dir trotzdem "helfen"

Wir sind am Ende bei der ING DiBa gelandet. Guter Zins und Konditionen.
hurghvor 14 m

Also ich kann dir sagen, dass es auf jeden Fall ohne Eigenkapital geht. …Also ich kann dir sagen, dass es auf jeden Fall ohne Eigenkapital geht. Auch die Nebenkosten können finanziert werden. Allerdings nur bei einem sehr gutem monatlichen Einkommen. Die hanseatic Bank bietet S. G. Nachrangige Darlehen an. Allerdings zu Konditionen die häufig teurer sind als normale Privatkredite. Was du auch machen kannst z. B. Den Diba rahmenkredit beantragen, dieser hat sehr gute Konditionen, du räumst ihn ab, hast somit Eigenkapital und gibst die mtl. Rate in der Selbstauskunft an. Außerdem spart man sich das notarielle Schuldanerkenntnis bei den Hanseaten. Wenn du weitere Fragen hast. Kannst mich gern per PM anschreiben ich habe bis Ende letzten Jahres als Baufinanzierer gearbeitet.


Klingt schon so Verbraucherfreundlich - nicht. Da kann man schnell in eine Schuldenfalle laufen.

Aber wenn du der TE das möchte, kann er ja auch noch paar Kreditkarten abschließen und den Dispo ausreizen um möglichst viel Eigenkapital vorzutäuschen. Ebenso Handyverträge mit Auszahlung nicht vergessen und der alte Trick, sich bei Verwandten Geld leihen und am besten noch das Elternhaus als Sicherheit eintragen lassen.

Bei normalem Einkommen, was der TE hat, sonst würde er keinen Anspruch auf Baukindergeld haben, wird er nicht viel mehr als 90% finanzieren können und benötigt dementsprechend die ganzen Kaufnebenkosten + ~10% als Eigenkapital. Und selbst dann sollte man noch was auf der Kante liegen haben.
Banken haben jahrelang 100% (ohne nk) finanziert und machen es teilweise aktuell immer noch. Ist und bleibt jedoch abhängig vom eigenen Einkommen und ggf von der Lage des Objekts
Zu empfehlen ist das trotzdem nicht. Macht ihr 3-4 % Tilgung und zinsbindung von 10 Jahren, fliegt euch das Ding um die Ohren, wenn die Zinsen danach um 3% steigen.
Mal alles in ne exceltabelle reinhauen und mal alles durchrechnen und Szenarien durchspielen. Und mit Zeug wie Baukindergeld würd ich erstmal nicht planen für die Finanzierung
hurghvor 28 m

Allerdings nur bei einem sehr gutem monatlichen Einkommen.


Stellt sich da nicht immer noch die Frage, warum bei einem sehr guten monatlichen Einkommen das EK relativ gering ist? Klar, wenn man gerade erst in der Arbeitswelt angekommen ist, ist das was anderes. Davon gehe ich aber nicht aus, wenn man bereits zwei Kinder hat.
ich glaube das geht. ein bekannter von mir berät da. Wenn ihr Unterstützung braucht (unverbindlcih), kann ich den Kontakt herstellen. Ansonsten gibt es bei diversen Finanzportalen (Info-Seiten) echt gute Infos
polyphamosvor 5 m

Banken haben jahrelang 100% (ohne nk) finanziert und machen es teilweise …Banken haben jahrelang 100% (ohne nk) finanziert und machen es teilweise aktuell immer noch. Ist und bleibt jedoch abhängig vom eigenen Einkommen und ggf von der Lage des Objekts Zu empfehlen ist das trotzdem nicht. Macht ihr 3-4 % Tilgung und zinsbindung von 10 Jahren, fliegt euch das Ding um die Ohren, wenn die Zinsen danach um 3% steigen. Mal alles in ne exceltabelle reinhauen und mal alles durchrechnen und Szenarien durchspielen. Und mit Zeug wie Baukindergeld würd ich erstmal nicht planen für die Finanzierung



Unser Haushaltsnettoeinkommen liegt ca. bei 5.000 Euro (Frau +2 Kleinkinder), es gibt keine Schulden oder sonstige Verpflichtungen und wir zahlen derzeit gut 1.500 Euro Miete.

Derzeitige Miete + Baukindergeld stelle ich mir ungefähr als monatliche Rate für die Finanzierung vor.

Müsste man alles natürlich mal in ruhe durchrechnen, mir ging es aber eigentlich erst mal hauptsächlich darum, ob es Finanzierungen über dem Beleihungswert überhaupt gibt.
bear2vor 17 m

Stellt sich da nicht immer noch die Frage, warum bei einem sehr guten …Stellt sich da nicht immer noch die Frage, warum bei einem sehr guten monatlichen Einkommen das EK relativ gering ist? Klar, wenn man gerade erst in der Arbeitswelt angekommen ist, ist das was anderes. Davon gehe ich aber nicht aus, wenn man bereits zwei Kinder hat.



Das Eigenkapital ist recht gering, weil wir es in den letzten Jahren ordentlich krachen lassen haben

Jedes Jahr Fernreisen, zwei neue Autos, recht hohe Miete und die Geburt von zwei Kindern im Abstand von 15 Monaten und der damit verbundenen Einnahmensenkung (Elternzeit war ich fast ein halbes Jahr und meine Frau natürlich auch 2 Jahre).

Kinder kosten eben auch viel Geld
Mir wurde letztes Jahr bei der Bankberatung erklärt, das Banken immer erstmal ohne die KfW Kredite rechnen müssen und dann am Ende müssen sie die Kfw Kredite mit anbieten.

Also z.B.
Ein Haus kostet 300.000 EUR neu.
Die Bank bewertet es mit 240.000 und bietet dir diese Summe als Kreditsumme an.
Zusätzlich muss dir die Bank dann aber noch die KfW Kredite anbieten (50.000 bei Immobilienkauf + ggf. 100.000, wenn es mindestens KfW 55 ist). Man würde also auf einen maximal Kreditbetrag von 240.000 + 50.000 + 100.000 = 390.000 EUR kommen.

Laut dieser Erklärung sollte also eine >100% Finanizierung eigentlich kein Problem sein. Besonders, wenn man eh finanziell gut dasteht, wie du.
Ob das nun alles so stimmt, was mir da erklärt wurde, kann ich nicht sagen.
Ich habe nämlich auch schon von einigen Bekannten gehört, dass denen überhaupt kein KfW Kredit angeboten wurde.
Liegt wohl doch immer an der Bank und dem Berater.
SorstHeehofervor 32 m

Unser Haushaltsnettoeinkommen liegt ca. bei 5.000 Euro (Frau +2 …Unser Haushaltsnettoeinkommen liegt ca. bei 5.000 Euro (Frau +2 Kleinkinder), es gibt keine Schulden oder sonstige Verpflichtungen und wir zahlen derzeit gut 1.500 Euro Miete.Derzeitige Miete + Baukindergeld stelle ich mir ungefähr als monatliche Rate für die Finanzierung vor.Müsste man alles natürlich mal in ruhe durchrechnen, mir ging es aber eigentlich erst mal hauptsächlich darum, ob es Finanzierungen über dem Beleihungswert überhaupt gibt.



Ich will dir nicht zu nahe treten, aber meiner Meinung nach sind 5.000€ Einkommen mehr als genug, um ein Haus zu finanzieren.
Selbst wenn du eine Abtragung von 1.500€ pro Monat hättest, bist du mit Nebenkosten (Strom, Wasser, Heizung, Grundsteurer, Müllabfuhr, etc.) bei vielleicht 2.000€ pro Monat fürs Haus.
Dann habt ihr noch 3.000€ für Essen, Kleidung, usw.
Wenn man dann noch was zurücklegt, ist immer noch genug da, um gut zu leben.
Geh zum Finanzierungsvermittler Dr. klein oder Interhyp.
Es gibt Banken die 100% Finanzieren und es gibt Banken (z.b. Sparda-Bank) die den Anteil bei der KfW als Eigenkapital werten.
50.000€ haben wir über die KfW laufen.
Bearbeitet von: "bowchi" 5. Jul
saddi87vor 14 m

Ich will dir nicht zu nahe treten, aber meiner Meinung nach sind 5.000€ E …Ich will dir nicht zu nahe treten, aber meiner Meinung nach sind 5.000€ Einkommen mehr als genug, um ein Haus zu finanzieren.Selbst wenn du eine Abtragung von 1.500€ pro Monat hättest, bist du mit Nebenkosten (Strom, Wasser, Heizung, Grundsteurer, Müllabfuhr, etc.) bei vielleicht 2.000€ pro Monat fürs Haus.Dann habt ihr noch 3.000€ für Essen, Kleidung, usw.Wenn man dann noch was zurücklegt, ist immer noch genug da, um gut zu leben.


Alternativ bei 5000€ Haushaltseinkommen die nächsten 2 Jahre im Monat ~2000€ auf die Seite legen und in ~2 Jahren ist das EK um ~50.000€ höher. Das sollte eigentlich problemlos machbar sein.
Wir haben auch ohne Eigenkapital finanziert. Wir haben die Nebenkosten finanziert und den Rest als großzügige Reserve behalten, falls mal ungeplant etwas größeres am Haus zu machen ist. Wir haben den Kredit auf 15 Jahre Laufzeit geplant, so lange läuft auch die Zinsbindung. Die Kreditrate ist bei uns genauso hoch wie die Einnahmen aus der Kaltmiete aus der Einliegerwohnung im Haus (da wohnt die Schwägerin drin). Ich muss aber auch dazu sagen, dass hier in der Gegend die Immobilien sehr günstig sind im Vergleich zu anderen Regionen. Die Finanzierung haben wir über die ING Diba gemacht, die ich sehr weiterempfehlen kann.
Bearbeitet von: "yogi89" 5. Jul
Scheint halt sehr unterschiedlich zu sein... wir haben über 5000 Euro Haushaltseinkommen und ca 60 TE EK und wollten eine Immobilie für ca. 350TE erwerben plus Renovierung ca. 50TE..man sagte uns auch, dass wir es nicht machen sollen und noch mehr EK sparen sollen
ramtamvor 9 m

Alternativ bei 5000€ Haushaltseinkommen die nächsten 2 Jahre im Monat ~2 …Alternativ bei 5000€ Haushaltseinkommen die nächsten 2 Jahre im Monat ~2000€ auf die Seite legen und in ~2 Jahren ist das EK um ~50.000€ höher. Das sollte eigentlich problemlos machbar sein.



Da wir monatlich 1.500 Euro Miete zahlen geht das mit den 2.000 Euro zusätzlich auf die Seite legen leider nicht.

Nochdazu wird es das Baukindergeld wohl nur für Kauf in 2019+2020 geben
Hier wird viel Quatsch erzählt, aber das war auch nicht anders zu erwarten.
Wenn die 5000€ netto vertraglich fix vereinbart und nicht von irgendwelchen Zielvorgaben (Boni usw.) abhängig sind, kann man das schon machen.
Es läuft dann so, dass 90-95% von einer 'normalen' Bank gemacht werden, z.B. Diba und der Rest wird teuer bei z.B. der Hanseatic aufgenommen.
Du solltest dir und auch deiner Frau die Frage stellen, ob ihr bereit seid für die Vorzüge von Wohneigentum auf 'auf die Kacke hauen' zumindest teilweise zu verzichten. Das bisschen Baukindergeld schlägt dir direkt der GU der dir die Butze verkauft drauf, davon bleibt dir nicht viel.
Die richtigen Ansprechpartner bei so einer Finanzierung sind Finanzierungsmakler wie interhyp oder Dr. Klein.
Wenn du wirklich 10% hast (45k) geht sich das auch mit ner 100% Finanzierung aus, dann bekommst du mit 15 Jahren Zinsbindung und 3% Tilgung nen Zins von ca. 2,2%, Rate dann knapp 2000€/Monat.
SorstHeehofervor 48 m

Das Eigenkapital ist recht gering, weil wir es in den letzten Jahren …Das Eigenkapital ist recht gering, weil wir es in den letzten Jahren ordentlich krachen lassen haben Jedes Jahr Fernreisen, zwei neue Autos, recht hohe Miete und die Geburt von zwei Kindern im Abstand von 15 Monaten und der damit verbundenen Einnahmensenkung (Elternzeit war ich fast ein halbes Jahr und meine Frau natürlich auch 2 Jahre).Kinder kosten eben auch viel Geld


Bei dem Einkommen sollte für die Bank das EK eine Nebenrolle spielen! Wir haben ein ähnliches Netto und die Banken haben unser EK eher als Bonus betrachtet. Viele zahlen das, was ihr als Miete zahlt, monatlich als Kreditrate... und weniger.
Alibert87vor 7 m

Scheint halt sehr unterschiedlich zu sein... wir haben über 5000 Euro …Scheint halt sehr unterschiedlich zu sein... wir haben über 5000 Euro Haushaltseinkommen und ca 60 TE EK und wollten eine Immobilie für ca. 350TE erwerben plus Renovierung ca. 50TE..man sagte uns auch, dass wir es nicht machen sollen und noch mehr EK sparen sollen


Wer sagte das?
Probier doch einfach bei der Bank die KfW mit ins Boot zu holen. Die geben im Normalfall 50.000 € und lassen sich ins Grundbuch an 2. Stelle eintragen. Die Hauptfinanzierende Bank akzeptiert das Darlehen dadurch als Eigenkapital. Wir haben das letztes Jahr so gemacht. Wir hatten auch nur die ~14% Kaufnebenkosten als Eigenkapital und den Hauskaufpreis fast komplett finanziert.
Waren auch zuerst bei einem Finanzvermittler sind aber am Ende doch wieder bei der Hausbank gelandet. Auch wenn ich mit der KfW finanzieren als sehr anstrengend erachte (lange Bearbeitungszeit, in regelmäßigen Abständen anfordern von Bildern, Unterlagen etc) sind die Förderprogramme schon nicht schlecht.
bear2vor 4 m

Bei dem Einkommen sollte für die Bank das EK eine Nebenrolle spielen! Wir …Bei dem Einkommen sollte für die Bank das EK eine Nebenrolle spielen! Wir haben ein ähnliches Netto und die Banken haben unser EK eher als Bonus betrachtet. Viele zahlen das, was ihr als Miete zahlt, monatlich als Kreditrate... und weniger. Wer sagte das?



LBS und Berater Interhyp... wollten eigentlich nur wissen, was wir uns realistisch leisten können.
Da gibt es diverse Gründe für, z.B. auch, dass man gar kein EK einsetzen möchte.
Haben im letzten Jahr unsere Dritte NB-Immobilie gekauft ( jeweils immer mit einer 100 % Finanzierung) und lediglich die NK aus dem Eigenkapital genommen.
Klar ist der Zinssatz schlechter als mit einer 70 oder 80 % , jedoch gibt es Leute, die aus steuerlichen Gründen nicht mehr einsetzen möchte, dass EK für andere Zwecke ausgeben möchten oder aber mit dem Geld anderweitig arbeiten um ggf mehr rauszubekommen als auf der anderen Seite die erhöhten "Zinsen" kosten.
So leicht wie früher ist es aber nicht mehr, eine 100 % Finanzierung zu bekommen, dazu sollte die Bonität und Einkommen schon gut sein, LZ von 15 Jahren und mehr abgeschlossen werden und vor allem die monatliche Rate um die 30-35 % vom Einkommen entsprechen. Bei 450 T€,100 % Finanzierung und LZ von 15-20 Jahren wirst Du insgesamt mit 4,5-5 % an jährlicher Rate rauskommen, was dann mon mindestens so um die 1687 € bedeutet --> ca. 4800 € Netto sollten da schon verfügbar sein bei 2 Kindern.

Vergiss Bausparer und lass dir von zwei Vermittlern ein Konzept(nahezu jeder berücksichtigt auch KFW, wenn möglich) vorstellen. Kannst Dir viel Arbeit sparen, wesentlich besserer Konditionen bekommen und vor allem kannst du alleine die ganzen Finanzierungsanbieter gar nicht abklappern.

Dir dann mal viel Erfolg.
Bearbeitet von: "ichfindsguenstiger" 5. Jul
ichfindsguenstigervor 17 m

Da gibt es diverse Gründe für, z.B. auch, dass man gar kein EK einsetzen m …Da gibt es diverse Gründe für, z.B. auch, dass man gar kein EK einsetzen möchte. Haben im letzten Jahr unsere Dritte NB-Immobilie gekauft ( jeweils immer mit einer 100 % Finanzierung) und lediglich die NK aus dem Eigenkapital genommen.Klar ist der Zinssatz schlechter als mit einer 70 oder 80 % , jedoch gibt es Leute, die aus steuerlichen Gründen nicht mehr einsetzen möchte, dass EK für andere Zwecke ausgeben möchten oder aber mit dem Geld anderweitig arbeiten um ggf mehr rauszubekommen als auf der anderen Seite die erhöhten "Zinsen" kosten.So leicht wie früher ist es aber nicht mehr, eine 100 % Finanzierung zu bekommen, dazu sollte die Bonität und Einkommen schon gut sein, LZ von 15 Jahren und mehr abgeschlossen werden und vor allem die monatliche Rate um die 30-35 % vom Einkommen entsprechen. Bei 450 T€,100 % Finanzierung und LZ von 15-20 Jahren wirst Du insgesamt mit 4,5-5 % an jährlicher Rate rauskommen, was dann mon mindestens so um die 1687 € bedeutet --> ca. 4800 € Netto sollten da schon verfügbar sein bei 2 Kindern.Vergiss Bausparer und lass dir von zwei Vermittlern ein Konzept(nahezu jeder berücksichtigt auch KFW, wenn möglich) vorstellen. Kannst Dir viel Arbeit sparen, wesentlich besserer Konditionen bekommen und vor allem kannst du alleine die ganzen Finanzierungsanbieter gar nicht abklappern.Dir dann mal viel Erfolg.



Danke für die Infos.

Was meinst du mit zwei Vermittler ? Auch die hier oft genannte Interhyp + Dr. Klein oder meinst du etwas anderes mit Vermittler ?
SorstHeehofervor 8 m

Danke für die Infos.Was meinst du mit zwei Vermittler ? Auch die hier oft …Danke für die Infos.Was meinst du mit zwei Vermittler ? Auch die hier oft genannte Interhyp + Dr. Klein oder meinst du etwas anderes mit Vermittler ?


Ich persönlich bin immer gut mit der Interhyp(aber auch schon mit diversen anderen wie Dr. Klein, Planethyp, MKIB) gefahren und habe mir dazu noch einen Vermittler mit guten Bewertungen vor Ort gesucht. Warum? Weil die großen Läden auf Massengeschäft und schnellen Abschluss aus sind, jedoch viel Erfahrung haben und bei vielen Finanzieren auch mehr erreichen können, wenn mal was ist. Der Vermittler vor Ort wird dir wahrscheinlich etwas individuelleres vorlegen oder hat gute Kontakte zur Finanzierern vor Ort, die teils genutzt werden können.

Generell kann man gut über biallo gehen und sich erste Eindrücke holen, für den "kleinen" vor Ort mal bei Google schauen.
Bearbeitet von: "ichfindsguenstiger" 5. Jul
Wobei das mit Baukindergeld auch fraglich ist, denn eine Zwei-Kind-Familie ist antragsberechtigt bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 105.000 €. Heißt im Umkehrschluß - bei ca. 5000€ Haushaltsnettoeinkommen kratzt ihr da schon an der Grenze oder liegt sogar schon drüber
Es sind defintiv 0% Eigenkapital Finanzierungen möglich.
Gehe zu einem freiberuflichen Makler der mehrere Banken vertritt, der hat sowas im Koffer.
Bearbeitet von: "pratwa" 5. Jul
michelvor 33 m

Wobei das mit Baukindergeld auch fraglich ist, denn eine Zwei-Kind-Familie …Wobei das mit Baukindergeld auch fraglich ist, denn eine Zwei-Kind-Familie ist antragsberechtigt bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 105.000 €. Heißt im Umkehrschluß - bei ca. 5000€ Haushaltsnettoeinkommen kratzt ihr da schon an der Grenze oder liegt sogar schon drüber



Schau dir mal den link hier an n-tv.de/rat…tml

Steht eigentlich recht gut erklärt, dass dies bei 2 Kindern in etwa einem Jahresbruttoeinkommen von 120.000 Euro oder einem Monats Nettoeinkommen in höhe von 6.000 Euro entspricht.

Davon bin ich leider noch etwas entfernt !
SorstHeehofervor 4 h, 29 m

Commerzbank


Die haben uns als Hausbank Ende 2016 für Baubeginn Frühjahr / Sommer 2017 "günstige" 3,9% angeboten.
Wir wollten dort einen Kredit zur Modernisierung (Dach, Fassade, Fenster/Türen) aufnehmen und durch die KFW (10%) bezuschussen lassen. Davon mal ab das der Herr sehr unsympatisch war musste ich bei seinem Angebot und Vorstellungen kräftig schlucken.

Hatten dann noch mehrere Gespräche mit anderen Banken und haben letztendlich mit 1,95% unterschrieben. Zudem zum gleichen Zinssatz die Hausfinanzierung abgelöst und gleich für 15 Jahre festschreiben lassen. Dann ist die Hütte samt Modernisierung abbezahlt und ich kann mit Mitte 40 in Rente
Aus dem Chiemgau? *highfive*
SorstHeehofervor 47 m

Schau dir mal den link hier an …Schau dir mal den link hier an https://www.n-tv.de/ratgeber/Wer-profitiert-vom-geplanten-Baukindergeld-article20277267.htmlSteht eigentlich recht gut erklärt, dass dies bei 2 Kindern in etwa einem Jahresbruttoeinkommen von 120.000 Euro oder einem Monats Nettoeinkommen in höhe von 6.000 Euro entspricht.Davon bin ich leider noch etwas entfernt !



Die Geschichte würde ich aber bei der Grundlage/Berechnung des Vorhabens komplett raus lassen.
Das Ding ist noch überhaupt nicht final beschlossen (siehe Diskussion über die qm Begrenzung). Wenn es kommt kann man es gut als "Nice-to-have" mitnehmen und man freut sich drüber. Sollte man durch irgendeine komische Bestimmung es nicht erhalten obwohl man es mit einkalkuliert hat ist der Ärger um so größer.
bastiianvor 9 m

Die Geschichte würde ich aber bei der Grundlage/Berechnung des Vorhabens …Die Geschichte würde ich aber bei der Grundlage/Berechnung des Vorhabens komplett raus lassen.Das Ding ist noch überhaupt nicht final beschlossen (siehe Diskussion über die qm Begrenzung). Wenn es kommt kann man es gut als "Nice-to-have" mitnehmen und man freut sich drüber. Sollte man durch irgendeine komische Bestimmung es nicht erhalten obwohl man es mit einkalkuliert hat ist der Ärger um so größer.



Klar, das war nur der Auslöser warum ich mir das ganze dann doch mal näher angeschaut habe.
Finde die Idee von n-tv ganz interessant, durch das Baukindergeld z.b. einen separaten kfw kredit zu finanzieren.
Dann würde der KFW Kredit weitestgehend vom Baukindergeld bezahlt werden.

Falls dann der KFW Kredit sogar - wie weiter oben ja schon jemand angedeutet hat - als Eigenkapital gewertet werden würde, sähe meine Situation natürlich noch wesentlich besser aus.

Aber wie du schon sagst, es stehen ja noch nicht mal alle Rahmenbedingungen fest, es sind nur Gedankenspiele.
Bearbeitet von: "SorstHeehofer" 5. Jul
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